Naruto ~ The Eternity of Sage

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 Anwesen der Familie Saitô's

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Yuki Saitô
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BeitragThema: Anwesen der Familie Saitô's   Mo Jan 30, 2012 6:59 pm

Das Anwesen der Familie Saitô's


Äußere Ansicht


Innere Ansicht


Recht zentral im Viertel des Yuki Clan's gelegen befindet sich das doch recht stattliche Anwesen, welches Saitô und seine Familie bewohnen. Natürlich wurde das komplette Viertel neu hergerichtet, da dort lange keiner gelebt hatte, jedoch blieben die traditionellen Bauten erhalten und wurden nur saniert. So konnten diese schönen Gebäude erneut in einem herrlichen Glanz erstrahlen.
Auch die japanischen Gärten wurden neu angelegt, die Wege zwischen den Anwesen wieder begehbar gemacht und gepflastert. Hier und dort sticht einem das Wappen des Clans, eine Schneeflocke, ins Auge und es ist nicht selten an den Fenstern noch viel mehr Eisblumen zu entdecken, als an denen anderer Häuser des Dorfes. Wenn man hier Kinder sehen möchte, die umhertollen und Schneemänner bauen irrt man. Hier sieht man Zöglinge, die mit dem Schnee und ihrem Chakra Kunstwerke erschaffen um zu üben.
Das Anwesen von Saitô's Familie gehört zu den traditionellsten und auch zu den Größten. Der Wohnraum ist absolut gemütlich und geräumig und man kann sogar am äußeren Gang entspannen ohne eingeschneit zu werden, wenn man den Schneefall betrachtet.
Unter dem Dach eines solchen Ganges befindet sich auch seitlich am Anwesen die Stallung der Schneehasen, welche ausreichend angelegt ist. Auch sieht man über den ganzen Hof die Katzen tollen, die Abends aber lieber die Wärme des Hauses vorziehen. Man sieht dem Wohnstil der Yuki an, dass sie zu den einflussreichsten Clans gehören und Legendenstatus erreicht haben. Sie selbst bilden sich darauf aber nicht viel ein.
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Yuki Saitô
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BeitragThema: Re: Anwesen der Familie Saitô's   Mo Jan 30, 2012 8:10 pm

Kommt von: Die Straßen Yukigakure's

Der Abend traf seine Vorkehrungen, über dem Dorf versteckt im Schnee herein zu brechen und färbte den Horizont in die leuchtenden Farben der Dämmerung. Noch ließ der abendliche Schneefall auf sich warten, dennoch wurde es selbst für einen Yuki spürbar kälter. Besagter war gerade damit beschäftigt am seitlichen, äußeren Gang des Hauses die Schneehasen mit frischen Futter zu versorgen, was momentan nicht immer so leicht zu bewerkstelligen war. Die Rammler hatten erneut saubere Arbeit geleistet und quietschlebendige Jungen fabriziert, welche bei der Fütterung extra auf dem Arm gehalten werden mussten, um nicht aus der Stallung zu entfleuchen. Ja, die kleinen Racker waren wirklich verdammt gerissen und würden jede Möglichkeit der Flucht nutzen, wenn Sai sie nicht auf dem Arm halten würde. Nur dann gaben sie einigermaßen Ruhe und ließen dem jungen Mann mit der freien Hand das Futter auffüllen.
Als dies also endlich geschafft war, setzte er das letzte weiße Häschen liebevoll in den Stall zurück, schloss diesen anständig und folgte dann dem Kater Izanagi ins Haus, es wollten ja auch dort noch einige Vorkehrungen getroffen werden. Nun immerhin hatte er schon die Zimmer vorbereitet, er hatte den Küchentisch schon mit einigen nützlichen Materialien bestückt und ansonsten war auch alles recht ordentlich. Jinnai hatte er vorhin schon in die Wanne gesteckt gehabt und seine Medikamente hatte der Liebe auch schon brav eingenommen. Da blieb wohl nur noch übrig, einen Tee aufzusetzen und auf die Ankunft der Besucher zu warten.
Galant schlenderte er also durch die Küche, bereitete in einem schönen Geschirr den Tee zu und war bedacht nicht über die Kätzchen zu stolpern, welche sich auf dem Boden heroisch bekämpften. Großartige Gedanken über den Verlauf des Abends machte er sich nicht. Das konnte er noch, wenn es soweit war.
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Kôno Kaito
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BeitragThema: Re: Anwesen der Familie Saitô's   Mo Jan 30, 2012 8:40 pm

cf: Die Straßen Yuki - Gakure's

Es war eine schöne klare Nacht, als der Schwarzhaarige das Clanviertel der Yuki betrat. Nur wenige hunderte Meter entfernt war das alte Kôno - Viertel. Das Viertel seines Clans. Das ausgestorbene alte Viertel, in welchem die Massaker verübt worden waren. Vor so vielen Jahren. Für Außenstehende war es wahrscheinlich immer noch unbegreiflich, dass man so etwas Schreckliches tun konnte - wenn man normal dachte. Denn das taten die Menschen dieses Dorfes anscheinend nicht, denn sie machten das Gegenteil: Lobten die Leute für ihre Tat und priesen sie als Helden des Dorfes. Helden auf Grund was? Massenmord? Ungerechtfertigter Massenmord? Diese Welt war wirklich ein Witz.
Allerdings durfte Kaito nun nicht mehr darüber nachdenken, denn sonst würde er mit seiner schlechten Laune den ganzen Abend vermasseln. "Das ist das Wichtigste!" - ja, so hatte sich Taichi ausgedrückt, als er ihn auf seinem Heimweg getroffen hatte. Oh ja... Taichi und seine idiotischen Ansichten. Ein wichtiges Treffen hatte er es genannt. Ein Treffen, welches über das Klima im Team entschied und auf welches er unbedingt kommen musste - am besten auch noch gut gekleidet, aber auch nicht zu sehr darauf betont. Jaja... so war das ganze rund eine halbe Stunde gegangen, in der Kaito mit seinem Freund vor seiner Wohnung stand und betete, dass der Blonde nun endlich von ihm ablassen würde. Was war das Resultat? Er trug ein mehr oder weniges hautenges dunkel-schwarzes Hemd, das oben ein wenig aufgeknöpft war, sodass es lockerer wirkte. Dazu eine enge ebenfalls dunkle Röhrenjeans und natürlich auch noch dunkle Schuhe - ein perfekter Kontrast zu seiner doch etwas helleren Haut. Ja, so kam er hier an und er fand es lächerlich. Naja... immerhin hatte er kein Weiß offen tragen müssen, wie heute Mittag, als er Misaki seinen Mantel gegeben hatte. Ob sie ihn dabei hatte? Er hoffte es irgendwie, doch erst sollte er sich mal daran machen, das Anwesen von Saitô zu finden- was ihm letzten Endes allerdings auch nur gelang, weil er zufällig einen Blick auf den Lilahaarigen erhaschte, als er wieder in das Haus ging. War er zu früh dran? Halt... war das gerade...
Seine Züge wurden wärmer. Er hatte Katzen! Wenigstens ein gutes Zeichen. In diesem Hause lebten Katzen, also konnte es darin gar nicht einmal so schlecht sein, wie er es sich ausgemalt hätte. Okay, nervig traf es eher. Immerhin suchten sich Katzen immer eine angenehme Umgebung und daher... ja, vielleicht würde der Abend eine schöne Wendung nehmen - aber es waren Katzen da! Ein Lichtblick bezüglich dieses Abends. Aber ob er übernachten würde? Genau genommen war das wirklich noch nicht sicher und wenn er übernachten musste, dann müsste er das in einer einfachen grauen Boxershorts tun. Naja, es gab Schlimmeres.... oder?
So schritt der Schwarzhaarige also zum Anwesen und klingelte, wobei er darauf wartete, dass jemand aufmachte. Er hatte kein Interesse daran, sich unbefugt auf einem Gelände zu bewegen - nicht, wenn er zivil unterwegs war, also nicht auf Mission. Während er also so dastand und wartete, fragte er sich ob die beiden Mädchen es geschafft hatten, alles einzukaufen. Nun gut, das würde sich noch zeigen, oder? "Und nicht vergessen! Freundlich sein und Lächeln~" Oh, was hatte sich der Blonde lustig gemacht. Gut... wenn man die Tür öffnen würde, würde man keinesfalls ein perfektes lächelndes Gesicht sehen. Nur einen vielleicht etwas mürrisch dreinblickenden Chûnin...
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Iwasawa Kanade
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BeitragThema: Re: Anwesen der Familie Saitô's   Mo Jan 30, 2012 9:48 pm

cf: Die Straßen Yuki - Gakure's

Zunächst hatte sich Kanade ja gewundert, woher sie auf einmal mehr Geld hatte und vor allem machten sich die Jungs schnell aus dem Staub, aber so lange sie hier heute wirklich mitmachen würden, ging das schon in Ordnung. Bei dem Geld hat der Zettel mit "Vielen Dank für letzte Nacht, war echt günstig" gefehlt... Verdammt! Gobi! Noch so eine Beleidigung und ich zieh dich aus diesem Käfig raus du Untier! Lass mir doch das bisschen Spaß, den ich durch das Erregen deiner Wut bekomme. Ein Käfig und immer dein Gesicht zu sehen wird auf die Dauer ganz schön eintönig, weißt du? Ach, halt doch die Klappe du fieses Wesen des Bösen! Kanas Brauen zuckten gefährlich, ehe sie sich wieder an Misaki gewandt hatte, die mit der Einkaufstüte umher stolzierte. Vorher hatte sie Misaki noch mit zu sich nach Hause gezogen, immerhin wollte sie ein wenig bequemere Sachen anziehen, aber ihr Schwert hatte sie immer noch dabei. Man konnte ja nie wissen, für was man es brauchte. Oh ja genau, komm schon, verlier die Kontrolle und löse mein Siegel! Das Schwert erweckt das Tier in dir! Das ist leider schon wach und erfreut sich an mittelmäßigen Beleidigungen, die es für witzig hält. Ich habe dich doch gebeten mir meine einzige Freude in meinem furchtbaren Leben in einer Frau zu lassen. Von weitem sah die Chûnin schon das Anwesen, das um ein VielVielVielfaches größer war, als ihre Wohnung. K-Kyodaina..., brachte sie nur heraus und sweatdropte. Doch wie es für die Erdbeerblonde üblich war, wuüde die Tür natürlich ignoriert werden. Sie wusste nicht, ob das nun schon eine schlechte Angewohnheit war oder sie das unbewusst tat: Vielleicht sah das Fenster auch einfach wie eine Tür aus? Oh mein Gott nein! Komm schon, jeder normale Shinobi weiß, dass man durch die TÜR in ein Haus geht. Das FENSTER ist.keine.TÜR! Sagst du! Natürlich, wir sind ja auch aus Kiri - Gakure. Kiri-Gakure no Sato: Wir haben alles, außer Türen! Manieren und diese sind nebensächlich, denn wir haben Fenster. Du bist cool wenn du schon weißt, durch welches Fenster es zur Toilette geht. Die Jinchûriki verdrehte theatralisch die Augen und hätte sich am liebsten mit der Hand auf die Stirn geschlagen, aber das wäre vor Misaki wohl ziemlich komisch angekommen. Du betrittst fremde Häuser durch Fenster, aber willst nicht komisch rüberkommen? Worin hat man mich nur versiegelt?! Sag du mir nicht was komisch ist, du Mischmasch aus einem Delfin und Pferd! Ich wache wenigstens nicht mit lasziven Blicken auf. Das tue ich überhaupt nicht! Du hast ja gar keine Ahnung Mädchen. Die freie Hand zur Faust ballend, versuchte die Erdbeerblonde sich zu beruhigen. Sie konnte jetzt nicht aus der Haut fahren, weder hier, noch im Anwesen von Sai. Oder sonst irgendwann, es sei denn, sie wäre allein. Für ihre Mutter war es längst nichts Neues mehr, wenn sie ihre Tochter vor dem Spiegel sitzen sah, Beleidigungen aussprechend und fluchend. Eben genannte konnte nur lächelnd den Kopf schütteln, hach ja, wie schön diese Harmonie zwischen Bijû und Wirt doch war! Aber hätte sie es in ihrem Sarkasmus nicht selbst gewusst, würden, wenn sie könnten, Gobi und Kanade vermutlich miteinander ringen und sich schlägern. Zwar war es extrem ungewöhnlich, dass ein Bijû sich regelmäßig mit seinem Wirt zankte, aber bei der Liebe Kami-sama's... musste sie sich bei ihrer süßen und unschuldigen Tochter wirklich noch über etwas wundern? Niemand wird jemals die Qual verstehen, die ich fühle. Die Qual eines äußerst attraktiven Bijû, nach dem so ziemlich jedes Mädchen lüstern ist, dass es je getötet hat. Ich bin in der Tat eine gequälte Existenz. Voll mit Qual. Und ein Mädchen.... ein Mädchen mit ihren Brüsten... oh, sie quält mich so. Ich In einem weiteren Streit mit Gobi versunken, bemerkte Kanade plötzlich das offene Fenster und schaute Misaki einmal an. Diese hatte ein Grinsen im Gesicht und schien die selbe glorreiche Erscheinung wie ihre neue Freundin zu haben - Das Fenster ist die neue Tür! Ich hab gewusst das mit der da was nicht stimmt, aber komisch und komisch gesellt sich ja bekanntlich gern! Das Mädchen atmete einmal tief durch und redete noch einmal mit der, laut Gobi, "Verrückten" und hopste dann, schön Shinobilike, mit ihr zusammen durchs Fenster. Natürlich hatten sie sich vorher die Schuhe ausgezogen, sie hatten ja Manieren! Also da hab ich ja noch eher die Flöhe, bevor ihr zwei das habt. Du hast was? Ieh! .... Dômo~ Vor Saitô stehend, konnte Kanade die altbewehrte Begrüßung (beliebt bei Alt und Jung im märkischen Kiri) aus Kiri nicht verkneifen, naja sie wuchs ja dort auf. Kirifaust!~, rief sie und streckte dabei Sai ihre Faust fröhlich lächelnd entgegen.
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Hinasaki Misaki
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BeitragThema: Re: Anwesen der Familie Saitô's   Di Jan 31, 2012 3:35 pm

cf: Die Straßen Yuki - Gakure's

Breit grinsend lief Misaki neben Kana her und bekam den Krieg zwischen Kana und Gobi nicht mit. Selbst wenn sie irgendwas mitbekommen würde, würde sie doch eh nur lächeln und versuchen irgendwas geschenkt zu bekommen.
Nachdem Misa gesehen hat wie Kana lebt und die nötigen sachen mitgenommen hat liefen sie auch schon weiter zum "Abend der sicherlich ganz super mega toll wird".
Wehe irgendwer störte dann würde Misa wieder anfangen zu weinen, die Person wird ein schlechtes Gewissen bekommen und sie würde irgendwas tolles bekommen.
Uuuui da will ich auch mal leben...Ich glaub ich zieh mal ganz unauffällig ein. Das Anwesen entsprach ganz ihren Vorstellungen.
Komischerweise war Kana die ganze Zeit so ruhig und Misaki auch. Den ihr fiel ein, dass sie gar keinen Abstecher zu ihr gemacht haben. Naja Sai wird wohl noch ein paar Dinge für sie da haben. Da sah Misa ein offenes Fenster, sah dann zu Kana da diese sie ansah und grinste dann. Kana ging vor und Misa folgte ihr. Barfuß landete sie auf den Boden, wedelte mit den Armen herum da sie das Gleichgewicht kurz verlor, es dann doch wieder fand. Sie hörte noch was mit Kirifaust und sah, dass Sai anwesend ist. Bazinga! Die Braunhaarige fragte sich, woher sie das Wort her hat. Irgendwo hatte sie es doch mal gehört aber wo nur? Aus dem Tv? Auf der Straße oder kam es ihr einfach so in den Sinn?
Hey wo ist Kaitolein? Da sie ihn grade nicht sah, musste wer anderes herhalten. Ihre Arme breitete sie aus, sprang auf Sai zu und umarmte ihn.
Knuddelattacke!, rief sie aus und Kaito wird darunter auch nochmal leiden müssen.
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Yuki Saitô
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BeitragThema: Re: Anwesen der Familie Saitô's   Di Jan 31, 2012 8:59 pm

"Neocortex und die Stirn, Stammhirn Stammhirn! Neuralknoten zum entwirr'n, rechtes Gehirn. Pons und Kortex, Rindenschicht, Stammhirn Stammhirn! Sulcus Lateralis schlicht, linkes Gehirn. Cerebellum links, Cerebellum rechts, Synapsis Hypothalamus, Striatum Geflecht.~", sang der Iryônin leise, während er darauf wartete, dass das Wasser im Kessel begann zu kochen und er die sprudelnde Flüssigkeit, noch immer singend, in die Teekanne schütten konnte. Damit er nichts von dem aufkommenden Dampfschwall abbekam, zog er rechtzeitig das Gesicht zurück, roch aber trotzdem dieses herrliche Aroma des Sencha und schloss kurz genüsslich die Augen, bevor er die Kanne mit dem Deckel verschloss. Nun konnte das wohltuende Gebräu anständig durchziehen und während er noch einige Küchenutensilien zum Kochen zusammen suchte, sang er ein wenig weiter. "Axon Fasern, graue Zell'n, Stammhirn Stammhirn! Zentral Tegmentum, nominell - Schläfenlappen noch. Dann gibt's noch die weißen Zell'n, Stammhirn Stammhirn! Die das Vorderhirn erhell'n, das hofft man doch. Pia Mater, Gehirnhaut auch genannt, Medulla Oblongata und Drüsenlappen, Mikroelektroden~" Gerade als er mit seiner feinen und sanften Stimme zum Ende des wissenschaftlichen Liedes anstimmen wollte, vernahm er ein dumpfes Aufkommen auf dem Parkettboden, gefolgt von einem "Dômo~". Sofort wand er sich auf Zehenspitzen in Richtung der Geräuschquelle und sah mit seinen saphirblauen Seelenspiegeln auf eine ausgestreckte Faust. "Kirifaust!~", flötete Kanade fröhlich lächelnd, welche ja mit ihrem erdblondem Haar unverkennbar war und bevor Sai richtig über seine Handlung nachdenken konnte, fuhr auch er routiniert die Faust aus und ließ sie leicht gegen die seines Gegenübers stoßen. Zudem lächelte er dabei so freundlich wie eh und je, erwiderte sanftmütig: "Wie neblig~"
Ja, eigentlich verteufelte er seine Heimat, eigentlich sah er sich nicht mehr als Kiri-Nin und wenn er je wieder in dieses schreckliche Kaff müsste, würde er das sicherlich nicht mit einem Lächeln tun...Allerdings blieben eben manche Dinge doch erhalten. Seine Herkunft zum Beispiel war das Letzte, was man leugnen konnte, so wie die Tatsache, dass man viele Gewohnheiten mitgenommen und auch gute Zeiten dort verlebt hatte. So hielt er also auch den eingeprägten Kiri-Slang nicht zurück, eine Ausdrucksweise, wie man sie nur besitzen konnte, wenn man in diesem Dorf geboren und aufgewachsen war. Sicherlich ging es Kanade da ähnlich, immerhin wusste er, dass auch sie aus dem Dorf versteckt hinter dem Blutnebel, oder auch die Absteige der Shinobi-Welt, stammte und dort sicherlich ebenso schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Es wäre gelogen wenn man behaupten würde, Sai würde lediglich sie und ihre kranke Mutter aus dem Krankenhaus kennen. Als ehemaliger Kiri-Nin kannte man die Jinchûriki des Dorfes, er war sich also im vollem Bewusstsein, dass er Gobi no Hôkô's Wirtin in sein zu Hause eingeladen hatte. Allerdings war er nicht wie all diese anderen Xylakanten, welche nun kreischend im Kreis rennen würden oder das Mädchen aus Ausgeburt der Hölle betrachteten. Nein, für ihn war sie eine mit dem Schwert begabte Chûnin, eine Gleichaltrige, eine gute Seele. Und eine Heldin, weil sie es rund um die Uhr auf sich nahm, die Welt vor dem Zorn eines Ungeheuers wie Gobi zu schützen. Somit könnte man also meinen, er ehrte und akzeptierte sie vollkommen, als Mitmensch, als liebe Bekannte vielleicht sogar schon. Als jemand, der mehr verdiente als nur unrecht beurteilt und gemieden zu werden.
Bevor er sie aber noch richtig begrüßen und fragen konnte, wie sie denn bitte hier hereingekommen war, äußerte sich hinter ihr die auftauchende Misaki mit einem freudigen "Bazinga!" Zack, da rutschte eine seiner Brauen erneut eine Etage höher, sein Schmunzeln blieb aber, wie sooft, bestehen. Bazinga? Was ist das bitteschön für ein Wort? Ist es überhaupt ein Wort? Das ist fast fragwürdiger als der Kiri-Slang und bei Kami ja! Der ist schon fragwürdig und absonderlich genug!, dachte er sich ohne weitere äußerliche Anzeichen seiner Gedanken wiederzuspiegeln, wollte soeben erneut zu einer Begrüßung ansetzen, als er ein "Hey wo ist Kaitolein?" vernahm. Dazu erklang noch passend die Türklingel, womit sich wahrscheinlich die Frage nach Kaitolein, wie Misaki-chan ihn getauft hatte, erübrigt hatte. "Ich bin sofort zurück, meine Damen.", hauchte er, zog sich kurz aus der Affaire und schlitterte elegant mit etwas Schwung über den glatten Parkettboden zur Haustüre, öffnete diese.
Was er im Dämmerlicht und leicht einfallenden Schneefall vorfand, war ein nicht gerade wirklich begeisterter Chûnin, welcher allerdings schick gekleidet war. Für den Bruchteil einer Sekunde fragte der Älteste im Bunde sich, ob der Schwarzhaarige wohl selbst auf diese Kleiderwahl gekommen war, bevor er von hinten angesprungen und beinahe erdrückt wurde. "Knuddelattacke!", quietschte es irgendwie an seinen Schulterblättern und er hatte sich mit einem leichten Schrecken am mit einer Hand am Türrahmen festhalten müssen.
Nun, 'leichter Schrecken' war geprahlt. Jener, der sonst die Ruhe vorzog, hatte fast einen Herzstillstand erlitten und die Augen aufgerissen, was wohl nur der Neuankömmling hatte sehen können. Irgendwie war sich der Violetthaarige aber sicher, das wenigstens er das verstehen konnte.
Nach einem tiefem Durchatmen widmete er sich, umschlungen wie er war, zunächst Kaito und lächelte ihn an, unterdrückte den Impuls das Mädchen irgendwie - auf welche Art auch immer - abzuschütteln. "Herzlich Willkommen, Kaito-kun. Wie du siehst sind die beiden Ladies bereits erschienen.", begrüßte er ihn anständig, fügte aber noch mit einem schnellen Flüstern hinzu: "Ich weiß zwar nicht wie sie reingekommen sind, aber eigentlich will ich's auch gar nicht so genau wissen." Wenige Sekunden nur verfinsterte sich sein Blick ein wenig wegen der Klammer, ja, er mochte sowas bei ihm noch nicht allzu bekannten Personen nicht unbedingt leiden, irgendwie schaffte er es aber doch wieder zu lächeln und schob sich samt Misaki am Rücken beiseite, damit der junge Herr eintreten konnte.
Kami, ich hoffe, mir wird das nicht zuviel...Lass mich durchhalten...Es sind nur meine Teamkameraden... Ob ihm das innerliche Gebet helfen würde? Nun, so genau wusste das wohl nicht einmal angerufener Kami, aber schön, er hatte zumindest noch seinen Bruder hier, Kaito und Kanade waren ja eigentlich auch recht in Ordnung... Lediglich bei Misaki machte er sich da Sorgen.
"Uhm ja, wollen wir schon in die Küche oder soll ich euch zuerst noch jemanden vorstellen?", fragte er als nun alle im Flur standen und bemerkte zudem, wie die Kätzchen ihm wohl nachgetollt waren und nun zu seinen - oder auch auf seinen Füßen - miteinander prügelten. Das erinnerte ihn doch leicht an seine Schwester und sich.
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BeitragThema: Re: Anwesen der Familie Saitô's   Di Jan 31, 2012 9:25 pm

So stand der schwarzhaarige Chûnin also schließlich vor der Tür des großes Anwesens und wartete. Es dauerte normalerweise immer einen kleinen Augenblick, bis der Bewohner des Hauses die Tür erreichte und wenn man denn gerade beschäftigt war - wovon Kaito irgendwie ausging, da er glaubte etwas "komisches" von innen gehört zu haben - , dann verlängerte sich die Wartezeit auch nochmal. In den Sekunden also, in denen er warten musste, streifte sein Blick weiter durch die lange Straße, welche durchs Viertel führte: Ja, die Häuser hier waren wirklich sehr gut renoviert worden und gut verputzt... und vor allem gut isoliert. Letzteres war vor allem wichtig, weil es hier wirklich unglaublich kalt im Winter werden konnte. Man könnte nicht in einem unisolierten Haus überleben - das bewiesen die Kälteopfer in den Slumvierteln Jahr für Jahr. Niemand von ihnen konnten sich etwas so Luxuriöses wie ein Apartment oder gar ein ganzes großes Haus leisten. Tja. Der Yuki - Clan war offenbar vom Glück höchstpersönlich gesegnet worden. Daran bestand bei diesem Anblick hier kein Zweifel.
Nachdem Kaito noch einmal die zufriedenen Schneehasen begutachtet hatte, wandte er seinen Kopf wieder der Tür zu, welche im nächsten Moment auch aufging. Was die Schneehasen betraf, so kannte er bisher noch keine Zucht, weshalb dies doch durchaus interessant war, doch konnte er sich leider nicht mehr darum kümmern. Zu gerne würde er Neues darüber erfahren, weshalb er Saitô vielleicht nachher darauf ansprechen würde. Nun aber zu letzterem Shinobi, denn dieser stand lächelnd in der Tür- und erlitt gerade anscheinend fast einen Herzinfakt.
Was unseren Chûnin betraf, so machte sein Gesicht eine Art "WTF-Gestik", die bewies, dass er das alles andere als erwartet hatte und es keineswegs normal fand. Selbst der Lilahaarige schien sich rettend an der Tür fest zu krallen, damit er nicht das Gleichgewicht verlor und mit ihm hier die Treppe hinunterstürzte - und mit... Ohje. Ja, das hätte er sich gleich denken können. Kein anderer Kopf als den von Misaki konnte man erkennen und dass diese sich so verhielt... nein, es war keine Überraschung. So hatte Kaito sie bereits eingeschätzt.
"Herzlich Willkommen, Kaito-kun. Wie du siehst sind die beiden Ladies bereits erschienen." Anständig wurde er begrüßt, was er gut fand. Kurz hatte ihn Saitô dabei gemustert und fragte sich höchst wahrscheinlich, warum er denn so angezogen war. Allerdings hatte Kaito keine Zeit zum antworten, denn in diesem Moment flüsterte der Iryônin und sein neuer Teamkamerad noch etwas: "Ich weiß zwar nicht wie sie reingekommen sind, aber eigentlich will ich's auch gar nicht so genau wissen." Sein Mund verzog sich zu einem schwachen intelligentem Lächeln, was so viel bedeutete wie eine Erkenntnis, das er hier wahrlich im Irrenhaus von Yuki - Gakure gelandet war. Gespielt fürsorglich nahm er also seine Hand und pattete damit wortwörtlich Sais "Köpflein", im Sinne von "Alles wird schon wieder gut, Kleiner". Im nächsten Moment blickte er dann auch schon an Saitô und Misaki vorbei, wo er auch Kanade erblickte. Ja, es waren wirklich schon alle da und er war der letzte - was komisch war, denn vorhin hatte er den Lilahaarigen ja noch draußen gesehen. Wie waren die beiden also an ihm vorbei-- nein, er wollte es gar nicht wissen. Wahrscheinlich war er selbst in Gedanken vertieft gewesen...
"Uhm ja, wollen wir schon in die Küche oder soll ich euch zuerst noch jemanden vorstellen?" Jemanden vorstellen? Wen sollte er denn noch vorstellen? War hier noch jemand anwesend? Das Haus hatte auf Kaito irgendwie beim Öffnen leer gewirkt, denn bis auf Misaki hatte man nichts gehört. Folglich... wen gab es da noch im Haus? Seine Eltern, die doch eher ruhig waren? Aber halfen Eltern nicht... okay... er wusste es nicht. Er hatte keine Eltern gehabt, beziehungsweise sie nie gekannt, weshalb er nicht wusste, ob "normale" Eltern sich einander halfen. Da er allerdings im vorherigen Lächeln von Sai doch etwas "Böses" hatte erahnen können, war er sich nicht mehr sicher, ob der Iryônin so "normal" war, wie er tat. Naja... es gab kein Genie ohne einen Schuss Verrücktheit, oder? Aristoteles hatte da schon recht.
"Hallo zusammen.", sprach Kaito schließlich und trat galant und leichtfüßig an Sai und Misaki vorbei in die große Wohnung ein - sehr groß. Genau genommen sah es von innen größer aus als von draußen, wo einen die Fassade sowieso schon in der Dämmerung oder gar Nacht erschlug. Ja, sie lebten wirklich nicht schlecht. Ihm selbst war es aber nun egal, ob sie in die Küche gingen. Theoretisch ging das Kochen schnell, aber vielleicht konnte ihnen dieser Jemand ja dabei helfen? Wobei Kaito hierbei auch darauf hoffte, dass dieser Jemand nicht so... hyperaktiv oder dergleichen war. "Ich schlage vor, wir lassen das die Damen entscheiden." Gespielt nett tat er nun also seine Meinung kund und würde wohl abwarten, beziehungsweise sich nicht vom Fleck rühren, bis eine Entscheidung getroffen worden war...
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BeitragThema: Re: Anwesen der Familie Saitô's   Di Jan 31, 2012 10:54 pm

Früher war ich in Iwa, in einem guten Jinchûriki versiegelt. Ich war glücklich. Doch dann zogen dunkle Wolken auf und ich fand mich hier wieder, in einem Mädchen mit komischen Angewonheiten, fragwürdigen Freunden und miesem Slang. Rikudo Sennin-sama, was habe ich nur falsch gemacht? Wenn dir etwas nicht passt, dann verzieh dich doch wieder in deinen Emocorner! Dann kann ich ja gar nicht deine Lebensbildenden Momente kommentieren. Gobi gab mal wieder seine Sicht der Dinge dazu, nachdem Kanade die altbewährte Kirifaust auskam. Nun, sie empfand das als überhaupt nicht schlimm, aber für petite Gobi no Hôkô ging da natürlich gleich wieder die Welt unter. "Wie neblig~" Und ich habe ihn für normal gehalten! Die Menschheit enttäuscht mich immer wieder aufs neue... Wo ist der Kôno-Junge, wenn man ihn braucht? So richtig dicht~, gab die Erdbeerblonde Sai lächelnd zurück, Gobi ignorierend. Wenn sie Beispielsweise jedesmal schreien würde, nach Sticheleien seitens des Bijûs, wäre sie schon längst auf ewig heiser oder Stumm. Also konnte sie nicht immer gleich aus der Haut fahren, wenn dieses komische Etwas aus Delfin und Pferd wieder seine glorreiche Erkenntnis zu Tage gab. Zumal freute sie sich, dass Saitô auf ihren Kirislang so schön reagiert hatte, immerhin war eben genannter ja nicht bei allen beliebt oder eher hörte man ihn hier in Yuki kaum. Auch schätzte sie ihn als einer sehr gute und nette Seele ein, er war einer der sehr wenigen, die wahrscheinlich wussten, dass sie die Wirtin eines Bijûs war und sie deswegen nicht grundlos verurteilte. Er war ja auch aus Kiri und da sprach sich solch ein Gerücht oftmals schnell rum und in Kanades Fall war eben genanntes ja auch wahr, wie hatte sie sich damals geschämt? Aber sie hatte ja in Yukis Straßen schon gesehen, das der ehemalige Kiri-nin nicht nur auf urteilen und richten ging und darüber war sie froh, er war neben ihren 2 neuen "Freunden" einer der wenigen, die sie hier ihn Yuki gut leiden konnte. Viel hatte sie mit anderen ja nicht zu tun, meistens wirkte sie komisch durch ihre Selbstgespräche, die sie nun besser unter Kontrolle hatte. Und deswegen erwischt dich deine Mutter auch vor dem Spiegel mit Selbstgesprächen, jaja. Iwasawa Kanade - Von Selbstgesprächen zu "Ich-habe-keine-Freunde", we have it all! Irgendwann fange ich noch an wegen dir zu weinen. Nur zu, nur zu! Das Vieh klang ganz gespannt und freudig, aber diesen Gefallen würde sie dem grotesken Bijû nicht tun, ganz sicher nicht! Bazinga? Ist wohl außerirdisch für "Ich bin dumm und stolz drauf, hallo!~" Beleidige nicht meine Freunde in MEINEN Gedanken! Hatten wir nicht geklärt, dass wir uns diese Gedanken teilen? Lass mich überlegen... nein! Da unterhält man sich ja lieber mit Sanbi und glaub mir, es ist nicht gesprächig! Und auch nicht das schnellste Bijû.... im Gegensatz zu mir, ich bin schon viel herumgekommen. Ich, das Adonis unter den- Ich bin wirklich froh, dass du hinter diesem Käfig bist! Ich will nicht mal wissen, wo DU schon über all drinn warst. H A N Nyoooo Innerlich verzog das Mädchen das Gesicht, während sie auf Sai's Rückkehr von der Tür wartete. "Knuddelattacke!" So schnell konnte die Chûnin gar nicht schauen, da hatte sich Misaki schon auf den Gastgeber wortwörtlich geworfen. M-Misaki-chan... glaubst du nicht, es wäre besser, wenn du dann mal los lässt? Die Erdbeerblonde lachte leicht, es sah so aus, als würde sie einen auf Saru Sarutobi [zu deutsch: affiger affe] machen, allerdings wirkte das ganze weniger erfreulich für den armen Sai. Hallo, Kaito-san~ Nun war auch der letzte im Bunde anwesend, dessen Gesichtsausdruck genau so WTF'ed war, wie der der anderen, mit Ausnahme der Verursacherin, Hinasaki Misaki. "Uhm ja, wollen wir schon in die Küche oder soll ich euch zuerst noch jemanden vorstellen?" Der Höflichkeit halber, wäre es doch besser, wenn das Mädchen bejahen würde, dass Sai nun diesen "Jemand" vorstellen würde. Kanades Große Neugier, Teil 1! Meine Lieben Zuschauer, wir befinden uns in einem Haus in der Nähe des Schneereiches, Yuki - Gakure. Dort übernachtet die 16-jährige Kanade bei Freunden, doch schon nach kurzer Zeit zeigt sich ihr schlechtes Benehmen und ihre Neugier sticht hervor, doch sie redet sich ein, es sei aus Höflichkeit! Du miese Ausgeburt aus bösem, weißem Chakra ich wünschte, man hätte mir nicht dich gegeben sondern Ichibi! A-Also das war jetzt Beleidigend! Mich mit diesem fetten Eichhörnchen austauschen zu wollen! Fluchend ging Gobi in seine Ecke, die irgendwie immer noch vom letzten Mal warm war. Heute würde er sich wohl noch öfter dorthin gesellen, das arme "Tier". Wen denn?, kam schließlich die schlichte Frage, die weder unhöflich noch sonst etwas klang. Kanas fragender Blick wurde zu einem Lächeln, vielleicht war es jemand aus Saitô-kuns Familie? Nein weißt du, es ist sein persönlicher Haussklave! Gobi! Zurück in deine Ecke!
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BeitragThema: Re: Anwesen der Familie Saitô's   Di Jan 31, 2012 11:23 pm

Sai und Kana redeten komisches Zeugs wovon Misa nichts verstand. Misaki konnte wohl sagen, dass sie die einzige ist, die diesen Slang nicht kannte. Misa kannte nur diese Redearten, die diese Reichen sprachen oder die Redewendungen der Geishas die im Kimonoladen ihrer Tante ein und Ausgingen. Auch sonst hatte ihre Mutter darauf geachtet, dass Misa nicht erst damit anfing so zu reden. Besonders ihr Onkel konnte es nicht ausstehen wenn die Kinder so redeten. Und so lernte Misaki nie diese Gheddosprach wie ihr Onkel es nannte. Sai war wie immer sehr höflich und ging wohl zur Tür da es klingelte. Treu wie ein Hund lief Misaki ihm nach um ihn gleich mit ihrer Attacke anzugreifen. An der Tür stand Kaito den sie anlächelte. Dieser guckte komisch als wäre sonst was passiert. Misaki selbst umklammerte Sai weiterhin und freute sich, wieder jemanden umarmen zu können. Die letzte Umarmung war ja doch eine ganze weile her gewesen. Zumindest die Umarmung eines Mannes. Ihr Vater umarmte sie damals sehr oft wenn er nach Hause kam. Damals war es viel schöner wenn er nach Hause kam und was von seinen Missionen erzählte. Diese Zeit war wohl nun vorbei...
Gomenasai!, kam es von ihr und lies dann von Sai ab. Für einen Moment war ihr sonst so glückliches Gesicht weg aber kam schnell wieder als sie sich Kaito zu wandte. Du siehst gut aus. Zwar wusste Misa nicht woher das Gefühl kam aber bei den beiden Jungs konnte sie sich sicher fühlen und auf diese in Notfällen verlassen. Dann wandte sie sich von den 3 ab und hüpfte los. Und wenn er wenn er mich so anschaut dann no no no no no. Ich kann mich nicht mehr halten die Welt stürzt ein oh oh oh oh Unbeschreiblich wie mein Körper zittert Gee gee gee gee gee Oh funkelnde Augen oh yeah Oh süßes Aroma oh yeah yeah yeah, sang sie und suchte nach der Küche. Wieder die Suche nach dem Ort wo sie zu Hause nicht hin durfte. Die Küche..ihr Feind...Entweder hatte sie sich verguckt oder sie sah vorhin einen kleinen Jungen.
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BeitragThema: Re: Anwesen der Familie Saitô's   Do Feb 02, 2012 12:50 pm

Wenn man Sai's Akte gelesen hatte, wusste man, dass dieser junge Mann über einen Intelligenzquotienten von über 200 verfügte und somit in der Lage war, sich durch die Aufnahme von Geschehnissen oder Verhaltensmustern, recht schnell Überblick zu verschaffen. Demnach konnte er nach dieser kurzen Zeit, welche er mit den neuen Bekanntschaften verbrachte, Einiges feststellen. Eine Feststellung zum Beispiel war, dass er sich in Kanade, der weiblichen Jinchûriki und ebenso ehemaligen Kiri-Nin, nicht getäuscht hatte. Ihr Lächeln ihm gegenüber wirkte hundertprozentig echt, sie sorgte sich liebevoll um ihre jene, die sie nicht mieden oder verurteilten (so auch um ihn selbst während Misaki's Attacke) und sie war wohl alles in allem eine wirklich freundliche Persönlichkeit. Dies schloss er daraus, dass sie ebenso nett den Neuankömmling begrüßt hatte und Interesse an dem zeigte, was dieses Anwesen noch zu bieten hatte.
Eine weitere Erkenntnis bezog sich auf den Schwarzhaarigen, welcher ihn wohl doch recht gut zu verstehen schien. Sein Blick bei dieser Kuschelattacke war wohl nahezu genauso wie der Sai's gewesen, zudem hatte er ihm den Kopf leicht getätschelt, als wolle er ihm Mut zusprechen. Der Yuki hatte dies nur mit einem dankbaren, etwas schiefen Lächeln erwidern können, Worte hatte es nicht bedurft und diese wären in Anbetracht der anwesenden Misaki auch recht unhöflich gewesen. Bei Kaito hatte er also momentan den Eindruck, nicht ganz alleine gelassen mit dieser Aufgabe zu sein, des weiteren gefiel ihm dieses höfliche Verhalten und die Ruhe, welcher er ausstrahlte.
Das erste Fazit lautete also: Auf den Kôno und die erdbeerblonde Jinchûriki würde er sich schon verlassen können, da musste er sich wohl keine Sorgen machen, was sein Gemüt schon wieder etwas beruhigte. Wo wir aber schon bei seiner dritten Feststellung angelangt wären, welche sich auf die quierlige Braunhaarige bezog.
So wie es aussah, schien sie Kaito wohl bereits sehr zu mögen, ihr Lächeln sprach da wahrlich Bände. Ihn, Saitô, wohl auch, sonst hätte sie ihn nicht so quietschend und erdrückend überfallen - und sich nicht dafür entschuldigt. Langsam kam es ihm so vor, als hätte sie selten Umgang mit jemanden, dem sie solche Gesten schenken konnte, beziehungsweise der ihr im Gegenzug diese Art von Gesten zukommen ließ. Aus ihrer Akte wusste er, das die Vormundschaft für sie bei Tante und Onkel lagen, da ihre Mutter als Pflegefall galt und der Vater vermisst wurde. Für ihn, der das Clanleben gewohnt war, schien es aber doch etwas fraglich, ob ihre Tante und ihr Onkel sie denn nicht mit liebevoll Gesten bedachten, vernachlässigt wirkte die Gute äußerlich nämlich nicht. Aber schön, da gab es nun wieder diese und jene Situation und er wollte nun nicht zu weit gehen mit seinen Mutmaßungen. Kam Zeit, kam Gewissheit. Und Letztere sponn sich auch dazu aus, dass Misaki sich anscheinend auch bereits recht gut mit Kanade verstand. Sympathie war eine sehr gute Grundlage, womöglich würde diese Einiges retten können, falls der Abend eskalieren sollte, auf welche Weise auch immer. Die Feststellung aufzufahren, dass die Braunhaarige wohl auch etwas anders war, als andere Kinder, konnte er getrost unterlassen. Das war ihm schon am Vormittag aufgefallen.
Mittlerweile kursierte also die Frage, ob man denn schon die yuki'sche Küche infiltrieren oder vorerst einen weiteren Bewohner dieses Anwesens begrüßen wollte. Kaito war, ganz der Gentleman, der Ansicht, die Entscheidung den Damen zu überlassen. Kanade, wenn auch fragend, die Wahl zu treffen, während Misaki sich ohne wahrscheinlich zugehört zu haben, hüpfend und singend aus dem Staub machte. Tiefsinnige Manieren besaß sie wohl auch nicht. Laut Akte hat sie das 14. Lebensjahr vollendet...Habe ich mich je so derart kindisch verhalten?, fragte er sich in diesem Moment und musste nur Nanosekunden später feststellen, dass er sich nie, niemals in seinem bisherigen Leben, nicht einmal als Kleinkind, so benommen hatte. Wobei man hier aber andeuten musste, dass Kinder aus seinem Clan eine Ausnahme zur restlichen Bevölkerung bildeten, was nicht nur an dieser streng traditionellen Erziehung lag. Man bemühte sich, schon frühzeitig die Talente eines Yuki-Kindes zu erkennen und auszubauen, wie es bei ihm der Fall gewesen war. So hatte er mit vier Jahren schon das Clantraining begonnen und war mit fünf Jahren im Schwertkampf geschult wurden. Zum spielen hatte er daher also nie Zeit gefunden, für ihn war der Ersatz für ein Spielzeug ein Bokken gewesen oder eben sehr zeitig richtige Waffen. Das für ihn ihr Verhalten also fraglich war, bedurfte keiner großen Verwunderung. Und...Mal ganz davon abgesehen: Im Alter von 14 Jahren hatte er schon eine Weile als nahezu Erwachsener gegolten und sich auch dementsprechend benommen. In seinem Leben war eben Einiges anders abgelaufen.
Um nun aber von seiner leicht verwunderten Miene los zu kommen, ging er lieber auf Kanade's Frage ein und versuchte so gut er konnte, Misaki's Gesang zu ignorieren.
"Folgt mir, dann lässt sich die Frage viel einfacher beantworten.", erwiderte er also ebenso lächelnd und führte das Trüppchen durch den Flur, eine Treppe hinauf in die obere Etage. Dort befanden sich zum Großteil die Schlaf- und Gästezimmer, ein zusätzlich Bad war aber ebenso vorhanden. Bevor er das gesuchte Zimmer erreichte, hörte er, wie sich eine der Türen zuschob, sowie Getrappel auf dem Fußboden. Die Ursache ahnend, schüttelte er nur leicht lächelnd den Kopf. Ich dachte mir schon, dass ihn die Neugierde übermannt. Besuche von Kameraden sind eben schon eine ganze Weile her.
Angekommen bei gesuchter Tür schob er diese sachte auf, trat langsam ein und ließ den Besuchern so den Blick auf den Innenraum des Zimmers offen. Fahrig in seine Decke gewickelt saß ein kleiner Junge auf einem etwas dickeren Futon, das Haar nach vorne hin hing mattschwarz herab, die violetten, großen Kinderaugen blickten neugierig drein, das Gesichtchen war, für das einen Yuki-Sprösslings, noch um Einiges blasser und wirkte recht kränklich. Sein Atem hörte sich rasselnd an, auch standen ihm die Lippen leicht offen, nicht nur aus Verwunderung, sondern auch weil er so besser atmen konnte. Sie schienen zudem rau und rissig zu sein, was für Kinder seines Alters wohl eher ungewöhnlich war. In seinen kleinen, schmalen Händchen hielt er ein für ihn viel zu großes und langes Stirnband, weiß war es und auf die schwer mitgenommene Metallplatte war das Wappen Kirigakure's geprägt wurden. Sai's altes Stirnband war es, was der Kleine hütete wie einen Goldschatz. Für ihn, der die Wirren vor drei Jahren nicht wirklich registriert hatte, war das Nebeldorf noch die schöne, alte Heimat, etwas auf das man stolz war und vermisste. Abgesehen davon galt seine Bewunderung dem älteren Bruder, welcher ja als Genie des Clans geadelt wurde und in den jungen Jahren schon als Berühmtheit zählte. In seinen Augen war Sai der perfekte, anbetungswürdige und tapfere Shinobi, welcher er selbst irgendwann auch werden wollte. Dieses Denken gab ihm Kraft und bei Kami, diese brauchte er auch mehr als irgendetwas sonst. Um das Schweigen also zu brechen, deutete der Violetthaarige mit einer ausschweifenden, eleganten Geste auf den kleinen Mann, von dem man ausgehen konnte, dass er ans Bett gefesselt war, da eine Seite zu seinem Futon vollständig von Bücherstapeln und anderen Gebrauchsgegenständen geziert war.
"Darf ich vorstellen: Der wohl tapferste Krieger aus dem Clan - Yuki Jinnai, mein jüngerer Bruder." Nicht umsonst war die Stimme des Iryônin von Stolz untermalt und seine Lippen von einem warmen Lächeln geziert. Tatsächlich empfand er die Worte genau so, wie er sie ausgesprochen und betont hatte. So wie der tuberkulosekranke Junge um seine Gesundung kämpfte, konnte man nur neidisch sein.
"Und Jinnai-kun, dass sind meine neuen Kameraden, von denen ich erzählt habe: Hinasaki Misaki, Iwasawa Kanade - die Tochter von Iwasawa-san aus dem Krankenhaus und Kôno Kaito. Während er die Besucher vorstellte, deutete er bei der Nennung ihrer Namen auf diese und nannte der Höflichkeit halber die Damen zuerst. Sobald er geendet hatte, schien der Kleine etwas aufzutauen und dem gespannten Gesichtchen wich ein Freudiges. "Hallo, schön euch kennen zu lernen!", begrüßte er also die Älteren mit etwas belegte Stimme und krabbelte dann aus der Decke, um aufzustehen, damit er die gebührenden Begrüßungsfloskeln ausführen konnte. Das lange Band schliff beim Gehen auf dem Boden hinter ihm her, jedoch störte ihn das gar nicht. Höflich verneigte er sich schließlich vor Misaki und Kaito, dann auch vor Kanade, wobei er sogleich die winzige Faust ausstreckte, da er wusste, dass sie ebenso kiristämmig war. "Kirifaust!~", lachte er und musste leise hüsteln. Sein älterer Bruder hatte derweil neben ihm in der Hocke seinen Platz eingenommen, einen Arm leicht um das zierliche Körperchen gelegt, damit der Kleine Halt hatte, sollte er, wie häufig, die Kraft verlieren. Er spürte regelrecht, welche Freude es Jinnai bereitete, einmal neue Gesichter zu sehen und frischen Umgang zu genießen, sah es an diesem Strahlen. Vielleicht würden die neuen Bekanntschaften eine Besserung seines Zustandes beitragen, wünschenswert wäre es zumindest. Wenigstens ein klein wenig, bis Sai endlich einen Weg gefunden hatte, ihn von dieser schrecklichen Krankheit zu befreien und das schleunigst. Die Medikamentkuren brachten nämlich auch nicht den gewünschten Effekt und bald würde es schon an Wahnsinn grenzen, die Dosierung für ein Kind weiterhin zu erhöhen. Es war also keine Schande, auf menschliche Aspekte abzuzielen, immerhin trug das emotionale Befinden auch zur Gesundheit eines Menschen bei.
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BeitragThema: Re: Anwesen der Familie Saitô's   Do Feb 02, 2012 1:47 pm

Eigentlich wollte er gleich wieder gehen, nachdem er gesehen hatte, wie Misaki sich benahm - und nicht nur deshalb, weil sie Sai auf den Rücken und um den Hals gesprungen war. Ernsthaft, was für ein Mädchen hatte so ein Benehmen? Diejenigen, die Kaito kennengelernt hatte in der Akademie und auch in Team Kama, waren vielleicht speziell oder zickig gewesen... doch hatten sie dann immer noch Benehmen gezeigt. Nicht so wie die Braunhaarige hier, die sich aber nun immerhin entschuldigt hatte. Was Sai selbst betraf, so erahnte Kaito, das sie sich offenbar nicht allzu unähnlich waren. Genau genommen schienen sie doch viel gemeinsam zu haben, denn beide hatten den gleichen Gesichtsausdruck gemacht und der Iryônin selbst hatte gelächelt - ein Entgegenkommen der Sympathie? Naja, darüber wollte er sich momentan keine Gedanken machen. Erst einmal hieß es das nächste Argument von Misaki zu verkraften - oder war es eher die Tatsache, dass sie wohl nie Gesangsunterricht genommen hatte?
"Du siehst gut aus." Gut, das Kompliment an sich befand er als nicht schlimm. Das kam schon einmal bei Leuten vor, die direkt ihre Meinungen vertreten. Weiterhin war es etwas, das Kaito an Menschen schätzte: Wenn man sich nicht unterkriegen ließ und trotz aller Komplikationen auf seiner Meinung beharrte, einen starken Willen zeigte. Zwar kollidierte das mit seinem Unverständnis gegenüber Leuten, die kein Talent hatten und trotzdem jenen Aktivitäten bezüglich eben dieses Talents nachgingen, aber das war nicht weiter schlimm. Oft gab es immer schneidende leichte Überschweifungen bei Grenzen, da letztere nie ganz klar sein konnten. Genie und Wahnsinn. Durchsetzungskraft und das Idiotentum. Alles lag beieinander. Was aber nun Misakis Talent besaß, als sie ohne auf eine Antwort oder Reaktion seinerseits wegtanzte und anfing zu singen... das gehörte wohl eher der Sparte der Idioten an. Trotzdem musste er sich ein amüsiertes Grinsen verkneifen - was er auch schaffte - , da es doch recht interessant und lustig mitanzusehen war. Was den Text betrifft, so ist er aber immer noch fragwürdig...
"Folgt mir, dann lässt sich die Frage viel einfacher beantworten." Sais Worte ließen ihn zusehen, wie der Lilahaarige sich langsam in Bewegung setzte. Ob Misaki es gehört hatte? Naja... man wusste nie, ob sie in ihrer eigenen Welt war. Zwar kannte er sie erst kurzzeitig, aber so weit konnte er sie dann doch schon einschätzen. Ja, das war schon interessant, was für einen Eindruck man gleich von Menschen bekommen konnte. Bei ihr war das wohl eher ein negativer, wobei er bestimmt nicht der einzige war, der so dachte. Eigentlich würde er schon fast seine Hand dafür ins Feuer legen, dass Sai nicht so sehr anders darüber dachte. Ja, da erwarteten sie wirklich noch haareraufende Missionen, welche nicht wirklich leicht zu beenden waren - man stelle sich vor man hat einen Tollpatsch im Team und muss auf eine Spionagemission - nah, das ging gar nicht.
Trotzdem verzog der Schwarzhaarige nicht das Gesicht, sondern behielt seine Wertungen und Gedanken einfach mal für sich. Noch nie war er das offene Buch für jemanden gewesen. Vielmehr schien es sogar so, als ob er eine Maske aufhätte, wie bei einer Maskerade. Niemand konnte hindurchschauen und für ihn war es eine Art Schutzschild vor diversen anderen Sachen. Wenn man ihn durchschauen könnte, dann würde er entweder bereits im Gefängnis sitzen, oder schon längst tot sein - wegen Hochverrat.
Als sie angekommen waren und die Tür sich langsam, wie ein Hauch, durch Sais Hand öffnete, erblickte Kaito einen etwas größeren Raum, in den von außen seicht das Licht des Mondes schien. Eigentlich eine großzügige Raumaufteilung, doch erblickte er in der Ecke hinten einen kleinen Jungen, der sich - so schien es Kaito - an seine Bettdecke zu krallen schien. Nicht diese Tatsache war es jedoch, was ihn dazu bewegte einen ernsteren und vielleicht auch traurigeren Gesichtsausdruck aufzusetzen. Nein, es war die Tatsache, dass er seine brüchigen Lippen sah, die entkräfteten Augen, die dünnen schwachen Arme und doch den Willen zu leben. Kurzum: Dieser Junge erinnerte ihn schlagartig an ihn selbst, als er den alten Mann noch nicht getroffen hatte.
"Darf ich vorstellen: Der wohl tapferste Krieger aus dem Clan - Yuki Jinnai, mein jüngerer Bruder." Sein kleiner Bruder? Wie sehr musste es Sai belasten, dass der kleine Junge offensichtlich krank war? Immerhin war er ein Iryônin und trotzdem konnte er nichts gegen die Krankheit seines Bruders tun. Wie sehr musste es an ihm nagen? Wie sehr an seiner Geduld und an seinem Selbstwertgefühl? Man rettete anderen das Leben, verband ihre Wunden und daheim musste man zusehen, wie es seinem eigenen kleinen Bruder Tag für Tag immer schlechter ging.
Als Sai sie schließlich vorgestellt hatte und der kleine sich unglaublich zu freuen schien, die Kirifaust nachmachte - womit Kaito nun nicht allzu viel anfangen konnte -, stellte sich der große Bruder gleich neben den kleinen, um ihm Halt zu geben. Wie schön, wenn man jemanden hatte, der das für einen tat. Eigentlich erwartete man nun wahrscheinlich, dass Kaito sich weiterhin etwas kühler verhielt und nichts dazu sagte, in den Hintergrund rückte... aber das geschah nicht. Stattdessen ging er vor dem Jungen in die Hocke, sodass er ein wenig zu ihm aufschauen konnte. Seine Augen strahlten ein glänzendes Lächeln an sich aus, während es durch seine hochgezogenen Mundwinkel perfektioniert wurde. Zum aller ersten Mal erschien einem der Schwarzhaarige vielleicht ein wenig offen, mit einem Schützerinstinkt versehen, was man wohl ganz und gar nicht von ihm erwartet hatte.
"Freut mich dich kennen zu lernen, Jinnai-chan." Sein Blick glitt auf das veraltete mitgenommene Stirnband - ein Relikt aus Sais Vergangenheit, wie es schien. "Sieh mal einer an: Willst du auch ein großer und starker Shinobi werden, hm? Wenn du willst , helfe ich dir dabei." Kaitos Stimme war warm und freundlich, schien fast aufmunternd zu sein und es war eine ganz und gar andere Seite, wie er sie bisher gezeigt hatte.
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BeitragThema: Re: Anwesen der Familie Saitô's   Do Feb 02, 2012 9:56 pm

Ein stand fest, auch wenn Gobi die ganze Zeit in seinem Käfig schimpfte wie ein Rohrspatz, für Kanade war Misaki eine gute Seele. Zwar war das Mädchen ein wenig quirlig und ignorant, was die Gefühle der anderen anging, wenn sie einen ihrer Knuddelattacken und des Weiteren startete, aber tief im inneren hatte sie wahrscheinlich alle hier anwesenden schon gern. Zumindest vermutete die Erdbeerblonde das, den Bijû in ihr wissentlich ignorierend. Manchmal, da war es einfach wichtig, das Ding zu ignorieren. Seit ein paar Tagen wurden das Gezanke und die Gespräche immer schlimmer. Entweder war das ein böses Omen, dass Gobi bald mal wieder ausbrechen würde oder es lag einfach nur an ihrer schlechten Intuition. Ging es um sie, peilte sie mal wieder gar nichts, aber bei anderen, da schlugen bei dem Mädchen alle Alarme. Mein Gott, das wird ja immer schlimmer mit dem Schmalz! Nimm deine Tabletten oder du wirst wieder so Emotional! Die muss ich erst nehmen bevor ich schlafen gehe und morgens! Und sonst nur, wenn ich irgendwelche Anzeichen spüre! Also wenn dieses Anzeichen nicht genug war, dann weiß ich auch nicht! Ein wenig bedröppelt schaute die Chûnin Misaki hinterher, die singend in der Küche verschwand. Ein Lächeln konnte sie sich nicht verkneifen, wenn gerade niemand da war, war sie selbst auch immer am singen. Aber am liebsten immer noch unter der Dusche, aber wer tat das bekanntlich nicht? In Ordnung, gegen deinen Gesang kann ich nichts sagen..., sprach Gobi, was ihn ein großes Maß an Überwindung kostete. Aber das da war gerade wie eine Welle des Ghettoblasters aus dem Blutnebelloch, Kiri. Meine Armen, sensiblen Ohren! Sie bluten! Du hast doch noch nicht mal Ohren, aus denen du bluten kannst, oder? Nein, weißt du, ich höre mit den Augen! Also ein bisschen Intelligenz hätte ich dir zugetraut, aber wie so oft an diesem Tag wurde ich von der grausamen Realität brutal enttäuscht. Ich wäre gerade lieber mit Shukaku Sandkuchen backen als mit dir hier! Pah! Geh zurück in deine Ecke du...du Chimäre! Was besseres ist dir nicht eingefallen, hm? Untier. Hässliches Untier. Kanade wusste nicht wieso, aber diese beiden Wörter brachten das süße, weißfellige Etwas immer zurück in seinen Emocorner. Das musste sie sich merken, eine wichtige Grundlage für ihren weiteren Lebensverlauf. Wenn sie ihn nicht irgendwann mal Kontrollieren würde, wäre dieser Aspekt doch recht nützlich. Manchmal war Gobi schlimmer als diese Kreuzung aus Bloppfisch und Horst, der auf den Straßen Kaito so beleidigt hatte. Okay, Gobi war süßer als dieser "Mensch", wenn man ihn nicht eher als Missbildungsprodukt aus Berggorilla und affigen Affen beschreiben konnte. Genau so wie Kaito folgte sie Sai unauffällig, ob Misaki mitging wusste sie nicht genau. Bloß nicht, die schafft das bestimmt die weitere Person, zu der wir gerade gehen, zu verschrecken. Bei der hab sogar ich ein Trauma... Die Jinchûriki brachte nur ein Augenrollen zustande, manchmal war dieser Bijû schlimmer als die Mädchen in der Akademie, die sich desaströs aufführten beim Shurikentraining, ihnen hätte ja ein Nagel abbrechen können! Oder diese Waschweiber, die über alles und jeden lästern mussten. Angekommen öffnete Saitô mit einem Schwung die Tür und ein kleiner Junge kam zum Vorschein. Als sie eben genannten sah, stockte ihr gewisser Maßen der Atem. Sogar Gobi blieb still, ein wenig Taktgefühl hatte sogar der Bijû. Ihre Miene hatte sich verfestigt und die Bitterkeit die in ihr aufkam schluckte sie herunter, es wäre falsch, wenn sie nun anfangen würde fast zu weinen. Aber, diese zerbrechliche Gestalt, die rissigen Lippen - Er kämpfte mit dem Leben, gegen die Krankheit, die er hatte. "Darf ich vorstellen: Der wohl tapferste Krieger aus dem Clan - Yuki Jinnai, mein jüngerer Bruder." Sein jüngerer Bruder? Kein Wunder, dass Sai so viel Verständnis für sie und ihre Mutter aufbrachte. Er hatte also auch einen Pflegefall - Nur empfand Kanade diesen viel, viel schlimmer als ihren. Sie ersparte sich ihren Blick, den sie zu dem Yuki gerichtet hätte. Das wäre garantiert falsch rübergekommen. Wie hart musste das eigentlich für ihn sein? Wenn man als Iryônin im Krankenhaus arbeitet, anderen Leuten das Leben rettet, aber das des eigenen Bruders wie Sand aus den Händen rinnt? Manchmal war das Leben grausam und in diesem Fall, legte es noch eine extra Portion auf. Der kleine da vor ihr, war wirklich ein Held. Noch nie hatte die Chûnin mehr Respekt für jemandem unter ihrem Alter aufgebracht. Die Erdbeerblonde löste sich von ihrem Blick, das wäre ja noch schlimmer für Jinnai, diesen zu sehen. Das letzte was man ihm schenken konnte war unnötiges Mitleid, das wusste sie selbst nur zu gut. Das einzig gute war Anerkennung und Liebe, genau wie ihre Mutter es einmal gesagt hatte. Damals brach Klein Kanade vor dem Bett ihrer Mama zusammen, als Jinchûriki hatte man das Leben nicht leicht. "Den Wirt muss man mit Liebe füllen, dann hat auch er ein schönes Leben" Genau so war es wohl bei dem Kleinen, nur war er kein Wirt, sondern erkrankt. Die Jinchûriki brachte ein warmes Lächeln zusammen, ehe sie sich in die Hocke vor Jinnai setzte und die Kirifaust parierte. Das ist neblig von dir, aber so richtig dicht~, sagte sie lachend und zwinkerte ihm zu. Dem Kiri-Stirnband zu urteilen hatte war wohl das ganze damals nicht wirklich mitbekommen. Wie auch, er war ja noch ziemlich jung. Kana beäugte Kaito, der wirklich einen, um es nun kitschig auszudrücken, herzerwärmenden Kommentar gesagt hatte. Eins stand fest: Kanade hatte Jinnai sofort ins Herz geschlossen. Mhh... richte ihm gute Besserung von mir aus... Mürrisch meldete sich Gobi zu Wort, der bis eben noch in seiner Ecke war. Da kam wohl wieder seine friedfertige Seite zum Vorschein, was? Das geht schlecht, soll ich sagen "Gute Besserung von Gobi! Das ist der Bijû, der in mir lebt!"? Dann eben gute Besserung von deiner Tante! Meine Tante, du?! Also so langsam wirds komisch! Außerdem habe ich noch nicht mal eine Tante. Ich habe meine Mutter und mein Bruder ist weg, kapisch? Aber du hast doch mich! Das ist kein großer Trost... ab mit dir in die Stille Ecke.
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BeitragThema: Re: Anwesen der Familie Saitô's   Fr Feb 03, 2012 3:52 pm

Sais's Anwesen wirkte von außen nicht nur groß sondern auch von innen. In so einen Haus wollte Misa auch mal leben. Ob man es merken würde, wenn sie auch einzog? ....Naja sie müsste sich nur ruhiger verhalten. Als wenn sie es tun würde. Misaki sang dazu viel zu gerne, redete viel und war auch sonst nicht die Art Person, die sich stundenlang ins Zimmer verzog nur um da rum zu sitzen und die Wand anzustarren. Sollte das doch mal der Fall sein, wäre sie krank oder ihr ging es ganz einfach nur schlecht. Auch sie ging zurück um den richtigen Weg, den Sai weißte zu folgen.
Im Zimmer angekommen, schaute sich Misa um und betrachtete den kleinen Mann den Sai vorstellte. Ohh ich wollte auch schon immer einen kleinen Bruder. Jinnai-kun wirkt schlauer als Sai-kun. So als Einzelkind war es oft langweilig. Misa driftete in ihrer Traumwelt ab, legte dabei ihren Kopf etwas schief und sah ins nirgendwo. Wir würden uns beide tolle Kostüme herstellen und im Fernsehen auftreten und gemeinsam tanzen. Wenn ihr Vater wiederkommt, könnte sie die beiden fragen ob diese nicht noch ein Kind machen wollten oder zumindest eins adoptieren würden. Es wäre wirklich toll noch eine kleine Schwester oder einen kleinen Bruder zu haben. Ältere Geschwister wären auch nicht schlecht.
Wie höflich der kleine auch noch war. Misa war schon wieder hin und weg von den kleinen. Zu den anderen gesetzt, wanderte ihr Blick zwischen den anwesenden hin und her. Die Einkaufstüte hatte sie neben sich gelegt und überlegte, was die mit nebelig und das ganze Zeugs meinten. Der kleine musste sich wohl eine Erkältung eingefangen haben, so wie sein Husten klang.
Jinnai-kun kann ja mit uns zusammen kochen. Davor gehen wir mit Kanade-chan baden. Dann wirst du den Husten los. Mein Onkel sagt immer, wenn du erkältest bist, nimm ein heißes Bad. Hinterher trinkt er noch etwas Sake aber ich denke, dass tauschen wir mit Tee aus. Ihr strenger Onkel der eigentlich ganz lieb ist wenn kein Fremder anwesend ist.
Die Worte von Kaito klangen so aufrichtig was Misa ei wenig zu Tränen rührte.
Du hast ein großes Herz Kaito-kun. Mit dir gehe ich doch gerne mal aus. So eben hat Kaito ein Date mit Misa bekommen. Ohne selbst mal zu fragen aber Misaki regelte dies ja eh immer von selbst. Nebenbei wischte sie sich die Tränen weg, nahm die Einkaufstüte und reichte diese Kaito. Alle Zutaten beisamen. Ich und Kanade-chan haben extra viel gekauft damit wirklich jeder etwas davon hat und wir alle satt werden. Sai-kun wollen deine Eltern mitessen? Kaito in der Küche. So wie er wirkte konnte sie es sich gar nicht vorstellen das er wirklich kochen konnte. Schon peinlich das selbst er kochen kann und sie nicht. Nein stattdessen steckte Misaki Sachen in Brand obwohl nicht mal eine Feuerquelle in der Nähe ist.
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Yuki Saitô
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BeitragThema: Re: Anwesen der Familie Saitô's   Fr Feb 03, 2012 10:28 pm

Für's Erste, so musste der Iryônin zugeben, waren die Reaktionen auf Jinnai mehr als nur annehmbar und er selbst musste warm lächeln, bei der Liebenswürdigkeit, welche die neuen Kameraden ausstrahlten. Natürlich entging ihm nicht, dass sie alle etwas mitgenommen wirkten, immerhin... Ja, es war eines der absolut schrecklichsten Dinge, wenn ein solch kleines und unschuldiges Kind auf diese Art und Weise erkrankte. Er selbst fragte sich oft, warum so etwas geschehen musste, warum es immer wieder Fälle von Kindern geben musste, welche es besonders schwer hatten und diese glückliche Kindheit, von der man immer sprach, nicht erleben durften. Nun schön, von einer wirklichen Kindheit konnte auch er nicht sprechen, dennoch gönnte er diese allen anderen Menschen. Tja, so war eben der Ernst dieser Welt den man einfach akzeptieren und versuchen musste, doch etwas Gutes daraus zu formen. Die wenigen, schönen Momente musste man genießen, alleine diese waren es doch, die einem am leben hielten, zum kämpfen anspornten. So genoss der violetthaarige Yuki also jeden Augenblick, den er mit seinem geliebten Bruder verbringen konnte, tat etwas dafür, um eine Besserung zu erzielen, anstatt sich irgendwo in einem Loch zu verkriechen und auf bessere Zeiten zu warten, die wahrscheinlich von alleine schon gar nicht kämen. Nicht unter den momentanen Umständen.
Kanade, welche ihn zuerst mitfühlend angesehen, danach weggesehen und sich schließlich in die Hocke begeben hatte, setzte ein warmes Lächeln auf und erwiderte die Kirifaust, welche der Kleine ihr dargeboten hatte. Das freute Jinnai natürlich, er liebte es, diese alten Floskeln bei zu behalten, weil er sich der geliebten Heimat so näher fühlte. Er war wohl der letzte Yuki, der noch etwas für das Nebeldorf übrig hatte, außer einige schöne Erinnerungen, welche man wirklich nicht leugnen konnte. "Das ist neblig von dir, aber so richtig dicht~", fügte die erdbeerblonde Chûnin dem kleinen Faustschlag noch hinzu, lachte und zwinkerte dabei und der kleine Schwarzhaarige wäre wohl am liebsten ein wenig umhergesprungen, wenn er es denn fertig bringen würde. Dennoch lachte er leise, musste wieder etwas hüsteln und setzte dem Slang noch einen oben auf. "Ahoi, ich bin ein Seemann!" Diese Aussage veranlasste den älteren der Brüder dazu, schmunzelnd mit dem Kopf zu schütteln, ihm aber liebevoll über die schmale Seite zu streicheln. "Mast- und Schotbruch.~", witzelte er zudem, was Jinnai wohl nur noch fröhlicher stimmte. Solange diese fragliche Umgangssprache also etwas bewirkte, würde es auch nicht schaden sie anzuwenden, ob er nun gut auf das dazugehörige Dorf zu sprechen war oder nicht.
Währenddessen war auch Kaito auf die Knie gegangen und zugegeben, er überraschte Sai doch ein wenig. Diese kühle Art hatte er abgelegt, gewichen war sie einem herzerwärmenden Lächeln und einer passenden Ausstrahlung, welche wohl sogar sein beständiges Hyôton zum schmelzen bringen würde. "Freut mich dich kennen zu lernen, Jinnai-chan.", lauteten die lieben Worte, welche er an den Jungen richtete, bevor seine wachen Augen auf das alte und mitgenommene Stirnband fielen, welches Saitô zum letzten Mal vor drei Jahren getragen hatte. Dafür, das es sogar schon einen Krieg erlebt hatte, sah es trotzdem noch annehmbar aus und floss noch nicht ganz in die Kategorie 'Schrott' über. Einst hatte dieses Bekleidungs- und Auszeichnungsstück dem jungen Iryônin fiel bedeutet, mittlerweile war es der Schatz seines Bruders und ein Relikt des Teils, der bereits in ihm gestorben war. Gewagt wäre es nicht zu behaupten, dass er bereits einmal gefallen war und nun ein neues Leben begonnen hatte. Anders ging es auch nicht, man musste loslassen und sich neuen Aufgaben stellen, so krass das auch für Einige klingen mochte. Ihm war es daher nicht schwer gefallen, dass 'gute' Stück seinem Brüderchen zu übergeben, der sich nichts anderes wünschte, als irgendwann ein eben solches zu besitzen.
"Sieh mal einer an: Willst du auch ein großer und starker Shinobi werden, hm? Wenn du willst , helfe ich dir dabei.", kams also von dem Schwarzhaarigen, aufmunternd und freundlich. So viel zu der Thematik: Die Facetten eines menschlichen Charakters.
"Au ja! Das wäre toll! Ich will nämlich ein Schwert-Shinobi des Nebels werden, genauso wie Nii-san!" Die großen, violetten Augen strahlten, das Stimmchen klang zwar ein wenig rau, dennoch hörte man klar die Freude heraus und wieder konnte der Ältere nur leise Lachen, da er mit der Antwort gerechnet hatte. "Na da schau mal einer an, Jinnai-kun. Nun hast du dir schon zwei Sensei's angelacht, also solltest du später keine Probleme haben, denke ich." Auf dieses Kommentar hin folgte ein Kichern des Jungen, untersetzt mit einem Husten, welches er aber schnell vergaß und lieber die beiden jungen Männer dankend umarmte, weil sie sich, sobald er gesundet war, um seine Ausbildung kümmern wollten. So glücklich hatte Sai den Kleinen schon lange nicht gesehn und als ihm eine Umarmung zu Teil wurde, schloss er kurz und aufatmend seine Augen. Wie schon erwähnt waren es genau solche Momente, die er genoss.
Die Letzte im Bunde, welche das Nesthäkchen der drei Yuki-Geschwister begrüßte, war natürlich Misaki, welche zuerst feststellte, dass sie auch schon immer einen kleinen Bruder haben wollte und Jinnai ja sehr viel schlauer wirkte als sein um acht Jahre älterer Bruder. Im Sinne des erkrankten Kindes sah er dies als nette Aufmunterung, auch wenn er nicht ganz davon überzeugt war, ob der Kleine selbst ihr das abkaufen würde, immerhin hielt dieser ihn für einen zweiten Einstein, was er bei jeder Gelegenheit auch anmerken musste. Das die Braunhaarige kurz später etwas abtrieftete, bekam der Chûnin der anderen beiden wegen gar nicht mit, als sie sich aber zu ihnen auf den Boden gesellt hatte, verschlug ihre wirklich überzogen naive Aussage dem sonst so wortgewandten Yuki die Sprache. "Jinnai-kun kann ja mit uns zusammen kochen. Davor gehen wir mit Kanade-chan baden. Dann wirst du den Husten los. Mein Onkel sagt immer, wenn du erkältest bist, nimm ein heißes Bad. Hinterher trinkt er noch etwas Sake aber ich denke, dass tauschen wir mit Tee aus." Ja, sie hatte es gut gemeint und ja, es war erfreulich das es Menschen gab, die etwas füreinander tun wollten aber... Wie um Kamis Willen konnten man mit einer solch riesigen, rosaroten Brille durch die Weltgeschichte stolpern? Es war doch rein offensichtlich, allein schon für den größten Schwachmaten, dass der Junge vor ihr totsterbenskrank war, dass er viel zu klein und schmächtig war für sein Alter, Augenringe hatte, blasser war als jede Kalkwand und nicht einmal alleine lange stehen konnte. Wie kam sie dann also auf die Idee, dass er nur an einer Erkältung litt? Er brachte ja viel Verstädnis auf, auch für jene die sich eine kleine Welt schufen, um die Strapazen des Alltags hinter sich zu lassen... Aber irgendwo gab es auch da Grenzen und diese hatte das Mädchen gerade eiskalt überschritten.
In Sai fühlte es sich gerade so an, als hätte man ihm sein Herz aus dem Brustkorb gerissen, auf einen Tisch geworfen und es genau in der Mitte mit einem Dolch durchstochen, anschließend in Salz gerollt, damit es nur noch mehr brannte. Kein Wunder also, dass sich seine sonst freundlichen und liebenswerten Züge verfinsterten und er sich beherrschen musste, nicht irgendetwas auszusprechen, was Jinnai's heutige Freude zerstören würde. In dieser Phase ignorierte er zudem, wie Misaki natürlich rein unegoistisch ein Date mit Kaito beschloss und sämtliche Reaktionen dazu. Er sah lediglich seinen Geduldsfaden vor Augen, welcher sich doch ziemlich gefährlich auseinanderzog. Nach einer kleinen Weile schluckte er aber einfach hinunter, was ihn quälte, wie er es sooft tat. So atmete er lieber einmal ruhig ein und aus und antworte auf die ihm gestellte Frage. "Nein, meine Eltern werden nicht mitessen. Ka-san wird bis in den Morgen hinein im Krankenhaus bleiben, da sie Dienst hat, Tô-san ist zusammen mit meiner älteren Schwester zu einer Mission unterwegs. Wir werden also lediglich zu fünft sein." Er versuchte sich an einem Lächeln, scheiterte aber und ließ es lieber ganz bleiben, bis sein Gemüt sich wieder vollständig beruhigt hatte. Danach hob er Jinnai auf seine Arme und erhob sich, achtete darauf, das der Kleine sich fest hielt und konnte sich das Nächste doch nicht verkneifen. Tja, da würden sie eben jetzt auch einmal eine andere Seite an ihm kennen lernen. "Und Misaki-chan...Du meinst es sicher gut mit meinem Bruder, aber... Tuberkulose lässt sich nicht einfach mir nichts, dir nichts mit einem Bad und einem Tee heilen, selbst wenn ich mir wünschte, es wäre so. Ein Moment der Stille trat ein, welchen er nutzte, um nun endgültig die aufgekommene, miese Laune abzulegen und den guten Dingen wieder Platz zu machen. "Schön, ich denke wir sollten uns nun in die Küche begeben. Mir nach, meine Damen und Herren.", leitete er die Gruppe schon viel fröhlicher an und führte sie mit Jinnai auf dem Arm, welcher noch immer strahlte, hinunter in die große und recht schicke Küche, in der er schon einige Vorbereitungen getroffen hatte. Den kleinen Mann setzte er sicher auf einem Küchenstuhl ab und musste ihm lachend ganz zart auf die Fingerchen klopfen, weil er sich, Schwert-Shinobi der er werden wollte, an einem Messer vergreifen wollte um damit herumzuhantieren. Er bedachte ihn wortlos mit einem gewissen, brüderlichen Blick und verstehend sah der Fratz auch ein, dass er, wenn er wirklich diese großartige Zukunft haben wollte, nicht mit seinem Leben spielen sollte.
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BeitragThema: Re: Anwesen der Familie Saitô's   Fr Feb 03, 2012 11:02 pm

"Au ja! Das wäre toll! Ich will nämlich ein Schwert-Shinobi des Nebels werden, genauso wie Nii-san!"
Kaitos Lächeln wurde noch wärmer, wenn man das überhaupt für möglich gehalten hätte. Ja, dieser Junge spiegelte ihn wirklich wieder: Völlig zufrieden mit der Welt wie sie jetzt war. Anstatt sich um das eigene Wohlergehen zu kümmern, wollte man die Welt aber auch noch besser machen, damit es auch ja allen Menschen gut ging. Damit alle ein warmes Bettchen hatten und sich nicht mehr bekriegten. Damit alle lachen und sich über den anderen freuen konnten. Damit sie zusammen Witze rissen und die Kinder miteinander spielen ließen. Damit es einfach keinen Hass mehr auf der Welt gab, der diese in diesen Zeiten gerade zu ersticken drohte. Der Junge hier war das einzige, was Kaito daran erinnerte, dass es doch noch unberührte "Flecken" auf der Erde gab, die es wert waren, sie zu beschützen. Ja, nur mit seiner Art hatte der Junge sich schon in Kaitos Herz eingenistet. Warum? Das wusste der Schwarzhaarige selbst nicht - nur hoffte er, dass er ein weitaus besseres Schicksal haben würde... trotz seiner Krankheit.
Was Misakis Beitrag zu dem Ganzen allerdings betraf, so würde Kaito sie am liebsten mit einem kalten tödlichen Blick versehen, doch das konnte er vor Jinnai schließlich nicht tun. Wo er sonst überhaupt keine Rücksicht auf so etwas nahm, tat er es nun - eben nur diesem kleinen Jungen zu Liebe. Nur diesem kleinen armen unschuldigen Jungen, der es nicht verdient hatte, diese vielen schlechten Angewohnheiten und Seiten der Menschen zu sehen. Nein, das hatte er nicht verdient. Niemals. Aus diesem Grund raufte sich Kaito nur innerlich das Haar über eine solche Dummheit. Hatte sie denn keine Augen im Kopf? Erkältung? Wie weit würde sie noch gehen? Der Junge blutete aus dem Mund: Würde sie sagen, dass er zu viel rote Beete gegessen hatte, die nun wieder rauskam? Zu viel auf einmal? Oder dass er doch keinen Tomatensaft trinken sollte? Nein, dieses Mädchen machte ihn jetzt schon mit ihrer Inkompetenz in diesen Sachen fertig. Was würde Sai in diesem Moment nur denken? Das wollte er sich gar nicht ausmalen - doch die Mimik, die er aus dem Augenwinkel wahrnahm, sprach eindeutig schon Bände. Da musste nichts mehr erklärt werden.
"Du hast ein großes Herz Kaito-kun. Mit dir gehe ich doch gerne mal aus." Oh... mein... Gott. Nein, das waren wirklich die einzigen Gedanken, die in Kaitos Hirn gerade herumgeisterten - und das sollte schon etwas heißen, denn sein Hirn war nicht gerade klein. Dennoch bot es in diesem Moment wieder Platz für das altbekannte Klippenmännchen, das kurz vor dem Absprung die Frage ausrief, was es dieser Welt getan habe. Am Ende ward nur noch ein kleines Puff. Gott, wie sollte das noch auf Missionen werden?
"Und Misaki-chan...Du meinst es sicher gut mit meinem Bruder, aber... Tuberkulose lässt sich nicht einfach mir nichts, dir nichts mit einem Bad und einem Tee heilen, selbst wenn ich mir wünschte, es wäre so." Nachdem Sai Jinnai auf den Arm genommen und sie darüber informiert hatte, dass sie zu fünft sein würden - und nachdem Kaito eine nervige Einkaufstüte auf den Armen hatte -, sprach Sai das Unvermeidliche aus, auf das der Schwarzhaarige schon die ganze Zeit gedacht hatte. Eine Stille kehrte ein. Eine Stille, in der sie drei wohl nur den Kopf schüttelten und Misaki vielleicht sogar Vorwürfe machte. Aber bitte, das wäre gerechtfertigt. Sai selbst schien nichts weiter dazu zu sagen, sondern hatte das innere Zerwürfnis abgeworfen, schlug nun vor, dass sie alle in die Küche gingen und anfingen. Kurz darauf schritt er auch schon los, wohingegen Kaito kurz zu Misaki sah. "Denk nach, bevor du so etwas sagst." Sein Ton war nicht böse oder dergleichen, sondern klang eher belehrend. Nicht vorwurfsvoll aber belehrend - immerhin wollte er nicht riskieren, dass die Stimmung für den Abend total hinüber war. Letzteres hatte Misaki ja gerade schon fast geschafft. Mit einem innerlichen Seufzen folgte er Sai also nun unten in die Küche - die wie alles in dieser Villa eindeutig groß ausfiel.
Sie bot locker Platz für sie alle und war auch gut ausgestattet. Wenn Sai ihm sagte, wo alles war und alle gut mitarbeiteten, so würde das Essen wirklich keine Probleme machen. So stellte er also die Einkaufstüte auf den Tisch und sortierte die Sachen sogar, damit sie einen besseren Überblick hatten. Dann wusch er sich routinemäßig auch die Hände. Wenn man gemeinsam kochte, dann sollte man dies wohl aus Anstand heraus tun und da der Abend schon nicht so toll begonnen hatte, wäre dies vielleicht ein Symbol für das Abwaschen des Schlechten und einen neuen Versuch, alles gut zu machen. "Okay.... ich schlage vor, wir nehmen uns alle ein paar Kohlkopfblätter und schneiden sie in schöne Streifen.", sprach er schließlich als alle da waren, wandte sich dann aber nochmals zu Sai und Jinnai. "Und du passt schön auf, dass wir nichts falsch machen, okay, Jinnai-chan?" Immer wenn Kaito diesen Jungen auch nur ansatzweise ansah, schenkte er ihm ein warmes Lächeln.
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