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 Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme

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Yuki Saitô
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BeitragThema: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Sa Jan 21, 2012 3:57 am

Die Station S1 ist eine von vielen in diesem großen, neu errichteten Krankenhauskomplex. Sie befindet sich im Erdgeschoss des vorderen Sektors und beinhaltet neben Praxen für Allgemeinmedizin auch die Notaufnahme. Hier können sich die behandelnden Iryônin und Iryôhan also sofort um Notfälle kümmern, sie in andere Bereiche verfrachten oder Krankheiten wie Grippe oder Windpocken behandeln.
Außerdem befinden sich auf dieser Station Vorbereitungsräume, in denen auch gerne Mentoren mit ihren Schützlingen üben.
An sich weist diese Station keinen großen Unterschied zu denen anderer Krankenhäuser auf. Man findet hier meist sterile Farben, jedoch moderne Einrichtungen und Dekorationen, welche die Ärztemannschaft oder Patienten selbst gebastelt haben.
Unterkünfte für Patienten findet man hier kaum, da die meisten entweder verlegt oder nach Hause geschickt werden, da es sich meist nur um kleinere Malheure handelt, wenn man von der Allgemeinmedizin ausgeht.
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Yuki Saitô
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Sa Jan 21, 2012 5:10 am

Krypteria - Liberatio [Übersetzung]

Gefangenschaft, Verzweiflung,
Kriegslust, davon rede ich
Not, Gewaltherrschaft, Trauer, Schreckensbild, Sklaventum und Angst
Sieg, Ehrfurcht, dies ist ein weiter Weg.

[...]

Es lebe die Ehrfurcht, es lebe der Glauben an Freiheit
Es lebe die Pracht, es lebe die Fürsorge
Wir hoffen auf Freiheit, wir wünschen uns Freiheit.
Wir würden uns über Erlösung freuen
Die Freiheit sei mit euch, die Freiheit sei mit uns.
Wir feiern den Erfolg.

~First Post~

Es war Vormittag, 09:15 Uhr um genau zu sein. Anstatt einer Mission mit einer Truppe nachzugehen, frönte der violetthaarige Chûnin seinem Dienst als Iryônin in Yukigakure's Krankenhauskomplex, war aber genauso wenig mit der Behandlung der Patienten beschäftigt. Nein nein, Yuki Saitô war für diese Woche auf der S1 eingeteilt und hatte unter anderem die Aufgabe bekommen, sich der ersten Ausbildungsschritte der Neulinge zu widmen. Man höre richtig, der Gute zählte mit seinen fünf Jahren Ausbildungszeit schon zu den alten Hasen und war damit berechtigt, Jüngere auszubilden. Hieß: Er musste nun auch als Mentor herhalten und versuchen, den frischen Azubis die ersten Handgriffe zu vermitteln. Natürlich störte ihn der Fakt wenig, nun noch etwas mehr Verantwortung zu tragen und irgendwie fand er Spaß daran, sein bisher angesammeltes Wissen an jemanden weiterzugeben. Zwar machten ihm seine Schützlinge es ihm nicht immer leicht, dennoch war er recht amüsiert und bewahrte ihnen gegenüber ein hohes Maß an Geduld. Immerhin war diese Ausbildung alles andere als einfach und gerade die erste Zeit konnte haarsträubend sein, das wusste er selbst zur Genüge.
So saß er also, den langen, weißen Arztkittel über seinem schwarzen Kimono tragend in einem Vorbereitungszimmer und hatte einen seiner Ärmel nach oben gezogen, damit sein Schützling, ein Mädchen namens Akisa üben konnte, wie man Blut nahm. Sie war, soweit Sai bisher herausgefunden hatte, ein Jahr jünger als er und somit 15 Jahre alt. Ging es um das Fachwissen, so lernte sie recht flink und konnte auch fließend wiedergeben, was der Ältere ihr vorher erklärt hatte. Bei der Praxis haperte es aber, wie man nun wieder perfekt sehen konnte. Verkrampft und zittrig hielt sie die Kanüle fest, verwechselte immer wieder die ersten Schritte die da lauteten: Desinfektionsmittel auf die Ellenbeuge sprühen, es abtupfen, die eigenen Finger desinfizieren und abwischen und danach einstechen. So sah der Arm des jungen Mannes eben seit Dienstbeginn aus wie ein Schlachtfeld: Die Haut war gerötet durch das viele, hastige Wischen, hier und da fand man schon bläulich schimmernde Einstiche, die sonst wo lagen, aber nicht an der mittleren Vene und genau diese pochte freudig der Braunhaarigen entgegen als wolle sie sagen: Zapf mich an!
"Sai-sensei, ich kann das nicht!", jammerte sie schließlich und versuchte fahrig, die durchsichtige Verpackung einer neuen Kanüle zu öffnen. Man sah ihr die Nervosität deutlich an und es war offensichtlich, was ihr bei dieser Übung so zu schaffen machte. Nicht nur, dass sie in zwei Tagen damit in einem Test glänzen musste, sondern auch jemanden zu stechen und ihm seinen Lebenssanft abzuzapfen waren die Hauptprobleme der Kleinen, zuletzt wollte sie wohl auch nicht vor ihrem 'Sensei' als Versagerin dastehen.
Mit einem liebevollen Lächeln nahm er ihr schließlich das Päckchen ab und öffnete es selbst, die leichten Schmerzen in seiner Armbeuge ignorierte er und nahm sie als Routine hin. "Natürlich kannst du es, Akisa-chan. Denk einfach an etwas...Hm...An etwas das dir Freude bereitet. Das erleichtert dein Gemüt und die Aufgabe wird dir locker von der Hand gehen.", versuchte er ihr in einer angenehmen Tonlage Mut zu machen, reichte ihr dann die entpackte Kanüle und wünschte sich daraufhin, ihr diesen Rat nicht gegeben zu haben. Wie jedes Mädchen in diesem Alter begann sie nämlich, während sie die Schritte abarbeitete, von ihrem Schwarm zu erzählen. Zusammengefasst: Sie plapperte entzückt und wild über einen Jungen namens Kaito, welcher unheimlich gut aussah und unheimlich toll war und zudem noch unheimlich talentiert. Außerdem war er anders als all die anderen jungen Männer und überhaupt der Beste, den sie sich vorstellen konnte. Laut ihrer Worte war sie bereits Jahre in ihn verliebt, aber er machte natürlich keine Anstalten, dies zu bemerken oder ihre Gefühle zu erwidern. Je mehr sie ausschweifte, desto mehr drang ein Bild eines blonden Jünglings vor Saitô's innerem Auge, welcher das Gesicht eines Püppchens besaß und sich narzistisch im Handspiegel beäugte. Ein Mädchenschwarm eben. Innerlich rollte er mit den Augen, äußerlich hörte er ihr aufmerksam zu und beobachtete, was sie tat und dies schließlich mit einem freudigen Lächeln. Das Quasseln schien zu helfen, denn sie führte alle Schritte wie erklärt durch und traf mit der Nadel sogar die Vene. Ohne Weiteres nahm sie auch sein Blut in die Kanüle auf, tupfte sein Blut ab und verzierte seine Beuge schließlich mit einem Pflaster.
"Hervorragend Akisa-chan! Der Test sollte nun kein Problem mehr darstellen.", lobte er sie und erntete erfreute Jubelrufe, eine Umarmung und ein "Oh Danke für die Hilfe, Sai-sensei!!".
Bevor sie das Zimmer wieder etwas aufräumten, vermerkte der Iryônin ihre Fortschritte in ihrem Berichtsheft und begab sich dann mit ihr zusammen in ein Behandlungszimmer, um ihr erklären, welche Gegenstände sie wo finden konnte.
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Sa Jan 21, 2012 5:48 am

# First Post


    Ein Schritt noch und er hatte es in den Krankenhauskomplex seines verhassten Dorfes geschafft. Nur noch eine Tür aufmachen und er würde die Behandlung bekommen, welche er so dringend brauchte - beziehungsweise sein Unterarm, der alles andere als gut aussah. Warum war ganz einfach: Es war wieder geschehen und hatte ihn bei seinem Training erheblich zurückgeworfen. Ja, sein eigenes Bluterbe war außer Kontrolle geraten und hatte seinen Unterarm ernsthaft erwischt. Unter der Hand verbarg sich eine ätzend aussehende Wunde, welche dazu noch wie eine Blutvergiftung aussah. Genau genommen war es ja keine innere Verletzung, sondern nur eine schrecklich böse aussehende äußere. Ob sie weh tat? Ja, es brannte wie Feuer und umso mehr machte ihm seine Psyche zu schaffen - wie jedes Mal, wenn er trainierte, in letzter Zeit -, weshalb Schweiß auf seiner Stirn stand (beziehungsweise er am ganzen Körper schwitzte) und er sich bemühen musste, sich auf den Beinen zu halten.
    Trotzdem verzog der Chûnin keine Miene, als er in das Krankenhaus schritt und ihm bereits ein Pfleger entgegen kam, der das Marler wohl gerochen hatte. Sein Blick glitt sofort auf den Unterarm des Schwarzhaarigen. Als ob er ihm helfen könnte! Es war nur so ein Möchtegern-Iryônin, der wahrscheinlich abends in einem dunklen Raum mit einer Krankenschwester an einer Puppe das Verbinden übte... oder wie auch immer man das nannte. Woraus er das schloss? Dieser Kerl roch verdächtig nach einem Schäferstündchen in der Besenkammer - und das gefiel dem einzigen Kôno der Shinobiwelt nun wirklich mal so gar nicht. Missmutig ließ er jedoch die Blicke über sie ergehen und wartete geduldig darauf, dass dieser Hornochse von einem unqualifizierten Braunhaarigen ihn an einen Iryônin verwies, der wenigstens ein bisschen was auf dem Kasten hatte. Am liebsten würde er seinen Kopf gegen die Wand donnern, damit aus dem daraus entstehenden Loch die Blödheit herausfließen und Weißheit hineinfließen könnte. Aber nein, das konnte er ja (leider) nicht machen.
    "Das sieht nicht gut aus... ich bringe sie zu einem Iryônin." Ach, was war das wieder für ein totaler Penner? So ein Narzist, der keine Ahnung von irgendetwas hatte und wohl seine Zulassung als Pfleger im Lotto gewonnen hatte - sofern man dieses idiotische Spiel so positiv bezeichnen wollte. Hier im schönen tollen Viertel hatte man ein solches Glücksspiel und "verschenkte" Geld praktisch und da drüben in den Slums verhungerten die obdachlosen Kinder. Sollte man lieber Geld für etwas besseres ausgeben.
    Ja, Kaito war wirklich gereizt, doch musste einen das nicht wundern. Zum einen hatte es mal wieder schwer auf seine Psyche geschlagen und zum anderen hatte er sich daraus folgend ernsthaft am rechten Unterarm verletzt, den er wohl für die nächste Zeit nicht so arg benutzen dürfte. Alles ganz tolle Aussichten. Irgendwann...

    Aber diesen Gedanken dachte Kaito nicht zu Ende, beziehungsweise konnte es gar nicht, da in diesem Moment vor ihm vom Pfleger die Tür geöffnet wurde - und er doch tatsächlich auf einen Iryônin blickte. Unglaublich, dass diese personifizierte Inkompetenz in hier hatte verweisen können. Und wer stand neben dem Lilahaarigen? Niemand anderes als Akisa. "Wah! Kaito-kun, was ist denn passiert?!"
    Natürlich kam sie auf ihn zu und bestand darauf, dass er seine Hand wegnahm. Wieso sollte er das auch nicht tun? Immerhin hatte sie bestimmt schon das Blut an seinem hochgekrempelten Ärmel gesehen und wusste, dass sie nichts schönes erwartete. "Du siehst nicht gut aus..." Kurz schien sie zu dem Lilahaarigen zu blicken, als ob sie eine Bestätigung erwartete. Warum war sie Iryônin geworden, beziehungsweise warum hatte sie diese Laufbahn eingeschlagen? Als normale Kunoichi war sie wesentlich kompetenter rübergekommen und er hatte sie nicht allzu sehr zu einem netten Lächeln zwingen müssen wie jetzt - nur damit sie sich weniger Sorgen machte. Hier fehlte wahrlich nur noch ein schreiender Taichi und das alte Team wäre komplett. Okay, Kama vielleicht auch noch - aber bevor der kam wäre Kaito schon längst dank Taichi und seiner momentanen Laune an die Decke gegangen.
    "Tut mir Leid, dich bei deiner Ausbildung stören zu müssen... mir ist ein kleines Missgeschick unterlaufen beim "Training"...", war alles, was er sagte, wonach er sich an die Wand lehnen musste. Ja, es tat wirklich weh, doch hinderte ihn dies nicht daran, dem Pfleger, der nun verschwand, einen finsteren Blick zuzuwerfen, der wieder einmal zeigte, wie inkompetent Kaito diesen fand.
    Allerdings kam er nun nicht mehr umher, seine Hand von dem Arm zu nehmen. Er sah genau in Akisas Augen, dass ihre Sorge größer geworden war - aber wer konnte ihr das auch anders verdenken? Immerhin war der Unterarm mit mehreren blutigen Schnitten versehen und sah ziemlich rot-blau, sowie verätzt aus. Es schien fast so, als ob er eine schwere Verbrennung mit Schnittwunden bekommen hätte...
    Wie er es doch hasste, diese psychischen Anfälle zu haben - und wieso wurden sie immer schlimmer in letzter Zeit? Wieso kamen sie immer öfter? Naja... er sollte wohl lieber einmal darauf warten, behandelt zu werden, weshalb er sich demonstrativ auf das Bett setzte und den Iryônin anblickte. Wie er ihn anblickte? Der Chûnin warf ihm einen skeptischen Blick zu, den man auch als mürrisch bezeichnen konnte. Ja, es war der Standart-Blick, welchen er auch immer Taichi zuwarf und welcher davon immer selbst an die Decke ging... Allerdings sagte er in diesem Moment auch so viel wie "Na wirds bald?".
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Yuki Saitô
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   So Jan 22, 2012 2:54 am

Mit aller Ruhe begann der Violetthaarige mit Akisa die Schränke und Schubladen des Behandlungszimmers zu durchforsten und erklärte ihr informationsreich, was sie dort alles finden konnten und zu was diese Gegenstände gut waren. Aufmerksam lauschte sie ihm, nickte immer wieder verstehend und stellte ab und an Fragen, welche er schmunzelnd beantwortete. Ja, wenn es um die Aufnahme des Wissens ging, so war er wirklich schon sehr mit seiner Schülerin zufrieden. Ein Pluspunkt, welchen er in ihrem wöchentlichen Ausbildungsbericht vermerken würde.
Gerade wollte Saitô damit beginnen, ihr die Ordnung der Medikamentenschränke nahe zu legen, da öffnete sich die Tür des Zimmers und sein Lieblingspfleger trat herein, gefolgt von einem schwarzhaarigen, jungen Mann, welcher sich den Unterarm hielt, doch recht gequält wirkte und dem die Schweißtropfen auf der Stirn standen. "Sai-san, ich hab dir den Patienten gleich hergebracht, sieht mir verdächtig nach nem Job für dich aus.", sprach der liderlichste Pfleger der gesamten Erdkugel zu ihm und entlockte dem Iryônin lediglich ein Nicken, denn er war mehr damit beschäftigt zu beobachten, dass Akisa wohl diesen Jungen kannte, sich wohl sehr um ihn sorgte und...hatte sie ihn da gerade Kaito-kun genannt? War es tatsächlich dieser Schwarm, der seinen Arm doch noch aus der Schlinge gezogen hatte? Nun, wie ein blondgelockter Jüngling aus einem Märchen sah er nun nicht aus, was nicht hieß, dass er nicht gut anzusehen war, nein nein. Aber den narzistischen Traumprinzen und diesen Burschen mit seiner offensichtlich schlechten Laune trennten Welten. Kurz sah Sai deshalb auch etwas überrascht drein, nickte aber seiner Schülerin schließlich zu, als sie sich einen Blick der Bestätigung von ihm erhoffte. Während der Gute also erzählte, dass dieser Unfall beim Training geschehen war und sich ohne die standardgemäße Anweisung auf dem Bett niederließ, zog der anscheinend Ältere bereits einen Hocker zu dem Bett und ließ sich etwas seitlich von Kaito nieder, legte sachte seine Hand unter den verletzten Unterarm und zog ihn etwas zu sich, um sich die Verletzung genaustens anzusehen.
Es waren mehrere Schnittwunden erkennbar, welche bereits bläulich schimmerten. Die Haut um den Wundherd war gerötet, die abstehenden Hautlappen wiesen Spuren von Verbrennung und Ätzung auf, sowie die Haut zwischen den Schnitten. Die ausgehende Hitze der Wunde war schon für den Yuki spürbar, nur weil er sanft seinen Unterarm an der Unterseite hielt, folglich durfte diese unschöne Verletzung tüchtig brennen und das ließ vorerst nur einen Schluss zu: "Bevor ich die Verletzung behandeln kann, muss sie gekühlt werden. Das wird auch gleich ein wenig den Entzündungsgrad hemmen und leicht betäuben.", sprach der junge Iryônin ruhig und ließ Hyôton-Chakra in seine Hände leiten, welche hauchzart auf die Wunde legte. "Nicht erschrecken, gleich wird es kalt.", warnte er mit einem Lächeln vor, wobei seine Hände schon vorher recht kühl gewesen waren. "Hyôton: Reikyaku bunpitsu.", klang er plötzlich viel ernster und routinierter und formte innerlich sein Hyôton-Chakra zu einem kühlen, dickflüssigen Geleé, welches sogleich langsam aus seinen Handflächen austrat. Sich konzentrierend ließ er zu, dass es sich selbst etwas verbreitete, danach rieb er es mit Mittel- und Zeigerfinger selbst noch etwas ein und blinzelte dann zur Wanduhr über der Tür. In circa einer Minute würde es leicht verhärten und akurat an der Haut kleben bleiben und bis die Wunde richtig gekühlt war, konnte er alles Wichtige für die Behandlung vorbereiten. Ohne weitere Worte legte er schließlich eine Hand gegen die Brust des Schwarzhaarigen, den anderen Arm führte er unter dessen Waden mit einem leichten Ruck hatte er ihn in eine liegend Position verfrachtet, wobei er den verletzten Arm auf ein flacheres, zusätzliches Kissen bettete.
"Ich werde nun alles Wichtige für die Behandlung vorbereiten. Bleib solange ruhig liegen und versuche dich ein wenig zu entspannen.", sprach er, mit einer angenehmen Stimmlage zu dem Patienten und wand sich dann seiner Schülerin zu, welche zwar aufmerksam zugesehen hatte, aber noch immer sehr besorgt schien. "Da du den jungen Mann zu kennen scheinst, Akisa-chan, möchte ich das du seine Akte hervorholst und die Verletzung darin aufnimmst. Das haben wir ja bereits geübt.", wies er sie freundlich an, in der Hoffnung, es würde sie beschäftigen und von den Sorgen ablenken. Mit einem stummen Nicken tat sie wie geheißen und verließ erst einmal den Raum, um sich ins Archiv zu begeben. Währenddessen wand sich Sai dem großen Schrank zu, zog den kleinen Rolltisch mit sich dorthin und legte auf diesem alles bereit, was er brauchen würde. Verschiedene Bestecke, Verbände, Desinfektionsmittel und vieles mehr fanden darauf platz und er schien sich mit dieser Arbeit nicht sonderlich stören zu lassen.

Verwendetes Jutsu:
 
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   So Jan 22, 2012 3:33 am

    So befand sich unser mehr oder weniger lieber und netter schwarzhaariger Freund also im Krankenhaus auf dem Bett, auf das er sich ja eben gesetzt hatte. Sein Puls wurde ruhiger, als die Inkompetenz den Weg aus dem Behandlungszimmer gefunden hatte - was nebenbei auch allerhöchste Zeit wurde, denn sonst hätte er wohl keinen so schönen Feierabend erlebt. Ja, man sollte Kaito eigentlich nicht reizen - auch, wenn er eine immense Geduld aufzuweisen hatte.. eigentlich. Letzteres war aber wie bereits angedeutet nur der Fall, wenn sein Training nicht gerade völlig aus dem Ruder gelaufen war und er das Gefühl hatte, in seinem Leben wieder einen Rückschlag erlitten zu haben. Wie so oft in letzter Zeit hatte auch heute wieder nichts geklappt, als er versucht hatte zwei Jutsus perfekt zu kombinieren. Immer, wenn er sein Bluterbe eine längere Zeit anwandt, kamen diese... diese Dinge dazwischen und am Ende hatte er dann entweder Glück- oder landete, wie nun, hier im Krankenhaus von Yuki - Gakure, wo sich nun endlich ein Iryônin auf einem der Hocker neben ihm niederließ.
    Im nächsten Moment lag Kaitos bleicher Unterarm, bei dem man wohl auch die bläuliche Pulsader unter der Haut wahrnahm, in der Hand des Iryônins aka Akisas Ausbilder. Da hoffte man am besten einfach mal, dass sich seine ehemalige Teamkameradin sich keinen abstrusen Möchtegern-Heiler ausgesucht hatte, der Abends vorm Kamin mit Kräutern im selbstgebastelten Stirnband einen auf Rumpelstilzchen machte und Mixturen braute... Aber gut, das war auch sehr unwahrscheinlich.
    "Bevor ich die Verletzung behandeln kann, muss sie gekühlt werden. Das wird auch gleich ein wenig den Entzündungsgrad hemmen und leicht betäuben." Wie auch immer. So lange sein Arm wieder heile wurde, nahm er alles auf sich - immerhin könnte er mit nur noch einem Arm zum Kämpfen seine ganzen Pläne, wenn man es mal so nennen wollte, total vergessen, oder? Aber gut, nun legte der Iryônin, der sich nicht einmal vorgestellt hatte - was Kaito aber sowieso strunzegal war - seine Hände auf die Wunde. Ja, es brannte, doch ließ sich Kaito davon nichts anmerken. Natürlich warnte er ihn, dass es kalt wurde und dann wirkte er auch schon ein Jutsu. "Ohje, wie kalt~" Ja, diesen Kommentar hatte sich Kaito mit seinem mürrischen und skeptischen Blick, der auf dem Lilahaarigen ruhte, einfach nicht verkneifen können. Ja, man könnte es sogar leicht sarkastisch nennen. Am liebsten wäre er ja aufgesprungen, hätte wie ein Mädchen demonstrativ geschrien und sich im Kreis gelegt - aber das war einfach nicht seine Art. Höchstens Taichi, aber der hätte dann auch noch über das "-pitsu" im Jutsunamen einen Witz unter der Gürtellinie gerissen. Nein, das war wahrlich kein Grund, sich auf dieses Niveau heruntersinken zu lassen.
    Doch ehe er sich versah, weiteten sich seine Augen, als der Iryô ihm an die Brust und Wade griff, ihn dann aufs Bett legte - ohne eine Vorwarnung. Wollte der Kerl sterben? Hatte er diesen sehnlichsten Wunsch? Ja, Kaito hatte gerade wirklich alles andere als eine gute Laune, aber wenn man es mal aus positiver Sicht sah: Es konnte doch nur noch besser werden. Sich beherrschend schloss der Schwarzhaarige nun die Augen und konzentrierte sich darauf, auf dem Boden zu bleiben. Er war in Gegenwart von Akisa, da sollte er lieber ruhig bleiben. Sie war wohl der einzige Mensch, den er nicht unbedingt in etwas Unnötiges hereinziehen wollte - erst recht, weil sie so für ihn empfand ... auch, wenn er das nicht erwiderte und daher lieber so ließ, als ob er angeblich nichts davon merkte, was er aber natürlich schon längst hatte. Immerhin war er nicht dumm.
    Nun gut... er sollte sich also nicht bewegen - dem Gefallen würde er dem Iryô nun ausnahmsweise einmal tun. Es war ja auch nur zu seinem eigenen Besten, also bestand kein Nutzen darin irgendwie das Ganze zu verschlechtern. "Da du den jungen Mann zu kennen scheinst, Akisa-chan, möchte ich das du seine Akte hervorholst und die Verletzung darin aufnimmst. Das haben wir ja bereits geübt."
    Natürlich erkannte auch Kaito, was der Lilahaarige mti dieser Anweisung bezwecken wollte - nur wäre es vielleicht nicht gut Akisa die Akte zu zeigen, die sie daran erinnerte, dass Taichi und er nach den Chûnin - Examen als ein Häufchen Elend am Zielpunkt angekommen waren, da sie sie hatten retten müssen. Aber gut, das konnte er ja nicht wissen und er meinte es auch nur gut. Er schien zu wissen, wie man mit Neulingen umging und auch sonst sehr kompetent zu sein, da er sich fachwissend einwandfrei um seinen Unterarm kümmerte. Ja, da konnte man wirklich nichts dran aussetzen.
    Schließlich hörte Kaito einen Rolltisch auf dem wohl das ganze Zeug lag, was man brauchte, um seinen Arm zusammenzuflicken. Gut, das störte ihn nicht weiter. Lieber eintausend Jahre Schmerzen, als niemals seine Rache zu bekommen. "He, Akisa. Ich hab gehört, dass Taichi nun bei Shigeru im Team ist?" Wollte Kaito selbst Akisa gerade davon ablenken und so tun, als ob nichts wäre? Obwohl ihm der Schweiß noch immer auf der Stirn stand? Ja, man konnte es fast so nennen. Und was das betraf, so war Taichi wahrlich im Team dieses langen Buschhaars gelandet, das er immer so fertig gemacht hatte. Nicht, dass der Kerl Kaito Leid tat - für seine Unkompetenz war Buschbraue ja wohl selbst verantwortlich. "U-Uhm... Ja..." Er hörte, wie Akisa offenbar gerade in etwas blätterte- wahrscheinlich seine Akte. "Das wird nix, wenn ich mich an seine Ausschweifungen erinnere." So, und nun hatte sie ein Gesprächsthema, dass sie ablenkte, denn sofort begann sie davon zu erzählen, wie sie selbst die Sache einschätzte und brachte dabei auch noch Beispiele aus der gemeinsamen Zeit als Genin-Team - die, so fand sogar Kaito, durchaus ihren Spaß gehabt hatte...

    Nun wartete er aber lieber weiter geduldig darauf, dass der Iryônin sich seinem Arm zuwendete.
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Yuki Saitô
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   So Jan 22, 2012 5:27 am

Über den Sarkasmus und die leichte Skepsis, welchen ihm der wohl Jüngere entgegenbrachte, konnte der Yuki nur schmunzeln. So etwas machte seine Arbeit doch gerade erst interessant und er mochte Menschen, die nicht alles einfach stumm hinnahmen und ein gewisses Maß an schwarzem Humor besaßen. Und dieser Kaito schien wohl so jemand zu sein. Zwar wunderte es ihn kurzfristig, dass die sanfte Akisa gerade so jemanden zum Freund hatte, aber...tja, wo eben die 'Liebe' hinführte. Und wer wusste schon, was diesen Jungen sonst ausmachte? Auf jeden Fall konnte der Lilahaarige schon einmal feststellen, dass er interessant war und er ihm die Behandlung auch zutraute, immerhin blieb er ruhig liegen und gehorchte den Anweisungen des Iryônin. Beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Heilung.
Während der junge Heiler noch damit beschäftigt war die Behandlung vorzubereiten, war Akisa wieder brav mit der Akte erschienen und saß nun am Schreibtisch des Zimmers, um die Verletzung aufzunehmen. Ihr Freund hatte wie es schien auch bemerkt, dass sie vor Sorge leicht nervös war, weswegen auch er versuchte, sie abzulenken und sie zu beschäftigen. Die Rede war von einem vermutlichen Freund der beiden, der nun bei einem gewissen Shigeru ins Team eingeteilt wurden war. Saitô ließ es sich natürlich nicht nehmen noch etwas mehr zu lauschen und durch die Aussagen Akisa's konnte er bald mit Sicherheit bestimmen, dass es sich um den Sohne eines Regierungsmitgliedes handelte, welchen der Sechszehnjährige wohl kannte. Oft wurde er wegen nicht einmal besorgniserregenden Wehwehchen eingeliefert, er war verwöhnt, hochmütig, kannte keinerlei Manieren und zudem sah er aus wie ein kleines Fellknäuel. Dies lag nicht nur an der ungezähmten, buschigen Lockenmähne, sondern auch an diesen übergroßen Augenbrauen, welche aussahen wie zwei fette, behaarte Raupen. Man munkelte, der Junge wäre nicht gerade einer der kompetentesten Jung-Shinobi, dafür aber umso mehr von sich selbst überzeugt. Was Sai betraf, so hielt er nicht wirklich viel von diesem kleinen Großkotz, oft genug hatte er ihn hier im Krankenhaus erlebt und das hatte ihm beiweitem schon gereicht.
Als alles war er brauchen würde seinen Platz auf dem Rolltisch gefunden hatte, trat er hinter Akisa und sah nochmals kurz auf die Akte hinab, in der die letzten Fälle des Patienten gerade aufgeblättert waren. So wie es aussah, war der Schwarzhaarige in der letzten Zeit bereits des Öfteren wegen solcher Verletzungen hier gewesen, selbst seine Mutter hatte ihn schon behandelt. Seine Name war Kôno Kaito, er war 15 Jahre alt und bekleidete, laut Kopf der Akte, den Rang eines Chûnin. So so, ein Kôno also..., ging es ihm durch den Sinn und schob den Rolltisch ans Bett, nahm erneut Platz auf dem Hocker zog sachte die sich verfestigte Masse vom Unterarm Kaito's, richtete dem Blick wieder der Wunde zu, wank aber Akisa zu sich. "Akisa-chan, setz dich doch bitte zu uns und schau zu. Möglicherweise kann ich wohl auch ab und an die Unterstützung brauchen.", sprach er sanft und wartete ab, bis das Mädchen neben ihm saß, um fortzufahren. "Rein vom optischen Eindruck her scheint es sich um eine äußere Verletzung zu handeln. Jetzt wo die Rötung etwas nachgelassen hat, sind die Einblicke auf den Wundherd besser sichtbar, genauso wie die verletzten Zellstrukturen. Dennoch sollte in so einem Fall geprüft werden, ob nicht doch Venen oder andere Stränge in Mitleidenschaft gezogen wurden sind." Den Arm vorsichtig auf mit den kühlen Fingerspitzen berührend, deutete er auf das, was er seiner Schülerin erklärte, wirkte überaus sachlich und hielt dann beide Handflächen über den Unterarm, schloss kurz die Augen und ließ dann dieses grüne, medizinische Chakra austreten, welches ihm dabei helfen würde, in das Innere dieses komplesen Körperteiles zu sehen. Es wirkte wie ein Scanner, tastete verschiedene Schichten ab und gab diese Enzyme an Sai's eigenes Nervensystem weiter. Unter anderem untersuchte er sogleich den Chakrafluss, welcher wohl recht gesund und normal schien. "Gut, die Wunden sind nicht besonders tief, es wurden nur die ersten Hautschichten betroffen, minimal ist das Fleisch ein wenig angegriffen. Das Besorgniserregenste sind wohl die Spuren der Ätzung und das verbrannte Gewebe. Aber darum werde ich mich nun kümmern.", führte er seine gewonnenen Erkenntnisse aus und ließ das grünliche Chakra wieder verschwinden. Das Erste, was er nun tun würde, würde darin bestehen die Wunde zu reinigen. Erst wenn die eingetretenen Bakterien und der Schmutz beseitigt waren, konnte der Rest angepackt werden. Zuerst überlegte er, ob er auf die herkömmliche Art und Weise vorgehen sollte. Allerdings hielten ihn die Verbrennungen und Verätzungen davon ab, das Desinfektionsmittel und das Tuch könnten zu reizend und aggressiv sein in diesem Stadium. "Normalerweise hätte ich dir jetzt die herkömmliche Art der Reinigung gezeigt, Akisa-chan, aber das wäre in diesem Falle mehr als unvorteilhaft. Deshalb...", unterbrach er kurz, hob erneut beide Handflächen über den Arm und konzentrierte das medizinische Chakra, welches nun aber intensiver aufleuchtete. "...Verwende ich zuerst mein Chakra, um die Wunde reinigen." Beflissen blieb er gerade sitzen, schob die Handflächen manchmal einander zu und weg und mit wachem Auge konnte man erkennen, wie diese leuchtende Materie den Schmutz nur so anzog. Beruhigend waberte es und es strahlte eine gewisse, angenehme Wärme aus, was bei einem Yuki doch reichlich verwunderlich war. Tja, das war eben das Wunder der Chakraumformung.
Nachdem keine Verunreinigungen mehr sichtbar waren und das offenstehende Gewebe etwas freundlicher aussah, bewegte der Lilahaarige seine Hände über eine Schale und trennte sein Chakra ab, damit er Schmutz von ihm abfallen konnte. Schließlich sah er direkt seinen Patienten an, welchem Akisa leicht den Schweiß von der Stirn tupfte. "Bevor ich fortfahren kann, musst du mir kurz Bericht erstatten. Fühlt sich dein Unterarm noch gekühlt und leicht taub an oder nimmt dieses Brennen wieder zu?" Dieses Wissen war wichtig, weil er gleich eine kleine Operation vornehmen musste. War der Arm nicht mehr gekühlt, so würde er betäuben müssen.

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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Mo Jan 23, 2012 1:32 am

    Hier lag er also nun: Im Behandlungszimmer der Station S1, der Allgemeinmedizin - oder in seinem Fall eher passend: der Notaufnahme. Auf einem mehr oder weniger bequemen kleinen Bettchen, vor dem nun dieser Medic-Nin saß und sich offenbar daran gemacht hatte, sich nun endlich um seine Wunde zu kümmern. Gut, für eine Notaufnahme hatte das ganze wirklich nicht lange gedauert - aber Kaito war nun einmal gereizt. Was sollte er also nun machen? Lieber seine innere Ärgernis verbal auslassen? Natürlich, das wäre die perfekte Idee - wenn er sich Ärger einhandeln wollte. Da er von letzterem allerdings bereits genug hatte, beließ er es einfach mal dabei die kleine pulsierende Ader auf seiner Stirn weitgehend zu unterdrücken.
    Allerdings erhob sich der Lilahaarige auch kurz, was Kaito sah, als er die Augen öffnete, um seine Akte anzuschauen. In dieser waren sicherlich die Verletzungen der vergangenen Wochen aufgeführt, welche Kaito selbst auf den Geist gingen - mehr als irgendein Iryônin, der nichts von seinem Job verstand. Warum war ganz einfach:
    Man stelle sich vor, als kleines Kind hätte man vor seinen Augen mitansehen müssen, wie der Mensch, den man über alles liebte und der immer für einen da war, starb. Man stelle sich vor, wie man danach erfuhr, wer man eigentlich war und dass einen eigentlich alle hassten. Dass man nicht mehr auf der Welt sein dürfte, weil man ja eigentlich die ganze Familie von einem ausgerottet hatte. Was blieb da in einem? Die Rache mit dem, was die Familie einem geschenkt hatte: Dem Bluterbe. Man trainierte jahrelang, damit man es gut kontrollieren und sich am Ende rächen könnte - und dann? Dann konnte man es auf einmal nicht mehr wirklich benutzen, ohne dass etwas passierte. Alles, worauf man hingearbeitet hatte geriet in Gefahr und vielleicht blieben die Schmerzen auch noch Chronisch. Mit einem Mal war wieder alles, an was man "glaubte" in Gefahr... und das kotzt eben jenen Menschen doch dann ziemlich an, oder nicht? Nun... daran konnte man aber nun auch nichts ändern.
    Immerhin war er in den Händen eines Medic-Nin, der verstand, was er machte - immerhin erklärte er dies gerade ausführlich... einen Moment mal: War er hier nun das neuste Versuchsobjekt geworden? Irgendwie kam ihm das nämlich vor. Seine Augen fixierten Akisa, die konzentriert den Worten des Iryônin lauschte, der nun seinen Unterarm als Anschauungsmaterial nahm.
    "Gut, die Wunden sind nicht besonders tief, es wurden nur die ersten Hautschichten betroffen, minimal ist das Fleisch ein wenig angegriffen. Das Besorgniserregenste sind wohl die Spuren der Ätzung und das verbrannte Gewebe. Aber darum werde ich mich nun kümmern."
    Was Ätzungen? Wirklich?! Der Sarkasmus des zutiefst schlechtgelaunten Schwarzhaarigen in seinen Gedanken hätte man wohl nicht überhört, wenn er diese Aussage ausgesprochen hätte. Jeder Idiot sah, dass diese das Besorgniserregendste waren - und auch am meisten schmerzten. Das hatte er sogar gesehen aber gut... er wollte diesem Kerl nicht reinreden, wie er seine Ausbildung leiten sollte. Vielleicht war es gut, dass er sie mit Selbstverständlichem konfrontierte und sie somit mit Einfachheit an schwierigere Dinge heranfuhr. Eigentlich eine plausible Idee - aber sie dauerte ihm zu lange. Er hatte so viel Trainingsrückstand... und so viele Probleme und Rätsel, die sein Leben gerade bestimmten. Da hatte man besseres zu tun als im Krankenhaus zu liegen. Aber immerhin waren wir nun schon einmal so weit, dass die Wunde gereinigt wurde.
    "Bevor ich fortfahren kann, musst du mir kurz Bericht erstatten. Fühlt sich dein Unterarm noch gekühlt und leicht taub an oder nimmt dieses Brennen wieder zu?"
    Oh, wenn er wüsste, womit er es hier zu tun hatte. "Nunja... Es nimmt kontinuierlich in kleinen Maßstäben wieder zu... also sehr langsam.", beantwortete er diese Frage und versuchte sich nun ernsthaft vorzustellen, wie es war, von einer hohen Konzentration seines Bluterbes erfasst zu werden - nein, das war wirklich eine schöne Sache. Aber darum sollte er sich gerade auch nicht kümmern... Nein, er wollte aus diesem verdammten Krankenhaus wieder raus... und nein, er hatte keine Angst vor Spritzen.


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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Mo Jan 23, 2012 3:08 am

"Nunja... Es nimmt kontinuierlich in kleinen Maßstäben wieder zu... also sehr langsam.", empfing er die Antwort seines Patienten, welcher glücklicherweise bisher ruhig geblieben war. Schön, diese kleine Zornesfalte an seiner Stirn konnte man kaum ignorieren, aber darum scherte sich der Yuki nicht sonderlich. Er war nämlich nicht hier, um sich mit dem Unmut der Verletzten herumzuschlagen, sondern um sie zu heilen. Solange der Schwarzhaarige also nicht umhertobte und zappelte, war er zufrieden. "Das klingt sehr gut.", erwiderte Saitô schließlich, griff auf den Rolltisch und brachte eine kleine Sprayflasche zum Vorschein, welche er so hielt, dass seine Schülerin sie sehen konnte. "Das hier, Akisa-chan, ist ein Betäubungsspray. Es hat einer eher leichte Wirkung, wird aber aus klaren Substanzen hergestellt, die nicht aggressiv und reizbar sind. Vor allem bei Verletzungen wie seiner findet es einen guten Anwendungszweck. Man kann es auftragen, ohne das es dieses Gefühl des Brennens weiter schürt, es wirkt sehr schnell ein wenn es auf das Gewebe trifft und betäubt auch nur den verletzten Bereich. Es kühlt und wirkt höchstens eine Stunde. So muss man Patienten nicht ans Bett binden, wenn es nicht nötig ist oder man sich auf Mission befindet." Solange er der Braunhaarigen, welche gut zuhörte, den Sachverhalt erklärte, sprühte er die klare Flüssigkeit vorsichtig auf die Wunde, stellte das Fläschchen wieder beiseite und griff dann nach den Nithril-Handschuhen, streifte diese über seine schmalen Hände und reichte Akisa ebenfalls ein Paar. Danach nahm er eine anatomische Pinzette zur Hand und deutete auf den Unterarm Kaito's. "Lege deine Hände bitte leicht an den Seiten an, damit die Haut leicht gestrafft wird. Die anatomische Pinzette besitzt nicht ausprägten Griffrillen, welche die Chirurgische vorweist. Damit ich sie also schön halten und nicht abrutsche, musst du mir ein wenig zur Hand gehen." Natürlich tat das Mädchen wie ihr geheißen, fragte aber nach, warum er denn nicht die chirurgische Pinzette nahm. Mit einem leichten Lächeln erklärte er ihr, während er mit der Pinzette einen abstehenden Hautlappen fixierte, das die Chirurgische eher für schwerere Eingriffe bei festerem Gewebe geeigneten war und bei diesen ersten Hautschichten wohl weitere Verletzungen verursachen würde. Mit diesen Worten gab sich die Auszubildende zufrieden, der Iryônin hingegen nahm locker einen Skalpell in die andere Hand und beschäftigte sich damit, konzentriert und mit wachem Auge das verbrannte und verätzte Gewebe zu entfernen. Ab und an gab er Akisa den Aufrag, die entfernten Teilchen mit einer anderen Pinzette zu schnappen und zu beseitigen und legte ihr nahe, dass er einen 15er Skalpell nutzte, welche recht schmal war und entlang Schneide und Rückseite eine Wölbung aufwies.
Es glich einer Fitzelarbeit, solch kleine und leichte Schnitte durchzuführen, aber für den jungen Yuki gehörte dies zum entspannendem Teil seiner Arbeit.
Nach einigen Minuten war der Unterarm Kaito's von allem Versetzten und Unbrauchbaren befreit, mit dem Stabtupfer säuberte der Lilahaarige nochmals die bearbeitete Wunde, tupfte ganz sanft das Blut ab und legte mit spitzen Fingern eine dünne Wundauflage auf, hielt den Arm dann sachte fest und legte einen Verband an. Akisa wies er derweilen an in die Akte zu tragen, was er diktierte und als sein Werk vollendet war, lächelte er Kaito leicht an.
"So, das hätten wir geschafft. Wenn du dich noch nicht wieder fit fühlst, kannst du noch etwas hier liegen bleiben, ansonsten darfst du nach Hause gehen. Den Verband solltest du jeden Tag wechseln, sobald der Heilungsprozess sichtbar einsetzt, kannst du auch Wundsalbe auftragen, die ich dir mitgeben werde. Solltest du das Verbinden nicht selbst schaffen, darfst du jederzeit wieder hierher kommen, das gehört zum Service. Ansonsten werde ich dir noch ein leichtes Schmerzmittel mitgeben, für den Fall der Fälle." So steckte er dem jungen Mann eine kleine Medikamentschachtel, ein Päckchen mit Verbänden und eine Tube Wundsalbe zu und fuhr fort. "Am Wichtigsten ist eigentlich, dass du deinen Arm für einige Tage weitesgehend schonst, ihn ruhig hältst. In zwei Tagen sollte der größte Spuk schon wieder verflogen sein. Wenn nicht, dann lass die Wunde nochmals behandeln." "Frag einfach immer nach Yuki Saitô oder nach Yuki Chikako, sie sind wirklich tolle Iryônin und ich bin meist an der Seite der beiden.", warf Akisa strahlend ein und erntete ein leises Lachen ihres Sensei's. "Zu viel der Ehre, meine Liebe. Außerdem...Was sagt mir, dass du dich nicht nur selbst um deinen Freund kümmern willst, hm?", säuselte er retour und die Braunhaarige am Schreibtisch lief puderrot an, hob die Akte hoch, um sich dahinter zu verstecken. "Sai-sensei!", quietschte sie noch vorwurfsvoll und er selbst schüttelte nur grinsend den Kopf.
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Mo Jan 23, 2012 5:26 am

    Endlich begann der Lilahaarige mit der Behandlung, in dem er zuerst ein weiteres Spray benutzte, was seine Vorgehensweise glücklicherweise zu unterstützen schien. Auch hierbei erklärte er seiner Schülerin Akisa weiterhin, wie er genau vorging, damit sie auch ja viel lernte. Zwar konnte es einen wirklich aufregen, sich wie ein Versuchskaninchen vorzukommen, doch was Kaito anging, so begriff er mit jeder weiteren Minute, dass es sich hierbei um die beste Möglichkeit handelte, um jemanden etwas beizubringen. Die Frage war nur, ob es Akisa so ausführlich nötig hatte, da sie ja immer schnell gelernt hatte - das konnte sogar er behaupten -, aber bekanntlich war es ja besser, wenn man gewisses Wissen, welches man immer und immer wieder brauchte behutsam bis ins Mark einprägte. Dann saß nämlich schon bald jeder Handgriff und man gewann daraus eine große Sicherheit.
    So machte sich also der Iryônin daran, seine Wunde zu säubern und die unreine Haut zu entfernen. Gut, er spürte nicht wirklich etwas, aber die Verbrennungen durch seine eigenen Jutsu setzten seinem Selbstwertgefühl schon ein wenig zu. Welcher Shinobi gab bitteschön auch schon gerne zu, dass er zu dumm war, ein Jutsu richtig zu trainieren und sich dadurch Wunden zufügte? Wohl kaum einer und so war es dann auch bei Kaito. Genau genommen war es ihm wirklich höchst peinlich. Immerhin hatte er einen kompetenten Mediziner vor sich sitzen und Akisa machte ihre Sache eigentlich ganz gut - auch, wenn er ihre Berührung nicht wirklich spüren konnte.
    Kaito blickte einfach gelangweilt zur Seite, wobei er natürlich auch die Blicke seiner Teamkollegin nicht entgingen. Aber halt, Teamkollegin durfte er ja nicht mehr denken, sondern er musste ein >ehemalig< davorsetzen. Wenn er noch in diesem Team wäre, würde Taichi bestimmt in diesem Moment mit breitem Grinsen an die Fensterscheibe klatschen und ihn schadenfroh angrinsen. Er wiederum würde einen giften Blick zurückwerfen... wonach Taichi, wenn er weiter oben blieb, riskieren würde, dass ihn einer der Skalpelle im Kopf erwischte. Nein, das wäre wirklich kein schöner Anblick... und die Vorstellung war perfekt, um sich von diesem Krankenhausaufenthalt hier abzulenken.
    "Am Wichtigsten ist eigentlich, dass du deinen Arm für einige Tage weitesgehend schonst, ihn ruhig hältst. In zwei Tagen sollte der größte Spuk schon wieder verflogen sein. Wenn nicht, dann lass die Wunde nochmals behandeln.", kam es schließlich von dem Iryônin, nachdem er ihm weiterhin das wichtigste erklärt hatte. Sah er eigentlich aus wie ein Kleinkind, das sich nicht selbst um sich kümmern konnte und für etwas so läppisches für Verbände extra ins Krankenhaus kommen musste? Wohl eher nicht, was? Naja, immerhin erfuhr er in diesem Moment den Namen seines behandelnden Arztes: Yuki Saitô. Einer dieser Eis-Schneemänner oder wie...?
    Mit einem Lächeln setzte er sich auf, passte hierbei jedoch darauf auf, seinen verbundenen Unterarm nicht allzu sehr zu bewegen. Ja es regte einen wirklich auf, wenn man sein Training wegen so etwas nicht fortfahren konnte... aber das beschäftigte Kaito gerade gar nicht. Es war nicht die Tatsache, dass die Clans früher befreundet waren, denn das war gar nicht in der Chronik vorhanden gewesen und somit wusste er es nicht... nein, es war der Name des jungen Iryônin, der soeben eine Bemerkung über Akisas Zuneigung machte, die Kaito gekonnt ignorierte - was Akisa hoffentlich nicht irgendwie verletzte, aber sie war es eigentlich ja gewohnt, dass er auf so etwas nicht einging. Yuki Saitô war nämlich der Name des Jungen, welcher mit ihm in einem Team eingeteilt worden war. Jedenfalls hatte das Kama ihm erzählt, als das Team seine Wege ging.
    "Danke dir, Akisa.", sagte er und lächelte seine alte Teamkameradin freundlich an, obgleich er danach auch schon aufstand, um mit Saitô schließlich auf einer Höhe zu sein. Was letzteres betraf, so war Kaito ein klein wenig größer als der Lilahaarige, doch merkte man das kaum. Trotzdem schätzte er diesen um ein wenig älter ein als er es war. Das sah man an den Gesichtszügen, welche er nun studierte und welche an sich offenbar schon härteres durchgemacht hatten. Ein klein wenig müde wirkten sie schon. "Zufällig ist Yuki Saitô der Name des Jungen, mit welchem ich in ein Team eingeteilt wurde... Ich darf wohl annehmen, dass es keine zwei dergleichen gibt?"
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Mo Jan 23, 2012 6:35 am

Wie Sai mit einem zufriedenem Schmunzeln feststellen konnte, schien sein junger Patient wirklich nicht allzu arg angeschlagen zu sein und gehörte auch deswegen nicht zu jenen, welche tagelang im Bett liegen mussten. Sowas sah er immer wieder gern, vor allem wenn man nach der Behandlung lächelte, so wie der Schwarzhaarige eben und sich freundlich zeigte, fast ein wenig strahlte. Das waren die Momente, welche der Yuki an seinem Dienst am liebsten mochte und welche ihm die Kraft gaben weiter zu machen.
Der junge Kôno bedankte sich bei seiner Freundin, welche dies mit einem "Keine Ursache, Kaito-kun!" abtat, aber noch immer glühte wie eine überreife Tomate. Am Liebsten hätte Sai nun noch ein wenig nachgehackt und seinen Ärmel hochgezogen, um ihr unterschwellig sein Schlachtfeld von einer Armbeuge zu zeigen, jedoch unterließ er dies, er hatte die Gute schon genug aufgezogen, spaßhaft natürlich. Ein bisschen Spaß musste eben auch unter ernsthaften Medizinern sein, sonst würde man ja eingehen wie eine vernachlässigte Topfpflanze. Und er war sich sicher, dass Akisa ihm das nicht für übel nahm, bisher hatte er den Eindruck eines sehr liebenswerten Mädchens von ihr.
Während der Schwarm der Braunhaarigen sich also bedankt hatte, hatte der Lilahaarige sich die Nithril-Handschuhe abgestreift und sie entsorgt und wollte sich gerade ans Aufräumen machen, als der Junge an ihn herantrat und ihn musterte. Wie Sai nun selbst feststellen konnte, war der Gute sicherlich ein paar Zentimeter größer als er, was aber nicht großartig ins Gewicht viel. Jemanden, der darauf keine Acht gab, würde die winzige Größenunterschied nicht auffallen. Im Gegenzug studierte auch der Iryônin die Gesichtszüge seines Gegenübers genauer und ja, er wirkte wirklich etwas jünger als er selbst, seine Gesichtszüge schienen noch etwas weicher zu sein, noch etwas...hmm, unschuldiger. Sai hatte ja bereits Einiges erlebt und mit ansehen müssen, trieb sich in letzter Zeit oft mit Jônin-Teams herum, welche eben nicht auf medizinische Hilfe verzichten konnten. Das brachte Erfahrung, formte, ließ einen reifen. Wobei reifen ein gutes Wort war, wenn man bedachte, wie früh der Yuki mit der Ausbildung begonnen hatte und das er als Dreizehnjähriger schon als erwachsen betrachtet wurde. Irgendwie fühlte er sich schon die ganze Zeit gegenüber Akisa und ihrem Freund alt. Litt er schon jetzt an der Midlife-Crisis? Oh Kami bewahre, das würde ihm noch fehlen!
Nichtsdestotrotz lächelte er aber seicht, lauschte den Worten des Jüngeren vor ihm und sah schließlich etwas erstaunt drein.
"Zufällig ist Yuki Saitô der Name des Jungen, mit welchem ich in ein Team eingeteilt wurde... Ich darf wohl annehmen, dass es keine zwei dergleichen gibt?"
"Nein, es wäre mir neu, wenn mein Clan einen weiteren Saitô hervorgebracht hätte...", setzte er ein wenig grübelnd an, ließ sich dies nochmals durch den Kopf gehen. Gut und schön, man hatte ihm neulich eröffnet, dass er in ein festes Chûnin-Team eingeteilt werden würde und der Älteste in diesem sein würde, aber die Namen der Kameraden hatte man ihm nicht genannt. Das hatte sich mit einem von ihnen aber nun sowieso erübrigt, wie das Schicksal es wollte.
"Dann bist du also einer meiner beiden, neuen Kameraden? Freut mich dich kennen zu lernen, Kôno Kaito. Auf eine gute Zusammenarbeit~", fuhr er nun fröhlicher lächelnd fort, in Gedanken, wie das Schicksal seine Strippen zog und erneut die Kôno und Yuki zusammenführte. Laut der Chronik der Yuki waren die Gründer beider Clans befreundet gewesen, zudem lagen das Yuki- und das Kôno-Viertel nebeneinander. Wie er wusste, war Kaito der Letzte seiner Sippe, wurde wie er oft hörte von sämtlichen Bewohnern des Dorfes schikaniert und selbst unter den Hochrangigen des Dorfs hängte man ihm gerne Dinge an, die er nicht einmal getan hatte. Statt sich die Mühe zu machen, den Jungen überhaupt einmal kennen zu lernen, richteten sie über ihn, als ob er einer der größten Verbrecher aller Zeiten wäre. Nun, jetzt wo Sai einer seiner Kameraden sein würde, konnten sich diese Schwätzer gehörig waschen.
Doch davon sprach er vorerst nicht, sondern reichte Kaito zur Begrüßung die Hand, sah seine Schülerin aus den Augenwinkeln lächeln. Wie war das wohl für sie? Ihr Sensei und ihr Freund und ehemaliger Teamkamerad in einem Team?
"Nun, wenn du Fragen an mich hast, zögere nicht. Solange kein Notfall eintrudelt, habe ich Zeit.", bot er ihm noch an und bat Akisa, doch schon einmal ein wenig aufzuräumen. Wo das Meiste verstaut werden musste, hatte er ihr ja vorhin erklärt. So konnte sie gleich noch ein wenig üben.
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Di Jan 24, 2012 4:40 am

    "Nein, es wäre mir neu, wenn mein Clan einen weiteren Saitô hervorgebracht hätte..."
    Wer weiß? Vielleicht wollten ihn seine Eltern nicht mehr haben, da er zu lange Kleider trug oder anderweitig im Krankenhaus beschäftigt war? Jaja, diesen Gedanken konnte sich Kaito mit einem amüsierten Grinsen, welches die Zornesfalte verbarg, nun wirklich nicht verkneifen. Ob dies nun eine Andeutung auf spätere Ereignisse oder einfach nur ein komischer Gedanke gewesen war sei von außen betrachtet nun einmal dahingestellt. Aber weg davon:
    Es hatte sich also herausgestellt, dass es sich bei diesem Iryô wohl offensichtlich um seinen neuen Teamkameraden handelte. Wie es aussah, war er doch recht kompetent und wusste mit seinen Mitmenschen umzugehen. Auch Akisa schien ihn in gewisser Hinsicht anzuhimmeln, da sie so ein großes Lob hervorgebracht hatte. Gut, das war nichts neues, da sie leicht zu beeindrucken war, aber trotzdem. Die Art und Weise wie er mit dieser Zielstrebigkeit an seine Verletzung herangegangen war und das unerkennbar große Fachwissen, hatten Kaito bereits von überzeugt, dass Saitô einer der oberen Chûnin-Riege war und wahrscheinlich bald zum Jônin befördert werden würde. Daran gab es wohl keinen Zweifel. Somit war er also ebenfalls der perfekte Kamerad für ein kleines Kräftemessen, welches innerhalb versteckt vom Team stattfand. Kaito wusste, dass er selbst nicht der schlechteste Chûnin war, doch würde es sich auch bald zeigen, wer von ihnen nun besser war. Aber halt... fieberte er dem etwa entgegen, sich mit diesem Saitô zu messen? Bei Taichi war dies nicht so gewesen, aber wenn man jemanden mit seinen Ecken und Kanten so lange kannte wieder Schwarzhaarige den Blonden, so war dies doch höchst verständlich - in dieser Hinsicht war Taichi nämlich alles andere als rund gewesen.
    "Dann bist du also einer meiner beiden, neuen Kameraden? Freut mich dich kennen zu lernen, Kôno Kaito. Auf eine gute Zusammenarbeit~"
    So nahm er also auch folglich diese Aussage mit jenem amüsierten Grinsen zur Kenntnis, was man unter Umständen auch als eine verdeckte Kampfansage deuten konnte. "Mich freut es ebenfalls. Es ist eine Abwechslung, mit einem Iryônin im Team eingeteilt zu sein." Genau genommen war Kaito schon in anderen Teams gewesen, wenn Taichi sich mal wieder verausgabt hatte und im Krankenhaus lag. Ja, er hatte schon viele kämpfen sehen - doch noch nie einen Iryônin, geschweige denn dazu noch einen Yuki. Alles, was er wusste war, dass der Clan noch nicht allzu lange wieder in der Heimat Yuki-Gakure war. Folglich sahen viele mit interessierten Blicken zu jenen Eisnutzern auf, wollten unbedingt Freundschaften mit ihnen schließen - dabei wusste Kaito nicht einmal, warum sie so beliebt waren oder gar die Tatsache, dass sein Clan mit Saitôs einmal innig befreundet war.
    "Nun, wenn du Fragen an mich hast, zögere nicht. Solange kein Notfall eintrudelt, habe ich Zeit."
    Allerdings wurde dieser doch positive Gesamteindruck von dieser Aussage ein wenig herabgestutzt. Warum war ganz einfach: Kaito fühlte sich wie ein kleines Kindergartenkind, welches man gerade zurechtgewiesen hatte. Keine schöne Sache, weshalb die Ader auf seiner Stirn kurz wieder aufpulsierte. Nichtsdestotrotz zeigte er sich beherrscht und geduldig. Seine Laune wollte er nicht an diesen beiden auslassen. Ja, vielleicht brauchte er einfach nur mal eine kleine Auszeit vom Training und dann würde es wieder gut gehen - auch, wenn ihm dieser Gedankengang nun sagenhaft schwer fiel. "Danke für das Angebot, aber ich habe keinerlei Fragen.... wie dem auch sei: Danke für die schnelle Behandlung..." Mit diesen Worten wandte er sich um. "Nebenbei ist das dritte Mitglied Hinasaki Misaki falls du sie kennst... das hat mir mein ehemaliger Sensei gesagt- halte also die Augen offen."
    Doch mitten im Gehen hielt er inne. "Oder hast du noch irgendwelche Fragen?"



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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Di Jan 24, 2012 7:26 am

Der junge Chûnin vor ihm schien doch recht amüsiert zu sein, jedenfalls deutete Sai dies aus dessen Grinsen. Wenn er nun zwischen den Zeilen las, was er oft tat, so mutmaßte er beinahe eine kleine, versteckte Ansage, welche wohl zu einem Kräftemessen führen könnte. Wieder ein interessanter Aspekt, der Schwarzhaarige war sicher jemand, der gerne versuchte andere zu übertrumpfen, um dabei seine eigenen Fähigkeiten zu steigern. Warum nicht? Man suchte sich schon unterbewusst stets Vorlagen oder Rivalen, im Endeffekt konnte dies also nur interessant werden.
"Mich freut es ebenfalls. Es ist eine Abwechslung, mit einem Iryônin im Team eingeteilt zu sein." Aha, aus dieser Aussage konnte der Yuki wiederum schließen, das seinem Gegenüber bisher nicht vergönnt war, mit einem Iryônin zusammen zu arbeiten. Allerdings verwunderte dieser Fakt ihn ganz und gar nicht. Wo man in anderen, größtenteils untergegangenen Großreichen daran gearbeitet hatte, jedem Team einen dieser medizinischen Shinobi zu zu stecken, gab es hier in Yukigakure doch wenige von dieser Sorte, wodurch sie lieber Jônin-Teams und Spezialeinheiten zugeteilt wurden, als Genin- oder Chûnin-Gruppen. Wenn also das Talent für medizinische Aspekte bei einem jungen Ninja erkannt wurde, hatte er hier in Yukigakure schon zu Beginn der Ausbildung eine gewisse Popularität, wie dem ehemaligen Kiri-Nin aufgefallen war. Zwar lehnten sich die Ober-Iryônin hier im Krankenhaus auf, ihre Schützlinge vorzeitig mit höherrangigen Einheiten los zu schicken, Saitô würde dies im Falle von Akisa auch tun, aber oft blieb ihnen da nichts anderes übrig. Durch den rasanten Aufstieg in den letzten Jahrzehnten hinkte man eben im Gesundheitswesen zurück, genauso wie im Sozialwesen, was man mit einem Blick auf die Slums deutlich erkennen konnte. Obwohl...Der Chûnin konnte nun auch nicht darauf beharren, dass Kirigakure vor dem Krieg noch besonderen Wert auf Soziales gelegt hatte. Alleine die Ausbildung an der Akademie war hinsichtlich der Vorgehensweisen anderer Reiche, grenzwertig gewesen. Soviel zum Thema: Dorf versteckt hinter dem Blutnebel.
Wie dem auch sei, es schien Sai so, als hätte er mit seiner Aussage den Jüngeren etwas vor den Kopf gestoßen, da er erneut diese kleine Zornesfalte an dessen Stirn pulsieren sah. Sollte er sich dafür entschuldigen, das er sich eventuell zu überreif benahm? Nun, eigentlich hatte er das nicht vor, er war eben, wie er war. Selbst wenn er gewollt hätte, wäre ihm Kaito mit seinen Worten, die trotz allem recht geduldig und höflich klangen, zuvor gekommen. Sein Angebot schlug er also aus und bedankte sich für die schnelle Behandlung, wandt sich danach um. "Nebenbei ist das dritte Mitglied Hinasaki Misaki falls du sie kennst... das hat mir mein ehemaliger Sensei gesagt- halte also die Augen offen.", eröffnete er zudem, während Sai sich gegen den Schreibtisch gelehnt hatte und überlegte, ob er besagtes Mädchen kannte. Zwar wohnte er bereits 3 Jahre in diesem Dorf, dennoch setzte das nicht voraus, alles und jeden namentlich zu kennen, schon gar nicht, wenn man so beschäftigt war wie der Yuki. "Hinasaki Misaki...Möglicherweise habe ich sie bereits einmal gesehen oder behandelt...Hmm..Ja da werde ich wohl die Augen offen halten müssen, danke für die Auskunft.", sprach er nachdenklich und strich sich mit Zeigefinger und Daumen über das Kinn, seine saphirblauen Augen hingen gedankenverloren an dem Rücken des anderen. Anschließend hielt Letzterer im Gehen inne. "Oder hast du noch irgendwelche Fragen?" Beinahe klang dies schon wieder nach einer Herausforderung, welche der Ältere ihm auch gar nicht verdenken konnte, allerdings brachte ihn das nur zum Schmunzeln. Ihm gefiel der Gedanke immer mehr, mit diesem Jungen ein Team zu bilden. Er mochte von Haus aus verbale Wortgefechte auf niveauvoller Ebene und er eignete sich perfekt dafür. Hach, das konnte noch amüsant werden und Vorfreude war bekanntlich die schönste Freude.
"Nein, vorerst nicht, tut mir leid. Aber ich denke ich werde mir gleich mal kurz eine Pause nehmen, um mal bei meinen Vorgesetzten vorbei zu schauen. Wann man mich nicht aufsucht, muss ich mich eben selbst erkundigen, wie genau meine neuen Aufgaben aussehen werden." Seine Stimmlage blieb ruhig und angenehm, auch seine freundliche Miene hatte sich nicht verändert, immer innerlich schallt er seine Vorgesetzten für ihre Inkompetenz. Wie konnte es sein, dass man Teams erstellte, aber nur höchstens einem Mitglied genaueres zutrug? Nein, das konnte und wollte er so nicht stehen lassen. Also wand er sich an seine Schülerin, welcher er erklärte, das sie nach dem Aufräumen seine Mutter aufsuchen sollte, sie würde ihre Unterweisung so lange übernehmen, bis er aus dem Regierungsviertel zurück war. Auch trug er schnell ihren Bericht nach, nahm die Akte von Kaito mit, um sie unterwegs ins Büro zu bringen zur weiteren Bearbeitung und meldete sich bei einer Ober-Iryônin ab. Seinen Kittel ließ er an, immerhin war er ja dennoch im Dienst und verließ das Gebäude, um auf die verschneite Straße zu treten.

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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Mi Jan 25, 2012 3:20 am

    "Hinasaki Misaki...Möglicherweise habe ich sie bereits einmal gesehen oder behandelt...Hmm..Ja da werde ich wohl die Augen offen halten müssen, danke für die Auskunft."
    Es wäre ja auch ein unverhofftes Wunder gewesen, wenn er sie gekannt hätte oder gar mit ihr befreundet gewesen wäre. Wie so oft hatte Kaito schon vorher geahnt, dass es kein solches Wunder geben würde - denn wo traf jemand wie er schon auf Wunder? Wo in seinem Leben hatte er jemals auf ein Wunder getroffen, das ihm in irgendeiner Weise und in irgendeinem Engpass seines Lebens geholfen hatte? Ja, er hatte schon längst aufgehört an solche Wunder zu glauben. Als er letzteres beschlossen hatte war er acht Jahre alt gewesen und saß in den verbrannten Ruinen von der Villa des Alten Mannes, wo er hoffte, dass eben dieser doch noch zurück kommen und wieder bei ihm und für ihn da sein würde. Falsch gedacht. Bis heute war der Alte Mann nicht wieder da und wahrscheinlich sowieso schon längst tot. Warum also noch an Wunder glauben, wenn es keine gab? Eben: Es gab keinen Grund dafür.
    "Nein, vorerst nicht, tut mir leid. Aber ich denke ich werde mir gleich mal kurz eine Pause nehmen, um mal bei meinen Vorgesetzten vorbei zu schauen. Wann man mich nicht aufsucht, muss ich mich eben selbst erkundigen, wie genau meine neuen Aufgaben aussehen werden."
    Konnten Iryônin sich so einfach eine Pause nehmen? Hatte nicht jeder in diesem Krankenhaus einen festen Dienstplan? Kaito wusste es nicht, doch andererseits war dieser Saitô offenbar ein angesehener Mediziner, weshalb es wohl schon in Ordnung ging. Dumm war nur, dass sich niemand um die Kinder in den Slums kümmern wollte - hauptsache Schickimicki-Krankenhaus, wo man sich nicht mit Dreck in diesem Sinne besudeln musste. Eine Schande.
    Ja Kaito war auf der Seite der Waisenkinder - wohl vor allem deshalb, weil er selbst in diesen Vierteln aufgewachsen war. Natürlich hatte man ihn als kleines Kind vom Waisenhaus vertrieben und er musste sich bis der Alte Mann kam alleine durschlagen, aber die Kinder selbst konnten schließlich nichts dafür, oder? Aus dem gleichen Grund wollte er sich auch nur an denjenigen rächen, die damals maßgeblich an der Ausrottung seines Clans beteiligt waren - nicht an den Eltern, die Kinder daheim hatten und praktisch dazu gezwungen waren... obgleich er trotzdem eine Abscheu für sie empfand.
    Als der Lilahaarige also aus dem Raum gegangen war, wobei Kaito sich nicht dazu genötigt sah, eine Aussage zu tätigen, blickte er zu Akisa, die ordentlich alles dorthin verstaute, wo es auch hingehörte. In einem Labor hatte alles seinen Platz und machte man einmal einen Fehler.... dann konnte das wirklich schwere Konsequenzen haben. Daher schien Saitô seiner Schülerin wohl bereits zu vertrauen. Allerdings... das eine Teil, dass sie da hochstemmen und auf den Schrank tun wollte, sah schwer aus.
    "Warte." Schon war Kaito bei seiner alten Teamkameradin und irgendwie auch mittlerweile guten Freundin und half ihr mit seinem linken Arm das Ding hochzuheben und schließlich abzustellen - was auch immer das war, aber Kaito fragte nicht. Das war nicht seine Devise. "Danke." Ihr breites Lächeln blickte ihm ins Gesicht. Sie sah glücklich und von ihrem Beruf erfüllt aus, machte sich offenbar keine Gedanken darüber, dass sie irgendwelche Probleme haben würde oder ihr Leben von sonstigem gespickt war. Im Gegensatz zu Kaito, der die Rache in seinem Kopf verankert hatte, war sie Sorgenlos... und manchmal - nur manchmal - wünschte sich Kaito nachts, dass er das auch wäre. "Uhm... kann ich dich was bitten?"
    Überrascht sah er sie an, das sie das eigentlich noch nie von ihm verlangt hatte - aber gut. Dann hörte er ihr eben zu... obgleich er nun aus diesem Laden hier rauswollte. So sah er sie mit einem gespielt geduldigen Lächeln an, dass sie dazu aufforderte, fortzufahren. "Ich weiß, dass du dir mit Teamarbeit manchmal schwer tust und ... uhm... naja... dich nicht gern auf andere einlässt... aber ich weiß, dass mein Sensei für sein Team sehr weit geht und er immer für einen da ist. Also gib ihm eine Chance, dein Freund zu werden - wie Taichi, ok? Ich weiß ja selbst... dass ihr zwei das Miteinander vermisst." Sie blickte auf den Boden, während Kaito sie mit offenem Mund ansah. Wie war das? Nicht, dass er das vorherigen nicht gehört hätte aber.... Er vermisste diesen spinnenden Spacko nicht! Never ever! Doch Akisa lachte nur. "Taichi hat das gleiche Gesicht gemacht...~"
    Jaja, sollte sie sich nur ihren Spaß erlauben. Er jedenfalls schüttelte nur den Kopf und kratzte sich mit der unversehrten Hand im hinteren Feld desselbigen - nur um dann langsam aus der Tür zu schreiten und etwas wie "Man sieht sich" zu murmeln. Zurücklassen tat der Schwarzhaarige eine schmunzelnde Braunhaarige, die die Hände in die Hüften stemmte und sich eine Haarsträhne in das Gesicht blies, bis sie nun wieder damit begann, aufzuräumen und alles zu ordnen...
    Kaito jedenfalls schritt bald darauf aus dem Krankenhaus - nicht wissend, dass er es sich nur nicht eingestehen wollte, die Streitereien mit dem Blonden zu vermissen.

    tbc: Straßen

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Iwasawa Kanade
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Sa Jun 02, 2012 9:23 am

cf: Kumo - Gakure -- Außengelände

Schon seit langer Zeit marschiern wir für die Kage~ Kana ist gleich hin, da gibt es keine Frage~ Aber da der Sieg jetzt unser ist, da werden wir belohnt- Gobi! Was? Hör verdammt nochmal auf zu singen, mir brummt der Schädel schon genug! Tja hättest du dich nicht so verausgabt. Das müssen wir noch trainieren, junge Dame! Halt die Klappe, dämlicher Delfin! Eigentlich bin ich nur ein halber Del- Dann eben dämliches Mischmaschwesen! Ja, noch vor ein paar Stunden hatten sie sich angefangen zu streiten, kurz bevor das Tor Yuki - Gakures erreicht wurde. Aber Wunder wärs: Gobi wusste, dass Kanade unglaublich gereizt war, wenn sie ihre Mutter sehen oder Ruhe haben wollte. Und genau diese beiden Dinge wollte sie vorhin am allermeisten. Vor allem aber ein wenig Schlaf, sie war total fertig und dann auch noch dieser lange Marsch! Allerdings hatte sie natürlich auf Misaki Acht gegeben, schließlich wollte sie sichergehen, dass mit ihr wegen Kaito noch alles in Ordnung war. Denn im Fall aller Fälle wäre Kanade jederzeit zum Trost spenden da, dass hatte sie der Braunhaarigen auch gesagt. Diese schwarzhaarige und vor allem Fremde Frau, die anscheinend wirklich Kaito zu Liebe mitging, folgte ihnen auf Schritt und Tritt, nicht ohne von dem Anführer des Teams, Hôzuki Shinichi, skeptisch beäugt zu werden. Beim Tor angekommen kamen ja sofort ein paar Hilfsbereite Wächter an, die ihm Kaito und Sai abnahmen um sie ins Krankenhaus zu bringen, denn der Sensei hatte das Ganze ja noch mit der Fremden zu klären, sie konnte sicherlich nicht so einfach ins Dorf. Genau so wenig wie Kanade noch Kaito und/oder Sai schleppen konnte. Logisch, stark genug war sie aber... die Kraft fehlte ihr einfach. Wir erledigen dann den Rest im Krankenhaus, bis später, Sensei! Da hatte sie sich auch schon auf den Weg gemacht, immerhin wollte sie nicht nur wegen sich ins Krankenhaus sondern auch wegen Saitô und ihrem anderen Kollegen, schließlich machte sie sich sorgen. Und Misaki hatte auch nicht lange herumfackeln wollen, wegen Kaito.

So kam es, dass Kanade nun schon seit ein paar Stunden im Krankenhausbett lag, weil man sie auch gleich behandeln ließ... der Grund war ja ganz simpel: Sie brach genau dann im Krankenhaus zusammen, als die beiden Bewusstlosen sofort aufgenommen hatte. Sie war schon immer so: kämpfen bis das Ziel erreicht ist. So hatte sie das auch hier getan und sich so lange auf den Beinen gehalten, wie es eben möglich war. Marukaite Chikyuu, Marukaite Chikyu-uh~ Marukaite Chikyuu boku wa- Hör.auf.zu.singen! Wie oft noch?! Ich wollte dich doch nur etwas aufheitern, jetzt da du ja nicht mehr einschlafen kannst. Du bist der Grund! Sei ein Maaann~ Machst du mir das jetzt eigentlich mit Absicht? Hnnnhuuhn Hunnhnnn!~ KolKolKol.... Gerade lief es alles andere als gut zwischen den beiden, aber man kann nur betonen: Wie so oft. Man sollte nicht meinen, dass sie sich wegen der Mission und alle dem davor nun besser verstanden. Schließlich stritten sie sich am Ende immer wegen irgendwas, sei es nun das Essen, den Weltfrieden, Kanades Hobbys oder auch ihren Geschmack was Jungs betrifft. Gerade wollte die Erdbeerblonde ihre Äuglein wieder schließen, aber da rumpelte und polterte es wieder im Nebenzimmer. Haha! Schieb dir deine Schadenfreude sonst wohin. Schadenfreude ist eine nie versiegende Quelle der Kraft und Gelassenheit. Pass auf das ich dir vor Lauter Gelassenheit nicht gleich eine reinpfeffere. Uh, Kana-chan wird bissig~ Gobi, ich will doch nur ein klein wenig Schlaf... Lass mich überlegen..... Nö. Zum verrückt werden war das, aber wenigstens hatte sie sich noch erkundigen können, wie es Sai und Kaito ging. Deren Gesundheit war ihr immer noch am wichtigsten, es ging einfach vor. Ich wünschte wirklich ich wäre in Saitô oder dem Kôno-Jungen. Weißt du eigentlich, wie falsch das gerade klang? Du liest zu viele Yaoimangas, Mädchen. Ich lese sowas überhaupt nicht! Laaaaber. Warum bist du immer so boshaft zu mir? Weil Bosheit der direkteste Ausdruck von Liebe ist, my darling. Gobi? Ja? Halt einfach den Rand oder ich singe nie wieder für dich, wenn du wieder Migräne hast. Aber, wiesoooo? Weißt du was ist, wenn du eine Fliege verschluckst? Was denn? Dann hast du mehr Gehirn im Magen, als im Kopf. ..... Pwned, Bitch. Wie schön, ein paar Minuten voller Ruhe, die die Chûnin nun genießen konnte. Sie wollte eigentlich nur noch ein wenig Ruhe und ihre Mutter sehen, dann konnte alles andere kommen. Und was alles andere war.... das wollte sie eigentlich gar nicht so genau wissen, es war ja doch bestimmt nur wieder was, was ihr den letzten Nerv raubte. Ein gutes Beispiel wäre ihre Krankheit oder sonst was.... außerdem machte sie sich um Misaki sorgen. War alles in Ordnung mit ihr? Kanade hatte sie seit ihrem Zusammenbruch nicht mehr gesehen. Ihr Mädchen wieder, "Oh mein Gott, obs meiner Süßen gut geht?!" Wir Jungs denken uns da nur "Der Penner kommt schon klar." Bist du dir überhaupt sicher, dass du männlich bist? Huh? QAQ Kanade 2, Gobi 0. Aber liebe Kinder und Zuschauer, wie wir alle wissen, kann sich das schlagartig ändern bei Gobi, dem glorreichen Delfin... äh Pferd... Delfin-Pferd, oder was auch immer. Mal davon abgesehen: Jetzt, wo sie eh dank ihrem lieben Bijû total wach war, war ihr richtig langweilig. Aber aus dem Bett konnte sie sich einfach nicht bewegen, sie war viel zu faul und außerdem durfte sie noch nicht einmal. Man hatte ihr angeordnet, sich jetzt ein wenig auszuruhen. Auch wenn sie das nicht wirklich konnte, sie als Jinchûriki, mit einem Bijû das nie den Rand halten konnte. Obwohl andere Jinchûriki auch diese Probleme hatten, mit einem gar so gesprächigen Bijû? Kana hatte keine Ahnung, immerhin wusste sie noch nicht einmal, ob hier in Yuki noch jemand anderes mit so einem... Wesen in sich gab. Jedenfalls hatte sie noch keinen kennen gelernt, der dasselbe Leid in sich trug. Jetzt mach aber mal halblang! Ich bin kein "Leid", ich bin- Eine Zumutung? Eine Nervensäge? Ein Unruhestifter? Hässlich? Mein unverhofftes Schicksal? ...Ich bin dein Lebensretter, dein bester Freund! Ach, das war ihr jetzt aber neu. So als bester Freund, da kannst du mir doch ein wenig Ruhe lassen, oder? Nein, beste Freunde sind zum Nerven da. Freunde sind immerhin Gottes Entschuldigung für Verwandte. Ich gebs auf.... Gutes Mädchen. Schlussendlich musste sie doch mit einem Seufzen aufgeben. Mit was hatte sie das nur verdient? Konnte sie nicht irgendwer erlösen oder Gobi zum schweigen bringen?
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   So Jun 03, 2012 12:48 am

cf: Kumo - Gakure -- Außengelände

Nie wieder! Nie wieder verlässt Misa ihr Reich nur um so einen dummen Auftrag zu erledigen wo alle fast Drauf gegangen wären. Als ob Jugendliche keine anderen sorgen hätten als sowas.
Kanade hielt sich noch tapfer auf den Beinen und wird, soweit alle gut versorgt werden sicherlich mehrere Tage ausschlafen.
So wie ein Winterschlaf...Halten komische Mischwesen wie Gobi sowas wie ein Winterschlaf? Irgendwie wollte sich Misa von alledem hier ablenken um nicht weiter daran denken zu müssen. Besonders das Bild von Kaito der in einem Blut lag spuckte noch in ihrem Kopf herum. Kaum waren sie angekommen, tadelte Misa den Wächtern, sie sollen bloß vorsichtig sein beim Tragen. Die beiden standen ab sofort unter den strengen Augen von Misaki die wohl den noch so kleinen Fehler sofort bemerken würde

Die einzige die wohl Top Fit war, war wohl Misa. Nur viel Chakra verloren aber sonst war sie Gesund und Munter. Was natürlich ihre Mutter sehr Freute. Diese hatte ständig Anfälle gehabt als sie dann doch erfuhr, dass Misa auf so einer Mission geschickt.
Ihr Onkel lies seine Mission fallen um seine Frau zu unterstützen, die kranke Jonin daheim zu behalten weil diese eine Rettungsaktion starten wollte um Misa zurückzuholen. Ein Arzt kam vorbei, gab der sorgenden Mutter ein Beruhigungsmittel und schon bald schlief diese.
Misa ging mal kurz nach Hause, zeigte sich ihre Mutter, ging für einige Zeit in dessen Umarmung und sagte ihr dann, dass sie zu Kaito will weil dieser sie brauchte. Wiederwillig wurde Misaki also los gelassen seitdem saß sie an Kaitos Bett und hielt und dessen Hand. Die Frau war nicht anwesend, was der Braunhaarigen sehr lieb war. Diese sollte bloß wegbleiben und da bleiben wo der Pfeffer wächst. Damit Kaitos Zimmer nicht so leblos wirkt, steht auf seinen Nachtschrank eine Blumenvase mit schönen Sonnenblumen. Das Gelb strahlte und gab der Umgebung Wärme. Teuer waren diese. Sonnenblumen in so einer kalten Region zu Süchten dauerte sehr lange, brauchte viel Geduld und daher waren diese auch entsprechend Teuer. Besonders für den Pleitegeier Misaki. Aber für Kaito warf man gerne das letzte Geld raus und bald würden alle ja eh ihr Gehalt für die Mission bekommen.
Da Kaito noch nicht aufgewacht war und sie auch nicht von seiner Seite weichen wollte, hielt sie seine Hand als Unterstützung seiner Genesung und wartete nur noch darauf, dass er seine Augen öffnet. Sollte er aufgewacht sein, wollte sie kurz nach Kanade und Saito schauen. Mit Sai wollte Misaki ja eh noch sprechen, weil es bei ihr noch so ein paar Ungereimtheiten gab und da Saito eh der Arzt ist, könnte er ihr auch helfen. Das wohl einzig tolle und wirklich auch das einzige war wohl, dass Misaki ungestört seine Hand halten konnte ohne das Kaito sie böse ansah oder genervt wirkte. Du muss bald mal aufwachen. Ich will mit dir doch zu den Festen gehen. Sollte Misaki wirklich zum Fest gehen wollen, dann nur mit Kaito. Schön wäre es ja, wenn er sie ja selbst Fragen würde und nicht anders herum. Nur schätzte Misa die Kerle nicht grade Helle ein wenn es um Dates ging, weil da waren viele ja sehr gleich, außer die wollten was ganz was anderes haben. Da Kaito meistens genervt wirkte, wenn Misa was erzählte, blieb sie ruhig, damit er auch wirklich schneller aufwachte. Vielleicht half es ihm auch sehr viel mehr, wenn sie seien Hand hielt und leise war.
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   So Jun 03, 2012 1:43 am

Cf: (Burg Kumamoto -) Außengelände [Kaminari - no Kuni]

Die ganze Zeit über wurde Kaito so also getragen, umsorgt - damit er nicht irgendwie abkratzen würde. Gut, die Notversorgung von Sai hatte dafür gesorgt, dass sein Körper so ziemlich stabil war. Dennoch waren die Wunden sehr fatal gewesen und man fragte sich, wie er überhaupt so etwas hatte ertragen können. Wie er überhaupt danach noch eines der Projektile in jene Richtung hatte werfen können, noch kurz bei Bewusstsein gewesen war. Viele hielten das wahrscheinlich in der Theorie für unmöglich, aber eben diese zählte auf dem weiten Schlachtfeld wohl gar nichts. Sie zählte nichts, denn alles, was man hier hatte, was einen schützte, war der Wille. Der Wille zu überleben. In Kaitos Sinn war es wohl diesbezüglich der Wille gewesen seine Rache zu verrichten, sie zu vollenden. Er hatte gegen die Yukikage noch kämpfen wollen, sie stürzen wollen - dafür, was ihre Vorgänger seinem Clan angetan hatten. Sich allgemein für alles rächen wollen - und dann war er so schwächlich untergegangen. Komischerweise waren es allerdings nicht diese Gedanken gewesen, die sich in seinem Kopf vergraben hatten, als er die Augen schloss. Es war etwas anderes gewesen... es waren die Gedanken an sein Team, welches ihm doch irgendwie in kurzer Zeit wichtig gewesen war. Natürlich würde er es nie zugeben, wenn er aufwachen würde, doch es war so gewesen. Nur konnte das wohl keiner wissen. So wurde er schließlich in Yuki - Gakure - immer noch bewusstlos - an die Wachen übergeben, damit diese Kanade und Misaki halfen, ihn ins Krankenhaus zu bringen. Nein, kein einziges Mal hatten seine Augenlider sich auch nur einen Millimeter bewegt. Demnach war es also auch kein Wunder, dass er nach der Notversorgung im Krankenhaus in dem Bett eines Krankenzimmers landete.

Ja, Kaito war immer noch bewusstlos, lag dort wie ein Toter - mal abgesehen davon, dass er nun Kami sei Dank wieder Farbe im Gesicht hatte. Letztere war nämlich vorher aus seinem Gesicht gewichen gewesen. Ja, ohne Sais Erstversorgung wäre er wahrscheinlich gar nicht mehr am Leben. Oder allgemein ohne seine Teamkameraden... und ja, wenn er das erfahren würde, so würde er sich bei ihnen bedanken, sich schuldig fühlen in gewisser Hinischt... und vielleicht auch ein wenig netter zu ihnen sein. Vor allem, wenn er mitbekommen würde, dass Misaki die ganze Zeit über an seinem Bett gesessen hatte und seine Hand gehalten hatte, anstatt nach Hause zu gehen und sich auszuruhen. Denn das hätte seiner berechnenden Art zu Folge wohl jeder getan. Aber wie gesagt: Das wusste er nicht, denn er war nicht wach. Man könnte nun wirklich fragen, was in seinem Unterbewusstsein vorging, aber nur die wenigsten konnten sich das wohl vorstellen, beziehungsweise wollten es wissen. Hier und da hörte man Schilderungen von Menschen, die eine solche Nahtoderfahrung gemacht hatten. Dass dort ein helles Licht gewesen war und jemand, der sie warm angelächelt hatte, um sie dann in eine andere Welt zu führen. Über solche Dinge wurde viel geredet, aber entsprangen sie wirklich der Realität?
Was Kaito betraf, so fand er sich wie in einem Traum in einem dunklen Raum vor, der voll aus einem dichten Nebel war. Ein Nebel, den er nicht deuten konnte, aber der wohl von seinem Unterbewusstsein geschaffen worden war. Immerhin war es eine Rauchbombe gewesen, die ihn kurz zuvor eingehüllt hatte. Bevor er getroffen worden war... gestorben war? "Woran glaubst du? An den Tod? An die Rache? Oder an die Stärke resultierend daraus, dass man andere beschützt? Gar an die Liebe?" Kaito wusste nicht wirklich, wo er hier genau war oder warum er überhaupt ein Bewusstsein entwickelte, denken konnte... immerhin war er doch tot, oder nicht? Und wieso hörte er dann wieder diese komische Stimme. Diese Stimme, die ihn abgelenkt hatte, ihn verwundbar gemacht hatte. Eine Stimme, die er immer öfter höre - aber die in diesem Moment deutlicher war denn je. Gehörte sie dem Shinigami, der ihn nun auf die andere Seite der Welt bringen würde? Suchend blickte er sich in dem Nebelfeld um, doch niemand war zu sehen. Sollte das ein Spiel sein? Wenn ja, dann fand er das alles andere als lustig. "Wieso hast du keine Schmerzen? Glaubst du, dass du tot bist?" Der Schwarzhaarige schrak zusammen, als die Stimme von direkt hinter ihm an sein Ohr drang, stolperte nach vorn, drehte sich um - und sah nur noch wie eine Nebelsäule verschwand. Eine Nebelsäule, in welcher er kurzzeitig noch lila schimmernde Augen gesehen hatte. Aber die Stimme hatte Recht, es fiel ihm erst jetzt auf, dass er keine Schmerzen hatte. War er also wirklich tot? "Es scheint mir, dass du mich endlich hören kannst... wenn auch nur dann, wenn dein Bewusstsein "ausgeschaltet" ist." Wo war dieser Kerl? Wo kam diese Stimme her? Oder kam sie von überall? Nein, dort hinten, da war wieder dieses schimmernde Augenpaar. Dass ihn anblickte, ihm direkt in die Seele zu blick-- Ein Zeigefinger tippte direkt auf seine Brust, an die Stelle der Haut, unter der sein Herz saß. Er wollte den Mann anblicken, doch etwas hinderte ihn daran, seinen Blick zu heben. Alles, was er also sah, war ein weißer Handschuh, der in einen Arm überging, von einem roten Mantel bedeckt wurde. Mehr nicht - und doch war es schon genug für ihn, das er zu verarbeiten hatte. "Was für ein Mensch bist du, Kôno Kaito? An was glaubst du?" Kami, er konnte dieses Grinsen schon richtig aus der Stimme heraushören. Musste nicht hochsehen - selbst wenn er es nun könnte - und würde wissen, dass der Mann ihn angrinste. Ein hämisches Grinsen und doch voller Ernst. Fast wie ein verspieltes kleines Kind, das gerade Spaß daran hatte zu sehen, wie andere ihm unterlagen. Es war überheblich, dieses Grinsen. Das wusste er. Wer war er? Was wollte er von ihm? Wieso fragte er ihn dauernd danach, woran er glaubte? Und wieso konnte er sich nun nicht bewegen? Wieso schienen ihm seine Arme zu versagen. "Ich schlage vor du gehst in das letzte Haus jener Straße in den Keller...." Jene Straße? Einen Moment... war das eine Antwort auf seine Frage danach, wer dieser Kerl war? Sollte das ein dummer Witz sein? Konnte er seine Gedanken lesen? "Ich wurde von einem altem Mann, er kam einem Gift gleich und einer Frau, sie kam einem Lamm gleich, geboren... Ich wurde geschlagen, vom Land vertrieben... und doch stand ich am Ende über ihnen." Was sollte das? Der Finger an seiner Brust verschwand wieder im Nebel und mit einem Mal konnte er sich wieder bewegen, blickte um sich mit weit aufgerissenen Augen. Wieso war er hier? Hier, zwischen der Realität und dem... Jenseits? Was war das hier? Ein Übergang zwischen Irdischer und Nicht-Irdischer Welt? "Wenn du wissen willst, wer du bist... Bete zu dem, an was du glaubst... Öffne dein Herz und egal, was du tust. Habe nie Angst vor der Dunkelheit, doch schau ihr nicht in die Augen, sonst reißt sie dich in Stücke und zertrümmert dich. Schließe deine Augen, blickte nicht in ihre - denn es sind die Augen des Teufels." Hände legten sich an seine beiden Wangen und erspürte jemanden, der seinen Kinn auf seine Schulter legte und ihn aus dem Augenwinkel heraus anblickte. War es das, was gerade zu ihm redete? Die Dunkelheit? Kaito wusste es nicht, doch als er zur Seite sah, war alles, was er erkennen konnte, ein blutrotes Auge, welches in diesem Moment lila aufschimmernde.... und ja, in diesem Moment spürte er wieder den Schmerz an seinem Rücken und der Nebel verschwand allmählich. "Du wirst sterben, wenn du an nichts glaubst." Doch diesen Wortlaut nahm Kaito schon fast gar nicht mehr, denn es war, als ob die Dunkelheit mit der Stimme, mit dem Mann, langsam verschwand und sein Bewusstsein fast zu reaktivieren schien - als ob der Nebel eben diesem die Sicht genommen hätte... würde er nun aufwachen? Kami, es tat weh... er fühlte sich nicht gut... Die Schmerzen wurden zunehmend stärker, flachten dann jedoch langsam ab - als ob er alles, was bisher geschehen wäre, wieder erleben würde. Wo war er gerade? Moment... war er unter Wasser? Ertrank er nun? Er musste an die Oberfläche - dort wartete bestimmt... was wartete dort? Würde er dann aufwachen...?
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Yuki Saitô
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   So Jun 03, 2012 6:32 am

Kommt von: Burg Kumamoto // Außengelände [Kaminari no Kuni]

Es was getan. Die Mission, dieses Himmelfahrtskommando, hatte ihr erfolgreiches Ende gefunden. Doch den Erfolg genießen, das konnte Saitô nicht. Nicht, weil er noch immer über die Umstände argwöhnte, nein. Er bekam ja nicht einmal die Heimreise mit, da er der Ohnmacht verfallen war, den ganzen Weg über getragen wurden war und zu kraftlos war, um sich auch nur ein klein wenig zu regen. Scheinbar hatte er die ganze Wanderung über noch blasser gewirkt, als er es ohnehin war. Fahl. Die Gründe dafür, ließen auch nicht über seinen Zustand wundern. Stur hatte er seine letzten Reserven dafür genutzt, seinen neuen Teamkameraden am Leben zu halten, ihn so weit zu behandeln, dass er außer Lebensgefahr geraten würde. Ausschließlich das war ihm wichtig gewesen und das der Rest des Teams gut nach Hause fand und sich behandeln ließ. Hätte man ihn, wie er es eigentlich gewünscht hatte, liegen lassen, so wäre er alleine nach gekommen und hätte sich nicht als Ballast manifestiert. Während seiner Bewusstlosigkeit aber mangelte es ihm an der Wahrnehmung, dass das Team bereits so zusammenhielt, dass sie seine Entscheidung geflissentlich ignorierten. Ihn sicher nicht im Stich ließen. Wie lange war es her, seitdem der Violetthaarige einem solchen Zusammenhalt unterlegen gewesen war?
Angekommen an den Toren Yukigakure's hatte man die leblosen Körper der beiden Chûnin an Wachen übergeben, welche sie ins Krankenhaus trugen, damit Kanade und Misaki nicht noch mehr belastet werden würden. Man hatte Kaito sofort weiterhin medizinisch versorgt, auch die Jinchûriki war behandelt und in ein Bett gebracht wurden. Und Saitô? Selbst er wurde in ein Krankenbett verfrachtet, an eine Infusion geschlossen, damit er mit lebenswichtigen und stärkenden Stoffen versorgt werden konnte. Er hatte viel zu viel seiner eigenen Ressourcen in sein Heilchakra mischen müssen, um Kaito's beschädigtes Gewebe wieder zusammen zu setzen. Darin lag eben der Nachteil der medizinischen Jutsu: Man gab bei der Anwendung immer ein Quäntchen seiner Lebensenergie ab. Und manchmal war eben mehr als ein Quäntchen nötig, um jemanden den sicheren Tod zu ersparen. Unter normalen Umständen hätte der Yuki den Heimweg auch sicher noch geschafft, doch war er vorher schon ausgelaugt gewesen, dass es einem Wunder glich, dass er sich bei der Anwendung des Shôsen Jutsu nicht noch schlimmere Schäden zugezogen hatte. Aber wie gesagt, für's Erste war er gezwungen zu ruhen, befand sich in einer völlig anderen Welt und nahm weder die gelegentliche Anwesenheit seiner Mutter wahr, noch die seiner Schülerin Akisa. Nein, während sein Körper sich regenerierte, schwebte sein Geist in völlig anderen Sphären.

Die Mission von Team 12, welches Saitô als Iryônin unterstützt hatte, hatte ihr gutes Ende gefunden und nunmehr ruhte die erschöpfte Truppe auf einigen Decken, inmitten einer schneebedeckten Ödnis am Waldesrand. Wo die Jônin die eingekehrte Ruhe für eine Verschnaufspause nutzten, tat der violetthaarige Chûnin daran, sich der Verletzungen seiner momentanen Kameraden anzunehmen. Die zwei Männer hatte es weniger arg erwischt, dafür Ayaka, die Kunoichi des Teams, umso mehr. Einer ihrer Gegner hatte sie frontal mit einem Katonjutsu erwischt, bevor Sai diesen aus dem Hinterhalt mit einem Senbon, welches er in die Halsschlagader gerammt hatte, niedergestreckt hatte. Nunmehr war der Yuki bemüht, die Verbrennung dritten Grades für's Erste mit seinem Hyôton: Reikyaku bunpitsu zu kühlen, sonderte immer wieder dieses kühlende Sekret aus den Handflächen aus, um es über die krebsrote, geschwülstige Haut zu streichen. Dabei konnte man keinen Hauch seiner sonst so sanften Natur erkennen, sein engelsgleiches Lächeln war einem konzentrierten Ausdruck gewichen. Dennoch blieb die Kunoichi entspannt liegen und beobachtete den Jüngeren einige Zeit bei seinem Handeln, rückte ihren Kopf schließlich in die Richtung ihrer Kameraden, welche sich nach ihrem Zustand erkundigt hatten. "Ach, macht euch keinen Kopf, Jungs! Ich wette wenn Sai-kun mit mir fertig ist, gleicht meine Haut wieder einem zarten Babypopo.~" Ihre Aussage untermalte sie mit einem breiten Grinsen, schien dem vorübergehenden Teammitglied wohl in dieser Hinsicht zu vertrauen. "Es sollte erst einmal genügen, dich transportfähig zu machen, Baka-chan. Ich hatte schon vor das Team vor Sonnenuntergang wieder ins Dorf geschleust zu haben. Aber nein, Fräulein Überschwang muss ja in eine Feuerwalze rennen.", entgegnete schließlich der Leiter der Truppe, Benjiro. "Als hättest du nicht auch genug abbekommen, Griesgram.", murmelte die Verletzte zurück, während der dritte Jônin im Bunde sich von seiner Decke erhob, einige Schritte durch den Schnee stapfte und in den Horizont blickte. "Seid still, Saitô-kun muss sich konzentrieren. Ihr könnte euch im Dorf immernoch übereinander auslassen." Scheinbar schien Taji's kühler Einwurf Früchte zu tragen, denn die beiden anderen hüllten sich ins Schweigen, welches der Yuki nutzte, um einen tauglichen Verband über das verhärtete Sekret zu binden. Allzu lange hielt die Stille jedoch nicht an, denn Benjiro meldete sich erneut zu Wort, hatte bis dahin ebenfalls den Iryônin beobachtet. "Kaum zu glauben, dass du erst 16 Jahre alt sein sollst. Mal ganz von deinen Fähigkeiten als Iryônin abgesehen, hast du einen prima Kampf hingelegt und kaum einen Kratzer. Da frag ich mich wirklich, warum die Kage dich noch nicht befördert hat. Ich meine, ohne dich würden wir drei Jônin vom Dienst jetzt alt aussehen." "Richtig, da können wir ganz froh sein, gerade dich als Unterstützung abgekriegt zu haben. Die schwärmen ja alle von dir.", stimmte Ayaka, nun doch etwas scharf die Luft einziehend und sich den Schweiß von der Stirne wischend zu. Ohne jegliche Regung schloss der Angesprochene den Verband, griff in seine Ausrüstung, um der Kunoichi ein schmerzlinderndes Medikament zu verabreichen. "Arigatô, aber zuviel des Lobs. Ich verrichte nur meine Arbeit.", war das Einzige was er antwortete, diesmal wieder mit dem gewohnten Lächeln auf den Lippen. Solche Reden musste er sich dauernd anhören, immer wieder gab er nur dasselbe zurück, weil er diese Lobe nicht mochte und dem allen schnell ein Ende setzen wollte. Lieber erfreute er sich am Wohl der Kameraden und darüber, dass wieder einigen Querschlägern das Handwerk gelegt wurden war. Alles andere war doch nebensächlich. Und während er dies alles zu Ende dachte, bemerkte er nicht, wie die Szenerie um ihn verschwamm und er selbst in eine andere Welt befördert wurde.

Nachdem Sai seine Augen wieder aufgeschlagen hatte, die letzten Schemen seiner Ohnmacht überwand, fand er sich in einem Krankenzimmer wieder, welches ihm mehr als vertraut vorkam. Ohne Zweifel befand er sich nun wieder in Yukigakure, seiner zweiten Heimat, wenn man dies so nennen wollte. Noch immer fühlte er sich schlapp, musste ein Gähnen unterdrücken, doch war die Erholung seines Körpers spürbar. Mittels eines Seitenblickes erkannte er, wenn auch noch etwas verschwommen, den Infusionsbeutel, welcher sich stetig leerend neben ihm am Ständer hing, durch einen Schlauch mit seinem Arm verbunden war. Langsam wanderten die saphirblauen Iriden etwas weiter, fassten das besorgte Antlitz seiner Schülerin ins Auge, welche sich immer wieder über die glänzenden Augen wischte. Eigentlich hatte er nicht geglaubt, dass sie je so hartnäckig an seinem Bett verweilen würde, doch wenn er so darüber nachdachte... Bisher war er ihr immer ein guter Zuhörer gewesen und wenn er sie so ansah, konnte er sich auch vorstellen, warum sie weinte. Offensichtlich war ihr nicht entgangen, dass man auch Kaito, ihren ehemaligen Teamkollegen, für den sie schwärmte, hier ebenfalls eingeliefert hatte. Ihn so gesehen zu haben, musste sie scheinbar sehr getroffen haben. Sie hatte sich schon oft bei ihrem Sensei, also Saitô, ausgeweint. Es wunderte ihn also nicht, dass sie es wieder getan hatte, selbst wenn er ihr wohl schwerlich geantwortet haben könnte. Aber solang es ihr half...
Mit einem leisen Echtzer stemmte der Yuki sich nach oben, legte seinen Rücken in das Kissen und trennte den Schlauch vorsichtig von der Kanüle, welche in seiner Armbeuge steckte. Mit seinem Daumen verschloss er den Schlauch, während die Finger seiner anderen Hand nach dem Verschluss auf dem Tischchen neben ihm griffen und diesen schlussendlich auf das Ende des Schlauchs setzten. Anschließend entfernte er mit einem gekonnten Griff die Kanüle, reinigte den Einstich und versah das Ganze mit einem kleinen Heftpflaster. Das Akisa ihn nunmehr bemerkt hatte und gar nicht erfreut schien, über das, was er da tat, interessierte ihn wenig. Weiß Gott hatte er wirklich Besseres zu tun, als ewig in diesem Bett zu liegen und einen Lenz zu schieben. Für ein paar Minuten würde er noch sitzen bleiben und dann frisch an die Arbeit gehen. Er verspürte den Drang, nach Kaito zu sehen und ihn weiterhin zu behandeln, immerhin gehörte das nun ebenfalls zu seinen Aufgaben. Das dieser Drang anders war als seine sonstige Arbeitswut, fiel ihm nicht sonderlich auf. Akisa's steigende Ärgernis aber schon. "Sagen Sie mal, sind Sie von allen guten Geistern verlassen, Sensei?!" Okay, sie war wirklich sauer und bisher hatte sie ihn noch nie angeschrien. Allerdings ging ihr Plan nicht auf, denn weder zuckte Saitô zusammen, noch verzog er eine Miene. Er würde ihren Anfall über sich ergehen lassen und diese Zeit nutzen, um noch ein wenig durchzuatmen. "Sie sollen sich gefälligst ausruhen! Als sie hier ankamen, hatten Sie kaum noch Puls! Und jetzt wollen Sie schon wieder aufstehen, ich glaube ich spinne!" Oh, sie hatte das Gesicht tatsächlich zur Faust geballt, da war es wohl doch besser, ein bisschen einzulenken. "Akisa-chan, bitte beruhige dich. Es ist alles in bester Ordnung und wenn ich hier noch weiterhin herumliege, kann ich nicht nach Kaito-kun sehen. Und er ist es doch, der dir solchen Kummer bereitet, nicht wahr?" Direkt, ruhig. Das war der Yuki in seinem herkömmlichen Element, welches seine braunhaarige Schülerin zwar kannte, aber ihr nun trotzdem ein Stocken bescherte. Wahrscheinlich war ihr unklar, wie ein eben noch entkräfteter Bewusstloser solch schnelle Schlüsse ziehen konnte. Aber so war es eben. Es gab immer die Seite der Theorie und sogleich die der Praxis. Immer wieder kam es vor, das diese beiden Seiten voneinander abwichen, nur war das ein Punkt, den Akisa noch lernen musste. Man konnte so viele Bücher lesen wie man wollte, doch leider hielt die Realität immer Kehrseiten bereit, Phänomene, die man eben nicht niederschreiben und schlicht im Unterricht lernen konnte. Ihr Stocken nutzend schlug der junge Sensei seine Decke beiseite, schwang die Beine aus dem Bett und ging langsam zu dem Stuhl, auf dem sein schwarzer Kimono hing. Er selbst trug einen Weißen aus dem Krankenhausreportoire, darunter noch immer seine schwarze Hose, ein Vorteil. Sich das etwas ramponierte Stück also überziehend und den Obi bindend, fiel ihm auf, dass sein Schal und sein Haori nicht zugegen lagen. Nach kurzem überlegen fiel ihm aber ein, dass er damit Kaito verbunden und warm gehalten hatte, wahrscheinlich waren die Kleidungsstücke noch bei ihm. In seine Sandalen schlüpfend sah er nochmals zu der Braunhaarigen, welche wohl wieder leise begonnen hatte zu weinen. Wie viel empfand sie wirklich für den schwarzhaarigen Jungen? War das nur Schwärmerei oder glichen ihre Empfindungen beinahe einer Liebe? Genau konnte der junge Mann das nicht definieren, dazu fehlte es ihm selbst an Erfahrung in derlei Angelegenheiten. Nichtsdestotrotz seufzte er leise, trat auf sie zu und legte sacht seine Arme von hinten um sie, um sie zu umarmen. Wenigstens das war er ihr schuldig, wenn er ihr offensichtlich auch einen Schrecken bereitet hatte. "Keine Angst. Ich lasse nicht zu, dass es Kaito-kun noch schlechter geht. Versprochen.", flüsterte er in ihr Ohr, vernahm ein Schniefen und richtete sie wieder auf, strich nochmals aufmunternd durch ihren weichen Haarschopf. Danach wand er sich zum Gehen, schritt zur Tür, hielt jedoch inne und war gezwungen, leicht die Augen vor Überraschung aufzureißen. "Sie wären beinahe selbst gestorben, um zu gewährleisten das...das es ihm nicht noch schlechter geht...und nun...Tun sie es schon wieder...Es ist nicht nur Kaito-kun, um den ich mich sorge, verstehen Sie?" Was musste dieses Mädchen nur in den vergangenen Stunden durchlebt haben? Hatte sie tatsächlich eine solche Angst um die beiden Kameraden gehabt? Um den einen, weil sie ihm sehr zugetan war und um den anderen, weil er nunmal ihr Sensei war und für den anderen um ein Haar gestorben wäre? Ehrlich gesagt war der Violetthaarige wohl jener, der diese Gefühle, diese Ängste, am Besten verstehen konnte. Und der sich auch schuldig fühlte, diese unter anderem der Kunoichi beschert zu haben. Doch wirklich darauf Rücksicht nehmen und sich wieder hinlegen, das konnte er nicht. Außerdem müsste sie genau wie er selbst lernen, das solche Gefühle nun einmal zu ihrem Beruf gehörten. "Verzeih, Akisa-chan..." Mit diesen, leisen Worten verließ er das Krankenzimmer, ging einige Schritte und betrat einen der Vorbereitungsräume. Ein Griff in den Schrank und schon konnte er sich einen der strahlend weißen Arztkittel überziehen, sich am Waschbecken kurz erfrischen und seinen Zopf neu binden. Wenn er hier herumlief wie eine Vogelscheuche, würde sich dies nicht gut auf seine Patienten auswirken. Das war das Letzte, was er wollte. Aber kaum hatte er das Zimmerchen wieder verlassen, wartete auch schon Akisa auf ihn, die Arme verschränkt mit einem Blick, der wohl Tore zur Hölle öffnen könnte. "Ich werde Ihnen erst verzeihen, wenn Sie sich wieder hinlegen und ausruhen!", stellte sie laut ihre Bedingung, jedoch hatte sich der Yuki schon auf den Weg gen Blackboard gemacht, um am Plan zu schauen, auf welchen Zimmer sich sein Patient befand. "Hören Sie mir überhaupt zu?! Eigentlich schon, aber er hatte nun nicht die Zeit, sich zu streiten und lief einfach weiter, als er die Zimmernummer in Erfahrung gebracht hatte. "Ich fasse es nicht!! Sie sturer Bock! Und sowas will mein Sensei sein! Wahrhaftig ein gutes Vorbild! Anderen auftragen sich bis zur vollendeten Heilung auszuruhen und selbst mit einem fetten paar Augenringen das Bett einfach mal so verlassen! Sich selbst die Infusion abklemmen! Das....Das ist doch ungeheuerlich! Meine ehemaligen Teamkameraden sind ja auch sture Böcke, aber Sie...!! Das gipfelt in rituellen Selbstmord!" Den ganzen Weg durch den Flur stampfte die junge Chûnin ihm zeternd nach, schimpfte wie ein Kesselflicker und wedelte ausdrucksvoll mit ihren Armen durch die Gegend. "Bitte zügle dich, wir befinden uns in einem Krankenhaus.", sprach er selbst ruhig aus, um sie zur Ruhe zu bringen, bevor bei der anwachsenden Schar der Schaulustigen noch ein Ober-Iryônin auf den Plan gerufen wurde. Jedenfalls schien sie anhand seiner Aussage dies nun auch zu bemerken und schimpfte wesentlich leiser weiter, bis Saitô schließlich vor der gesuchten Tür innehielt und sich nochmals an sie wand. "Wenn du dich wirklich so sehr um deinen 'alten' Sensei sorgst, dann sei doch so gut und organisiere mir einen Becher Tee, ja? Anschließend entlasse ich dich in den Feierabend.", sprach er mit einem erfrischendem Schmunzeln, welches seinen Zweck erfüllte. Mit einem "Hai, Sensei!" wuselte Akisa von dannen und ließ ihrem gebeutelten Sensei seine Arbeit machen. Noch einmal seufzend und sich doch noch etwas müde um die Stirn streichend, öffnete er langsam die Tür, trat auf Katzenpfoten ein und sah unüberrascht Misaki dort am Bett sitzen, fürsorglich die Hand des Schwarzhaarigen haltend. Die Augen hatte er noch geschlossen, aber wäre er wach, würde er sich wohl gegen Misakis Zuwendung wehren. Lächelnd freute er sich aber erst einmal darüber, dass an der Jüngeren alles dran war, ihr nichts zu fehlen schien und Kaito auf den näheren Blick merklich mehr Farbe im Gesicht aufzuweisen hatte. Da ging es einem selbst gleich viel besser. "Konnichiwa Misa-chan.", begrüßte er das Mädchen leise, trat näher heran und zog sich selbst einen Stuhl ans Bett, damit er den Jüngeren untersuchen konnte. Aber für's Erste genoss er noch kurz die Gewissheit, das alles doch irgendwie gut ausgegangen war und nach Kanade-chan und dem Sensei würde er sich später auch noch erkundigen. Alles Schritt für Schritt, immerhin musste er doch ein wenig auf sich selbst Acht geben, selbst wenn ihm sein Zustand nicht derlei interessierte, wie es der der anderen tat.
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   So Jun 03, 2012 7:31 am

Kaito wollte wohl noch etwas schlafen, daher hielt sie einfach seine Hand und schwieg.
Schön wäre es ja, wenn sie den TV anschalten könnte aber das könnte Kaito wiederum stören und das wollte Misa ja nicht. Dafür konnte sie ihn beobachten und zuschauen wie süß er aussah wenn er schlief. Vielleicht sollte sie ja ein Foto davon machen... Nee lieber wartete sie ab, bis er Gesund ist, würde eine neue Gelegenheit finden und würde dann ein Foto von ihm machen. Er sah auch zu süß aus, so harmlos wie ein Kind.
Kurz lies sie seine Hand los, nahm etwas Lippenbalsam und machte dies auf Kaitos Lippen drauf. Eine Krankenschwester bat Misa darum dies zu tun, damit seine Lippen nicht zu trocken wurde. Das tat Misa zu gerne und viel lieber würde Misa ihn wieder küssen, doch da er nicht wach war, wäre es nicht dasselbe.
Überrascht sah sie zu Saito, der sie begrüßte und sich auch ans Bett setzte.
Konnichiwa Saito-kun. Ihn wieder umher spazieren zu sehen überraschte die Braunhaarige doch. Immerhin bekam er ja auch gleich ein volles Programm. Wahrscheinlich sah und hörte es sich nur so schlimm an und war es aber nicht. Gehts dir schon besser? Zu dir wollte ich auch noch, aber ich wollte noch warten bis Kaito wieder wach wird damit er nicht hier alleine ist.
Es war ja meistens für die Patienten einen Schock wenn sie woanders aufwachten, in einer Umgebung die sie nicht kannten und dann auch noch allein. Kaito allein lassen würde sie nicht. Soweit er wach wird, würde sie ihn mit Saito allein lassen und mal nach Kanade schauen. Die arme mit Gobi allein zu lassen wäre eine Zumutung.
Sag mal, wenn ich immer bei Kaito bin oder er mit mir redet, fühle ich mich wirklich Glücklich. Und wenn er mit mir schimpft, macht es mir sehr viel mehr aus, als wenn du es tust. Ich fühle mich immer sehr wohl in seiner Gegenwart und als er da so verletzt war und ich nichts für ihn tun konnte...Bin ich schwer Krank? Muss ich nun sterben? Weil eigentlich wollte ich Kaito davon erzählen aber wenn ich daran sterbe, sollte er es vielleicht wissen. Es war schon seltsam solche Gefühle zu haben die man so nicht kennt. Ok für Misaki war eh vieles seltsam aber nicht seltsam einen Jungen in der Öffentlichkeit zu küssen.
Kaitos Hand drückte sie etwas fester und lächelte etwas als sie ihn wieder ansah.
Ich werde versuchen Kaito Glücklich zumachen. Damit er mich auch so anlächelt, wie er das Kätzchen angelächelt hat.
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Yuki Saitô
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   So Jun 03, 2012 9:40 am

"Konnichiwa Saitô-kun." Mit einem überraschten Blick hatte sich seine jüngere Teamkameradin an ihn gewand, nach dem er sie beinahe im Flüsterton begrüßt und sich neben ihr niedergelassen hatte. Scheinbar war es der Guten schleierhaft, wie er es so schnell aus dem Bett geschafft hatte, aber das nahm er ihr auch nicht für Übel. Jeder normale Mensch wäre freiwillig noch ein wenig liegen geblieben. Nur war Saitô eben alles andere als normal, das hatte sich schon in früher Kindheit bemerkbar gemacht. Und hinsichtlich der Tatsache das er die Kraft fand, so zügig auf die Beine zu kommen, war er auch ganz froh darum. "Gehts dir schon besser? Zu dir wollte ich auch noch, aber ich wollte noch warten bis Kaito wieder wach wird damit er nicht hier alleine ist.", sprach sie schließlich weiter, erntete nach ihrer Aussage ein leichtes Lächeln des Yuki. Ja, es fühlte sich tatsächlich seltsam für ihn an, auf einen Schlag wieder Teil eines Teams zu sein, dass sich so schnell fügte und begann, füreinander Sorge zu tragen. Dennoch freute es ihn, dass Misaki solch einen Ehrgeiz zeigte und die ganze Zeit über bei Kaito geblieben war, nur um sicher zu gehen, dass er nicht alleine sein müsste. Ehrlich gesagt hätte ihr wohl ein wenig Schlaf auch ganz gut getan, doch hatte sie diesen zugunsten eines Kameraden ausgeschlagen. Da musste sich der anfangs skeptische Älteste doch eingestehen, dass ein gewisser Stolz in ihm aufkeimte, da sie sich in kürzester Zeit so derart gemausert hatte. Wohl sah man diesen Stolz auch kurz in seinen saphirblauen Seelenspiegeln aufglimmen, bevor er zu einer Antwort ansetzte. "Ja, mit mir ist alles in Ordnung. Ich brauchte lediglich etwas Ruhe und eine Infusion.", begann er leise in diesem bekannten, zarten Tonfall, unterschlug gekonnte die Tatsache, dass er beinahe an seiner Entkräftung gestorben wäre. Aber das interessierte nun nicht, war nicht von Belang. Trotz das er noch immer die Erschöpfung in den Gliedern spürte, wandelte er ja auf den besten Weg der Genesung. Details waren also unnötig, denn es war ja nicht eingetreten. "Du scheinst äußerlich auch wohlauf zu sein, das freut mich sehr. Genauso wie der Einsatz, den du zeigst. Ich meine, die medizinische Erstversorgung, die du zusammen mit Kana-chan geleistet hast, hat mir nicht nur einige Arbeit erspart, sondern war für eine Erste Hilfe auch tadellos. Und wenn ich richtig liege, hast du statt dich selbst auszuruhen wohl die meiste Zeit hier bei Kaito-kun gesessen und auf ihn Acht gegeben. Du hast dir meinen Respekt wirklich verdient und verhälst dich wie die Kunoichi, die wahrscheinlich schon die ganze Zeit in dir schlummerte. Ich weiß ja nicht, ob der Sensei dich schon für deine Leistungen gelobt hat, aber da ich der Älteste unter uns bin und vor ihm der Teamleiter war, übernehme ich das. Du hast wirklich ausgezeichnete Arbeit geleistet, Misa-chan. Das habt ihr alle." Seine Worte des Lobes, die man sicherlich nicht in diesem Ausmaß erwartet hätte, untermalte er mit einem schier aufrichtigem Lächeln. Wie es überhaupt dazu kam, dass er dies ausgesprochen hatte? Nun, einfach weil es der Wahrheit entsprach und er wusste, dass derlei Aussagen unglaublich förderlich sein konnten, immerhin war er selbst mittlerweile Sensei und hatte bemerkt, dass seine Schülerin noch ehrgeiziger und fröhlicher an ihre Ausbildung heranging, wenn er ihr ein ehrliches Lob zusprach. Doch fertig war er noch lange nicht. Nein, er setzte nochmals zum Reden an. "Ich weiß ja nicht, wie genau euer Kampf ausgesehen hat, aber anhand der Kampfspuren habt ihr für eure bisherige Laufbahn Großes geleistet. Ihr wart vorher nie auf einer vergleichbaren Mission und habt euch fabelhaft geschlagen. Ich habe ehrlich gesagt schon lange keine Chûnin mehr erlebt, die solche Fähigkeiten aufwiesen, wie ihr sie habt. Aus euch werden sicherlich richtige Größen und das meine ich vollkommen ernst." Die letzten fünf Worte hatte er in einer tatsächlich sehr ernsten Tonlage ausgesprochen, damit die Wahrheit auch als solche aufgenommen wurde. Tatsächlich waren ihm schon lange keine solchen Kaliber mehr untergekommen, wenn er einmal Chûnin dieses Dorfes begleitet hatte, war er der Teamführer gewesen und hatte den Großteil der Mission selbst ausgeführt, da sie einfach nicht mit den Gegebenheiten zurecht kamen, sie zu wenig Erfahrung hatten und man ihnen zu viel zugemutet hatte. Natürlich hatte er versucht ihnen während der Mission etwas beizubringen und sie wenigstens versuchen lassen, der Lage Herr zu werden. Geklappt hatte das aber nur mäßig, aber das zeigte doch, wie viel dieses Dorf noch aufzuholen hatte. Wenn er an seine Zeit in Kirigakure zurück dachte, waren manchmal schon Genin spielend mit solchen Aufgaben fertig geworden, die hier Chûnin übertrugen wurden, in den meisten Fällen. Allerdings konnte das auch einfach an der Härte und Strenge liegen, mit welcher das Nebeldorf ausgebildet hatte. Doch so wie es schien, brachte dieses Dorf hier ebenso ausgezeichneten Nachwuchs hervor und das verbesserte irgendwie die vorigen, skeptischen Gedankengänge, überhaupt wieder fest eingeteilt zu werden. Wenn er mit solch guten, jungen Ninja zusammenarbeiten und sie wachsen sehen konnte, dann war das doch ausgesprochen gut, nicht? Und vielleicht lernte er selbst noch viel dazu. Vieles, was wirklich zählte und was man nur in solch einer Konstellation erlernen konnte. Was er bereits vergessen hatte...
"Sag mal, wenn ich immer bei Kaito bin oder er mit mir redet, fühle ich mich wirklich Glücklich. Und wenn er mit mir schimpft, macht es mir sehr viel mehr aus, als wenn du es tust. Ich fühle mich immer sehr wohl in seiner Gegenwart und als er da so verletzt war und ich nichts für ihn tun konnte...Bin ich schwer Krank? Muss ich nun sterben? Weil eigentlich wollte ich Kaito davon erzählen aber wenn ich daran sterbe, sollte er es vielleicht wissen." Mit den folgenden Sätzen riss die Braunhaarige den Älteren aus seinen Gedanken, ließ ihn zunächst ein wenig stutzen und nachdenklich eine Braue nach oben ziehen. Da er sich besser solcher Thematiken zuwenden konnte, wenn er nebenher etwas tat, lehnte er sich etwas nach vorne, griff sachte nach Kaitos anderem Handgelenk und begann mithilfe seiner leicht kühlen Finger den Puls zu zählen. Derweil konnte er nachdenken. //Irgendwie kommt mir das alles merkwürdig bekannt vor...//, dachte er sich als Erstes und sofort erschien auch Akisa's Antlitz vor seinem inneren Auge, welche sich in Sachen Kaito bei ihm aussprach und sich gewissen Rat erhoffte. Seine Schülerin wusste mittlerweile, dass er bei solchen Angelegenheiten nur mutmaßen konnte, Misaki noch nicht. Trotzdem würde er sein Bestes versuchen, um sie zu beruhigen. Immerhin waren die genannten Symptome ja nun doch einfach deutbar, sogar für ihn. Vorsichtig legte er die Hand des Schwarzhaarigen wieder auf die Decke zurück, erhob sich kurz und griff nach seiner Akte, welche am Ende des Bettes ihren Platz gefunden hatte. Mit ihr in den Händen nahm er wieder Platz, schlug die Mappe auf seinem Schoß auf, sah aber zu seiner Kameradin. "Hmm...Mach dir keine Sorgen, Misa-chan. Sterben wirst du ganz sicher nicht und eine tödliche Krankheit kann ich auch sofort ausschließen. Die Symptome deuten ganz klar auf das hin, was der Großteil der Menschheit allgemein als 'schönste Krankheit der Welt' bezeichnen.~" Zum Ende hin musste er trotz der gespielten Seriosität ein wenig Lachen, lehnte sich ihr dann ein wenig entgegen und flüsterte in ihr Ohr: "Man nennt es auch schlicht 'Liebe', was dir da so zu schaffen macht und leider ist dagegen kein Kraut gewachsen, verzeih." Zwinkernd nahm er schließlich seine alte Position wieder ein, lehnte sich ein wenig in die Lehne, um sich anschließend kurz über seine leicht brennenden Augenringe zu reiben und hinter vorgehaltener Hand ein Gähnen zu verstecken. "Ich werde versuchen Kaito Glücklich zumachen. Damit er mich auch so anlächelt, wie er das Kätzchen angelächelt hat." Diese, wenn auch sehr leise ausgesprochenen Worte, waren dem Violetthaarigen nicht entgangen, auch wenn er sein Augenpaar bereits dazu verleitet hatte, die Aufzeichnungen seiner Kollegen zu erfassen. Selbst wenn irgendwie doch recht naiv klang, was sie da gesprochen hatte, so war es doch...ja, niedlich? Auf jeden Fall war es äußerst liebenswert gemeint, was dazu beitrug, dass das Lächeln des Iryônin diesmal nicht schwand, als er sich wieder seiner Arbeit zutat. "Wenn du dich genauso anstrengst und diesen Willen zeigst, den du auf der Mission gezeigt hast, dann wird dir das vielleicht irgendwann auch gelingen. Wenn man sich ein Ziel setzt, dann muss man daran fest halten und dafür kämpfen. Die Erfolgschancen sind dann oft ungemein hoch. Aber Misa-chan, vergiss dabei auf keinen Fall seine Gefühle. Das ist sehr wichtig, ja?" Woher er diese beinahe überschwänglich gute Laune hatte, wusste er selbst nicht genau. Auch nicht, wie er es schaffte, überhaupt so etwas auszusprechen. Möglicherweise lag es einfach an dem guten Ausgang der Mission und das er in der Akte sehr beruhigende Notizen auffand. Er hatte dem Schwarzhaarigen tatsächlich eine Operation erspart, er war schon bei der Ankunft hier recht stabil gewesen und man hatte sich hier weiterhin gut um den Rest gekümmert. Die Heilungschancen standen optimal und der ramponierte Arm war ebenfalls auf Vordermann gebracht wurden. Ruhe würde der Gute noch brauchen, schwierige Eingriffe waren nicht mehr nötig, nur weitere, leichte Versorgung. Ein Glück, wirlich ein verdammtes Glück. Um die Akte weiter ordnungsgemäß zu führen, zog er den Stift aus der Brusttasche seines Kittels und trug mit seinem Signum ein, dass der Puls völlig stabil war. Es konnte nur besser werden und das erleichterte den Iryônin ungemein.
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   So Jun 03, 2012 11:29 am

"Du wirst sterben, wenn du an nichts glaubst." Die Worte hallten durch sein Gedächtnis, als er langsam versuchte an die Oberfläche zu kommen. Was war damit gemeint? Was sollte das alles? Sterben, wenn er an nichts glaubte? Aber an was sollte er denn glauben? Er lebte doch für die Rache, oder nicht? An was anderes sollte er glauben - und wieso wurden seine Beine nun so schwer? Mit jedem weiteren Schwimmzug, den er machte, wurden sie schwieriger und es schien fast so, als ob sie ihn in die Dunkelheit zurückziehen würden. Zu seiner rechten Dunkelheit. Zu seiner linken Dunkelheit. "Wenn du wissen willst, wer du bist... Bete zu dem, an was du glaubst... Öffne dein Herz und egal, was du tust. Habe nie Angst vor der Dunkelheit, doch schau ihr nicht in die Augen, sonst reißt sie dich in Stücke und zertrümmert dich. Schließe deine Augen, blickte nicht in ihre - denn es sind die Augen des Teufels." Die Luft entwich aus seinem Mund, als er sich an die Worte erinnerte. Er musste an die Oberfläche, verdammt! Was war das hier überhaupt? Ein dummer Test? Für was? Für seine Angst, die er vor seinem eigenen Bluterbe gehabt hatte? War sie das? Oder was sollte das alles? Wieso... wieso musste er hier alleine durch? Wieso war niemand bei ihm, der ihn nach oben zug? Wieso war er alleine? War es das, was der Mann gemeint hatte? Dass er sterben würde, wenn er an nichts anderes glaubte als... Rache? War das damit gemeint gewesen? Langsam griff seine Hand Richtung Oberfläche, als ob man ihn herausziehen würde... und da war etwas. Aber was? Waren das... Worte?


"....sehr wichtig, ja?" Wo war er...? Und wer redete da? Moment... das war Sais Stimme oder? Kami, ihm tat der ganze Rücken irgendwie weh... es war so eine Art Druck... nicht stark, aber er war da... und wieso waren seine Augenlider so schwer, wieso konnte er sie nicht einfach öffnen wie vorher? Halt... das war wirklich Sais helle Stimme gewesen, oder? Also war er noch am Leben? Aber wie war das denn möglich? Er hatte doch unzählige Dinge in seinen Rücken bekommen. Unzählige Projektile - aber genau... der Schmerz. Kami, er war ja vollkommen durcheinander. Konnte er überhaupt einen klaren Gedanken fassen? Wahrscheinlich war das ja nicht gerade, doch konnte er es doch versuchen, oder? Gut... Verdammt... er konnte sich nicht wirklich konzentrieren - als ob er ein Brett vor dem Kopf hatte. Wie unfähig war es denn, dass er nicht einmal die Augen sofort öffnen konnte? Obgleich er es nun abermals versuchte und man wahrscheinlich sah, dass die Wimpern leicht zuckten. Oder eher die Lider. Moment, vielleicht war es auch gut, wenn er sie geschlossen ließ, denn sonst würde sich sicherlich alles um ihn herum drehen. Okay... es ging gerade gar nichts mehr. Nicht mal seinen Arm konnte er heben - wieso fühlte er sich so schwach? Und er wollte etwas sagen... Ganz ruhig. Er lebte doch noch, oder nicht? Er sollte ruhig bleiben und sich nicht aufregen. Das Wasser war weg, die Stimme war weg... folglich war alles gut, beziehungsweise musste es gut sein. Das musste es doch, oder? Immerhin war er noch am Leben und soweit ihn nun gerade sein Gehirn nicht täuschte, war alles.... an seinem Platz?
War das gerade.... hielt da jemand seine Hand? Aber wer? Sai wohl kaum, dafür war die Haut zu zart. Akisa? Nein, die würde man sicherlich hören, wenn Sai gerade etwas gesagt hatte. Zumindest ein "Hai Sensei" oder dergleichen. Also blieb wohl gerade nur noch eine Person übrig, oder? Aber sicher war er sich nicht, vielleicht sollte er noch einmal versuchen seine Augen zu öffnen? Ganz langsam... aus der Dunkelheit herauskommen, die ihn einhüllte. Die ihn umbringen würde - wieso ging es ihm eigentlich nicht aus dem Kopf? Kami, er wurde verrückt, oder? Oder es waren nur die Medikamente, die man in seinen Körper gepumpt hatte.
Nur langsam schaffte der Schwarzhaarige es, dass sich allmählich wieder das Licht in seinem Leben breit machte, dass er allmählich die Augen öffnete. Der wie vielte Versuch es gewesen war? Wahrscheinlich hatte er selbst nur nicht mitgezählt, damit er nicht noch deprimierter war. Immerhin roch er mittlerweile was, sodass er mutmaßen konnte, dass er eindeutig im Krankenhaus war. Letzterer Gedanke und die Tatsache, dass eben jene Person seine Hand hielt- mit hoher Wahrscheinlichkeit - halfen ihm aber nicht, das Gefühl zu überwinden, dass er hatte, als er eben seine Augen öffnen konnte. Das Licht strahlte auf ihn ein und er musste sich zusammenreißen sie nicht gleich wieder zu schließen. Natürlich mussten sie sich erst wieder an das Licht nach der längeren Dunkelheit gewöhnen, als ob aus einem Schlaf aufwachen würde, aber angenehm war es deshalb wirklich noch lange nicht... im Gegensatz zu der Tatsache, dass er ausgerechnet jetzt in Misakis warmes Lächeln sah, während sie wieder ihre Hand hielt.... Und ja... im Gegensatz... es war nämlich alles andere als unangenehm, wenn er das so sagen durfte. Genau genommen empfand er es als durchaus "schön", da sie in diesem Blickwinkel, wenn er sie von unten liegend betrachtete, wirklich etwas... schönes an sich hatte. Ein anderes Wort fiel seinem verschlafenen Gehirn gerade einfach nicht ein, doch es tat gut sie so Lächeln zu sehen und irgendwie hatte er den Drang selbst zu lächeln - auch, wenn das nicht wirklich klappen wollte. Später würde er die Tatsache, dass er gerade so über Misaki gedacht hatte, sowieso auf die Medikamente schieben. Er würde sie wieder als nervtötend und einfach "laut" bezeichnen. Keineswegs als schön, bezaubernd und eine warmherzige Person. Nein, daran waren nur die Medikamente Schuld. Aber ja, es tat gut, zu wissen, dass jemand da war, wenn man aufwachte. Jemand, der einem die Hand hielt und einem so zeigte, dass man nicht alleine war. ".... Nicht... mal.... im ...." Anstrengen. Anstrengen und nicht abbrechen. Er wollte das los werden. "...ist man... vor dir... sicher...?", fragte er schließlich rhetorisch, merkte dann jedoch, dass es irgendwie ziemlich anstrengend war zu reden, weshalb er seine Augen wieder schloss und genervt die Augenbrauen kräuselte. Dass er Misaki bei seiner Aussage warm angelächelt hatte - dieser "Ausrutscher" - machte diese Genervtheit auch nicht gerade besser. Dann allerdings gab er einen etwas genervteren Laut von sich, zeigte, dass er keine Amnesie oder dergleichen hatte und doch ein Stück weit immer noch ganz der alte war. "... und vor dir auch nicht... oder?" Eigentlich hatte er den Kopf leicht anheben wollen, doch gereicht hatte es nur zum erneuten Öffnen der Augen. Kami, das war doch ätzend. Immerhin hatte er Sai nun angeschaut, ohne, dass er ihn angelächelt hatte wie Misaki. Wieso hatte er sie eigentlich angelächelt? Sie war doch eine Nervensäge, oder? Naja, das waren alles die Medikamente. Nichts weiter. Trotzdem kam er allerdings nicht darum herum, nun einen leichten Seufzer zu tätigen, gar genauso leicht zu lächeln. Es tat gut, zu wissen, dass jemand da war, wenn man aufwachte. Er konnte sich das nicht genug sagen... er war nicht alleine. Das hieß es doch, nicht wahr? Aber was war mit Kanade? Naja... Misaki hatte gelächelt und Sai schien auch nicht allzu sehr besorgt zu sein, weshalb er einfach mal glaubte, dass es ihr auch gut gehen musste oder sie irgendwo im Krankenhaus lag und sich erholte... Ganz richtig... Kami, das Denken und Reden machte einen doch gleich weider müde...
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   So Jun 03, 2012 11:47 pm

Misaki musste nochmal nachdenken was diese Infusion. Da war eben irgendwas drin, wurde in den Körper ein geflößt und bekam der Patient eben seine Flüssigkeit.Durchs Fernsehen lernt man eben doch sehr viel.
Wieder kehrte ihr verwirrtes Gesicht zurück, wandelte sich langsam in ein geschocktes um, das Gehirn arbeitete auf hochtouren um das zu verarbeiten was Sai ihr grade verklickert. Er lobte sie, er lobte sie tatsächlich und wie er es aussprach, mit Stolz und es kamen noch vieles dazu.
Seine Worte hallten langsam, wirklich langsam durch ihren Kopf und das Gehirn was für einige Zeit Offline gegangen war, fuhr wieder hoch und versuchte es erneut zu bearbeiten. Dank der Pause die Sai einlegte, konnte alles schneller verarbeitet werden, aber nun stoppte es wieder. Er lächelte. Sai konnte Lächeln? Genauso wie Kaito lächeln konnte. Würde sie nur näher am Fenster sitzen, würde sie flüchten und später wiederkommen wenn alle aus diesem Zimmer verschwunden sind.
Seine Lobeshymne ging weiter und irgendwie war der jungen Dame fast schon zum weinen zu mute. Manchmal gabs ja einen Lob von ihrem Onkel oder Tante aber von jemand anderen... Irgendwie machte ihr grade die ganze Situation Angst vor allem, Sai lächelt.
Während sie ihn verängstigt zusah wie er sich die Akte von Kaito ansieht, die Misa vorhin auch mal angeschaut hat, nichts verstanden hat, schaute sie ab und an mal zu Kaito.
Na toll, die schönste Krankheit., murmelte sie und hatte eine ganz andere im Kopf. Wobei, diese auch wieder gut wäre weil dann könnte sie Kaito damit ärgern.
Achso Liebe... Jetzt kam aber die Frage wie sie sich so schnell in ihn vergucken konnte. Okay wenn sie an ihn dachte, stand er immer in seiner Rüstung da, mit einem Schwert in der Hand umgeben vom Licht. Selbst wenn sie sauer ihn ist, steht er immer noch so da. Selbst wenn er da so liegt sieht er so aus, nur dass er ebend schläft.
Ich werde schon auf seien Gefühle achten. Aber sag es ihm nicht! Ich will ich es ihn selbst sagen.
Glücklich drückte sie die Hand des schlafenden an sich, wirkte sehr vergnügt und putzmunter. Mit Genjutsus zu kämpfen war doch das beste.Besonders wenn die Gegner so anfällig gegen diese waren und isch nicht dagegen wehren konnten.
Schon wieder guckte Misa geschockt als die Gesichtsmimik von Kaito sich änderte. Vielleicht wacht er gleich auf!, kam es von ihr und lächelte sofort wieder. Es wäre wirklich sehr schön wenn er endlich wieder wach wurde. Seine ersten Worte klangen ziemlich schwach aber so wie es klang, war er noch immer derselbe. Bei seinem Lächeln, was nicht gezwungen aussah oder genervt wirkte, musste Misaki anfangen zu weinen.
Endlich war Kaito wach, so wie immer mürrisch drauf und hatte sie warmherzig angelächelt. Auf der einen Seite machte es sie glücklich und auf der anderen wieder Angst. Ihr beiden seid mir Unheimlich. Ihr benehmt euch so eigenartig. Von den einem kam ein großes Lob und dann lächelten die beiden auch noch. Sicherlich hat man bei denen die Persönlichkeit ausgetauscht.
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Yuki Saitô
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Mo Jun 04, 2012 9:57 am

Seine jüngere Teamkameradin schien wohl nicht mit derlei Lob gerechnet zu haben, jedenfalls stand ihr, je mehr der Yuki erzählte, das Entsetzen ins Gesicht geschrieben. Sehr wunderlich war ihre Reaktion aber nicht, wenn er an die Stunden zuvor zurückdachte. Ein nicht gar so reibungsloser erster Anlauf war es gewesen, was wohl daran lag, dass man so viele, eigentlich unterschiedliche Charaktere in ein Team gesteckt hatte. Dabei musste der Älteste der Truppe noch insgeheim zugeben, dass er sich selbst wirklich schwer mit der neuen Situation getan hatte, nicht zuletzt weil er einfach nicht mehr im Klaren gewesen war, wie ein fest zusammengestelltes Team eigentlich funktionierte und er sich nicht einmal an derlei Dinge erinnern wollte. Der Ausgang der Mission hatte sie aber doch irgendwie alle zusammengeschweißt, sie einander näher gebracht und sie verstehen lassen, dass sie sich schon aufeinander verlassen und sich öffnen konnten. Nun, das mit dem Öffnen würde der verschlossene, frühreife Chûnin noch lernen müssen, aber Misaki und indirekt auch alle anderen zu loben und sich überhaupt näher auf das Mädchen einzulassen, ihr zu zu hören und ihr Rat zu geben - das war doch bereits ein erster Schritt in die richtige Richtung gewesen. Als Vertreter des Yuki Ichizoku müsste er ja eigentlich in der Lage sein, das Eis zu brechen, oder nicht? Mit ein wenig gutem Willen würde er das schon fertig bringen, er hatte schon einmal in einem festen Team gearbeitet und bei Kami, möglicherweise konnte er das wieder! Natürlich war nun fraglich, ob er sich genauso einbringen könnte, wie er es damals getan hatte. Ob er den Mut fand, nicht nur ein Helfer zu sein, sondern sich auch selbst helfen zu lassen. Früher, in seinem ersten Leben, hatte er das gekonnt, wenn auch mit Ach und Krach. Ob das nach alledem, was ihm bisher widerfahren war, noch so einfach sein könnte... Das konnte wohl zu diesem Zeitpunkt noch keiner deuten. Doch, wie bereits erwähnt, ein erster Schritt war getan, auch wenn die Reaktion etwas festgefroren war, aber davon ließ der meist so ruhige Mediziner sich nicht beirren. Als er so durch die Akte sah und nochmals alle Eintragungen akribisch prüfte [ja, er war ein Ordnungsfanatiker höchsten Grades], vernahm er nebenher das nachdenkliche Murmeln der Braunhaarigen und musste bei ihren Einwürfen leise Lachen. Man merkte ja doch diesen gewaltigen Unterschied, vor allem aber, dass Misaki noch so kindlich war und Saitô im krassen Gegensatz bereits so gereift. Kaito schien da schon eher die goldene Mitte zu bilden, auf dem besten Weg erwachsen zu werden und doch noch etwas grün hinter den Ohren. Irgendwie fühlte sich der Violetthaarige bei dieser Einsicht wieder furchtbar alt, als ging er bereits stark auf die Dreißig zu und hätte schon zig junge Shinobi ausgebildet. Dabei hatte er vor Kurzem erst die Aufsicht über Akisa's Ausbildung erhalten und nur ein paar jüngere Clanmitglieder gelegentlich unterrichtet. Naja, vielleicht kam seine Jugendlichkeit ja zurück, wenn er sich mehr mit den beinahe Gleichaltrigen beschäftigte, als fast ausschließlich mit Älteren. Noch immer lachend gab er schließlich der verliebten Misaki mit einem Nicken und einem erneuten Lachen sein Wort, Kaito nichts von ihrem Gespräch zu erzählen [das hätte er von vorneherein nicht, weil es ihm selbst eigentlich wenig anging] und merkte auf, als sie darauf hindeutete, der Schwarzhaarige würde eventuell aufwachen.
Und dem war auch so. Die Akte zusammenklappend und mit seinen gefalteten Händen auf dem Schoß haltend, fixierte er aufmerksam die Gesichtszüge seines Patienten, beobachtete, wie zunächst Wimpern und Lider ins Zucken gerieten und sich minimal seine Muskelpartien zusammenzogen, als stünde er unter der Anstrengung seines Lebens. Aus eigener Erfahrung wusste Sai wie es war, aus einem komatösen Zustand zu erwachen, hatte dies mehrere Male erlebt. Schritt für Schritt kehre das Bewusstsein wieder, die damit verbundenen Schmerzen, diese überlastete Schwere und ein reges Gefühl der Taubheit. Ganz beisammen war man auch nicht wirklich, musste sich erst an die Umgebung gewöhnen, registrieren, wo man sich denn befand und weshalb. Einigen, wie ihm selbst, fiel es leicht sich nach dem Erwachen wieder zurecht zu finden. Anderen weniger und manche erschraken so sehr, dass man sich augenblicklich um sie kümmern musste, damit sie nicht erneut ins Koma fielen. So wie es dem geduldigen, jungen Mann aber schien, konnte er bei seinem Kameraden lebensrettende Maßnahmen sein lassen, alles verlief reibungslos und völlig zufriedenstellend. Da der Jüngere sich erst einmal wieder an das Licht gewöhnen musste, blinzelte er merklich, erfasste schließlich Misaki's strahlendes Lächeln, welche seine Hand nur noch fester mit ihrer Kleineren drückte, sichtlich den Tränen nahe war, wohl weil er ihr ein so ungewohntes, warmes Lächeln schenkte. Beinahe fühlte sich der Iryônin fehl am Platze, wo sich beide so derart ansahen, konnte aber dennoch ein herzliches Schmunzeln und ein leises Aufatmen nicht sein lassen. Ihm fielen gerade literarisch betrachtet Tsuchi no Kuni's Gebirgsmassive vom Herzen, diese Erleichterung, welche sich in ihm breit machte, schien ihn von Innen heraus zu wärmen und wenn er so mit der einen Hand seine andere berührte, kam es ihm vor als wäre seine Haut nicht annähernd so kühl, wie sie es sonst war. ".... Nicht... mal.... im .......ist man... vor dir... sicher...?" Diese Frage fiel unter hörbar größter Anstrengung und die geschulten Ohren des ehemaligen Kiri-Nin filterten trotz der rauen und recht tiefen Stimmlage ein kaum vernehmbares Pfeifen heraus, welches wohl von der vorher verletzten Lunge rührte. Es wäre ein Weltwunder gewesen, wenn dieses Zeichen ausgeblieben wäre, selbst wenn Saitô die Wunde bestmöglich verschlossen hatte. Bei ihm war es doch dasselbe, ihn hatte man sogar einer Operation unterziehen müssen, seine Lunge war mittlerweile bestens verheilt und doch blieben bei diesem feinen und sensiblen Gewebe immer minimale Schäden zurück, welche sich anfangs in einem leisen Pfeifen und später in gelegentlichen Stechen äußern würden, wenn man sich überanstrengte. Da das Geräusch, dieser Unterton, aber so leise war, gab es keinen Grund zur Besorgnis. Würde Kaito klingen wie ein altes Maschinengetriebe [also wie Jinnai-kun], dann müsste man sich wirklich Gedanken machen. Aber nein, der junge Mann würde bald wieder wohlauf sein, das merkte man bereits daran, dass er nach diesem Lächeln die Augen wieder schloss und so mürrisch wie eh und je dreinblickte. Irgendwie konnte der erleichterte Mediziner nicht anders, als zart hinter vorgehaltener Hand zu aufzulachen und sich dann selbst eine dieser rhetorischen Fragen anhören zu müssen. "... und vor dir auch nicht... oder?" Erneut öffnete er, nachdem er eben diese Frage gestellt hatte, langsam die Augen, sah den Langhaarigen noch immer etwas trüb an, aber lächelte erst schwach, nachdem er aufgeseufzt hatte. Ja, solche Augenblicke waren es, die Sai in seinem Bestreben vorantrieben seine Ideale zu verfolgen. Mehr Dank brauchte er nicht. Diese Frage und dieses wenn auch schwächliche Lächeln erfüllten ihn, gaben ihm die Bestätigung, etwas richtig gemacht und nicht versagt zu haben. Jemandes Lebens erhalten zu haben. So etwas stimmte ihn ungemein zufrieden und das sah mal wohl nicht nur an seinem gebliebenen, warmherzigen Schmunzeln, sondern vor allem an seinen saphirblauen Iriden, welche vor Erleichterung und Zufriedenheit aufstrahlten und dem nächtlichen Sternenhimmel Yukigakure's glichen...Behütend und zugleich frisch, den leichten Schneefall voraussagend. "Mitnichten, immerhin bin ich dein behandelnder Arzt und Kamerad.", gab er schließlich mit seiner tiefen und doch klaren Stimmfarbe zurück und musste wieder auflachen, als der weinende Braunhaarige folgendes zum Besten gab: "Ihr beiden seid mir Unheimlich. Ihr benehmt euch so eigenartig." Damit hatte die Liebe wohl auch vollkommen recht, dagegen wusste selbst er keinen schlüssigen Einwand, also ließ er eine Erwiderung mit seinem Engelslachen im Raum stehen und freute sich einfach, dass alles so gut verlaufen war.
Bevor sich die Türe zum Zimmer öffnete, schlug der Iryônin erneut die Mappe auf mit dem Vorsatz, Kaitos Erwachen einzutragen. Vorher wand er sich aber nochmals an ihn, sprach in einem liebenswerten Tonfall: "Willkommen zurück, Kaito-kun." Und gerade als er den Zustand des Patienten niederschrieb, öffnete sich wie bereits vorgewarnt die Tür und ohne den Blick von den Dokumenten abwenden zu müssen wusste Sai, wer sich gerade daran machte, einzutreten. Spätestens sowieso, als das leise Tippeln hinter ihm erstarb und ihm ein Becher dampfenden Tee's vor die Nase gehalten wurde, umklammert von schlanken, zarten Fingern. "Ihr Tee, Sensei. Gomenasai, dass es dauerte, aber Sie wissen ja, dass der blöde Kessel spinnt." Ja, unverkennbar seine Schülerin, wer auch sonst? Sanft nahm er ihr also den warmen Becher ab, sah zu ihr auf und bedankte sich freundlich mit einem zarten "Arigatô, Akisa-chan.~", allerdings ging dies wohl in deren Freude unter, da sie den nunmehr wachen Freund erblickt hatte und quietschend sofort auf diesen zustürmte. "Kaito-kun!! Du bist wach!! Oh Kami sein Dank, ich habe mir unglaubliche Sorgen gemacht!! Also wirklich, erschreck mich doch nicht so!", frohlockte sie ausgelassen, nahm ihn sachte in ihre Arme und wenn den jungen Sensei nicht alles täuschte, ging es ihr sicher nicht anders als Misaki vorher und sie begann erleichtert und stumm zu weinen. Die Ruhe wahrend nahm Saitô lieber einen genüsslichen Schluck von seinem Becher, schloss beim Trinken sogar die Augen und sog diesen herrlichen Duft des grünen Tee's ein und ließ deinen wirken, seinen geschlauchten Körper erfrischen. Unter normalen Umständen hätte er seine Schülerin sicherlich getadelt und sie gebeten, etwas umsichtiger mit dem Patienten umzugehen. Da es sich aber hierbei um einen ihrer besten Freunde, ehemaligen Kameraden und Schwarm handelte, gab er ihr die Chance, ihre Seele zu erleichtern und sich zu vergewissern, dass er tatsächlich wach und am Leben war. Ihr gutes Recht, immerhin hatte sie wohl Todesängste ausgestanden in den vergangenen Stunden. Hätte er im Vorneherein aber gewusst, dass sie durch ihr Gefühlschaos so redselig sein würde, hätte er ihr wohl doch unterschwellig den Mund verboten. "Kami, wenn der Sensei...wenn er nicht gewesen wäre...dann wärst du nicht mehr...nicht mehr lebend heim gekommen!", führte sie nun doch leise schluchzend ihren aufgewühlten Redeschwall fort, kniete sozusagen vor dem Bett und war nun daran ihre Tränen in den weißen Kimono fallen zu lassen, welchen man Kaito angezogen hatte. Zuerst fragte sich der Violetthaarige noch, was wohl nun in Misaki vorgehen würde, wo es doch sozusagen eine 'Nebenbuhlerin' gab, beim registrieren ihrer abgehackten Worte aber gefror sein Lächeln schlagartig und dieser kühle, ernste Blick kam wieder zum Vorschein. Was um Himmels Willen sagte sie da? Sie wusste doch genau, dass er so etwas überhaupt nicht mochte, schon gar nicht in solch einem Fall. Und so wie sich Kaito bisher gegeben hatte, würde er es auch nicht unbedingt gut heißen, dass sein älterer Kamerad... "Er...wäre beinahe selbst an...an Chakramangel...und Entkräftung gestorben...weil...er dich mit seinen letzten Ressourcen...geheilt hat...mit dem Shôsen...das er das überhaupt noch in dem Maße geschafft hat...und...als ihr hier ankamt...hatte er kaum noch Puls...Kami und du...ich habe dich im ersten Schrecken...für eine Leiche gehalten und...und...ich hab mir solche Sorgen gemacht!!!" Es war ja förderlich und gesund, wenn man alles was einen belastete herausließ und von sich wusch...Aber es gerade auf diese Weise zu tun...Nein, ihm gefiel das nicht, überhaupt nicht und er wünschte, sie würde ihren Mund halten, hätte ihn gehalten. "Akisa-chan, das reicht.", sprach nun konsequent in ihre Richtung, seine Stimme glich einem eisigen Hauchen, mit dem er sie anrufen wollte, dass sie zu viel für seinen Geschmack preis gegeben hatte. "Nein! Ihnen zu dafür zu danken wird nie reichen, Sensei! Sehen Sie endlich ein das -" "Meine Pflicht ist, Leben zu wahren und schützen, soweit es in meiner Macht steht. Ich bin selbst erleichtert, dass Kaito-kun auf dem besten Weg der Besserung ist und alles reibungslos ablief. Freue dich also lieber, anstatt dir um etwas den Kopf zu zerbrechen, was nicht eingetreten ist." Möglicherweise war es etwas hart von ihm, dass er das bereits schreiende Mädchen so kalt tadelte, aber eine andere Möglichkeit blieb ihm nicht offen, wenn er beibringen wollte was es hieß, diesen Beruf auszuüben. Man musste selbst wegstecken, um anderen Menschen und Lebewesen optimal helfen zu können, durfte vor Patienten keine Eitelkeit oder Schwäche zeigen. Wie sollte man jemanden auf diese Weise auf die Beine bringen? Und was nützte das Wissen, dass jemand dem sein Leben selbst nichts bedeutete, einen mit diesem 'gerettet' hatte? Konnte man sich nicht einfach mit einem guten Ergebnis zufrieden geben? Musste dies so fanatisch gepriesen werden? Aufgerollt werden? Reichte nicht das Wissen, die Erkenntnis, dass es dem Verletzten bald wieder bestens ging? Das er auf die Beine kam? Jedenfalls war dies Saitô's strenge Sicht der Dinge, er hasste es gelobt und gepriesen zu werden, schon seit seiner Kindheit, als man seine Talente entdeckt und ihn zum Clan-Genie ernannt hatte. Zwar war er ja besonders, aber in seinen Augen nichts Besonderes. Das waren zwei verschiedene paar Schuhe und als ein Held wollte er schon gar nicht gefeiert werden, weil es dazu keine Gründe gab.
Um wieder zur Ruhe zu kommen, trank er erneut einen Schluck aus seinem Becher, mit der Feststellung, dass er durch seine innere Aufregung sein Hyôton etwas hatte wallen lassen, welches die Flüssigkeit abgekühlt hatte. Beschweren tat er sich aber nicht, nahm weiterhin die vom Körper gebrauchte Flüssigkeit zu sich und seufzte einfach, während Akisa sich wohl grob über die Augen wischte und dem 'Befehl' ihres Sensei Folge leistete. Dennoch fragte sich wieder beruhigende Yuki, warum er so 'aus der Haut gefahren' war [auf seine eigene Art und Weise]. Lag das an seinem eigenen, noch immer nicht ganz ausgeruhten Zustand? War er überreizt? Wahrscheinlich, anders konnte er es sich kaum erklären.
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Di Jun 05, 2012 8:32 am

"Vielleicht wacht er gleich auf!"? Das war wirklich unverkennbar Misakis Stimme gewesen und im Nachhinein dachte er sich wirklich, dass er sich besser hatte auf diese "Begegnung" vorbereiten müssen. Ein Shinobi durfte nie unvorbereitet und musste immer konzentriert sein. Aber okay... wahrscheinlich sollte er das in seiner jetzigen Lage nicht gerade sagen. Sai vielleicht, der ihm gerade darauf antwortete, dass er ihn nicht so leicht los werden würde. Toll, noch ein "ungebetener Gast", der ihn beschäftigen würde. Wenigstens schien auch er selbst ganz gut genesen zu sein - ob er lange im Koma war? Apropos... wie kam es das er das überlebte? Er war durchlöchert worden wie ein Schweizer Käse, weil er nicht aufgepasst hatte. Die größte Regel hatte er verletzt: Kehre deinem Feind nie den Rücken zu. Eigentlich war er sich dann auch sicher gewesen, dass er das Zeitliche hätte segnen müssen: Also wie hatte er es überlebt? Es bereitete ihm Kopfschmerzen, wenn er sich jene Szenarien vorstellte, die er für erdenkbar hielt... und jedes Mal spielten dieser dumme Sensei, sowie Sai und Kandade eine tragende Rolle. Aber nicht Misaki - irgendwie traute er ihr nicht so viel zu. Sie saß ja selbst nun am Krankenbett und hielt Händchen. Gut, der Gedanke schien nun hart zu sein, doch instinktiv wollte der Schwarzhaarige damit wohl auch in seinem Unterbewusstsein den eben erhaltenen Eindruck von der Braunhaarigen unterdrücken. Sich nicht mehr daran erinnern. Hey, noch ein Pluspunkt. Er hatte keine Amnesie! [natürlich dachte er das sarkastisch, was denkt ihr denn? Immerhin wäre er jetzt gerne woanders]. "Ihr beiden seid mir Unheimlich. Ihr benehmt euch so eigenartig" Aha. Schön. "Tut mir Leid... das ich einmal... freundlich gewesen bin...." Seitlich sah er Misaki aus dem Augenwinkel genervt an, bedeutete ihr damit wohl, dass das warme Lächeln vorher nur ein "Ausrutscher" oder vielmehr ein "Versehen" gewesen war. Ja, das war doch auch richtig. Das musste sein. Zumal es ihr ja auch unangenehm und komisch vorgekommen war. Wie war er selbst darauf gekommen? Sie einfach so anzulächeln, das war grotesk und am liebsten hätte er sich die Haare zerrauft. Außerdem... sollte sie nicht lieber frö--- Sie weinte? Nein, das konnte er nun wirklich nicht vertragen. Wieso weinte sie denn? War sie so eine Heulsuse? Wieso mussten Mädchen immer weinen, wenn einem was passierte und es einem doch danach offenbar besser ging? Man konnte sich ja freuen und all das, aber das war ja wirklich etwas übertrieben, oder? Na toll... nun fühlte er sich in gewisser Hinsicht auch noch schuldig, weil sie wahrscheinlich die ganze Zeit über an seinem Bett gesessen hatte. Angestrengt bei diesem Gedanken rollte er nur seine Augen, vernahm dann das "Welcome Back" von Sai. "Du... mich auch..." Oh ja, diese Genervtheit gerade war wirklich unvergleichlich und wahrlich ein Zeichen dafür, dass es ihm ganz gut zu gehen schien - obgleich er sich immer noch schwach fühlte. "Ihr Tee, Sensei. Gomenasai, dass es dauerte, aber Sie wissen ja, dass der blöde Kessel spinnt." Oh nein. Bitte nicht. Es reichte schon, wenn Misaki nicht anders konnte, als zu heulen und seine Hand zu halten. Da kam er sich schon genug wie ein Baby vor, das Schutz und Umsorgung brauchte. Wieso um alles in der Welt schickte man Akisa nun hier rein?!
Sie war die letzte, die hier rein kommen sollte, wenn er verletzt worden war, verdammt nochmal! Hatte Sai denn wirklich keine Ahnung davon, wie sie reagieren würde? Er selbst wusste es nämlich genau und er wusste auch, dass er sie dann wieder irgendwie trösten musste. Einerseits war sie nämlich stark nach außen hin und markierte die Intelligente und Durchdachte... aber jedes Mal, wenn Taichi oder er verletzt worden waren, hatte es einen Aufstand gegeben - Taichi bekam die Schläge, er bekam die "Widmungen" der Besuche - beide bekamen Freudentränen und Umarmungen, beziehungsweise Kopfnüsse. Herrlich, wie sie ihn nun ansah. Genau damit hatte er gerechnet, wieso er seufzend hinnahm, als sie seinen Namen rief, geradezu auf das Bett zuzustürmen schien und ihm schließlich um den Hals fiel, wobei er zugegebenermaßen kurz zusammenzuckte, weil ein kleiner Schock durch seinen Körper fuhr, der von der dadurch verursachten "stärkeren" Bewegung ruhte. "A...kisa... das tut... weh... hey..." Oh ja, nun merkte er wieder Schmerzen. Aber anscheinend schien sie das nicht zu hören, zu ignorieren voller Freudentränen und begann dann auch schon weiter zu faseln davon, was sie alles durchgemacht hatte. Ja, er konnte sie ja verstehen, aber-- Moment. Was hatte sie da gesagt?! "Er...wäre beinahe selbst an...an Chakramangel...und Entkräftung gestorben...weil...er dich mit seinen letzten Ressourcen...geheilt hat...mit dem Shôsen...das er das überhaupt noch in dem Maße geschafft hat...und...als ihr hier ankamt...hatte er kaum noch Puls...Kami und du...ich habe dich im ersten Schrecken...für eine Leiche gehalten und...und...ich hab mir solche Sorgen gemacht!!!" Seine Augen weiteten sich, während sich seine Teamkameradin weiter ausheulte und er selbst nicht anders konnte, als vor sich auf die Decke zu starren, während sich ein Film vor seinem inneren Auge abspielte. Ein Film von einem jungen Shinobi - Sai -, der vor einem blutigem Körper - er selbst - saß, ihn heilte und dabei sein eigenes Leben riskierte. Wegen ihm... wäre ein Teamkamerad fast gestorben? Er hatte es verschuldet, dass Sai so schwer verwundet hier eingeliefert worden war? Weil er versagt hatte? Weil er versagt hatte, wäre beinahe jemand gestorben, der das gar nicht verdient hatte? Der gar nichts verschuldet hatte? Eine unschuldige Person? Kaito spürte regelrecht, wie sein Puls von der Aufregung her schneller wurde und er sich auf die Unterlippe beißen, die Augen schließen musste. Dieses Bild musste weg! Sai hatte das alles für ihn aufgeben wollen? Hatte Akisa das damals wirklich wörtlich gemeint? Dass er sehr weit für sein Team ging? So weit? Aber wieso? Wieso hielt jemand es für nötig, das für ihn zu riskieren? Er verstand es nicht. Es wollte einfach nicht in seinen Kopf rein! Es ging einfach nicht!
Es dauerte eine kleine Weile, bis Sai endlich Akisas Zunge zügeln konnte, wessen Besitzerin allerdings weiterhin an seiner Seite verweilte und ihn weiter fast schon beschützend an sich drückte - während er selbst das alles nur ganz langsam schlucken konnte. Seine Hand umgriff nun zum ersten Mal Misakis - als ob sie es bestätigen sollte, dass es war wäre - , während er nun auf die Zähne biss. Nicht vor Schmerzen, aber vor Wut auf sich selbst. "Du.... musst dir... keine Sorgen machen... Akisa.... es geht schon... Du kannst mich... gehen lassen... Wirklich..." Eine wohlige Stimme, die sogar fast freundlich klang und voller Vertrauen - letzteres auf jeden Fall.... aber: Er sah sie nicht mal an, sondern hatte die Augen immer noch geschlossen, wollte diesbezüglich gar nichts sagen. Es ging einfach nicht, sein Gehirn musste das erst langsam verarbeiten. Letzteres schien seine ehemalige Kameradin auch zu verstehen, schien zu begreifen, dass sie das wohl am besten für sich behalten hätte... und ließ ihn dann los, lächelte wehmütig. Ging dann. Sie ging einfach hinaus. Okay... er stand nicht nur in Akisas Schuld, dass sie den Anblick ertragen musste... sondern in Sais auch... mit seinem Leben, da eben dieser solches riskiert hatte. Genauso auch wie in Misakis, da sie da geblieben war. Seine Hand wohl auch nun nicht losgelassen hatte - obwohl er so energisch nach ihrer Hand gegriffen hatte, fast wie automatisch. Allerdings löste er eben diesen Griff nun und zog seine Hand leicht von ihrer Weg... legte sie langsam an seine Stirn, musste nachdenken... Er stand in Sais Schuld... Weil er ihn in Gefahr gebracht hatte. Ja, er gab sich gerade für alles die Schuld - wahrscheinlich auch dafür, dass Kanade irgendwo ebenfalls mit Wunden im Krankenhaus lag [was er doch nicht ausschließen konnte] - und wenn es jemand gesehen hätte, so hätte er es wohl nicht geglaubt. Für alle war Kaito wohl ein schwarzes Loch, das alle Emotionen aufsog und keine zeigte. Ihn schienen seine Kameraden nicht zu interessieren - und doch hatten sie keine Ahnung, dass der Junge sich einmal geschworen hatte, niemanden mehr sterben zu lassen, der ihm auch nur irgendwo etwas bedeutete. Seit der alte Mann damals verstorben war... also wie konnte er nun am besten verkraften, dass er seine Teammitglieder so gefährdet hatte? Vor allem Sai, der einen kleinen Bruder hatte, der ihn brauchte. Ja, er zeigte nichts von seinen Gedanken nach außen hin und saß einfach nur so da... aber so dachte er. So empfand er. Auch, wenn er es nicht zeigte.
Es dauerte eine Weile, in der er einfach stumm dasaß und sich wohl auch nicht angesprochen fühlte, nach der er seine Hand wieder auf das Bett sinken ließ, an die Deck starrte. "Was für ein Mensch bist du, Kôno Kaito?" Ja, was für ein Mensch war er? "Sai... Misa...ki... es tut mir Leid." Das war alles, was er im Moment sagen konnte und es schien so, als ob er ein völlig anderer war. Da war sie... eine neue Art an ihm. Eine Art, die er eigentlich nie zeigte, weil ihm nie so etwas unterlaufen war: Ein Fehler, der beinahe jemandem Unschuldigen das Leben gekostet hatte. Vermischt mit einer Art, die seine versteckte natürliche Freundlichkeit zeigte, die er irgendwo in sich herinnen wohl noch hatte. Irgendwo.
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Mi Jun 06, 2012 12:14 am

Alle schienen wohl sehr Erleichtert zu sein, nur bei Kaito wusste man es nicht so Recht. War er nun froh alle wohlauf zu sehen oder nicht? Sein Lächeln sagte ja so einiges aus aber das, was er sagt klang wie immer genervt. Daher war Misaki sehr Überfragt ob Kaito nun glücklich ist oder nicht.
Saito lies sich von seinen Verhalten weder beeindrucken noch sich beirren. Kaito war schon so ein Kerl für sich. Man wusste nie so ganz wie man bei Kaito stand aber war ja auch egal, er nörgelte wieder rum und das war ja schon mal gute Anzeichen für seine Genesung.
Aber kaum war man mal für wenige Sekunden in Gedanken, hing auch schon ein Weibstück an Kaitos Hals. Wenn Blicke töten könnten, dann wäre diese schon etliche Male gestorben und das nicht grade sehr Sanft. Eine Kriegserklärung musste her aber so, dass weder Saito was dagegen sagen konnte noch Kaito. Misas Gehirn ratterte auf Höchstgeschwindigkeit, alles Unnötige wurde rausgeschmissen und nur das, was man gebrauchen konnte blieb. Während Akisa irgendwas redete, Saito sein Senf dazu gab und Kaito auch, wurde Misa wieder aufmerksamer. Und da kam ihr auch eine gute Idee.
Kaito und ich haben bald ein Date!, sagte sie Frei heraus und in den Moment war es ihr auch egal, ob es Kaito mitbekam.
Ohja ein Date sollte schon drin sein vor allem weil ihr letztes Geld für die schönen Blumen drauf gegangen sind. Aber sie sahen auch wirklich schön aus und als sie diese hier aufgestellt hatte, wachte Kaito auch auf. Die Blumen zufuhr waren auch schön nur halfen diese kein Stück. Ihr Blick wanderte zu ihrer Hand, die Kaito ergriffen hat und sie sachte drückte. Knallrot lief die gute an, ihr Blick starr auf die Hände gerichtet um diesen Moment für immer in Gedächtnis zu brennen.
Am schönsten wäre es ja, wenn sie etwas älter wären und er ihr ein Antrag machen würde....was weit her geholt aber Träumen durfte man noch.
Tja aber wie Kaito mit der Dame da sprach, lies bei Misa wieder eine Regenwolke entstehen und ihr war wieder zum Heulen zumute. Ihr Blick blieb an ihrer Konkurrentin hängen bis diese nicht mehr zusehen war weil diese aus dem Zimmer war. Nun wurde Kaito wieder sehr Schweigsam, Sai sagte auch nichts und so schwieg auch Misa für ein paar Sekunden.
Welche Farben Kaito wohl mag? Helle oder dunkle? Immerhin muss ich ja wissen wie mein Kimono aussehen muss. In Gegensatz zu ihren Mitmenschen denkt Misa so gut es ging immer Positiv.
Lag auch wohl daran, dass sie alles schlechte Ausblendete um nicht selbst Depressiv zu werden. Hoffnungsvoll sah sie Sai an, der war ja ein Kerl und so musste er doch wissen, was Männer für Farben mochten. Rosa fiel da raus, so könnte Misa etwas Rotes anziehen. Ihre Tante wird ihr bestimmt weiterhelfen können wenn Sai es nicht könnte. Nur wirkte er schon wie ein Erwachsener, daher lag ihre Hoffnung ja grade bei ihm, dass er ihr weiterhelfen könnte.
Du kannst ja mit Kana-chan zum Fest gehen. Na wie wärs? Sonst wärt ihr beide wie das 5. Rad am Wagen. Zumal die beiden sich ja eh gut verstanden, könnten die auch gleich als Pärchen hingehen. Und die Mädels würden Sai nicht belagern und bei Kaito taten diese es ja eh nicht.
Ihre kleine Traumwelt ging wiederzu Bruch als Kaito Sprach. Was hatten alle gegen ihre Träume? Dies war wirklich der Höhepunkt des Tages. Kaito, dieser Kaito entschuldige sich für etwas, wofür er gar nicht konnte.
Erst sah sie zu Sai, der sicherlich auch sehr Überrascht war dies zu hören.
Vorsichtig tätschelte Misa über Kaitos Kopf und sagt:Na na...Das passiert jeden mal. Wir sind ein Team und als Team hält man zusammen. Alle für einen und einer für Alle. Den letzten Teil kannte Misa noch aus einen Film oder Serie.Sicherlich war es ein Film.
Werde erstmal wieder Gesund. Darüber würden wir uns viel mehr Freuen. Außerdem ist Sai einsehr guter Arzt. Ihm ist nichts passiert weil er eben so gut ist. Könnte sie genug Blut sehen, würde sie auch eine Ausbildung bei Sai starten. Nur das eine Bild von Kaito der in seinen Blut lag, verstärkte ihre Angst vorm Blut nur noch mehr und traumatisiert war sie nun auch. Dies behielt Misa doch für sich, sonst würde der arme noch Schuldgefühle bekommen-
Ich hatte dir ja Kekse gebacken aber naja..ich denke mal du willst deine Zähne behalten.
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Fr Jun 08, 2012 12:37 am

Je mehr Sai von seinem, wenn auch unabsichtlich, gekühlten Tee trank, desto ruhiger wurde sein Gemüt und sein Geduldsfaden, der über so manches Schicksal richten konnte, flocht sich wieder, einigermaßen, stabil zusammen. Durchaus hatte seine Schülerin eine gewisse Grenze überschritten, was sie ihres Blickes nach zu urteilen auch einsah. Doch richtig übel nehmen konnte er ihr das auch wieder nicht, immerhin hatte sie ihre Ausbildung vor noch nicht allzu langer Zeit begonnen, konnte noch nicht einschätzen was im Rahmen der eigenen Aufgaben lag und wie man diesbezüglich mit Patienten in so einem Fall umging. Ein Iryônin musste ein hohes Maß an Selbstdisziplin mitbringen, sich zusammenreißen können. Das ihr das vor einem verwundeten Freund nicht leicht fiel, war nur menschlich und natürlich für ihren Stand. Deswegen äußerte er sich auch nicht mehr ihr gegenüber über diesen Vorfall, hörte eher, sie liebevoll Kaito sie zur Ruhe bringen wollte und beobachtete mit einem Seitenblick Misaki's vorhergesehene Reaktion. Natürlich war sie keineswegs begeistert über die Aktionen der Nebenbuhlerin, starrte sie an, als würde sie sie jeden Moment anzünden wollen. Tja, die Liebe war schon ein seltsames Pflaster und Saitô war in dem Moment froh, davon verschont zu sein. Er hatte weder Ambitionen auf diese emotionalen Achterbahnfahrten [die hatte er bei Kami auch auf andere Weise oft genug], noch überhaupt in einer Beziehung zu stecken und irgendwann Kinder zu haben. Ehemann? Familienvater? Als so etwas konnte sich der Yuki beim besten Willen nicht vorstellen. Schon alleine weil er keinem zumuten wollte, dass er kaum Zeit für ein inniges Familienleben hätte und immer mit einem Fuß im Grabe stand. Das einzig Gute an der Sache wäre, für Nachkommen des Clan's zu sorgen. Mehr sah er in diesem Sinne nicht und wollte es auch nicht. Eine Thematik, bei der er anderen zwar gerne weiterhalf soweit er es konnte, die er aber für sich selbst nicht ergründen wollte.
Nachdem Akisa das Zimmer verlassen hatte, kehrte für einen Moment Ruhe im Zimmer ein. Misakis Einwurf mit diesem 'Date' hatte der junge Mediziner zwar vernommen, war aber mental nicht näher darauf eingegangen. Erst als sie sich mit hoffnungsvollen, großen Äuglein an ihn wandt, begann er sein Umfeld wieder komplett wahr zu nehmen. "Welche Farben Kaito wohl mag? Helle oder dunkle? Immerhin muss ich ja wissen wie mein Kimono aussehen muss." Es war nicht zu leugnen, dass der Violetthaarige sie für Sekunden mit einer Prise Überraschung anblickte. Nicht, weil er sich darüber wunderte, dass sie dies fragte, denn dies war ihre Art. Nein, eher weil sie das so offen vor Kaito selbst fragte, als ob er gar nicht anwesend wäre. Normalerweise hätte er es ja vorgezogen sie darauf hin zu weisen, dass man auch unter vier Augen darüber hätte sprechen können, da es ihm aber am Herzen lag das sie, nachdem sie vorher geweint hatte, wieder zu ihrem Frohsinn kam, ging er auf die Sache ein. Für einen Moment musterte er sie prüfend, dachte einen Augenblick nach und lächelte sie dann wie üblich an. "Ich glaube, dir würden helle und fröhliche Farben am Besten stehen, Misa-chan. Nicht gar so kräftig vielleicht. Dein Verhalten und deine Ausstrahlung gleichen sehr der Stimmung des Frühlings. Pastelltöne, hier und da ein wenig frisches Grün oder Blau und...die Farben von Sakurablüten...Ja, ich denke das wäre optimal. Ansprechend, elegant, aber nicht aufdringlich." Anstatt darüber nachzudenken, was Kaito guthieße, bezog er seinen Tipp eher auf die Erscheinung der Braunhaarigen. Man sah immer am Besten in den Farben aus, die einem auch standen, die zu einem gehörten. Ihm für seinen Teil standen am Besten Schwarz, Weiß, Violett und Blautöne. Winterliche, kühle Farben. Und bei Kaito würde er mehr zu Schwarz und verschiedenen Rottönen tendieren. Wahrscheinlich würde man sich nun fragen, woher der junge Mann ein solches Verständnis hatte. Nun, wer ein Auge für die Natur hatte und aus einem angesehenen Clan stammte, der wies nicht nur irgendwann ein Gespür für Farben auf, sondern auch einen gewissen Draht, wie man sich zu bestimmten Anlässen kleiden sollte. Bei einer Verabredung, so fand er, sollte man ja wohl auf seine Vorzüge spielen und wie er vorher schon erläutert hatte, sah er diese bei seiner Kameradin in den Tönen des Frühlings. Doch das war nicht das Einzige, was sie an ihn richtete. "Du kannst ja mit Kana-chan zum Fest gehen. Na wie wärs? Sonst wärt ihr beide wie das 5. Rad am Wagen." Im Grunde ein lieber Gedanke von ihr, immerhin zeugte dies nicht von Egoismus und verschaffte ihr einen Pluspunkt. "Hm, warum nicht? Sollte ich an diesem Fest frei haben und sie zusagen, wäre das sicher ein netter Nachmittag.", erwiderte er also schmunzelnd, da es ihm wirklich nichts ausmachen würde, Kana-chan auszuführen. Natürlich von vorneherein nicht im Sinne von einem Rendezvous, wie Misaki das wohl bei Kaito vorsah, sondern einem freundschaftlichen Zeitvertreib. Soweit dachte er persönlich aber nicht einmal, da es für ihn grundlegend eben genau so fest stand.
Die Schweigsamkeit und Nachdenklichkeit des Schwarzhaarigen war ihm währenddessen ebenfalls nicht ungeachtet geblieben. Seine vorige Muffligkeit war bisweilen ein gutes Zeichen der Besserung gewesen, dieser fast verlorene Blick auf die Bettdecke aber glich eher einem gar besorgniserregenden Rückschlag. Allerdings konnte der Älteste unter den Dreien ahnen, weshalb dieser Zustand eingetreten war. Beim gemeinsamen Abendessen hatte er schon die Mutmaßung getätigt, dass der Jüngere ihm in mancherlei Hinsicht glich, dass sie sich beide gar nicht so derart verschieden waren. Auch er schien sein wahres Selbst hinter einer Art Maske zu verstecken, empfand wohlmöglich Dinge, die er nicht im vollem Umfang preisgeben konnte oder wollte. Zu hören das für die Erhaltung seines Lebens beinahe ein anderes erloschen war, regte sicherlich die ein oder andere Empfindung in ihm an. Schuld vielleicht, so wie Saitô sie in diesem Moment fühlen würde. Wenn es so war, kannte er diese Gefühle nur zu gut, immerhin lebte er in Schuld, war der Meister der Selbstkasteiung. Das rührte zwar eher daher, dass er sich selbst nicht verzeihen konnte, aber auch weil er doch nur im Austausch vieler Opfer weiterhin auf Erden wandeln durfte. Wenn er sich seinen neuen Kameraden nun so ansah, erinnerte er ihn an sich selbst. An ein Selbst... //Das ist nicht mehr ist...// Er sah sich bei diesem Gedanken schier vor etwas mehr als drei Jahren im Krankenbett liegen, schwerer verwundet als der Schwarzhaarige gerade, jedoch ebenfalls frisch aus dem Koma erwacht. Gepeinigt von wiederkehrenden Erinnerungen an die Geschehnisse, die ihn ans Bett gefesselt hatten. Gequält von den Eindrücken, den Verlusten und dem eigenen Versagen. Würde man sein jüngeres Selbst also nun neben Kaito legen, so würden sich Ausstrahlung und Gesichtszüge wie ein Ei dem anderen Gleichen. Es gefiel dem Yuki also nicht sonderlich, dass er beiwohnen musste, wie sich Unschönes wiederholte, denn immerhin kämpfte er dafür, dass es andere Menschen von derlei Missständen verschont blieben. So schmerzte ihn dieses "Sai... Misa...ki... es tut mir Leid." auch, zwang ihm zu einem leisen, beinahe traurigen Seufzen und dazu, sich wieder zu sammeln. Seine jüngere Kollegin nebenan erleichterte ihm dies, als sie dem jungen Mann zart über den Kopf tätschelte und aufmunternd meinte: "Na na...Das passiert jeden mal. Wir sind ein Team und als Team hält man zusammen. Alle für einen und einer für Alle." Völlig recht hatte sie damit, als Team war man zum Zusammenhalt verpflichtet, doch was sie im Nachhinein hinzufügte, verlangte ihm einen überraschten Gesichtsausdruck ab. "Werde erstmal wieder Gesund. Darüber würden wir uns viel mehr Freuen. Außerdem ist Sai ein sehr guter Arzt. Ihm ist nichts passiert weil er eben so gut ist." Richtig, Lobe mochte er eigentlich weniger und das er noch lebte hatte er wohl eher seiner Robustheit und der medizinischen Versorgung hier im Krankenhaus zu verdanken...Aber trotzdem ehrte ihn dieses Lob diesmal. Er wusste selbst nicht warum. Möglicherweise lag es an dem gemeinsamen Geschehnis in Kaminari no Kuni, das man als Team zusammenwuchs und damit begann, sich gegenseitig für die einzelnen Fähigkeiten zu schätzen. Oder weil es eben so aufrichtig geklungen hatte. Ein schmales Lächeln konnte er da weiß Kami nicht untermauern. Nun war es jedoch an ihm, etwas zu diesem Fall los zu werden. In diesem Zuge richtete er sich also direkt an ihn, lächelte sanft und schüttelte leicht mit dem Kopf. "Misa-chan hat recht, dir muss überhaupt nichts leid tun. Vor allem solltest du dir keine Gedanken um etwas machen, dass nicht eingetreten ist. Sorge dich lieber um deine Genesung und sei stolz auf dich. Immerhin hast du laut deiner Akte nie zuvor an solch einer Mission teilgenommen und hast dennoch Hervorragendes geleistet. Jeder von euch hat seine Aufgaben tadellos erfüllt und wie ich in deiner Krankenakte gesehen habe, auch ich. Niemand ist ohne Fehl, aber gemeinsam kann man diesen Missgeschicken entgegenwirken, so wie Misa-chan schon sagte." Nachdem er seinen Satz beendet hatte, erhob er sich, um mit geübten Handgriffen einen von Kaito's Infusionsbeuteln auszuwechseln. Später würde er nach einer Untersuchung auch die Medikamentendosis überdenken müssen, da er es unnötig fand mit den Chemikalien zu übertreiben, wenn der Grad der Selbstheilung bereits so vorangeschritten war.
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