Naruto ~ The Eternity of Sage

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 Panem - Story of Dom

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Chinatsu Yuudai
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BeitragThema: Panem - Story of Dom   So Apr 22, 2012 10:18 pm

Hallo Forum,

mit Begeisterung lese ich die Tribute von Panem und da es aktuell auch in den Kino's ist, dachte ich mir, das ich eine Fanfiction schreiben kann. Also habe ich mich zu eben jenem entschieden und bereits mehrere Kapitel verfasst. Ich würde die ersten beiden Kapitel hier posten, wenn ihr Interesse und konstruktive Kritik anzubieten habt Smile

Zum Inhalt der Geschichte::
 


Ich würde mich freuen, wenn ihr zu der grundlegenden Idee etwas sagen würdet und ob generelles Interesse daran besteht etwas davon zu lesen.


Gruß,
Yuudai
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Kurozawa Nobu
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BeitragThema: Re: Panem - Story of Dom   Mo Apr 23, 2012 1:21 am

Interesse besteht ja, aber du solltest den zweiten teil lesen, bevor du was mit den 65 machst, die kommen ja im nächsten Buch =)
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Chinatsu Yuudai
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BeitragThema: Re: Panem - Story of Dom   Mo Apr 23, 2012 1:37 am

Fällt mir auch gerade ein. Bin mit dem zweiten Buch fast durch (20 Seiten ungefähr noch) aber letzten Endes ists nur ne Zahl, mehr nicht^^ ist ja kein Jubel Jubiläum
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Nura Chinatsu
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BeitragThema: Re: Panem - Story of Dom   Mo Apr 23, 2012 6:00 pm

Dann mach dich an die Arbeit, ich warte auf Lesestoff =)
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Chinatsu Yuudai
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BeitragThema: Re: Panem - Story of Dom   Di Apr 24, 2012 2:35 am

Alles hat einen Beginn
Mein Name ist Dom und ich lebe in Abgeschiedenheit. Abgeschieden von meinen Freunden und dem größten Teil der Zivilisation in unserem Distrikt. Als meine Eltern noch lebten hatten wir ein schönes Leben, so schön es eben ging. Ich musste mich damals nicht um Essen sorgen, denn darum kümmerten sich meine Eltern, doch heute ist alles anders. Heute habe ich eine kleine Hütte, in der ich den größten Teil meiner Zeit verbringe. Die Schulzeit ist bereits vorbei und ich bin 18 Jahre alt. Manche fragen sich, wovon ich lebe, denn ich gehe nicht arbeiten, wie die Anderen in meinem Alter, aber sie fragen mich glücklicher Weise nicht. Denn ich verlasse regelmäßig das Distrikt, um mir Nahrung zu beschaffen. An den Erntetagen komme ich jedoch wieder zurück in die Zivilisation, um den armen Tributen, die es Jahr für Jahr trifft den letzten Respekt zu zollen. Ich kann mich nicht erinnern, dass je ein Tribut bei uns gewonnen hatte, deshalb steht es für uns auch jedes Jahr so schlecht in den Hungerspielen. Kein Mentor, keine Sponsoren, keine Hilfe in den Spielen. Das denkbar Schlimmste, was geschehen kann. Aber dennoch muss ich sagen, dass sich unsere Tribute jedes Jahr recht wacker schlagen, denn sie haben einen unvergleichbaren Willen zu überleben und gleichzeitig versuchen sie um den zweiten Tribut aus ihrem eigenen Distrikt einen Bogen zu machen. Niemand will die Bürde tragen müssen, dass man möglicher Weise einen Freund getötet hat und vom Zorn der Familie getroffen wird. Ich habe gesehen, wie Freunde sich in den Spielen ab gemetzelt haben, denn andere Worte kann ich dafür nicht finden. Es war grausam und ich konnte mir vorstellen, wie es den Beiden ergangen war, innerlich. Wer wird wohl dieses Jahr dieses grausame Los ziehen? Das ist eine Frage, die sich tief in mir stellt. Ich werde es nicht sein, denn ich bin nur wenige Male in dem Topf und bin eigentlich ein Realist. Klar besteht eine generelle Chance, dass ich gezogen werde, aber im Vergleich zu den Anderen ist diese verschwindend gering. Ich musste mir nie Getreide oder ähnliches durch eine zusätzliche Eintragung verschaffen. Irgendwie habe ich es ohne dieses „Hilfswerkzeug“ geschafft. Andere hatten weniger Glück. Ich habe eine Freundin, Ann Rock heißt sie, sie sitzt im Rollstuhl und ist auf Hilfe angewiesen. Als sie noch klein war, wurde sie von einem betrunkenen Friedenswächter in den Rücken geschossen und fortan war sie Hüfte abwärts nicht mehr in der Lage sich zu bewegen. Kurz dachte ich nach und stellte fest, dass sie nun 32 Mal in dem Topf war. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie gezogen werden würde, war wesentlich höher. Es wäre ungerecht, aber diese komplette Welt war ungerecht.

Langsam recke ich mich in meinem Bett und schaue aus dem Fenster. Die Sonne scheint und ich atme die Luft ein, welche durch das Fenster strömt. Es scheint ein schöner Tag zu werden, genau ein Tag vor der Ernte. Als ich mich endlich aufgerafft habe, frühstücke ich ein Stück Brot und trinke etwas Wasser, dann verlasse ich das Haus.

Ich schaue mich um und sehe die Gemüsegärten verschiedener Nachbarn und rieche die noch feuchte Wiese. Als ich mich weiter umschaue sehe ich sie und mein Herz macht einen kleinen Hüpfer. Sie sitzt auf einer Liege und liest in einem Buch. Ein Lächeln stiehlt sich auf meine Lippen und langsam gehe ich auf ihren Garten zu. Ich finde ihren Garten besonders schön, obwohl er eigentlich gar nichts Besonderes an sich hat. Ein paar Beerensträucher, Tomaten und Apfelbäume. Mehr ist hier auch nicht. Andere Gärten bieten richtige Plantagen. Als ich den Zaun zu ihrem Garten erreiche klopfe ich zweimal gegen diesen, um mich anzukündigen. Kurz erschrickt sie und klappt ihr Buch zu, dann erkennt sie mich und lächelt.

>>Hallo Dom, was führt dich zu mir?<<, fragt sie und legt den Kopf leicht schief. Ihre braunen Locken fallen ihr über die Schulter und ihre Augen schauen in meine. Nun muss auch ich den Kopf schief legen und erwidere ihren Blick. >>Ich möchte dich einfach besuchen.<< Kurzerhand steige ich über den Zaun und nutze den kleinen Weg, welcher zwischen den Bäumen zu ihr hin führt. Sie hat ein schweres Los gezogen, doch sie beklagt sich nie. Das bewundere ich an ihr. Vorsichtig nehme ich ihre dünnen Beine in die Hand und winkle sie ein wenig an. Gefühl hat sie in diesen noch und sie freut sich darüber, dass ich aus ihrer Behinderung keine große Sache mache. Ich setze mich auf das Fußende und schaue ihre Bäume an. Viele Äpfel hängen an diesen und sie drohen schon fast herunter zufallen. Kurz schaue ich zu Ann, dann zu einem Korb, der neben ihrer Liege steht. Auch ihr Rollstuhl ist direkt hinter ihr, aber sie wollte anscheinend kurz die Sonne genießen, was ich ihr nicht verübeln kann. Kurz blicke ich in ihre braunen Augen, dann stehe ich auf und lege ihre Beine wieder vorsichtig ab. Sie schüttelt den Kopf. >> Dom, du sollst das nicht tun, du weißt, dass ich es nicht leiden kann, wenn du mir die Arbeit abnimmst. << Meine Schultern zucken bei ihren Worten und ich greife den Korb. Sie fast mich an der Hand und ich schaue ihr erneut in die Augen und werde kurz rot und muss mich abwenden. >> Ann, lass mich dir doch mal was Gutes tun! <<
Ihr Griff um meine Hand wird lockerer und sie flüstert ein >> Entschuldigung… Danke dir! <<

Die Sonne brennt auf meiner Haut, als ich mich ans Werk mache. Der erste Baum, an dem ich mich zu schaffen mache, ist so mit Äpfeln bestückt, dass er alleine schon für mehrere Familien Vitamine liefern könnte. Dieses Jahr ist Ann’s Jahr, ich kann mich nur für sie freuen. Ihr letztes Jahr, in der sie in der Ernte gezogen werden kann und die Obsternte meint es auch gut mit ihr! Sie sieht mir zu und summt eine leise Melodie. Es ist eine schöne Melodie und ich vermute, dass sie zu irgendeinem Lied gehört, aber ich will sie nicht darum bitten es mir vorzusingen.

Als ich fertig bin schiebe ich ihre Beine wieder in die angewinkelte Position und lasse mich schwer auf die Liege sinken. Es war mehr Arbeit, als ich vermutet hatte. >> Wahnsinn, wie machst du das alleine? Das waren 15 Bäume und ich keuche aus dem letzten Loch! << Sie lächelt und deutet auf ihren Rollstuhl. Mühsam erhebe ich mich wieder und schiebe ihn neben die Liege, damit sie sich in diesen ziehen kann. Als sie fertig ist, greift sie hinter die Liege und zieht einen Stock hervor. Sie rollt zu einem der Bäume und schlägt mit dem Stock gegen den Stamm. Erst tut sich gar nichts, doch dann fallen ein paar Äpfel herab, die ich offenbar vergessen hatte. >> Nicht alles wird mit Muskelkraft erreicht. <<, sagt sie, als sie sich umdreht und mir zuzwinkert. Sie beißt in einen Apfel und ich tue es ihr nach. Die Äpfel sind herrlich. Sie kommt zurück und ich helfe ihr auf die Liege. Wir genießen noch eine Weile die Sonne, dann verabschiede ich mich, denn ich muss auch etwas auf den Tisch bekommen. Von meiner gejagten Beute will sie leider nichts wissen, sonst ginge es ihr bestimmt besser. Kurz gehe ich noch einmal in meine Hütte und stecke mir das Messer ein, welches ich für die Jagd nutze, dann mache ich mich auf den Weg.

Ich laufe den Zaun entlang, welcher in unserem Distrikt wirklich unter Strom steht. Das ist das Einzige, worauf man sich hier verlassen kann. Strom. Aber man sollte nicht denken, dass es uns deswegen besser geht als anderen Distrikten. Denn dafür mangelt es uns an Wasser, was wirklich lebensnotwendig ist. Deshalb wird jeden Tag eine kleine überschaubare Gruppe losgeschickt, um mehrere Karren mit Wasserkanistern aus dem Distrikt zu bringen. Und diese Chance nutze ich. Die Friedenswächter sind in dieser Zeit nicht sehr wachsam und ich schleiche mich kurz nach ihnen aus dem Distrikt. Irgendwann habe ich es einmal geschafft einen der Schlüssel des Haupttores mitgehen zu lassen und seitdem kann ich eigentlich gehen wann ich will. Das Einzige worauf ich achten muss, ist dass ich vor den Wächtern zurück bin. Gerade sehe ich, wie die Wächter mit 6 Männern und 6 Karren losziehen. Ich warte noch 5 Minuten, bis ich von ihnen nichts mehr höre, dann haste ich zu dem Tor und schaue zwischen dem Spalt der Tore hindurch und horche. Nichts. Also schließe ich vorsichtig das Tor auf und schlüpfe durch das Tor und verschließe es wieder sorgfältig hinter mir. Nun laufe ich 10 Minuten im Wald umher und untersuche verschiedene Fallen, nach Beute. Ein Kaninchen und ein ganzes Reh haben sich in meinen Fallen verirrt. Um das Reh tut es mir leid, denn dieses kann ich nicht so mitnehmen. Es ist zu auffällig, wenn ich mit einem Reh über der Schulter wieder in den Distrikt komme. Stattdessen bringe ich dieses tiefer in den Wald, wo es sich ein größeres Tier holen kann, wenn es mag. Dann überprüfe ich die restlichen Fallen. Noch zwei weitere Kaninchen. >> Immer Kaninchen, das wird ja schon fast langweilig. <<, sage ich in die Einsamkeit herein und sehe mich um. Plötzlich sehe ich, wie fern im Wald ein Mensch durch die Büsche läuft. Alarmiert gehe ich in die Hocke und beobachte den Kerl. Er scheint älter zu sein wie ich, aber ich erkenne ihn vom Weiten nicht. Vorsichtig zücke ich das Messer und mache mich bereit. Er sucht nach etwas, aber ich scheine es nicht zu sein. Aber was dann? Plötzlich bleibt der Mann stehen und starrt in meine Richtung. Ich bleibe ganz ruhig und warte ab. Dann huscht ein Kaninchen aus dem Busch vor mir heraus und der Mann geht weiter. Jetzt erkenne ich ihn genauer. Er ist ebenfalls von den Friedenswächtern. Aber was macht er in den Wäldern. Dann sah ich eine Frau und atmete erleichtert auf. Eine Affäre war eigentlich nichts worüber man sich freuen durfte, aber es mich ungemein, dass der Kerl nicht nach mir suchte. Kurz beobachte ich die Beiden und will mich gerade abwenden, als ich weitere Füße höre. Diese eilen schnell heran und achten nicht darauf, ob sie Lärm machen. Erneut alarmiert sehe ich mich um und erkenne die 6 Friedenswächter, aus unserem Distrikt. Sie haben ihre Waffen erhoben und legen gerade an. Ich renne während der Schüsse so schnell ich kann. Sie sind nicht mir gedacht, aber nur solange der Lärm anhält kann ich rennen. Als die Schüsse verklingen bin ich wieder am Tor. Es ist so, wie ich es verlassen habe und nervös öffne ich es, husche hindurch und verschließe es wieder hinter mir. Dann versuche ich in einem möglichst lässigen Schritt am Zaun entlang zu laufen.

Mir schlägt noch immer der Puls in den Ohren und ich fühle ihn noch immer in meinem gesamten Körper. Dann bemerke ich, dass ich noch immer das Messer halte und stecke es schnell in den Gürtel, dass man es nicht mehr sieht. Das war Wahnsinn… Wenn die mich erwischt hätte…

Ich schüttele den Kopf und verjage den Gedanken. Als ich wieder an meiner Hütte bin, gehe ich schnell herein und bemerke, dass die Dämmerung bereits einsetzt. So schnell ist also ein Tag vergangen. Heute ein sonniger Tag mit Toten und morgen ein vermutlich sonniger Tag mit zum Tode Verurteilten. Ich ziehe mich aus und lasse mich in mein Bett gleiten. Wie konnten die Friedenswächter nur jemanden aus den eigenen Reihen erschießen? Und dann auch noch auf so grauenhafte Art und Weise. Das waren sicherlich mehrere Magazine gewesen. Die Körper der beiden Toten dürfte vollkommen verunstaltet worden sein. Ich schaue noch einmal aus dem Fenster und sehe gerade noch, wie Ann sich zurück in ihr Haus zieht und die Türe schließt. Morgen wird hoffentlich alles besser werden. Doch meine Träume versprechen anderes…



Der Tag der Ernte
Ich steige aus meinem Bett und erinnere mich schmerzvoll an den letzten Traum. Ich hatte mich hin und her gewälzt und war schließlich mit dem Kopf voran auf den Boden gestürzt. Kurz reibe ich mir die Stirn, dann schaue ich nach Klamotten. Eine gute Jeans und ein weißes Hemd. Die Schuhe sind mir egal, die sieht schließlich niemand, aber am Tag der Ernte ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dass sich alle gut anziehen. Es kommt mir immer wie eine Beerdigung vor, denn so ist auch die Stimmung auf dem Platz. Als ich fertig bin verlasse ich das Haus und sehe gerade, wie auch Ann ihr Haus verlässt und in Richtung des Platzes ist. Ich eile ihr hinterher und hole sie schnell ein. >> Gut geschlafen? <<, frage ich in einem höflichen Tonfall. Sie nickt nur, doch alleine in dieser Geste erkenne ich, dass sie lügt. >> Was ist passiert Ann? Ich merke, wenn es dir nicht gut geht! << Sie hält an und dreht sich zu mir und schaut mir dann mit ihren braunen Augen in die Meinen, welche im Übrigen auch braun sind. >> Ach sicherlich spinne ich bloß, aber ich habe geträumt, dass ich heute gezogen werde! << Sie sieht den Tränen nahe aus und ich umarme sie tröstend. Vorsichtig streiche ich ihr über den Rücken und sie schluchzt leise. Ich flüstere ihr zu, dass sie schon nicht gezogen werden würde. Dann will ich sie wieder loslassen, aber sie hält mich fest. Mir selbst ist es lieber, wenn sie mich nicht loslassen will, aber ich selbst würde ungern so aufdringlich sein. Mein Kopf wird rot und ich drücke ihr einen kurzen Kuss auf die Wange und vor lauter Verwunderung lässt sie dann doch los.

>> Wofür war der denn? <<, fragt sie mit großen Augen, während sie sich die Stelle mit einer Hand hält. Auch ihr Gesicht wurde von einem Hauch Rot umspielt.

>> Dafür, dass jemand daran glaubt, dass dir nichts geschehen wird! << Mein Kopf ist so rot, dass es mich verrät, aber sie ist so taktvoll, dass sie es ignoriert. Innerlich danke ich ihr dafür und wische ihr ein paar Tränen aus dem Gesicht. Darüber waren auch meine Träume, irgendwie paranoid. Ich träume nicht davon, dass ich ausgewählt werde, sondern davon, dass meine Liebe gezogen wird und zum Tode verurteilt wird. Wahnsinn.

Schnell haben wir Beide uns wieder gefasst und ich schiebe ihren Rollstuhl. Ich starre auf ihren Hinterkopf mit den braunen Locken. Was würde ich bloß tun, wenn sie wirklich gezogen würde, wenn ich gezogen würde. Von ihr getrennt zu sein würde schmerzen, mich innerlich zerreißen. Aber soweit würde es schon nicht kommen. Als wir den Platz erreicht hatten, waren dort schon viele Jugendliche. Wir reihten uns ein, damit sie uns scannen konnten und unsere Anwesenheit überprüfen konnten. Schnell wurden die Jugendlichen abgefertigt. Blutprobe, Name, Einreihen. Das war der Prozess an diesem Tag. Erst war Ann dran, dann ich. Als wir fertig sind umarme ich sie noch einmal und sie mich. Ich atme tief durch.

>> Wenn wir heute durch sind, dann möchte ich dir etwas sagen, okay? <<, sage ich mit leicht bebender Stimme und sie schaut etwas verwirrt, nickt aber. Ich lächele nun und wir trennen uns zur letzten Ernte, die wir mitmachen müssen.

Jetzt stehe ich neben einem Jungen, den ich auf den Tod nicht ausstehen kann. Er war bekannt dafür sich an jungen Mädchen zu vergreifen und ich hatte ihn das ein oder andere Mal davon abgehalten und ihm eine ordentliche Tracht Prügel verpasst, doch dass hielt ihn nicht auf. Mein Blick schweifte umher und dann sah ich Ann. Sie war in der ersten Reihe der Mädchen und hatte auch nach mir gesucht. Sie lächelt traurig, als wenn sie schon wisse, dass sie ausgewählt werden würde. Wieso war sie sich so sicher? Hatte sie etwa noch mehr Terrasteine gegen Nahrung eingetauscht? Wie oft war sie nun in diesem Topf da vorne? Sie konnte nicht so wahnsinnig gewesen sein und ihre Chance noch mehr erhöht haben gezogen zu werden. Ich werde sehr nervös und sehe zu der Tribüne. Endlich taucht ein junger Mann auf. Er ist kein Mentor, schließlich besitzen wir keinen, aber er wird dennoch die Tribute begleiten. Sein Name ist Leonard und er hat einen langen schneeweißen Zopf. Diesen schwingt er nun durch die Luft und begrüßt die Menge. Die übliche Prozedur findet statt. Das Video des Kapitols über den vergangenen Krieg, den Verlust auf Seiten der einzelnen Distrikte und das siegreiche Kapitol. Es demonstrier mit diesen Spielen seine Macht. Sie haben Macht, das ist nicht zu bestreiten, aber manche wollen dieses Schicksal nicht einfach so hinnehmen. Als das Video vorbei ist geht Leonard wieder an das Mikrofon und stellt sich vor.

>> Hallo liebe Kinder, ich heiße euch willkommen zu den 64. Hungerspielen. Es ist mir natürlich eine Ehre die Tribute, welche heute gewählt werden, so gut es geht zu coachen. Dieses Jahr wurde es außerdem gestattet, dass die Distrikte ohne einen Mentor, jemanden aus ihren eigenen Reihen wählen dürfen, der für sie Sponsoren werben darf. Also doch wirklich positive Dinge für diese Hungerspiele, findet ihr nicht? <<
Nur Stille ist seine Antwort. Weshalb sollte man sich darüber freuen? Das steigerte die Chancen eines Tributs auch nicht auf ein Maß, dass er oder sie gewinnen könnte. Ich kenne viele aus diesem Distrikt und es gibt nicht viele, die wirklich überzeugend wirken können. Dann jedoch hebt er beide Hände, damit das Tuscheln, welches sich erhoben hatte, wieder aufhört. Schnell sehe ich zu Ann und sie zu mir. Ich erkenne selbst von weitem, dass sie den Tränen nahe ist. Ich reiße die Augen auf, als sie traurig den Kopf schüttelt. Sie hat also noch mehr Terrasteine benutzt. Als ich mir auf die Unterlippe beiße beginnt diese zu bluten und ich bete zu Gott oder was auch immer seinen Platz eingenommen hat, dass nicht sie gewählt wird.

>> Also, kommen wir zur Ziehung der Mädchen… << Er greift in den Topf und rührt einmal ordentlich, dann zieht er einen Zettel heraus und hält ihn der Menge entgegen. Jeder nur nicht Ann, jeder nur nicht Ann… Meine Gedanken überschlagen sich.

>> Und die Vertreterin eures Distrikts ist… Ann Rock! << Wenn es vorher still war, dann gibt es hierfür keine Beschreibung. Nichts bewegt sich, nicht einmal die Kameraleute wagen es die Ausgewählte in das Bild zu nehmen. Eine bedrückende Stille hat sich über unseren Distrikt gelegt und ich falle auf die Knie. >> Wieso sie… << Tränen rinnen mir über das Gesicht und der Junge neben mir kichert leise. >> Geschieht ihr recht! Dieser Krüppel! << Selbst wenn er seine Worte zurück genommen hätte, hätte ich nicht anders gehandelt. Ich stehe auf, mein Gesicht von Tränen überströmt und packe den Jungen am Kragen und reiße ihn von den Füßen. Aus den Augenwinkeln sehe ich, wie Ann auf die Bühne geholt wird. Ich reiße meine Faust zurück, damit ich ihm das Gesicht zertrümmern kann, doch ein Friedenswächter packt mich und zerrt mich von dem Kerl weg. >> Bleib ruhig! << Ich tobe, doch Vorne stellt sich Ann gefasst vor. Dann wird der nächste Zettel gezogen. >> Und euer männlicher Vertreter ist… Elijah Coleman! << Der Junge macht große Augen und schaut sich hilfesuchend um. Niemand verdeckt ihn und vier weitere Friedenswächter zerren ihn auf die Bühne. Ihm geschieht es recht, aber nicht Ann und doch ist mir eines klar. Er wird nicht antreten.

Der Friedenswächter lässt mich nun los und Leonard macht weiter. >> Bevor wir nun unsere Tribute verabschieden, gibt es noch Freiwillige? << Zuerst herrscht Stille und gerade, als Leonard sich abwenden will trete ich hervor und hebe die Hand. >> Ich trete an Stelle von Elijah an! <<
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