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 Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme

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Yuki Saitô
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BeitragThema: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Sa Jan 21, 2012 3:57 am

das Eingangsposting lautete :

Die Station S1 ist eine von vielen in diesem großen, neu errichteten Krankenhauskomplex. Sie befindet sich im Erdgeschoss des vorderen Sektors und beinhaltet neben Praxen für Allgemeinmedizin auch die Notaufnahme. Hier können sich die behandelnden Iryônin und Iryôhan also sofort um Notfälle kümmern, sie in andere Bereiche verfrachten oder Krankheiten wie Grippe oder Windpocken behandeln.
Außerdem befinden sich auf dieser Station Vorbereitungsräume, in denen auch gerne Mentoren mit ihren Schützlingen üben.
An sich weist diese Station keinen großen Unterschied zu denen anderer Krankenhäuser auf. Man findet hier meist sterile Farben, jedoch moderne Einrichtungen und Dekorationen, welche die Ärztemannschaft oder Patienten selbst gebastelt haben.
Unterkünfte für Patienten findet man hier kaum, da die meisten entweder verlegt oder nach Hause geschickt werden, da es sich meist nur um kleinere Malheure handelt, wenn man von der Allgemeinmedizin ausgeht.
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Fr Jun 08, 2012 5:57 am

Nein, er konnte sich nicht mit dem Gesagten zurecht finden. Das ging einfach nicht. Kaito konnte sich nicht vorstellen, dass jemand so weit für ihn gegangen war. Ausgerechnet ihn. Zwar hatte Taichi ihm schon oft Andeutungen gegeben, dass er das auch tun würde... aber war Sai es, der diese feine Grenze in dem Verstand des Schwarzhaarigen überschritten hatte. Eine Grenze, die seine Gefühle etwas anging... ob er Sachen an sich heran ließ oder nicht. Letzteres war nämlich etwas, das man ihm wahrscheinlich gar nicht zutraute. Dass er überhaupt etwas an sich heran lassen konnte. Man dachte immer, er sei wie ein Kühlschrank und würde es sogar gerne sehen, wenn Yuki - Nin starben, doch dem war nicht so. Ja, Kaito wusste sehr wohl von Unschuldigen und Schuldigen zu trennen. Von Shinobi, die etwas dafür konnten. Von Räten. Aber auch von Leuten, die diesen Beruf ausübten, um ihre Familie versorgen zu können. Ihre Kinder. Oder anderweitig über die Runden zu kommen. Von denen, die es eigentlich hassten zu töten oder die Welt ein wenig besser machen wollten. Die ihr Dorf schützen wollten... die nie von eben diesem gepeinigt worden waren, so wie er. Gegen diese Leute hatte er nichts, doch die davor genannten... er hasste sie. Wenn man ihn fragen würde, so würde er perfekt zurück antworten. Er würde ihnen ins Gesicht sagen, dass er sie hasste, nicht lügen. Er hasste es zu lügen. Aber zwischen diesen beiden Gruppen gab es dann auch noch diese Leute, die er nicht einordnen konnte. Leute wie seinen ehemaligen Sensei, Taichi oder Akisa. Leute, die für ihn da waren und Teil seines Lebens sein wollten. Die nicht nur schwarz und weiß sahen, sondern ihn so akzeptierten wie er war - mit all seinen möglichen Abgründen. Diese Leute, zu denen auch Sai gehörte. Sai, der ihn gar nicht einmal richtig gekannt hatte und der doch zu allem bereit gewesen war. Wie hatte er so etwas machen können, ohne zu wissen, dass... ja, dass er hier dieses Leben vielleicht kurze Zeit später der Rache wegen wegschmeißen würde? Dann wäre er für was gestorben? Für sechs längere Monate des Lebens? Wie konnte der Iryônin so etwas tun? Oder tat er es gerade, weil er Iryônin war? Oder versuchte schon wieder jemand, ihn zu verstehen... ihn zu seinem "Freund und Kameraden" zu erklären? Ihm diese Tatsache aufzuzwingen? Keine Ablehnung zuzulassen, auf dass er es irgendwann akzeptierte? So wie Taichi? Kami... er verstand diese Handlung nicht... sie war unlogisch... wieso ging man so weit für ihn... man hasste und verachtete ihn doch... es gab überall diese Blicke, diese Dinge... wieso ging jemand so weit für ihn, der ihn gar nicht wirklich kannte? Einfach nur so? Man opferte sich doch nicht bereitwillig für einen Fremden...! Und überhaupt...--
Eine Berührung an seinem Kopf, riss ihn aus den Gedanken, ließ ihn kurz zusammenzucken - er war so vertieft gewesen, dass er das vorher Gesagte gar nicht wahr genommen hatte. Es war Misakis Hand, die ihn am Kopf getätschelt hatte. "Na na...Das passiert jeden mal. Wir sind ein Team und als Team hält man zusammen. Alle für einen und einer für Alle." Wusste sie selbst über die Bedeutung dieser Worte...? Aber halt... das passierte jedem mal? Nein! Es passierte nicht jedem mal! Es passierte ihm nicht! Er hatte sein Leben in Gefahr gebracht. Er war zu dumm gewesen. Wegen ihm wäre fast jemand gestorben, der das sicherlich nicht verdient hatte. Er war derjenige, der stark sein musste. Weil er seine Rache verüben musste... Genau! Er war der letzte des Kôno - Clans und daher durfte er keine Schwachstelle zeigen. Wie konnten sie nur so daher reden, als ob sie ihn verstehen würden? Wie konnten sie so einfach sagen, dass sie doch ein Team waren? Und verdammt, er wusste, dass Sai ein guter Arzt ist, sonst hätte er seine Wunden nicht so versorgen und nun noch leben können... Das musste sie ihm nicht sagen. Was war auf einmal mit allen los... er wollte nicht umsorgt werden. "Vor allem solltest du dir keine Gedanken um etwas machen, dass nicht eingetreten ist. Sorge dich lieber um deine Genesung und sei stolz auf dich." "Stolz...?" Ein sarkastisches Lächeln glitt über seine Lippen, als er mit Ach und Krach von der Wut auf sich selbst schon fast getrieben, seine Hand heben konnte und Misakis von seinem Kopf... schlug? Nein, das konnte man nicht ganz so nennen - es war eher ein leichtes Schieben, denn mehr Kraft konnte er einfach nicht aufbringen. Er hasste es, verdammt! Am liebsten würde er auf einen Tisch schlagen, seine Aggressionen entladen... aber hier war nichts, woran man sie wie ein Ventil abladen konnte. Hier war kein Druckventil - hier waren nur Luft und Worte. Zähneknirschend ballte er die Fäuste, merkte gar nicht, dass es seiner noch heilenden Hand alles andere als Gut tat - sie sogar weh tat. Aber diese Schmerzen interessierten ihn nicht. "Niemand ist ohne Fehl, aber gemeinsam kann man diesen Missgeschicken entgegenwirken, so wie Misa-chan schon sagte." "Als ob!", spie er schließlich aus, war aufgefahren, hatte einen Schwall von Schmerzen von der schnellen Bewegung - doch das brachte ihn nicht davon ab, weiter zu reden. Es war schon fast so, als ob die blanke Wut ihm diese Kraft geben würde... komischerweise flackerten seine Augen auch kurz lila schimmernd auf, die Pupillen verengten sich sogar kurz zu Schlitzen - obwohl das Bluterbe nicht einmal aktiv war.. Ja, es hatte sich durch diese enorme Emotion des Hasses, der Wut, geregt. "Hör auf mir etwas mit diesen beschissenen Berichten vorzumachen! Ich war schwach, kapiert?! Und das darf ich nicht sein! Ich muss stark sein, sonst kann ich alles vergessen! Hört auf mir zu sagen, dass es jedem mal passieren kann! Hört auf zu sagen, dass es euch nichts ausmacht! Denkt nicht, dass ich euer Freund bin UND hört verdammt nochmal auf mir zu sagen, dass ihr mich trösten wollt! Ich brauche euren Trost NICHT!!" Ein Schwall Blut verließ seinen Mund in Richtung seiner Hand, doch interessierte ihn das herzlich wenig. Die Schmerzen, die er gerade hatte... sie waren ihm egal. "Es ist egal, ob es meine erste... solche... Mission war! Ich bin ein Kôno! Ich habe Erfolg zu haben! Aber Moment! Ich soll und darf ja keinen Erfolg haben! Verdammt! Ich brauche deine Hilfe nicht, kapiert?! Ich komme gut alleine klar! Weil ich nicht schwach bin! Weil ich stark sein muss!!" Wieder spuckte er Blut, doch resignierte er keineswegs. Was hatte sein Leben denn für einen Sinn, wenn er schwach wäre? Wenn er seinen Clan nicht rächen könnte? Wenn er einfach zu schwach dafür wäre? Wo bliebe dann der Sinn, für den er leben würde? Ja genau, er würde verschwinden. Für ihn hatte das Leben keinen anderen Sinn! "Und ich brauch auch deine gottverdammten Kekse nicht!" Seine Hand hielt er vor dem Mund, die mittlerweile doch schon mehr als nur etwas Blut abbekommen hatte, welches auch auf die Bettdecke getropft war. Aber viel schmerzlicher war wohl seine Tonlage, in der er schrie... sie war voller Selbstzweifel... oder vielmehr Leid, das beschrieb es in gewisser Hinsicht besser. Immerhin war er ein Mensch, der nur das eine hatte, wofür er leben konnte. Er hatte keine Träume von Familie wie Misaki offensichtlich. Er hatte keinen kleinen Bruder wie Sai, um den er sich kümmern musste. Er hatte keine innere Herausforderung wie Kanade mit Gobi... was also war es, dass ihn denn antrieb... außer diese eine Sache, für die er vermutlich zu schwach war? Und alle... alle sagten sie im, dass es nicht schlimm war... alle vermittelten ihm, dass es doch einmal passieren konnte... aber er durfte doch keine Fehler machen! Er musste doch stark sein... er musste es doch... sein... Ihm war zum Heulen zu Mute... doch tat er es nicht. Er würde ganz sicher nicht heulen, dann konnte man ihn gleich als Versager abstempeln. Verdammt... es tat weh... dieses Ziehen... dieser metallische Geschmack... seine Hand... die Wunde aus seinem Training als Zeichen seiner Unfähigkeit - er ballte sie noch mehr. Sollten sie ihm doch nichts Falsches vorhalten. Nichts heucheln.
Kaitos Abend ging stoßweise und er hielt sich die Brust. Kami... wieso? "Woran glaubst du? An den Tod? An die Rache? Oder an die Stärke resultierend daraus, dass man andere beschützt? Gar an die Liebe?".... Es war die Rache, oder? Die Rache, die er nicht nehmen konnte... Weil er nicht stark war... er konnte nicht stark werden, wenn man ihn in Schutz nahm vor sich selbst... sie sollten doch alle ihre Klappe halten! Er lebte doch nur für die Rache und verdammt... konnte ihm jemand sagen, an was er sonst glauben sollte? Den Tod, den er mit Sicherheit bald sehen würde? Die Stärke andere zu beschützen? Wen denn? Er war erstens zu Schwach und ja... er hatte niemanden mehr. Und Liebe? Wer konnte jemanden wie ihn schon lieben? Akisa? Die stand vermutlich gerade draußen im Gang und hatte alles gehört, war schockiert von seiner Zerrissenheit, würde Angst vor ihm haben, wenn sie den Ausdruck in seinen Augen gesehen hätte... den Hass... Und Misaki, die ihm so gekommen war? Er wollte gar nicht zur Seite blicken... weil er sie so angeschrien hatte... Kami, er wusste selbst, dass alle hier nichts dafür konnten... aber ihr Verhalten, es hatte ihn so provoziert... nein, er wollte keinem in die Augen blicken, schloss die Seinen und fasste sich mit der Hand an die Stirn... Wer er war? Konnte ihm das einmal.. jemand sagen? Wenn er zu schwach für seine Rache war... was er dann? Wofür lebte er dann?
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Fr Jun 08, 2012 7:35 am

Ganz in Gedanken für das bevorstehende Date musste sie sich überlegen was sie am besten anzog. Vor allem welchen Haarschmuck sie nahm und wie viel Schminke. Viel wollte sie ja eh nicht nehmen da es sonst zu Übertrieben wäre. Erstaunt über Saitos Vorschlag, grübelte Misaki darüber nach. Du kennst dich echt gut aus. Dich nehme ich ab heute immer zum shoppen mit. Du bist mein Shopping-Bro. Jetzt hatte sie schon wieder irgendwas aus dem TV heraus genommen. So viel guckte sie ja gar nicht aber irgendwie merkte sie sich so ein Zeugs halt sehr gerne. Helle Farben und vor allem Fröhliche… Schwierig wird es nicht werden, schließlich würde ihre Tante ihr ja helfen oder ihre Angestellten. Es wird ein perfekter Tag werden und alle werden Spaß haben. Außer Kanade wirkten alle niedergeschlagen oder so, als wüssten sie nicht wie Lachen geht. Bei Saito lag es wohl an seinen kleinen süßen Bruder..vielleicht durfte er ja auch mal kurz mitkommen damit er auch mal was Schönes sieht und gut tun würde es ihm auch. Besser als nur zu Hause rum zu hocken. Freuen würde es ihn sicherlich. Nur bei Kaito wusste man nicht, wieso er ebenso drauf ist. Saito stimmte zu was wirklich schön war. Dann konnten sie als Team hingehen und so das vertrauen stärken und sie würden etwas gemeinsam unternehmen und es war keine Mission.
Kana-chan wird sich bestimmt freuen. Da bin ich mir ganz sicher und Gobi auch.Jetzt ging es Misaki schon viel besser. Alles lief wieder reibungslos. Sicher bekam Kaito nicht sehr viel mit von alldem, doch wird er es eh erfahren wenn wer ihm davon erzählt oder wenn es soweit wäre. Vielleicht würde er auch Spaß dabei haben. Doch war die Stimmung wieder anders als zufuhr. Bedrückt wirkte diese, Saito pflichtete ihr bei und wollte ebenfalls nicht, dass Kaito derartiges sagt und ganz sicher nicht, dass der Junge so denkt. Kaito musste etwas widerfahren sein, dass er so drauf ist. Gehofft, dass es endlich wieder Gut lief, kam es ganz anders. Kaito reagierte ganz anders. Die Worte die er wie ein Feuer aussprach, waren doch Verletzend. Zumindest trafen diese ihr Ziel und ob es ihm bewusst war, wusste Misa in Moment nicht. Allgemein wusste sie über sein Gemüt nichts aber..Saito hatte sich so viel Mühe gegeben ihn auch aufzumuntern und diese Seite kannte man noch nicht mal von ihm.
Eine Veränderung von Kaitos Augen trat ein, was sehr spannend aber auch etwas seltsam war. Das er so was besaß, das war ihr gar nicht klar. Wieder wurde ihr Bewusst wie wenig sie über ihn Bescheid wusste. Erschrocken sprang sie auf als das Blut hervor kam und so eilte sie schnell zum Waschbecken um das dortige Handtuch zu holen und legte es unter Kaitos Kinn. Blut… Immer Blut kam in Verbindung mit Kaito. Dabei konnte Misa nicht sehr viel Blut sehen. Ihr wurde schon leicht Schwindelig, doch raffte sie sich dazu auf, nicht Ohnmächtig zu werden da Kaito sie brauchte. Er brauchte beide auch wenn er etwas anderes sagte. Du bist aber nicht stark. Und wirst es auch nicht sein wenn du so weiter machst. Du gibt’s dich stark aber du weißt es selbst, dass du es nicht bist. Du zeigst dich als Einzelgänger, dabei fühlst du dich verdammt Einsam. Doch ist es viel leichter sich selbst anzulügen, um nicht verletzt zu werden und das wichtigste, du willst keine Bindungen aufbauen. Weil du Angst hast diese wieder zu verlieren. Vorsichtig nahm Misa seine Hand und drückte ihm das Handtuch in die Hand und nahm seine Bettdecke die nun eh voller Blut war. Dieses knüllte sie zusammen, nahm die Decke vom neben Bett weil eh keiner drin lag und deckte Kaito mit dieser wieder zu. Du willst stark sein? Dafür brauchst du was wichtiges was du nicht besitzt. Wenn du für nichts kämpfst, wird dich alles besiegen. Misa selbst belog sich jeden Tag selbst, doch konnte sie damit deutlich besser umgehen als Kaito. Stark wurde sie, indem sie sorgte wieder Gesund Heim zukommen um ihrer Mutter nicht noch mehr Kummer aufzulasten. Den Stuhl wieder ans Bett gezogen, setzte sie sich hin und nahm Kaito das Handtuch ab, um es etwas zu falten und es in Reichweite zu halten wenn wieder was passieren sollte. Egal was du sagst oder wie du uns behandelst, wir bleiben. Ob es dir passt oder nicht! Akzeptier am besten, dass es Menschen gibt die dich Mögen und für dich da sein werden und dir den Rücken stärken. Ich weiß ja nicht was dir genau widerfahren ist aber ich weiß, dass ich für dich da sein werde. Hoffentlich war sie nun nicht zu Hart mit Kaito ins Gericht gegangen aber Saito wird sicherlich auch noch etwas zu sagen haben. Immerhin setzte er damals sein Leben aufs Spiel um Kaito zu retten. Vielleicht musste man mit ihm anders reden damit er es mal begreift. Anders will er es ja wohl absolut nicht annehmen. Daher sollte er es sich zumindest ein wenig zu Herzen nehmen und auf Saito wird der Kono Junge hören. Wo Kaito aufgewacht war, lief doch alles sehr viel besser ab aber nun, irgendwie zerbrach wieder alles und alles was noch blieb, war ein großer Scherbenhaufen den man bald zusammen kehren konnte und dann. Saito könnte es evtl. wieder alles zusammenfügen.
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Yuki Saitô
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Sa Jun 09, 2012 1:51 am

Wenn Misaki und Saitô auch die Hoffnung gehegt hatten, den Kôno ein wenig aufzumuntern um ihm somit bei seiner Gesundung zu unterstützen, dann hatten sie beide geirrt. Vollkommen, denn den Schwarzhaarigen beschwichtigten ihre Worte nicht, sondern erregten seine Wut, seine Ablehnung. Dies war nicht nur deutlich an seinen stetig verhärtenden Gesichtszügen erkennbar, sondern auch an seinen beinahe schon unterbrechenden Einwürfen. An der Anspannung seiner gesamten Muskulatur. Der Iryônin konnte regelrecht den steigenden Blutdruck wiederhallen hören, obwohl dies aus solch einem Abstand gar nicht möglich war. Zudem tat es ihm unsäglich leid für seine Kameradin, mit der er sich gerade doch auf ein nächstes Level der Sympatie erhoben hatte, dass ihre Hand so abweisend weggeschoben wurde. Beinahe so, als wäre diese schädlich für den im Bett liegenden, als wäre niemand berechtigt, ihn auch nur in irgendeiner Form zu berühren. Als wären derlei Gesten Gift für etwas, was er sich einredete. Das bestätigte sich, als Kaito voller giftiger Aufregung, voller Rage und mit seltsam aufglitzerten, violetten und durchbohrenden Augen begann, Blut spuckend, seinen 'Standpunkt', oder was immer es darstellen sollte, klar zu machen. "Hör auf mir etwas mit diesen beschissenen Berichten vorzumachen! Ich war schwach, kapiert?! Und das darf ich nicht sein! Ich muss stark sein, sonst kann ich alles vergessen! Hört auf mir zu sagen, dass es jedem mal passieren kann! Hört auf zu sagen, dass es euch nichts ausmacht! Denkt nicht, dass ich euer Freund bin UND hört verdammt nochmal auf mir zu sagen, dass ihr mich trösten wollt! Ich brauche euren Trost NICHT!! Es ist egal, ob es meine erste... solche... Mission war! Ich bin ein Kôno! Ich habe Erfolg zu haben! Aber Moment! Ich soll und darf ja keinen Erfolg haben! Verdammt! Ich brauche deine Hilfe nicht, kapiert?! Ich komme gut alleine klar! Weil ich nicht schwach bin! Weil ich stark sein muss!! Und ich brauch auch deine gottverdammten Kekse nicht!" Nachdem er geendet hatte, drückte er sich die Hand vor den Mund, Misaki hingegen sprang ein und versuchte, es mit einem Tuch abzuwischen, selbst wenn der Mediziner ihr genau an der blassen Nasenspitze ablesen konnte, dass sie die Letzte war, die gern Blut sah. Umgekehrt spürte er dennoch, dass sie für es ihn gerne in Kauf nahm, es ihr schmerzte, dass er sich nun so verhielt, aber trotzdem fest zu ihm hielt. Dies machte die junge Frau auch rückwendend laut, mit einer Strenge in ihrer Tonlage, mit Worten, die den Älteren zwar überraschten, aber die ihm auch weiterhin halfen, sie schätzen zu lernen. "Du bist aber nicht stark. Und wirst es auch nicht sein wenn du so weiter machst. Du gibt’s dich stark aber du weißt es selbst, dass du es nicht bist. Du zeigst dich als Einzelgänger, dabei fühlst du dich verdammt Einsam. Doch ist es viel leichter sich selbst anzulügen, um nicht verletzt zu werden und das wichtigste, du willst keine Bindungen aufbauen. Weil du Angst hast diese wieder zu verlieren. Du willst stark sein? Dafür brauchst du was wichtiges was du nicht besitzt. Wenn du für nichts kämpfst, wird dich alles besiegen. Egal was du sagst oder wie du uns behandelst, wir bleiben. Ob es dir passt oder nicht! Akzeptier am besten, dass es Menschen gibt die dich Mögen und für dich da sein werden und dir den Rücken stärken. Ich weiß ja nicht was dir genau widerfahren ist aber ich weiß, dass ich für dich da sein werde." Für eine Vierzehnjährige und für ihr bisheriges Verhalten, konnte sie in wirklich wichtigen Momenten unglaublich stark und intelligent sein, das wurde Saitô nur beim Zuhören und bei ihren Handlungen nebenher bewusst. Zudem, dass ihr Herz am rechten Fleck saß und das sie sich wahrscheinlich mehr Gedanken um ihre Umwelt machte, als man annahm. Natürlich, Vieles tat und erdachte sie wohl auf eine eher kindliche Weise... Aber sagte man nicht, dass Kinder eine viel genauere, unbescholtenere Wahrnehmung besaßen als Erwachsene? Das sie Wege fanden etwas Besser zu machen, die zu simpel waren, als das ein Erwachsener darauf käme? Es war wohl nicht schlecht, jemanden im Team zu haben, der alles ein wenig schlichter und naiver aufnahm, dass würde einen guten Gegenpol bilden.
Und nun bedachte sie ihn mit einem hoffnungsvollen Blick, erhoffte sich augenscheinlich, dass er nun selbst Worte finden würde, die den Jüngeren, der sich beinahe schlimmer benahm wie manche Kinder die Sai behandelte, zu beruhigen. Leichter gesagt als getan, den im ersten Moment, den Kaito für seinen Ausbruch genutzt hatte, so selbstzweifelnd und leidend erschienen war, hatte der Yuki nicht einmal annähernd gewusst, was er dazu sagen sollte. Vieles war ihm durch den Kopf geschossen, als er weiterhin versucht war, die Infusionen zu richten, mit einem Blick, der in Sphären reichte, die niemand hier im Raum kannte. Tatsächlich hatte es für ihn selbst einen winzigen Augenblick in seinem Leben gegeben, an dem er Ähnliches empfunden hatte. Als er die Wahrheit über den Krieg damals erfahren hatte, warum so viele Unschuldige ihr Leben hatten lassen müssen, so viele Familien auseinander gerissen worden waren, so viel unnötiges Blut geflossen und so viel unendliches Leid gesät wurden war. Das es ein Versuch Kirigakures gewesen war, das Herrschaftterritorium zu erweitern, es dabei nur um Macht und Größenwahn gegangen war. Das man auf Opfer gepfiffen hatte. Für wenige Sekunden war er damals so wütend gewesen, dass er sich regelrecht danach gesehnt hatte, die Obersten der Dorfregierung eigenhändig mit dem geerbten Schwert aufzuschlitzen und sich in ihrem wertlosen Blut zu suhlen. All jene zu vergelten, die nicht nur er verlieren musste, sondern auch die Verluste, die das gesamte Dorf zu ertragen hatte. Nicht nur die Hälfte seines Clans, die liebsten Menschen die er gehabt hatte, sondern auch all die anderen die für eine dreiste Lüge unnötig gefallen waren, für die vielen Heranwachsenden, die niemals erwachsen werden konnten. Für die Mütter die ihren Kindern nicht einmal Lebewohl hatten sagen können oder für die Kinder, die ohne Elternteil aufwachsen mussten. Jedoch hatte er sich im nächsten Moment schon wieder für diese Rachegedanken gehasst, hatte das eingesehen, was sein neuer Kamerad nicht einsehen wollte. Aber konnte man ihm das übel nachsehen? Sein Gezeter hatte doch deutlich ausgesagt, was es war, wofür er sich hingab. 'Ich bin ein Kôno! Ich habe Erfolg zu haben!' Saitô wusste, was dem Kôno Ichizoku widerfahren war, wusste um die Auslöschung des Clan's, der früher so eng mit seinem eigenen befreundet gewesen war. Kôno und Yuki hatten, wenn man es richtig nahm, gemeinsam dieses Dorf hier gegründet, es beschützt und stärker gemacht. Sie waren sogar ein innigeres Zweigestirn gewesen als Senju und Uchiha, die Konohagakure gegründet hatten und das lange nach ihrer Zeit. Trotz der tiefen Verbundenheit hatte es die Freunde auseinadergetrieben. Yuki Ichizoku war nach Mizu no Kuni ausgezogen um sich ein größeres Glück zu machen, nur um missbraucht zu werden und beinahe ausgelöscht zu werden und Kôno Ichizoku war geblieben, war unter Kôno Genryus Anstoß zu einem angeblichen Dorn im Auge geworden und schließlich, vor fünfzehn Jahren, hatte man dieser Gemeinschaft ein blutiges Ende gesetzt. Die Gründe waren umrahmt von vielerlei Mutmaßungen, weswegen auch Saitô nichts Genaueres darum wusste. Dennoch konnte er sich vorstellen wie es sein musste, als Letzter eines stolzen und starken Geschlechts aufzuwachsen, vermutlich in Armut und verstoßen von der Bevölkerung, weil man wohl nur diese schlechten Vorurteile für den Jungen übrig hatte, die zu der Zeit wohl ihren Ursprung gefunden hatten. Der Yuki selbst hatte des Öfteren die Worte 'Monster' oder 'Dämon des Eises' im Bezug auf sich gehört, mittlerweile nannte man ihn schon 'Shinigami no tsumetai', den eiskalten Todesgott. Jedenfalls jene die ihn Kämpfen gesehen oder davon gehört hatten. Es hieß, er würde solange das Katana im Leibe seines Opfers stecken lassen, bis er an den Augen sah, dass ihm die Seele entwich und hinüberging. Ehrlich gesagt, wenn es um ganz besondere Gegner ging, tat er dies auch, da musste er dem Volksmund schon recht geben. Selbst wenn er es, wenn er konnte, vermied zu töten, seine Gegner lieber kampfunfähig machte, als in ihren Seelenspiegeln zu lesen während sie starben und ihren Seelen auf ihrem Weg alles Gute und einen besseren Ort des Daseins wünschte. Und nun kam ihm ein um ein Jahr Jüngerer an, der meinte sein Leben für den Zweck der Rache hinschmeißen zu müssen. Der auf diesen kurzen Moment der seelischen Befriedigung hinarbeitete, um gleich danach zu erkennen, das seine Taten nichts verbessert hatten, niemanden zurückbrachten, sondern alles nur verschlimmerten. Der vom Jäger zum Gejagten werden würde. Der nichts anderes sehen wollte außer das Leid, dass man ihm zugefügt hatte. Dem so viel angetan wurde...das er in der Dunkelheit versank. Behauptete, er müsse stark sein. Ganz allein. Wissend, dass er es nicht war. Sich zum Ziel setzte, jenen das Leben zu rauben, die wohl für die Ermordung seiner Angehörigen verantwortlich waren. Aber konnte er das? Wusste dieser junge Mann im Bett vor ihm, der seine ach so hohen Ziele mit der Gefährdung seiner Genesung allein schon in den Wind schoss, wie es war, jemanden töten zu müssen? Wie einem geschah wenn man registrierte, dass die eigene, reine Weste nun mit fremden Blut besudelt war? Eine Existenz auszulöschen? Würde sein Gewissen ihn anhalten, bevor er zuschlag oder konnte er es einfach so?
Die Schraube zum letzten Infusionsbeutel zudrehend, lehnte er sich gegen die Wand neben dem Bett, die hereinfallende Sonne ließ seine schneeweiße Haut etwas aufleuchten, aber eine andere Körperhälfte von ihm in den Schatten fallen, so als steckten in einem Körper statt einer, zwei Persönlichkeiten. Nachdenklich verschränkte er die Arme locker, schloss kurz die Augen, als er durchatmete, blieb ruhig. Es nützte nichts, wenn er ihm nun streng oder laut entgegenkam. Manchmal war es wirklich am effektivsten ruhig zu bleiben. Zumal Saitô keinen Grund sah zu schreien, schon gar nicht in einem Krankenhaus.
"Stark sein musst du, da gebe ich dir recht. Und schwach bist du ebenfalls, weil du dir einredest für etwas leben zu müssen, war weder für dich etwas besser macht, noch die, die man dir genommen hat, zurückbringt. Eher treibst du diese Spirale weiter an, andere werden dasselbe Schicksal erleiden müssen wie du selbst und ihr Zorn wird dann auf dich fallen. Und dann? Hast du umsonst gelebt und die Chance vertan, es besser zu machen als jene, an denen du Vergeltung üben willst. Außerdem wirst du die im Stich lassen und trauern lassen, die an dich geglaubt und bedingungslos hinter dir gestanden haben, auch wenn du das vielleicht nie einsehen wirst. Trotz deiner Verluste und dem Leid das du hast ertragen und sehen müssen, hast du viel gewonnen, mehr als andere Menschen es je können. Du weißt sicher wie es ist einsam zu sein, zu hungern und von dieser ach so feinen Gesellschaft verstoßen und missverstanden zu werden. Du weißt wie es wirklich zugeht, du weißt was man den Menschen in den Slums zumutet, hab ich recht? Das nicht einmal wir Iryônin genug Mittel bekommen, um wenigstens die kranken Kinder denen es gar schlimmer geht als Jinnai-kun versorgen zu können. Du weißt wie man kämpfen muss, um zu überleben. Ein Gewinn. Du hast Verständnis für die Unschuldigen, weißt was hinter der Fassade steckt. Ein Gewinn. Trotz der vielen Vorurteile gibt es tatsächlich Menschen, die sich an diesen nichts kümmern, für dich da sein wollen. Nennen wir da nur deine ehemaligen Teamkollegen Akisa-chan und Taichi-kun, wenn ich mich recht entsinne. Oder Misaki-chan, Kanade-chan und mich. Jinnai-kun hat dich auch sehr lieb gewonnen, das hat man ihm richtig angesehen und normalerweise spüren Kinder ja am ehesten, wenn an einer Person etwas faul ist. Selbst der Sensei wird sich um dein Wohl bemüht haben, als er uns mit den anderen hierher gebracht hat. Und es gibt noch andere, die nicht gleich ein Unheil in der sehen, die an deiner Seite stehen würden. Ein Gewinn. Du siehst die Welt durch deine tiefen Erfahrungen anders als andere, klarer. Du gehst Schritte bewusst, weil du weißt, was dich erwarten könnte. Ein Gewinn. Und das alles und noch viel mehr Gutes das in dir steckt, willst du aus Zorn wegwerfen, weil du willst du deine Peiniger genauso fühlen wie du es seit Jahren tun musst." Kurz machte er eine Pause, sah zu ihm und versuchte seine Augen in den seinen zu fangen.
"Tatsächlich gab es auch für mich einmal einen Moment, in dem ich daran dachte Vergeltung zu üben. Jedoch wurde mir klar, dass ich meine Kräfte sehr viel sinnvoller nutzen könnte, als mich auf ein Treppchen mit diesen machtgierigen Großkotzen zu stellen und ihnen noch die Erlösung zu bringen, da sie sowieso nun genug Ärger am Hals haben werden für das was sie verschuldet haben. Ich wog also ab, was wichtiger war. Leben für das vieler andere zu nehmen und weiteren Hass zu schüren oder Leben zu schützen und zu erhalten, zusammen mit jenen die mir geblieben und dazugekommen sind und Unschuldige aus den Angelegenheiten der Shinobi heraus zu halten, weil sie sich selbst nicht wehren können. Immer dichter werdende und verschlingende Dunkelheit oder ein dunkler, mit einem seichten Licht beleuchteten Pfad. Es war Letzteres, wofür ich mich entschied. Bisher habe ich es nicht bereut, auch wenn es alles andere als einfach ist." Mit einem sanften Ruck stieß er sich von der Wand ab, nahm wieder auf dem Stuhl platz und wartete auf einkehrende Ruhe, damit er Kaito eventuell nochmals untersuchen konnte, immerhin hatte er doch recht viel Blut gespuckt. "Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch nicht so rasch mit einem Todesurteil bei der Hand.", fügte er noch etwas leiser hinzu und hüllte sich ins Schweigen. Hoffte, dass es wenigstens zum Nachdenken reichte.
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Kôno Kaito
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Sa Jun 09, 2012 9:12 am

Was verstanden sie nicht? Was war es, dass sie alle nicht verstanden? Nicht kapierten? Er brauchte sie nicht. Brauchte keinen von ihnen. Keinen einzigen. Er war immer alleine. Wieso waren hier immer Leute, die bei ihm sein wollten? Wieso Leute, die ihm den Rücken stärken wollten? Aber wieso...? Wieso konnte er sie denn nun nicht ansehen? Hatte er Angst davor? Aber warum? Nein, er war nicht unfair gewesen. Er hatte etwas gesagt, das Hand und Fuß gehabt hatte. Etwas, dass er hatte sagen müssen. Nicht mehr und nicht weniger. Aber wenn... wovor genau hatte er dann Angst? Davor, dass Taichi im Krankenhaus war und ihm eine reinhauen würde, dafür, dass Akisa vielleicht auf dem Gang heulte? Oder dafür, dass er Sai irgendwo verletzt hatte, obwohl dieser schon genug Probleme hatte und sich wirklich nur gutmütig um ihn hatte kümmern wollen? Oder aber davor, dass er seine Teamkameradin Misaki zum Weinen gebracht hatte? Dass er ein schlechter Teamkamerad war, wie Kama ihm bereits in seinem alten Team schon einmal die Leviten gelesen hatte? Dass er so nicht sein konnte... dass man immer für seine Teamkameraden da sein sollte? Und sie nicht schuldig sprechen oder gar anschreien sollte? Kami, er würde ihm wirklich einen Schlag ins Gesicht verpassen, wenn er hier wäre. Aber wieso war er so? Konnte man es ihm denn verübeln? Wenn man seine Vergangenheit kannte? Dass er alleine aufgewachsen war? Dass er sich daran gewöhnt hatte, alleine auskommen zu müssen? Oder dass er den alten Mann gefunden hatte, den man dann aber wieder umgebracht hatte... ihm wieder alles nahm... hatte er deshalb Angst, sich auf andere einzulassen? Weil sie in Gefahr gerieten? Nein. Das war es nicht. Er war einfach ein Einzelgänger, oder? Nein, er hatte nicht wirklich... Hatte er wirklich Angst wieder alles zu verlieren, das ihm das Leben beschert hatte? Als Säugling seine Familie? Als Achtjähriger einen Ersatzvater und einen wunderbaren Menschen? Vor kurzem sein Team, das man aufgelöst hatte? Hatte er Angst? Nein... diesen Gedanken verdrängte er... einfach... verdrängen.
Ein Handtuch berührte seinen Kinn, wusch das Blut sanft weg, als man es an diesen drückte, damit die Bettdecke nicht noch blutiger wurde. Aber vielmehr... hatte sie davor genau das angesprochen... genau das: „Du bist aber nicht stark. Und wirst es auch nicht sein wenn du so weiter machst. Du gibt’s dich stark aber du weißt es selbst, dass du es nicht bist. Du zeigst dich als Einzelgänger, dabei fühlst du dich verdammt Einsam. Doch ist es viel leichter sich selbst anzulügen, um nicht verletzt zu werden und das wichtigste, du willst keine Bindungen aufbauen. Weil du Angst hast diese wieder zu verlieren.“Sie schien seinen Gedanken wahrlich regelrecht auszusprechen, weshalb der wütende, gehässige Blick sich nun verflüchtigte und kurz der Überraschung wich. Er sollte sich einsam fühlen? Das stimmte nicht. Er fühlte sich nicht einsam. Er brauchte nicht einmal jemanden... es reichte ihm, wenn er sich selbst hatte und sein... Ziel. Mehr brauchte er gar nicht. Es war einfach... nicht notwendig. Nicht brauchbar. Nicht erfolgsversprechend, wenn er sich auf etwas anderes als sich konzentrierte. Aber war er denn deshalb einsam? Fühlte er sich manchmal... einsam? Dieser Gedanke... er hatte ihn schon einmal. Damals. Als der Alte gerade einmal zwei Jahre tot war... bevor er zu Taichi und Akisa ins Team gekommen war... bevor er sich auf die beiden eingelassen hatte. Er wusste noch... ja, er war in der Ecke gesessen und draußen herrschte ein Schneesturm. Herrschte? Wütete, war wohl das bessere Wort. Jedenfalls war dort ein Schneesturm gewesen... und er hatte sich so sehr gewünscht, dass jemand da gewesen wäre... wie in all Einrichtungen des Dorfes. Aber niemand war da gewesen. Er war einsam gewesen. Ja, in gewisser Hinsicht hatte er sich daran gewöhnt - doch deshalb fühlte er sich auch nicht mehr einsam, nicht wahr? Ja, er fühlte sich nicht mehr einsam, brauchte all das nicht. Sollte sie ihn doch in Ruhe lassen. Von ihr wollte er das ganz bestimmt nicht hören. Sie, die die Welt sowieso nicht verstand. Die keine Ahnung von irgendetwas hatte und sich nun noch treudoof darum kümmerte, dass er eine saubere Bettdecke hatte. Sein Blick folgte ihr. „ Du willst stark sein? Dafür brauchst du was wichtiges was du nicht besitzt. Wenn du für nichts kämpfst, wird dich alles besiegen.“ Wieso schockte ihn diese Aussage so sehr? Wieso biss er sich auf die Unterlippe? Weil er wusste, dass sie irgendwo Recht hatte? Oder weil er diese Worte schon einmal gehört hatte? Vielmehr gerade eben, als er noch bewusstlos gewesen war? Im Koma wahrscheinlich? Wenn er an nichts glaubte, dann würde er sterben? Ihn würde alles besiegen, wenn er für nichts kämpfen würde? War das der Gedanke hinter jener Aussage dieses zwielichtigen Mannes gewesen? Aber... nein, er konnte diese Worte nicht ernst nehmen, nicht von ihr. Nicht an sich heran lassen, dass wäre am besten. Sie sah die Welt sowieso nur mit einer rosaroten Brille. "Ich frage mich... was aus dir wird... wenn du so weiter machst... Angst vor Blut zu haben... als Kunoichi..."
Ja, er hatte die Angst in ihrem Blick gesehen - und er war gemein zu ihr. Aber wie sehr er das wohl war, konnte er nicht wissen. Wer weiß, wenn ihm jemand gesagt hätte, was Misaki da durchgemacht hatte, als er leblos da lag... vielleicht hätte er dann mehr Verständnis und Dankbarkeit aufgebracht... wobei man sagen musste, dass er nicht undankbar war. Es war einfach nur... weil er wirklich nicht wusste, für was er Kämpfen sollte außer die Rache? War es das, was ihn so beschäftigte? Oder waren es vielmehr ihre nächsten Worte, dass sie immer für ihn da sein würde? Aber was sollte das? Wieso wollten alle ihn entweder hassen oder für ihn da sein? Wieso gab es kein Mittelding? Wieso...? Wieso klammerten sich Menschen so sehr an ihn, als ob sie ihn dadurch ändern konnten... Nein! Er brauchte niemanden. Er stand das ganz alleine durch. Das hatte er immer getan. Sei es nun eine Prügelei auf dem Hof der Akademie gewesen, eine Mission, auf der ihn seine ausnahmsweise zugeteilten Teamkameraden alleine gelassen hatten oder was auch immer. Immer alleine. Für immer. So war er gut zurecht gekommen. Da sollte sie ihm nicht sagen, dass sie für ihn da war. Denn sie verstand nichts. Absolut gar nichts. Zumal sie wirklich nicht wusste, was ihm... genommen worden war. Woher er kam. Was er alles schon immer von Anbeginn seines Lebens verloren hatte, beziehungsweise nie hatte. Was ihm nie vergönnt war. Alleine war er sicher. Alleine fühlte er sich sicher. Hier war er geborgen. Niemand konnte an ihn heran. Niemanden konnte er verlieren. Nichts. "Ich glaube du bist der Mensch, den ich am wenigsten gebrauchen kann, wenn er diese kleinen Mengen an Blut bereits fürchtet und davon traumatisiert ist. So etwas gehört zu dem Leben eines Shinobi dazu und glaub mir... Ich bin in Blut groß geworden, also wirklich: Wenn du vor so etwas Angst hast, dann solltest du dich daran gewöhnen, dass ich dich erst Recht nicht brauchen kann." Ob er sie verletzen wollte? Ja. Irgendwo, für einen Neutralen, mögen diese Worte nun psychologisch irgendwo sinnvoll geklungen haben... aber er hatte sie nur verletzen wollen. Ihr zeigen wollen, dass er sie nicht brauchte. Wieso verstand ihn keiner? Wieso wollte ihn keiner verstehen? Wieso sagten sie ihm alle immer das gleiche? Dass er nicht alleine war und dass man für ihn da war? Es war doch genau das, was er nicht wollte. Er wollte alleine sein. Er brauchte niemanden. Wann würden sie alle das endlich verstehen?
Achtlos warf er ihr das Handtuch schließlich entgegen, das zuvor noch auf der Bettdecke gelegen hatte. Warf war wahrscheinlich auf Grund seiner schmerzvollen Bewegung ein wenig übertrieben ausgedrückt, aber mehr oder weniger konnte man es so nennen. Als ob ihre Bemühungen einfach nicht gebraucht wurden. Er war verletzend... instinktiv wollte er aber gleichzeitig nicht das annehmen, was sein Unterbewusstsein ihm sagte: Dass er einfach, wie Misaki es gesagt hatte, Angst davor hatte, wieder etwas zu haben, dass er verlieren konnte. Man würde es ihm sowieso wieder nehmen. Weil man ihm kein Glück gönnte. Ganz alleine deshalb. Aber nun schien sich auch Sai zu Worte zu melden... ihm eine Rede halten zu wollen, eine Predigt. Etwas anderes war es nicht, denn ohne eine große Atempause fing der lilahaarige Iryô an zu reden. Ohne Pause musste Kaito sich eben dies anhören. „Und dann? Hast du umsonst gelebt und die Chance vertan, es besser zu machen als jene, an denen du Vergeltung üben willst.“ Um sonst? Nein, das sah er ganz anders... es wäre nicht um sonst, wenn sie wissen würden, was er verloren hatte. Wenn die Angehörigen das wussten. Wenn sie den Schmerz fühlten, den er gefühlt hatte... dann würden sie so etwas doch nicht mehr tun, oder? Dann würde sich sowieso der ganze Schmerz auf ihn konzentrieren! Und dann... Was sollte das? Wieso....? Wieso zählte er gerade all das auf? Was wollte er damit erreichen? Wollte er ihm damit ein schlechtes Gewissen machen? Eine zweite Wahl eröffnen? Obwohl es für ihn nur einen Weg gab? Nein, der Schwarzhaarige konnte nicht anders, als den Yuki ebenfalls mit einem kalten Blick zu bedenken, der die Außentemperaturen wohl erreichen wollte. Alleine schon Yuki... ja, er steigerte sich gerne hinein. Yuki... der Name des Dorfes. Wurde es doch wahrscheinlich noch auf diesem Clan gegründet! “Wenn sie verstehen, wie ich fühle... dann haben sie Schmerzen. Du weißt nicht wie es ist, oder? Du hast noch nie versucht in so einem Viertel zu leben, von dem alle so abschätzig reden? Du hast auch noch nicht gesehen, wie einem kleinen Jungen von diversen Familien das Brot zum Leben genommen wird... und wie sie einen ansehen.. du kommst aus einem Clan mit gutem Ruf... dich schauen sie nicht so an... und dir nehmen sie nicht das weg, was du lieb gewonnen hast. Immer wieder. Als ob es... alles vergänglich wäre... als ob all das Glück, dass du anfasst mit einer Berührung...“ Sein Blick glitt wieder auf die weiße Bettdecke. “...zu Staub zerfällt und nie wieder aus diesem hervorkommen wird...“ Er war leiser geworden gegen Ende, sah mit einer Art... realisierendem traurigen Blick auf die Bettdecke – während Sai davon erzählte, wie es ihm ergangen war... Stimmt... er hatte ein Stirnband aus Kiri – Gakure bei Jinnai gesehen... also war das wohl Sais Heimat... er hatte sich auch für Dinge rächen wollen – und doch... Kaito konnte es einfach nicht auf eine Ebene mit dem setzen, was man mit ihm getan hatte. Mit seinem Clan. Er konnte sich einfach nichts schlimmeres vorstellen, als einen ganzen Clan gezielt zu morden mit den kleinen Kindern, die nichts getan hatten. Säuglinge. Genauso wie Alte Menschen, die zuvor vielleicht noch mit ihren Enkeln gespielt hatten.... und dann einen Säugling... im Schnee liegen zu lassen, damit er erfror – oder wie er sich eben sonst seine Existenz erklären sollte. Oder konnte. "Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch nicht so rasch mit einem Todesurteil bei der Hand." “Ich bin nicht du. Ich bin nicht wie ihr... also versucht mir weder zu helfen, noch mich zu verstehen. Es wird euch auf die Dauer nicht gut tun und euch nur meine Abneigung sichern. Akzeptiert es einfach, verstanden? Ich kann Leuten nicht vergeben, die mit einem belustigten Grinsen ein Blutbad anrichten. Säuglinge töten. Kinder, die fünf Minuten zuvor noch miteinander hätten spielen können. Soll mein Weg doch genauso ein Blutbad werden. Ich erwarte nichts anderes von ihm.“ Mit einem Mal legte er sich zurück in sein Bett und biss sich genervt auf die Unterlippe, während er sich das Gesagte durch den Kopf gehen ließ. “Ich rechne es euch an, dass ihr für mich da sein wollt... aber ich bin alleine – nicht, weil ich es sein muss... aber weil ich es vorziehe. Verstanden? Also hört auf auf mich einzureden. Es ist mein Leben. Es sind meine Entscheidungen. Wenn sie euch nicht passen, dann lasst mich einfach in Ruhe. Ihr redet euch ein, dass es etwas mit euch zu tun hat... aber das ist nicht so...“ Sein Hals tat ihm beim Sprechen weh... immer noch schmerzte sein Rücken. Und immer noch dachte er auch kein bisschen daran, sich für das eben Gesagte zu entschuldigen – nicht einmal bei Misaki, obwohl er wusste, dass jemand wie sie sicherlich zerbrechlich war. Sogar, wenn sie solche Dinge sagen konnte... wobei er sowieso einmal verstehen musste, dass sie überhaupt reifer sein konnte.
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Sa Jun 09, 2012 11:09 am

Akte Kaito Kono. Seine Stärken: Dickkopf, auf einer Ansicht ziemlich verblödet und das wichtigste war wohl, dass er die Einsamkeit zur besten Freundin gemacht hat. Sein Kommentar mit dem Blut ignorierte sie fürs erste. Soll er doch denken was er will, solange nur dieses Gemurmel zu hören war. Stattdessen sorgte sie lieber dafür, dass das Blut nicht noch die neue Decke befleckte. Sah immerhin nicht schön aus, wenn er in einem Bett lag, wo die Decke Blutbefleckt ist. Doch nach seinem Gemurmel folgte etwas, was Misaki wirklich verletzte. Besonders da wo sie wusste, dass sie ihn liebt, schmerzte es umso fester. Ihr Körper versteifte sich, doch blieb Misa ruhig um Sai den Vortritt zu lassen und ihn nicht zu unterbrechen. Saito sagte Kaito auch etwas, womit er wirklich Recht hatte. Doch wusste er nach allen Anschein mehr als sie. Ihr Onkel könnte ihr da sicherlich mehr Auskunft geben was genau mit Kaitos Clan geschehen ist. Vieles wusste Mia ja eben nicht. Sein Clan gab es nicht mehr, so wie Misa es noch gehört hat, wurde dieser in einer Nacht vernichtet. Das war das einige was man ihr erzählt hatte und Einzelheiten wollte Misa dazu auch gar nicht hören. Das Unheimlichste was auf dieser Welt gab, war kein Tier oder ein Fabelwesen sondern der Mensch. Es war nicht nur, sondern es ist Unheimlich was Menschen anderen antun konnten. Und genau solche Menschen haben Kaito großes Leid angetan und nun wollte Kaito anderen dieses Leid weitergeben. So wie Sai es sagte, entstand da nur ein Teufelskreis wo Niemand Glücklich werden kann. Nur Menschen die nur an das Leid andere lebten, die wurden Glücklich und bekamen all das, was man den anderen wegnimmt. [] "Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch nicht so rasch mit einem Todesurteil bei der Hand." Bei diesen Worten musste sie an ihrer Mutter denken. Die gar nicht mehr in Hier und jetzt lebt, sondern irgendwo anders und etwas tun konnte Misa da rein nichts.
Zunächst riss Misaki ihm die Decke weg, nachdem er sich wieder hingelegt hat und sichtlich erschöpft war. Na los. Steh auf! Du brauchst doch nur dich, also nimm den anderen Leuten nicht den Platz hier im Zimmer weg. Ich sehe ja wie die Leute dich ansehen, „Ich will nicht im Zimmer mit dem da liegen!“ Das sagen die Leute. Sie sahen mich an komisch an, als ich dir frische Blumen gebracht hab und Stundenlang in deinem Zimmer saß. Du nimmst ihnen den Platz weg also geh! Dabei versuchte Misa so kalt wie möglich zu klingen. So wie Kaito sich hier gab, können es andere auch. Du sagst, du brauchst Niemanden? Dann brauchst du die Hilfe der anderen nicht. Dann versorg dich gefälligst selbst! Die ganze Zeit als Kaito mit ihnen gesprochen hat, hat er weder sie noch Sai angesehen. Doch dafür sah Misa ihn an, wollte ihn am liebsten Ohrfeigen und Sachen an den Kopf werfen doch würde es ihm nur Schaden statt zu helfen. Weißt du, ich hab die Erste-Hilfe geleistet. Ich saß an deiner Seite hab alles Mögliche aus dir entfernt und dafür gesorgt, dass du nicht am Ort und Stelle verblutest. Ich hab mit dir geredet und darauf geachtet das dein Körper Warm bleibt. Saito musste den schwierigen Part übernehmen aber ich hab ihm die Vorarbeit geleistet und er hat mich dafür gelobt. Natürlich hab ich mich darüber gefreut aber ich hab mich vielmehr gefreut als er sagte, dass du Durchgekommen wirst. Doch wie es mir so scheint, hab ich wohl versagt. Dein Körper lebt doch bist du innerlich schon eher Tod als Lebendig. Ihr tat es sehr weh, so mit ihm zu reden, ihn überhaupt dabei anzusehen und vor allem war ihr eher danach, Sais Hand zu nehmen um irgendwie einen Halt zu haben. Doch würde es Kaito nur wieder Fläche zum Angriff geben. Das wollte Misa ihm nicht geben! Er soll nichts haben, womit er wieder etwas besaß, um Angreifen zu können.
Mein Vater kam nach einer Mission nicht wieder Heim. Seit dem Tag an, durfte ich zusehen, wie der Lebenswille meiner Mutter erlischt. Ich muss darauf achten, dass sie sich nichts antut, dass sie am nächsten Tag noch lebt und ich muss stark sein für sie. Jeden Tag hab ich Angst, dass ich sie auch verliere und würde sie am liebsten nicht alleine lassen. Mein Onkel hat sich Frei genommen und bei ihr zu sein damit ich an deinem Bett sitzen kann, damit du aufwachst und nicht alleine bist. Und dann wirfst du mir vor, was für eine Kunoichi ich wäre? Ich kann eben nicht nur stark sein, ich will zumindest vor meinem Team zeigen dürfen, dass ich Schwach bin. Du bist in Blut Groß geworden? Ich lebe seit Wochen mit dem Tod zusammen und der lebt gleich neben meinem Zimmer. Ich sag oft sehr dumme Sachen aber nur, weil ich für einzigen Stunden normal sein will…Aber was erzähl ich es dir eigentlich. Ich sollte darüber lieber mit einem Stein reden. Aber es tat mal gut darüber endlich zu reden…Saito-kun…Es tut mir noch immer sehr Leid was ich damals gesagt hab… Es tat wirklich gut darüber zu reden. Endlich es los zu werden womit sie sich so lange herum geplagt hat. Sie riss sich grade ziemlich zusammen nicht los zu weinen nur um Kaito zu zeigen, dass es bei ihr auch anders ging. Dafür fiel sie auf ihrem Stuhl zurück da ihr Beine einfach nachgaben und ihr eh noch schwindelig war wegen dem Blut. Das Handtuch was er ihr zuvor zugeworfen hat, schmiss sie zur Blutigen Decke wo ihr Blick auch fürs erste hängen blieb. Kami sie liebte diesen dummen Jungen , da war es schwer so mit ihm zu reden. Ihn überhaupt Leiden zu sehen.
Sag ruhig weiter fiese Dinge zu uns, egal wie oft du uns Sachen an den Kopf wirfst, ich stehe weiterhin hinter dir. Schubst mich ruhig um, ich stehe mit einem Lächeln auf und bleibe weiterhin an deiner Seite. Ich will nicht bei einer weiteren wichtigen Person zusehen müssen, wie sie zur Grunde geht. Du willst Rache? Dann musst du erst an mir vorbei. Ich werde dich als erstes im Weg stehen und solange kämpfen bis du mich Eigenhändig getötet hast. Erst dann werde dich sicherlich nicht mehr aufhalten können. Aber dann klebt auch an deinen Händen Unschuldiges Blut. Wir können dir helfen, wir können dir beweisen das wir immer an deiner Seite bleiben. Dafür muss du uns nur die Chance zu geben.
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Yuki Saitô
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   So Jun 10, 2012 9:49 am

"Diejenigen, welche nur sehr schwer lieben können, sind die, die es am Meisten brauchen.", sprach da eine leise Stimme in seinen Gedanken, er wusste, wem sie gehörte...gehört hatte. "Manchmal sehen wir die Dinge erst, wenn wir bereit sind sie zu sehen." Erneut... "Wir denken selten an das was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt." Ja, während sich all diese Szenen vor den Augen des jungen Schwert-Shinobi abspielten, kamen ihm immer und immer wieder Weisheiten in den Sinn, die ihm sein Onkel, sein Sensei, mit auf den Weg gegeben hatte. Er sah schier dieses liebevolle und zugleich kluge Lächeln vor seinem inneren Auge, diese warmen und violetten Iriden, welche das Schlimmste gesehen hatten, zugleich aber das Beste zu schätzen wussten. Jedes einzelne Wort beschrieb am besten die Hintergründe dessen, was hier, in diesem Krankenzimmer, gesprochen wurde. Nur warum kamen ihm all diese Erkenntnisse in Verbindung mit Erinnerungen in den Sinn? Wollte sein Unterbewusstsein ihm mitteilen, dass es Zeit war, seinen Platz zu finden? Sollte es derselbe sein, den sein Onkel damals für das Team eingenommen hatte? Nein, das wäre absurd. Wie konnte er, wenn er noch vor Stunden der Meinung gewesen war, dass er gar kein fester Bestandteil mehr für eine Gruppe sein wollte? Das er zwar der Zusammenarbeit nachgehen und den anderen Mitgliedern mit allem was er hatte helfen würde, aber selbst stumm bleiben wollte. Ein stiller, haltender Begleiter. Nicht mehr hatte er sein wollen. Und nun...wendete sich das Blatt? Doch warum? Betrachten wir uns die Geschehnisse doch näher.
Kaito's Reaktionen unterschieden sich doch stark in Anbetracht derer, die ihn angesprochen hatten. Misaki's Worte mochten noch so treffend und klug gewesen sein, aufrichtig gar, sie aber behandelte er nicht nur abweisend, sondern sehr verletzend. Es war offensichtlich für den Ältesten unter ihnen, warum er dies tat. Ganz einfach, weil sie recht gehabt und ihn wahrscheinlich getroffen hatte. Wer selbst etwas nicht sehen oder wahrhaben wollte, sich vor der eigenen Wahrheit sträubte, weil sie nicht ins Bild passte, der schlug wie ein getretenes Tier um sich und versuchte Eindringlinge, mit welchen Mitteln auch immer, fern zu halten. Man ließ sich doch nicht etwas vorhalten, was man selbst wusste, aber doch nicht wissen wollte. Eine Trotzreaktion, ein Zeichen der Unsicherheit. Die Leidtragenden waren sie allesamt: Kaito der sich selbst aus Angst belog, Misaki die sich so viel Mühe gab weil sie ihn mochte und dafür noch verletzt wurde und Saitô, dem das Leid beider zusetzte, weil es überhaupt bestand. Dies besserte sich nicht, als die Reaktion des Schwarzhaarigen sich ihm gegenüber änderte. Während der Violetthaarige noch zu ihm gesprochen hatte, hatte er kühle Blicke auf sich gespürt, welche ihm verraten hatte, dass der Jüngere innerlich widersprach. Aber gut, wenn er wenigstens dies tat, dann dachte er doch über das Gesagte nach, nicht wahr? Dann wahr es nicht umsonst gewesen, dass Sai sich, wenn auch nur minimal, geöffnet hatte. Wer nachdachte, versuchte zu verstehen und genau das hatte der Yuki ja beabsichtigt, wenngleich ihm dabei einerlei war, ob der Gute nun verstand was er sich da vorgenommen hatte oder was sein wahres Selbst als Nindô vorsah. Vielleicht gar beides.
“Wenn sie verstehen, wie ich fühle... dann haben sie Schmerzen. Du weißt nicht wie es ist, oder? Du hast noch nie versucht in so einem Viertel zu leben, von dem alle so abschätzig reden? Du hast auch noch nicht gesehen, wie einem kleinen Jungen von diversen Familien das Brot zum Leben genommen wird... und wie sie einen ansehen.. du kommst aus einem Clan mit gutem Ruf... dich schauen sie nicht so an... und dir nehmen sie nicht das weg, was du lieb gewonnen hast. Immer wieder. Als ob es... alles vergänglich wäre... als ob all das Glück, dass du anfasst mit einer Berührung...zu Staub zerfällt und nie wieder aus diesem hervorkommen wird...“ Je mehr der Jüngere sprach, desto mehr schien er selbst zu realisieren, was er eigentlich fühlte und wovor er sich fürchtete...wie sehr er wirklich litt. Nicht nur begann zu verstehen, sondern auch sein älterer Kamerad, der ihm wenngleich geduldig lauschte, jedoch selbst mit einer Mischung aus Trauer und Mitgefühl auf das Bett sah, seine Finger kurz in den schwarzen Stoff krallte, der seinen Schoß bedeckte. Dies lag vor allem daran, weil diese erwachten Bilder Wut in ihm schöpften, weil allein die Vorstellung für den Chûnin grausam war, welche Grausamkeiten diese Welt, die verdammte Welt der Shinobi, ihresgleichen, aufzuweisen hatte. Und das er trotz all seiner Mühen, seiner Opfer, Verzichte...noch überhaupt nichts besser gemacht hatte. Seit Jahren schon funktionierte er nur, damit er denen die es brauchten, ein Behilf sein konnte. Seine Talente und Fähigkeiten nutze er und baute sie aus, damit sie einen sinnvollen Nutzen hatten, damit sie dem Wohl anderer dienten, nicht dem eigenen. Was sollte er denn noch tun? Ja, er erkannte in diesem Moment, wie viel er zu tun hatte und wie wenig Zeit ihm gegeben war. Egal ob es um die Zustände des Dorfes, der Welt oder um seinen jüngeren Bruder ging. Die Zeit rannte und wenn ihm nicht bald eine effektivere Lösung einfiel, er nicht noch mehr geben konnte, dann würden mehr und mehr Bewohner zugrunde gehen, mehr Unschuldige leiden müssen, die Welt würde die Gestalt eines wahr gewordenen Alptraumes annehmen und Jinnai-kun...Er würde bald sterben und Sai wusste, dass der Kleine sein zehntes Lebensjahr nicht beenden würde, wenn er nicht bald seine Forschungen beenden konnte. Es blieben nicht mal mehr zwei Jahre und wenn er an alles andere dachte, schien es ihm ebenso knapp. Diese Einsicht sollte nicht die Letzte gewesen sein. Lange nicht.
“Ich bin nicht du. Ich bin nicht wie ihr... also versucht mir weder zu helfen, noch mich zu verstehen. Es wird euch auf die Dauer nicht gut tun und euch nur meine Abneigung sichern. Akzeptiert es einfach, verstanden? Ich kann Leuten nicht vergeben, die mit einem belustigten Grinsen ein Blutbad anrichten. Säuglinge töten. Kinder, die fünf Minuten zuvor noch miteinander hätten spielen können. Soll mein Weg doch genauso ein Blutbad werden. Ich erwarte nichts anderes von ihm. Ich rechne es euch an, dass ihr für mich da sein wollt... aber ich bin alleine – nicht, weil ich es sein muss... aber weil ich es vorziehe. Verstanden? Also hört auf auf mich einzureden. Es ist mein Leben. Es sind meine Entscheidungen. Wenn sie euch nicht passen, dann lasst mich einfach in Ruhe. Ihr redet euch ein, dass es etwas mit euch zu tun hat... aber das ist nicht so...“ Sai's Blick änderte sich nicht, als sein Kamerad sich wieder in die Kissen zurücklegte, einen sichtlich erschöpften Eindruck hinterließ und wohl selbst über das Gesprochene nachzudenken hatte. Sie beide schienen sich tatsächlich in vielerlei Hinsicht zu ähneln, wenngleich ein jeder von ihnen einen anderen Weg gewählt hatte, wobei diese sich auch nur minimal unterschieden. Beide hassten sie dieses Leid, welches durch diese Machtgier ausgelöst wurde. Beide zogen es vor, sich möglichst nicht zu öffnen. Kaito, weil er niemanden mehr verlieren wollte und Saitô ebenso, zusätzlich lag es ihm fern, eine Belastung zu sein für jene, denen er helfen wollte. Beide erwarteten nichts anderes von ihrem Weg. Kaito ein Blutbad, Saitô den frühen Opfertod. Der eine wollte Leben nehmen, um das anderer zu vergelten. Der andere wollte Leben retten, um die Opfer vieler aus diesem Sinne Verstorbener nicht zu enttäuschen und ihrem Tod einen Sinn zu geben. Ihren Weg fortzuführen, auf dass er schaffen könnte, zu was sie alle nicht mehr in der Lage waren.
War dies die letzte Erkenntnis? Niemals. Weiterhin wohnte der junge Iryônin dem bei, was sich um ihn abspielte und lernte diese beiden so verschiedenen Charaktere um sich kennen. Nunmehr zeigte die Jüngste unter ihnen nämlich noch mehr Facetten, die in ihr steckten und auch wenn ihre Methoden in den Augen eines Mediziners recht schroff und weniger Gesundsheitsfördernd waren, so beeindruckte ihn was die Liebe tat und befürwortete es sogar, wenn auch nur des psychischen Aspekts wegen. Energisch hatte sie ihm nach Schilderung seiner Auffassung die Decke weggerissen, mit der sie ihn zuvor noch liebevoll zugedeckt hatte, schlug einen eisigen Ton an, als sie mit ihm sprach. "Na los. Steh auf! Du brauchst doch nur dich, also nimm den anderen Leuten nicht den Platz hier im Zimmer weg. Ich sehe ja wie die Leute dich ansehen, „Ich will nicht im Zimmer mit dem da liegen!“ Das sagen die Leute. Sie sahen mich an komisch an, als ich dir frische Blumen gebracht hab und Stundenlang in deinem Zimmer saß. Du nimmst ihnen den Platz weg also geh! Du sagst, du brauchst Niemanden? Dann brauchst du die Hilfe der anderen nicht. Dann versorg dich gefälligst selbst! Weißt du, ich hab die Erste-Hilfe geleistet. Ich saß an deiner Seite hab alles Mögliche aus dir entfernt und dafür gesorgt, dass du nicht am Ort und Stelle verblutest. Ich hab mit dir geredet und darauf geachtet das dein Körper Warm bleibt. Saito musste den schwierigen Part übernehmen aber ich hab ihm die Vorarbeit geleistet und er hat mich dafür gelobt. Natürlich hab ich mich darüber gefreut aber ich hab mich vielmehr gefreut als er sagte, dass du Durchgekommen wirst. Doch wie es mir so scheint, hab ich wohl versagt. Dein Körper lebt doch bist du innerlich schon eher Tod als Lebendig." Durchaus ging die so kleine und unschuldig wirkende Misaki hart mit ihm ins Gericht, wand Kehr-Psychologie an und hielt ihm vor, was er dank seiner Trotzigkeit nicht würdigte. Haarklein. Das war nur mehr als fair in ihrem Sinne, immerhin war sie die 'Verletzte'. Gut, Sai hätte so etwas nicht gebracht, selbst wenn er zugeben musste, das sie auf vieles ansprach, was man besser hätte nicht ausdrücken können. Sie war durchaus eine Kämpfernatur, erneut eine Einsicht, welche sich sogar noch verstärkte. Auch die Braunhaarige gab nun die Chance, sie besser kennen und verstehen zu lernen. "Mein Vater kam nach einer Mission nicht wieder Heim. Seit dem Tag an, durfte ich zusehen, wie der Lebenswille meiner Mutter erlischt. Ich muss darauf achten, dass sie sich nichts antut, dass sie am nächsten Tag noch lebt und ich muss stark sein für sie. Jeden Tag hab ich Angst, dass ich sie auch verliere und würde sie am liebsten nicht alleine lassen. Mein Onkel hat sich Frei genommen und bei ihr zu sein damit ich an deinem Bett sitzen kann, damit du aufwachst und nicht alleine bist. Und dann wirfst du mir vor, was für eine Kunoichi ich wäre? Ich kann eben nicht nur stark sein, ich will zumindest vor meinem Team zeigen dürfen, dass ich Schwach bin. Du bist in Blut Groß geworden? Ich lebe seit Wochen mit dem Tod zusammen und der lebt gleich neben meinem Zimmer. Ich sag oft sehr dumme Sachen aber nur, weil ich für einzigen Stunden normal sein will…Aber was erzähl ich es dir eigentlich. Ich sollte darüber lieber mit einem Stein reden. Aber es tat mal gut darüber endlich zu reden…Saito-kun…Es tut mir noch immer sehr Leid was ich damals gesagt hab…Sag ruhig weiter fiese Dinge zu uns, egal wie oft du uns Sachen an den Kopf wirfst, ich stehe weiterhin hinter dir. Schubst mich ruhig um, ich stehe mit einem Lächeln auf und bleibe weiterhin an deiner Seite. Ich will nicht bei einer weiteren wichtigen Person zusehen müssen, wie sie zur Grunde geht. Du willst Rache? Dann musst du erst an mir vorbei. Ich werde dich als erstes im Weg stehen und solange kämpfen bis du mich Eigenhändig getötet hast. Erst dann werde dich sicherlich nicht mehr aufhalten können. Aber dann klebt auch an deinen Händen Unschuldiges Blut. Wir können dir helfen, wir können dir beweisen das wir immer an deiner Seite bleiben. Dafür muss du uns nur die Chance zu geben." Nachdem sie dies erzählt hatte, fiel sie zurück auf ihren Stuhl, wirkte entkräftet und doch hatten ihre Worte so aufrichtig, vor allem zu Schluss hin, geklungen. Blass war sie, machte sich bei dem, was sie alles auf den Schultern zu tragen hatte, viel zu viele Sorgen, hatte dabei aber doch auch recht. Man konnte tatsächlich nicht immer stark sein und unter Verbundenen sollte man dies auch zeigen können. Auch tat es Sai leid, was er selbst ihr alles an den Kopf geworfen hatte, über sie gedacht hatte, ohne das alles zu wissen. Noch etwas, was ihm weh tat... Das auch sie solch ein Päckchen zu tragen hatte und er wusste selbst am Besten wie es war, mit dem Tod zusammen zu leben und für den offensichtlich Sterbenden da und stark sein zu müssen. Wahrscheinlich war sie auch nicht mehr offen ihrer Mutter gegenüber, genauso wenig wie er es gegenüber Jinnai war. Für ihn gab er nur den liebenden, starken Bruder, den Helden den der Kleine in ihm sah. Wahrscheinlich war der um acht Jahre Ältere das, was Toshizô für Saitô gewesen war. Doch sei es drum, es war nun an ihm, sich um seine Kameraden zu kümmern, auch wenn er selbst gerade erneut die Erschöpfung spürte, welche noch in ihm steckte, doch blendete er sie aus. Ihm wurde, als er beide so stumm ins Auge fasste klar, dass er in diesem Team nicht nur die stille, helfende Begleiter sein konnte. Das er mit Leib und Seele für sie da sein musste, selbst wenn es diesmal tausend mal schwerer sein würde, als in seinem ehemaligen Team, in dem er alle schon vorher gekannt und ihnen vertraut hatte. In dem er noch keine Probleme damit gehabt hatte, sich zu öffnen. Ja, in seinem ersten Leben, wie er es nannte, war er eben noch ein anderer gewesen. Jemand der sich nicht als eine Belastung empfand, wenn er seinen Freunden wenigstens von seinem Innersten berichtete.
Einen Moment der Stille kostete er noch aus, atmete dann durch und erhob sich schließlich langsam, ging mit leichten Schritten auf den Tisch im Zimmer zu und goss ein Glas Wasser ein, welches er auf dem Rückweg Misaki reichte, sie tief ansah und sanft lächelte. "Misa-chan, dann sind wir wohl quitt, denn mir tut auch leid, was ich gesagt habe...Ich denke, wir haben uns alle gegenseitig schlimmer eingeschätzt, als wir eigentlich sind. Und nun mach dir keine Gedanken mehr darum, sondern trink und ruhe dich ein wenig aus." Irgendwie konnte er, nachdem er geendet hatte, nicht anders als ihr beinahe brüderlich durchs Haar zu streicheln und im Flüsterton hinzu zu fügen: "Du bist eine beachtenswerte Persönlichkeit, Hinasaki Misaki. Du hast mein Lob von vorhin nur noch übertroffen." Noch einmal bedachte er sie mit einem liebevollen Lächeln, danach wand er sich dem Bett zu, zog seinen Stuhl noch etwas näher und zog auch den kleinen Schrank heran, da sich in ihm seine Arbeitsmaterialien befanden. "Ach ja, arigatô, dass du ihn schon einmal aufgedeckt hast. Wenn du nicht diese kleine Abneigung gegen Blut hättest, wäre es eine schöne Vorstellung, dich als meine zweite Schülerin zu beantragen. Oder ich müsste Akisa-chan von deiner Voraussicht berichten.", scherzte er leise lachend, erhoffte sich somit die Möglichkeit, die Gute vielleicht ein wenig munterer zu stimmen. Im nächsten Zug musste er sich, während er sachte Kaito's Arm zu sich nahm und den alten Verband aufwickelte eingestehen, dass er langsam begann, diese beiden Jüngeren zu mögen und sich irgendwie auch anders bei ihnen zu fühlen, als...ja, als sonst. Dieses Gefühl kam ihm bekannt vor und doch so fremd, als spüre er es zum ersten Mal. Genauso wie das Gefühl das er verspürt hatte, als er den leblosen Körper des Schwarzhaarigen gesehen hat...in dessen eigenem Blut liegend. Als hätte es ihm das Herz aus der Brust gerissen. Und es war ein gutes Gefühl das geschafft zu haben, was er bei denen, die er auf solche Art verloren hatte, nicht geschafft hatte. Nicht schaffen konnte. Solange er sich den nun freiliegenden Arm besah, ihn untersuchte, musste er über sich selbst schmunzeln, weil er doch eigentlich so einfach gestrickt war. Solange es anderen gut ging, sie sich erholten, solange war auch er glücklich, irgendwie. Mit gewohnter Routine zog er eine milde Wundsalbe aus einem der Schubfächer des kleinen Schrankes, begann diese mit Fingerspitzengefühl auf den Wunden aufzutragen, wand den Blick nicht von seiner Arbeit ab und doch befand er das es Zeit war, die beiden anderen etwas über sich wissen zu lassen. Sie selbst hatten ja nun einiges über sich preis gegeben und von ihm wusste man das Wenigste. Es war nur fair, wenn sie alle Drei auf gleicher Ebene standen und so rang er sich schließlich durch. "Ob ihr mir nun zuhört oder nicht, ist mir einerlei. Jedoch entspricht es nur der Fairness, wenn auch ich nun etwas über mich preisgebe, denn immerhin weiß ich nun auch Einiges über euch. Beziehungsweise...wusste ich schon als ich eure Akten las mehr über euch, als ihr über mich...Normalerweise rede ich nicht gerne darüber, eigentlich gar nicht, weil ich der Meinung bin, selbst damit fertig werden zu müssen. Allerdings sind wir ein Team und auch wenn wir uns gegenseitig vielleicht nicht verstehen und meinen einander nicht zu brauchen, so ist es alleine für die stumpfe Zusammenarbeit wichtig, dass wir wenigstens etwas übereinander wissen..." Kami, schon alleine der Anfang war beklemmend, es fiel ihm schwer, sich zu öffnen und schon jetzt musste er sich auf die Unterlippe beißen, weil seine gewohnten Reflexe zuschlagen wollten die ihm rieten, doch lieber den Mund zu halten. Die beiden litten doch genug, hatten genug Probleme. Er als Ältester sollte sie doch schützen, auf sie Acht geben, auch wenn sie es vielleicht nicht wollten. Er konnte nur darauf hoffen, dass ihm das Reden wie immer einfacher fiel, wenn er nebenher etwas tat, wie eben, als einen frischen Verband auspackte und begann, diesen vorsichtig und akkurat um den Arm seines jungen Patienten zu wickeln. "Möglicherweise habt ihr es bereits bei unserem gemeinsamen Abendessen erkannt...Hinweise entdeckt...oder euch ist die Geschichte meines Clan's bekannt. Zwar fand Letzterer in dieser Region seinen Ursprung und gründete vor Jahrhunderten mit dem Kôno Ichizoku dieses Dorf, allerdings siedelte er nach einiger Zeit ins Mizu no Kuni um, im Glauben dort mehr Möglichkeiten zu finden. Das er missbraucht und beinahe ausgelöscht wurde, muss ich denke ich nicht erwähnen...Jedenfalls...ist es auf dieser Grundlage nicht verwunderlich, dass ich im Gegensatz zu euch nicht hier in Yukigakure geboren und aufgewachsen bin, sondern in Kirigakure, dem Dorf versteckt hinter dem Blutnebel, wie man es seit der erneuten Wende gerne nennt. Wie gesagt, wahrscheinlich habt ihr das bereits an dem Stirnband erkannt, dass Jinnai-kun in seinem heiligen Gewahrsam hatte, an diesem grotesken Slang, den auch Kana-chan benutzte...Oder das ich den Sensei auf Anhieb kannte, da die Hôzuki aus eben selben Dorf hier ansiedelten...genauso wie mein Clan vor etwas mehr als drei Jahren." Für einen Moment legte er eine Pause ein, verschloss den fertigen Verband und beugte sich etwas weiter über Kaito, um den weißen Kimono ein wenig von seinen Schultern zu streifen, damit er sich der anderen Wunden annehmen konnte. Diese versorgend, fuhr er, selbst wenn ihm noch immer unwohl zumute war, in seiner Erzählung fort. "Kaito-kun hat es vorher bereits angesprochen, ich stamme eben tatsächlich aus einem angesehen Clan...wobei man sich über den guten Ruf nun Streiten könnte...Nun, jedenfalls unterscheidet sich daher mein Werdegang von eurem, wenngleich auch Kaito-kun aus einem altehrwürdigen Geschlecht stammt. Doch...als Letzter ist ihm die Zucht und Ordnung eines Clan's entgangen. Mir nicht. Noch heute baut mein Clan streng auf seine uralten Traditionen und möchte natürlich vermeiden, dass ein erneuter Untergang droht. Aus diesem Grund und auch aus rein charakterlichen Gründen, verzichten unsere Kinder auf ihre Kindheit und beginnen sehr früh mit ihrer Ausbildung. Herkömmlich werden sie im Alter von etwa fünf Jahren zum Clantraining herangezogen...Ich war vier Jahre alt. Ein Jahr später nahm ich zusätzlich eine Schwertausbildung auf, was meinem Onkel, der mich zum Großteil aufzog und mich zu seinem Erben ausbilden wollte, wahrscheinlich gelegen kam. Das nächste Jahr darauf wurde ich in die Shinobi-Akademie eingeschult, beherrschte bereits meine erste Elementnatur. Als ich gerade acht Jahre alt geworden war, befand ich mich in der Lage mein zweites Element schmieden zu können, so wurde ich also dem vom Volksmund umstrittenem Ritual meines Clans unterzogen, bei welchem ich..unter bestimmten Umständen...die Elementverbindung zu Stande brachte. Drei Jahre darauf, als ich elf Jahre alt war, wurde ich zum Genin ernannt, begann im selben Zuge meine Iryônin-Ausbildung und wurde zusammen mit meinen beiden besten Freunden meinem Onkel als Schüler zugewiesen. Nebenher nahm ich natürlich noch am Clantraining teil um weitere Hyôton-Jutsu zu erlernen und führte auch mein Schwertkampftraining fort." Leise seufzte er auf, trug mit aller Umsicht Salbe auf die bereits schön verheilenden Wunden auf, wohingegen das Blau seiner Augen etwas tiefer zu werden schien und er wahrscheinlich einen eher bedrückten Eindruck machte. Der Grund dafür lag darin, dass er nun, da er das aufgeholt hatte, was er von den anderen in den Akten gelesen hatte, zum prekären Teil übergehen musste, von dem er eben seither nie gesprochen hatte. Alleine der Gedanke daran schnürte etwas in ihm zusammen, ließ seinen Blick nur tiefer auf sein Werk richten, anstatt die beiden anzusehen. In diesem Augenblick sah man ihm seine Erschöpfung deutlich an, dass er müde wurde. Nicht, wegen des Fakts, dass er eigentlich noch im Krankenbett verharren sollte, nein. Seine Hingabe, seine Aufopferung und der Selbstdrill, dem er sich seit Anbeginn unterzog, hatten sowie einige Erlebnisse Furchen auf dem so unschuldig und engelsgleich wirkenden Körper hinterlassen. Auch die Niederlagen und das auf der Stelle treten, der Zeitdruck. Dies alles zehrte an ihm und wo er es sonst herrlich durch seine Maske verstecken konnte, wurde dies, da er sie der Fairness halber abnahm, umso deutlicher. Einen Rückzieher gab es aber längst nicht mehr.
"Als ich schließlich dreizehn Jahre alt geworden war, beförderte der Mizukage nicht nur meine Kameraden und mich ohne jegliche Examen zu Chûnin, sondern auch viele andere Gleichaltrige des Dorfes. Wir nahmen zunächst an, dass unser Jahrgang sich eben hervorgetan hatte und man uns als fähig befand, bereits eine Stufe aufzusteigen und mehr Verantwortung übernehmen zu können. Jedoch...war der Grund ein anderer. Nur wenig später wurde laut, dass Iwagakure uns den Krieg erklärt hatte, alles ab dem Chûnin-Rang wurde eingezogen, einen Altersunterschied gab es nicht. Wenige meiner Altersklasse wurden zur direkten Sicherung des Dorfes eingeteilt, die meisten wurden in Grenzgebiete des Reiches geschickt, um das Eindringen der feindlichen Truppen zu verhindern, wie auch vielerlei Einheiten der Älteren es taten. Meine Einheit war für die Sicherung der Großen Naruto Brücke zuständig, die Jüngsten waren wie ich dreizehn Jahre alt, die Ältesten fünfzehn, wenn ich mich recht entsinne. Meine beiden Freunde ich kämpften an vorderster Front und ich kann bis heute nicht sagen, wie ich es zu diesem Zeitpunkt geschafft habe, aber irgendwie hatte ich mich in der Lage befunden, die meisten Mitglieder der gegnerischen Einheit auszuschalten, sprang regelrecht von einem Fleck zum anderen, in der Hoffnung so die wesentlich älteren Iwa-Nin daran zu hindern, unsere Reihen weiterhin auszudünnen. Trotz meiner Mühen...schaffte ich es nicht. Nach und nach wurden meine Kameraden blutig niedergestreckt, den letzten Aufschrei meiner besten Freundin und zugleich Teamkameradin musste ich nur hören...brauchte mich nicht umzudrehen..um zu wissen das..." Ihm versagte die Stimme, seine Kehle schnürte sich zu und vor seinem inneren Auge spielten diese Szenen erneut ab...Überall floss und spritze Blut...Jutsu lösten lautstarke Explosionen aus, Metall traf klirrend auf Metall und da war er...dieser helle Aufschrei Hitomi's, der in einem blutigen Röcheln versiegte. Warum tat es ihm nun so weh? Warum jetzt? Nur, weil er davon erzählte? Endlich nach drei Jahren? Oder weil der Schmerz bereits diese ganze Zeit über in ihm gewesen war und nun danach lechzte, freigelassen und nochmals innig gelebt zu werden? Für Sekunden nur kniff er die Augen zusammen, atmete tief durch, unterdrückte den aufkommenden Drang einfach zu schweigen und weg zu laufen, in dem er seine Finger ein weiteres Päckchen öffnen ließ, in welchem sich ein frischer und steriler Verband befand, der um Kaitos Oberkörper seinen Platz finden wollte. Mit aller Kraft dämmte er ein Zittern seiner Hände ein, vergrub seine Zähne nochmals in seiner Unterlippe und hoffte, dass sein violetter, langer Haarschopf dies alles verborgen hatte. Mit Vorsicht umwickelte er den Torso vor ihm mit dem Verband, rief sich innerlich zur Ruhe. Er hatte nun so viel preis gegeben, den Schluss durfte er also nicht verwehren. "Nach einer Weile...waren schließlich nur noch zwei junge Shinobi unserer Einheit übrig. Mein bester Freund Sôji....und ich. Seite an Seite nahmen wir uns dem Rest der feindlichen Truppe an, langsam spürten wir die Erschöpfung in den Gliedern, versuchten es endlich zu Ende zu bringen. Dies gemeinsam zu tun...blieb uns vergönnt...denn...Sôji-kun...fiel neben mir...weil er einen Augenblick...einen winzigen Moment...nicht...nicht aufgepasst hatte und...mein Gegner mich zu sehr beschäftigt hatte als das ich hätte für ihn...einspringen können...Ab da...war ich auf mich gestellt...der Letzte...Und doch kämpfte ich weiter, gab nicht auf. Ich ließ mir die Knochen brechen, steckte Wunde über Wunde ein, schlug mit allem was ich noch aufzubieten hatte zurück. Das war ich den Gefallenen...und all denen die ich auf diese Weise noch schützen wollte, schuldig. Als ich den letzten Iwa-Nin mit meinem Katana durchbohrte...tat er es mir gleich. Meine Lunge wurde dabei verletzt, ähnlich wie es bei Kaito-kun der Fall gewesen war. Ich konnte mich kaum noch auf den Beinen halten, hielt mir die stark blutende Wunde an meinem Brustkorb...Sah von Weitem die Verstärkung unserer Gegner herbeieilen und wusste, dass ich, selbst wenn ich weiterkämpfte...fallen würde. Das konnte ich nicht überleben. Niemals. Dennoch gab ich meine letzte Kraft um gegen sie anzutreten...bis aus dem Nichts mein Onkel auftauchte, mich geschwind an den Rand des Geschehens unter einem Baum bettete und...meine Aufgabe übernahm...Ohne Frage schaffte er es...der große Schwert-Shinobi des Nebels, der er war, den kompletten Trupp zu schlagen...Tödlich verletzt wurde er dennoch...Mit letzter Kraft hatte er sich...zu mir geschleppt...mir sein...sein Schwert vermacht...seine letzten Worte anvertraut und...war...neben mir...verstorben...Kaum hatte ich dies realisiert, fiel ich ins Koma...Hätte einer meiner anderen Onkel mich nicht in letzter Sekunde gefunden und weggebracht...säße ich heute nicht hier..." Ein Glück war er vor dem wirklich brisanten Teil damit fertig geworden, den Verband zu schnüren, ansonsten wäre ihm dieser nicht wirklich gelungen, da nunmehr seine Hände zitterten wie Espenlaub und er tiefer nach vorne sackte, seine Finger erneut in den schwarzen Stoff seines Kimonos krallend. Wo er Kälte doch so liebte und sie dank seines Kekkei Genkai dauernd bei sich trug, sie glaubte er, das ihm gerade nie so kalt gewesen war, wie jetzt. Nie so, dass es grausam stach, beinahe brannte. "Nach der Beisetzung der Gefallenen...beziehungsweise als unsere übrigen Clanmitglieder genesen waren...jedenfalls soweit um reisen zu können...Nahmen wir unser Hab und Gut zusammen und verließen unsere Heimat...Nicht der eigenen Verlust wegen, sondern weil man uns hintergangen hatte. Nach Beendigung der Schlacht hatte sich herausgestellt, dass unsere Oberhäupter diesen Krieg auf hintertriebenste Art und Weise eingefädelt hatten, um mit einem Heimvorteil den Großteil der Wehrmacht aus Iwagakure zu schlagen, nur um hinterher einen leichteren Einfall in ihrem Dorf zu haben...Erweiterung des Territoriums...Machthunger...mehr war es nicht...Und wir aus dem Yuki Ichizoku und viele andere Bewohner und Clan's ertrugen diese Zustände nicht länger...wir wollten nicht mehr Teil einer solchen Sache sein. Darum...leben wir nun hier...im Reich unseres Ursprungs...Dienen für es und versuchen mit Kräften zu verhindern, dass hier Ähnliches geschieht...Uns liegen jene am Herzen, die wie wir für eine Besserung dieser Welt einstehen...und jene die sich nicht alleine zur Wehr setzen können, die einfach unschuldig hineingezogen und wie Bauern geopfert werden. So als wären ihre Leben nicht von wert...Daher...habe ich hier meine Iryônin-Ausbildung in diesem Jahr beendet und bilde auch selbst aus, tue mein Bestes...damit...nicht noch einmal...so etwas geschehen muss..." Zum Ende hin war er immer leiser geworden, hatte sich an die Stirn gegriffen und atmete tief durch, noch immer zitternd.
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Mi Jun 13, 2012 12:24 am

Hatte er nun ein schlechtes Gewissen, weil er das alles gesagt hatte? Nun, weil er die Augen geschlossen hatte, gar nicht sehen wollte, wie sie ihn anschauen würden. Er wusste, dass er gemein gewesen war, obwohl sie wahrscheinlich dafür verantwortlich waren, dass er noch lebte... kami, wie sich das anhörte. Verantwortlich für sein Leben. Das hörte sich so an, als ob er gar nicht leben wollte... aber das wollte er doch, oder? Er wollte leben, damit er Rache nehmen konnte. Das war es, was er brauchte und woher er seine Kräfte nahm. Er glaubte doch an die Rache und dass eben diese der richtige Weg war. Aber wenn es doch der richtige Weg war, wenn er dafür in Kauf nehmen musste, allein zu bleiben, um stark zu werden... wenn dieser Weg doch seine Überzeugung war... wieso fühlte er sich dann schlecht? Weil er sie angefahren hatte? Das war doch lächerlich. Einfach nur lächerlich. Es machte ihn schwach... und das wollte er nicht sein. Freunde machten ihn schwach, führten dazu, dass man immer auf sie Acht geben musste... sich vor sie werfen musste. Also. Er konnte sie einfach nicht gebrauchen, oder? Und doch... in ihm wusste er, dass er sich instinktiv danach sehnte, wieder jemanden zu haben, der für ihn da war... aber selbst dann: Würde er nicht wieder "verschwinden"? Dahinschwinden? Als ob er niemals da gewesen wäre? Alle Erinnerungen an ihn ausgelöscht, samt Besitz? Wie damals...? Oh verdammt ja... er konnte sich noch genau an jene Nacht erinnern, in der er einmal "nach Hause" - schon grotesk, dass er dieses alte Haus immer noch zu Hause nennen wollte - kam und der alte Mann nicht da war... Daran, wie er dann Dinge gehört hatte, die er nicht wahr haben wollte... schreckliche Dinge... und als er endlich ankam, hatte er mitansehen müssen, wie man ihn weg geschleppt hatte in die Höhen, um ihn dort zu erniedrigen... und er es zuließ. Er hatte andere beschützen wollen. Und dafür hatte er sich erniedrigen lassen. Allein dafür. Damals hatte er selbst es nur noch nicht verstanden. Er dachte, dass der Alte einfach zu schwach war und zu geschockt, um sich zu wehren. Aber im Nachhinein war ihm in den Jahren klar geworden, dass er es einfach nicht hatte tun können, weil man ihn vielleicht dann gar ganz ausgemerzt hätte. Dieser Schutz hatte ihn schwach gemacht. Natürlich war er ein Zivilist gewesen, doch es hatte immer Momente gegeben, an denen er als Junge kurz anders gedacht hatte... es war immer eine Weisheit im Blick des Alten gewesen, dass er sich schon das ein oder andere Mal gefragt hatte, ob er nicht eine kämpferische Vergangenheit gehabt hatte. Doch es war so gewesen: Er hatte sich nicht gewehrt, weil er schützen wolle. Schutz machte einen schwach. Es war kein heldenhafter Tod, sondern ein schwacher Tod. Das war seine Ansicht. Man wurde dadurch nicht stark. Wie sollte man auch? Oder vielmehr, wie konnte man sich vorstellen, dass Kaito das verstehen würde, wenn er nie jemanden gesehen hatte, die für andere kämpften? Seite an Seite? Nein, das kannte der Schwarzhaarige nicht. "Die Welt ist gar nicht so schlimm, wenn du sie akzeptierst. Es gibt viele schöne Dinge auf der Welt, die du nur an dich heranlassen musst... Sie eröffnen dir ganz neue Denkhaltungen." Wie naiv war er gewesen, diese Worte damals zu glauben? "Ich will aber auch einen Weg finden, dass die Welt ohne einen Krieg besser wird! Das wäre doch nicht fair... nur Tote und Blut...!" Noch genau konnte er sich an seine dummen Worte erinnern. Allerdings hatte er diese längst vergessen, als man den Alten vor ihm umgebracht hatte,... als man ihn gemordet hatte... als er selbst ausgerastet war und zum ersten Mal diesen Kraftschub in sich gespürt hatte... als er diesen Menschen die Kehle aufschlitzte. Sie bestialisch umbrachte. Mit gerade einmal acht Jahren. "Wenn die Reichen einen Krieg beginnen... dann sind es doch meist die Armen, die sterben, nicht wahr?" Wie Recht er doch gehabt hatte. Aber diese Zeiten waren vorbei. Der Alte existierte nicht mehr. Es gab ihn nicht mehr und damit fertig. Nur dieser letzte Satz war es, der ihm in Erinnerung blieb. Der Kage hatte den Krieg begonnen... und wer litt nun darunter? Waren es etwa nicht die, die am wenigsten hatten? Die, die heute in den Slumvierteln leben, derer sich früher noch sein Clan angenommen hatte? Ganz früher? Litten sie nicht unter der Politik? Scherten sich viele nicht einen Dreck darum, wie es eben jenen ging? Taten sie das nicht?! Kami, es machte ihn so wütend, dass er die Fäuste ballen musste... und all das kam in ihm hoch, wenn er nur daran dachte, wieder jemanden auf sich einwirken zu lassen... wie schwach. Er würde ja gerne wieder jemanden haben, mit dem er reden konnte - ja, das gestand er sich nun offen und ehrlich ein - , doch durfte er das nicht. Weil sie seinen Weg versperrten. Er müsste sich zwischen Freundschaft und Rache entscheiden... und letztere würde gewinnen. Nicht wahr? Sie würde gewinnen. Aber vielleicht konnte er wenigstens...--
Die Decke wurde im überrascht weggerissen, weshalb er die Augen öffnete und in das der... riss sie sich gerade zusammen nicht zu weinen? Schrie sie ihn da gerade wirklich an? "Na los. Steh auf! Du brauchst doch nur dich, also nimm den anderen Leuten nicht den Platz hier im Zimmer weg. Ich sehe ja wie die Leute dich ansehen, „Ich will nicht im Zimmer mit dem da liegen!“ Das sagen die Leute. Sie sahen mich an komisch an, als ich dir frische Blumen gebracht hab und Stundenlang in deinem Zimmer saß. Du nimmst ihnen den Platz weg also geh!" Mit doch geweiteten Augen aber einem geschlossenen Mund blickte er sie nach diesen Aussagen an. Wollte sie ihn damit psychologisch in die Ecke drängen? Ihm bewusst machen, dass er alleine war? Dass man alleine wenig konnte? Gar nichts? Wollte sie ihm ausgerechnet das mit ihren Worten zeigen? Dass man mit Freunden manchmal schneller war als ohne? Schneller ans Ziel - hier dem Aufstehen - kam? Aber hey... sie hatte die frischen Blumen gebracht? Stimmt, aus dem Augenwinkel waren da welche... was konnte er dafür, dass sie sie komisch ansahen? Das taten sie immer bei den Leuten, die ihm nahe waren. Immer. Also wunderte ihn diese Aussage doch herzlich wenig. Wenn sie damit "Mitleid" oder "Verständnis" erregen wollte, dann sprach sie damit auf Eis und er musste sich demonstrativ aufsetzen, wobei er sich bemühte das Ächzen zu unterdrücken, welches ihm die Spannung auf seinem Rücken bereitete. "Du sagst, du brauchst Niemanden? Dann brauchst du die Hilfe der anderen nicht. Dann versorg dich gefälligst selbst!" Wollte sie ihm mit ihrer Kalten Stimme Respekt einflößen? Nein, er blickte nun einfach genauso kalt zurück. Es machte ihm nicht aus, wenn sie ihn so anmachte. Er war es gewohnt. Er war es gewohnt, dass man so mit ihm umging - die einzige Tatsache ... es war neu, dass ein Teammitglied mit ihm so sprach. Nicht einmal Taichi hatte es in der Art und Weise herübergebracht, dass er nicht von ihm ablassen würde. Hatte sich damit seine Anerkennung verdient... aber Misaki... es verwirrte ihn, obwohl er es nicht zeigte, dass ausgerechnet Misaki solche Worte wählte. In seinen Augen war sie nämlich in gewisser Hinsicht immer noch das schwache Mädchen, dass nur heulen konnte und dumme Gedanken hatte. In ihrer eigenen Welt lebte. Mehr nicht. Eigentlich hatte er sagen wollen, dass er sie nie gebeten hatte, sich um ihn zu kümmern. Hatte also wieder eine kalte Aussage tätigen wollen, die ihr wahrscheinlich noch mehr zugesetzt hätte - doch eine Chance schien sie ihm nicht geben zu wollen, machte gleich weiter - und veränderte damit wohl auch endgültig die Haltung seines Gewissens. Selbst, wenn er es sich kaum anmerken ließ:
"Weißt du, ich hab die Erste-Hilfe geleistet. Ich saß an deiner Seite hab alles Mögliche aus dir entfernt und dafür gesorgt, dass du nicht am Ort und Stelle verblutest. Ich hab mit dir geredet und darauf geachtet das dein Körper Warm bleibt. Saito musste den schwierigen Part übernehmen aber ich hab ihm die Vorarbeit geleistet und er hat mich dafür gelobt. Natürlich hab ich mich darüber gefreut aber ich hab mich vielmehr gefreut als er sagte, dass du Durchgekommen wirst. Doch wie es mir so scheint, hab ich wohl versagt. Dein Körper lebt doch bist du innerlich schon eher Tod als Lebendig." Es saß tiefer als gedacht... er sah sie doch getroffener an, als gedacht... seine Mimik sprach Bände, denn das hatte er absolut nicht erwartet. Er hatte nicht erwartet mit einer solchen Erkenntnis konfrontiert zu werden, welche ihm vor Augen führte, was sie alles durchgemacht hatte und was aus ihm wirklich geworden war. Es war nämlich das, was er bisher in jeder kleinen Ecke seiner Seele fürsorglich vergraben hatte, auf dass es für immer dort unten blieb. Es war die Emotion. Eine Emotion, die er nicht mehr hegte und die wirklich zum Rachegedanken geworden war. Wann hatte er das letzte Mal geweint? War es nicht bei dem Tod des Alten gewesen? Wann hatte er das letzte Mal aus seinem Herzen heraus gelacht? War es nicht auch damals, als kleiner Junge gewesen? Wieso wurden all diese schwachen Aspekte in ihm nun auf einmal angesprochen. Und wieso war er für sich so selbstentfremdet? Irgendwie musste er den kleinen Jungen vor sich sehen, der er ja einmal gewesen war und der ihm sagte, dass er tot war. Dass er genau das geworden war, was er auf keinen Fall jemals hatte sein wollen: Jemand, der andere umbrachte. Leben auslöschte, anstatt sie zu retten. Aber... es war doch der richtige Weg... und trotzdem... er brachte ihn nicht von der Vorstellung ab, dass diese Braunhaarige, die ihn gerade mit aller Kälte und aller Kraft, die sie gegen Tränen aufbringen konnte anblickte, neben ihm auf dem kalten Erdboden des Kaminari - no Kuni saß und weinte. Anders konnte er sie sich nicht vorstellen, als dass sie weinte und dabei seine Wunden versorgte... und mit ihm redete? Hatte er nicht irgendetwas gehört, bevor er in die Dunkelheit hinab gestiegen war...? Und dieses komische Etwas, welches er in diesem Moment nun doch einmal verdrängte, "erblickt" hatte? Aber halt... er konnte sich davon nicht so vereinnehmen lassen. Es war doch nur selbstverständlich, dass man sich so fühlte, das man so reagierte, wenn ein Teamkamerad wieder erwachte... und trotzdem... war sie fröhlich gewesen, dass er wieder unter den Lebenden weilte - selbst, wenn er innerlich, wie sie sagte tot war. Innerlich. Kami... wieso war sie noch nicht fertig? Wieso sprudelten die Worte aus ihr gerade so heraus, ohne dass sie ihn zu Wort kommen ließ. Insgeheim konnte er ihr gerade so vieles wütend an den Kopf werfen: Dass er sie nicht darum gebeten hatte. Dass sie sich um sich selbst kümmern sollte. Dass man sich nicht freute, wenn jemand wie... er aus dem Koma erwachte? Einen Moment, hatte er sich gerade selbst als jemand wie er bezeichnet?
Doch nun redete Misaki weiter, erzählte davon, dass sie mit dem Tod zusammenlebte, ihr Vater offensichtlich verschollen war, sie es bald nicht mehr aushielt und doch gerne einmal die "Treudoofe" spielte, um sich einmal nicht mehr als stark präsentieren zu müssen. Und was war das andere? Ihr Onkel? Sich frei genommen, dass sie an seinem Bett sitzen konnte? Was sollte das alles? Wieso sagte sie ihm das? Wieso schienen sich alle so sehr um ihn zu kümmern, wenn er es doch nicht wert war... wenn er doch sowieso bald nicht mehr in diesem Dorf sein würde... oder gar auf dieser Welt. Er hasste es, wenn sich jemand enger zu ihm verbunden fühlte... dann hatte dieser Jemand - der dann, da er ihm ja "nahe" gekommen war, eine andere Weltansicht zu haben schien und ein gutes Herz - bald einen Verlust einzustecken. Dann riss er ihn vielleicht emotional gar mit ins Verderben. Sollten sie doch alle weg bleiben... er wollte aus diesem einen Grund nicht, dass sie bei ihm waren. Aus diesem einen Grund war er ein Einzelgänger. Andere erweckten Mitleid, wollten Verständnis, suchten es und weckten noch Beschützerinstinkte in einem. Nein. Das machte ihn doch alles schwach! Seinen Blick hatte er mittlerweile vor sich gerichtet, wollte sie nicht mehr anschauen. Als ob er ein schlechtes Gewissen hätte: "Sag ruhig weiter fiese Dinge zu uns, egal wie oft du uns Sachen an den Kopf wirfst, ich stehe weiterhin hinter dir." Wieso sagte sie das? Wieso konnte sie nicht einfach ruhig sein und ihre Klappe halten?! "Ich will nicht bei einer weiteren wichtigen Person zusehen müssen, wie sie zur Grunde geht. Du willst Rache? Dann musst du erst an mir vorbei. Ich werde dich als erstes im Weg stehen und solange kämpfen bis du mich Eigenhändig getötet hast. Erst dann werde dich sicherlich nicht mehr aufhalten können. Aber dann klebt auch an deinen Händen Unschuldiges Blut." Den letzten Teil hörte er gar nicht mehr, sondern nur, wie sie offenbar in einen Stuhl zurückfiel und tief durchatmen musste. Er hingegen, schloss die Augen, hatte dabei eine.... wie konnte man ihn beschreiben? Mitleidige Mimik? Nein, das traf es nicht. Es war wohl eher eine der Reue und der Schmerzen, die allerdings auch mit Wut über diverse Dinge vereinbart werden konnte. Und was machte Sai da, wie er hörte? Lobte er sie noch dafür? Dafür, dass sie all das von sich gegeben hatte? Was sollte das Ganze? Konnten sie ihn nicht einfach... in Ruhe... lassen...? Einmal... nur einmal... damit sie nicht mitansehen konnten, wie er seinen Kopf nun in seinen Händen vergrub, seine Haare zerzauste mit den Fingern, die in diese fuhren... damit sie nicht sahen, wie er sich dabei noch auf die Lippen biss, versuchte die Gedanken, die ihm kamen, zu unterdrücken?
Wieso... wieso musste Sai nun anfangen zu reden? Er wollte nichts mehr wissen. Er wollte nichts mehr von ihnen wissen, weil er kein Verständnis mehr aufbringen wollte. Weil er sich nicht mehr schlecht wegen dem, was er gesagt hatte, fühlen wollte. Weil er eben kein Stein war, obwohl er es immer allen zeigte. Er war kein Stein, man kam an ihn heran, wenn man sich denn bemühte. Eben weil in ihm noch der kleine Junge war, den man früher gekannt hatte... der gelacht hatte, fröhlich gewesen war, obwohl er keine Familie gehabt hatte. Sie sollten alle aufhören... es trieb ihn dazu, einzusehen, wie verdammt bescheiden er sich verhalten hatte... und es rief Erinnerungen an die Zeit hervor, in der er nicht einsam gewesen war - musste er gerade Tränen unterdrücken? Er wusste schon, weshalb er sein Gesicht vergrub. Er wusste es genau. Kami, es machte ihn fertig. Währenddessen legte Sai mal zu mal seinen Oberkörper frei, schien sich ganz darauf zu konzentrieren, sich um seinen Arm zu kümmern. Letzteren hatte er wieder von seinem Gesicht nehmen müssen, damit er ihn hatte versorgen können. Was man in seinen nun wieder geöffneten Augen sah? Nichts. Richtig. Es war die Leere, die einfach nach vorn blickte und all das verarbeiten musste, was er gehört hatte - oder vielmehr was er hörte. Was er nun alles hören würde, während Sai den Kimono von seinem Oberkörper streifte, damit er eben diesen neu verbinden konnte und die Wunden an seinem Rücken besser verheilen würden. so saß er also einfach mit nacktem Oberkörper da, blickte dorthin, wo man es nicht definieren konnte... hörte einfach nur noch zu, als ob man seinen Willen in gewisser Hinsicht gebrochen hätte: Es war wirklich nichts schönes, was Sai zu berichten hatte und zum ersten Mal in seinem Leben fühlte er sich so, als ob er nicht das ganze Pech der Welt abbekommen hätte. Dass es auch andere gab mit Leiden... andere, die zusehen mussten, wie ihre geliebten Menschen starben. Wie sie etwas hatten, was ihnen ungemein wichtig war und wie man es ihnen nahm. Allmählich oder plötzlich. Der Schmerz war der Gleiche und so einfach würde er nicht weg gehen. Das tat er nie. So erzählte Sai davon, wie sein Clan eigentlich einen guten Ruf hatte und mit dem seinen das Dorf gegründet hatte. Ja, das wusste er... er hatte es ja gelesen. Wie alles. Doch der Yuki fuhr weiter fort, erzählte von der Erziehung, die er genossen hatte in einer Familie, die ihm immer den Rücken gestärkt hatte. Er erzählte von seinem Team, von seinem Onkel.... von all seinen Freunden, die er lieb gewonnen hatte. Wie er das Glück gefunden hatte, danach gegriffen und es bekommen hatte... und wie dann der Schmerz kam wie ein Sturm und alles auf einmal weg nahm. Als ob er den Schiedsspruch des Weltgerichts - als ob es das überhaupt gäbe - vernommen hätte... auf dass man diesem Jungen alles nahm, was er jemals lieb gewonnen hatte. Alles, woran er jemals etwas gefunden hatte, dass sein Leben glücklich machte. Ein Krieg, der nur angezettelt wurde, der ihn wieder an den Spruch des Alten mit den Armen und Reichen erinnerte. Es war wohl wirklich so... Führten die Reichen krieg, waren es die Armen die leiden mussten... Arme wie Sai, die zusehen mussten, wie vor ihren Augen all ihre Freunde und Familienmitglieder abgeschlachtet wurden. In einem Krieg, der keine Legitimation hatte. Ein Krieg, der einfach nur sinnlos war, weil es beide Parteien in den Ruin treiben würde. Einen Krieg, für dessen Sinnlosigkeit so viele junge Menschen sterben mussten. War diese Art denn nicht noch schlimmer? Wenn man zusehen musste? Seite an Seite kämpfte und der einzige war, der verschont wurde? Weil Freunde und Familie sich für einen opferten? Und man ihre Opfer mit dem eigenen Leben würdigte?
Kaito wusste nicht, was er sagen sollte, nachdem Sai den Verband wieder gelegt hatte, der sich um seinen Oberkörper zu schlingen schien wie Haut. Er wusste es einfach nicht und fühlte sich selbst gerade wohl einfach nur belanglos. Idiotisch. Weil es Menschen gab, die es wohl viel schlimmer getroffen hatte als ihn und die sie sich nicht für die Rache entschieden hatten. Wieso tat dieser Gedanke so weh? Nur weil er ihm vor Augen führte, dass er dann nichts anderes zu leben hatte? Außer die Rache? Weil es für ihn nichts anderes gab außer das? "Dienen für es und versuchen mit Kräften zu verhindern, dass hier Ähnliches geschieht...Uns liegen jene am Herzen, die wie wir für eine Besserung dieser Welt einstehen...und jene die sich nicht alleine zur Wehr setzen können, die einfach unschuldig hineingezogen und wie Bauern geopfert werden. So als wären ihre Leben nicht von wert...Daher...habe ich hier meine Iryônin-Ausbildung in diesem Jahr beendet und bilde auch selbst aus, tue mein Bestes...damit...nicht noch einmal...so etwas geschehen muss...", beendete der Lilahaarige schließlich seine Rede und ohne hinzublicken, wusste Kaito, dass er sich verkrampfte, zitterte. Man hörte es in seiner Stimme... oder man spürte es einfach, was der Schwarzhaarige tat. Es war merkwürdig, doch er fühlte sich ihm verbunden. Weil er auch alles verloren hatte... und doch war es gleichzeitig auch ein gewisses Vertrauen, oder vielmehr Ansehen. Ansehen, welches er ihm schenkte, weil er weiter machte... weil er keine Rache geübt hatte. Dass er diesen Gedanken hatte verwerfen können. Es hörte sich so einfach an, doch für jemanden, der tief in diesem Rachegedanken steckte, tief in diesem Zwist... so jemand wusste, welch Überwindung es kostete, wie unmöglich es schien, zu vergeben. Weil man dachte, dass es einfach nicht ging. Weil man so dachte wie er selbst, der sich fast die Lippen blutig bist, die Augelider aufeinander presste, nur um dann zu merken, dass man die Fäuste auf Grund der Schmerzen doch nicht ballen sollte... "Ich verstehe... dich nicht..."
Es waren Worte, die nur schwer über seine Lippen kamen. Worte, die von seiner doch eher zitternden Stimme gesprochen, mit Leben erfüllt wurden. Worte, die der reinen Wahrheit entsprachen. "... aber ich respektiere... deine Entscheidung... auch, wenn es... unwahrscheinlich ist... dass ich sie jemals verstehen werde." Auch das entsprach der reinen Wahrheit. Er war nicht der einzige der litt und das wusste er nun. Er wusste, dass er sie mit seinen Worten wohl beide verletzt hatte... dass er voreilig gewesen war... dass sie vielleicht insgeheim ebenfalls eine gewisse Nähe brauchten - obwohl sie so etwas wie Familie hatten. Vielleicht sollte er einfach daran denken... und ausnahmsweise nicht das Arschloch vom Dienst sein. Nur dieses eine Mal jemanden auf sich einlassen. Weil sie alle gleichzeitig litten. Es hieße ja nicht, dass er ihnen irgendwo... näher gekommen war. Nein, das hieß es ganz und gar nicht. Jedenfalls redete er es sich ein. "Und doch bin ich... mir sicher... dass sie alle lächelnd auf dich hinunterblicken... und stolz auf dich sind." Ein sanftes Lächeln zog sich über seine Lippen, als er Sai aus dem Augenwinkel doch irgendwie warm ansah und sich dann versuchte den Kimono wieder über den entblößten, mit Verbänden überzogenen, Oberkörper zu ziehen. Allerdings blickte er dann zu Misaki, wobei das Lächeln verschwand. Wie war es, wenn man zusehen musste, wie ein geliebter Mensch unterging.. und es keine Waffengewalt gab? Weil es einfach eine Krankheit war, die man nicht aufhalten konnte? Oder vielmehr Depressionen, die man selbst als Tochter nicht aufhalten konnte... obwohl die Mutter einen doch lieben sollte. Ein Seufzer entglitt seinem Mund. "Du hast es nicht leicht... ich war ein... Idiot... aber ich kann nicht alleine aufstehen. Das ändert... nichts daran, dass ich lieber alleine bin..." Tief durchatmen. "Aber es wäre nett, wenn du mir ab und an hilfst... aufzustehen." Ob man es nur auf die jetzige Situation beziehen sollte oder vielmehr auch darauf, was in Zukunft sein könnte und man es auch somit literarisch gemeint sehen konnte, blieb nun einfach einmal dahingestellt. Aber ob sie sich ihm in den Weg stellen würde? Daran wollte er nicht denken, denn instinktiv würde diesen beiden wirklich kein Leid - sei es nun psychisch oder physisch - mehr zufügen wollen. Sie litten doch alle schon genug, oder nicht? "Misaki....?" Nun folgte auch hier wieder ein leichtes Lächeln. "... Danke... obgleich ich nicht glaube, dass du um diese Gegenüberstellung herum kommst... Trotzdem hat das noch Zeit."
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Do Jun 14, 2012 4:30 am

Etwas leichter fühlte sich Misa ja nachdem sie den beiden etwas über sich geredet hat. Ein wenig mehr Freiheit in ihren Kopf kam dadurch wieder zurück und ein wenig schreckte sie zusammen als Sai ihr plötzlich ein Glas hinhielt. Das er aufgestanden war und Wasser besorgt hat, dass hatte sie ja gar nicht mitbekommen. Danke., sagte sie und nahm einen Schluck aus dem Glas. Die vielen Reaktionen von Kaito ging ihr gar nicht mehr aus dem Kopf. Er wirkte die ganze Zeit nicht so, als wäre es ihm Egal was die beiden durchmachten, wirkte manchmal so, als wäre er Geschockt was die beiden schon erlebt haben oder grade erdulden mussten. Sais Stimme erklang wieder, entschuldigte sich bei Misa was wieder sehr überraschend war, weil sie damit gar nicht gerechnet hat aber sie setzte sofort ein Lächeln auf. Seinen Ratschlag setzte sie wieder in die Tat um und trank wieder etwas um sich zu verschlucken. Sein Lob nochmal übertroffen? Wie sie nun damit umgehen sollte wusste Misa zwar nicht aber lächelte einfach weiter. Nachher würde sie sich ihre Gedanken darum machen aber fürs erste wollte sie lieber für die beiden da sein. Nun wurde es wieder Interessant. Saito zog den Verletzten ja regelrecht aus. Nebenbei scherzte Saito noch etwas, worauf sie nur fragte:Wie meinst du das? Um auch ein gutes Auge zu bekommen, nicht weil Kaito oben ohne war, sondern damit Sai ihm nicht weh tat, stand sie auf und wanderte ums Bett und beobachtete von der anderen Seite aus Sais Arbeit. Konzentriert lag ihr Blick auf Kaitos Oberkörper, wo noch einiges zu sehen war aber Misa beschränkte sich lieber auf das eigentliche. Ihr Blick folgte noch die kleinste Bewegung von Sai und erst als er wieder das Wort ergriff wurde Misa wieder auf ihn Aufmerksam. Er hatte Zugriff auf ihre Akten? Wie war das den Möglich? Als sie was über die beiden in Erfahrung bringen wollte, sagte man ihr, sie solle lieber etwas anderes tun und sich nicht damit beschäftigen. Ihre Vermutung lag darin, dass sie herausfinden wollte wo ihr Vater nun genau war und wollten sie deswegen nicht hinein lassen. Waren schließlich Kameraden ihres Vaters. Misa mochte ja die beiden sehr gerne, doch schien es nicht ganz so anzukommen.
Ihre volle Aufmerksamkeit galt nicht mehr Kaito sondern Sai. Der nun auch sein Herz öffnete und mehr über sich erzählte. Die ein und andere Gesichte über seinen Clan kannte sie ja, auch sehr viele Heldentaten wenn man sie nennen durfte kannte sie und dieser Slang war ihr noch immer ein Rätsel. Verstehen wird sie dies ja eh nie und ihre Familie würde aufs Dach springen wenn Misa so anfing zu reden. Eine Pause kam, ihr Blick wieder auf Sais Händen um noch die anderen Wunden von Kaito zu begutachten. Es waren ja doch sehr viele was ihr erst jetzt bewusst wurde. Sicher hatte er große Schmerzen und vorhin hatte sie ihn ja angegiftet aufzustehen. Jetzt tat es ihr schon sehr Leid. Ihr blödes Gewissen verflucht sie ja eh schon seit Jahren.
Aber Sais Vergangenheit war Grausam. Wo er im Krieg war, da spielte sie mit ihren Kuscheltieren oder mit ihren Freunden. Ab und an stalkte sie aber auch einen Jungen. Wo ihr grade auffiel, dass Kaito ihm ab und an doch sehr Ähnlich sah. Nur wurde ihr Blick wieder glasig, kämpfte tapfer mit sich nicht wieder los zu weinen. Nur war Sais Geschichte so furchtbar traurig, dass ihr unmöglich war nicht los zu weinen. So oft weinte sie eigentlich nur wenn sie zu Hause war aber hier bei den beiden war es auch nicht viel besser. Deswegen wirkte Sai so reif, seine Kindheit endete schon viel zu Früh und so weiß sie nun auch, warum er ebenso Sai mäßig war. Das erklärte einiges…
Wieder um das Bett gewandert, nahm Misa Sai vorsichtig in den Arm. Ihn zu pätten wäre seltsam, immerhin ist er wie ein Sensei. Machen könnte sie es zwar aber das tat Misa lieber, wenn die Situation besser wird. Kaito sagte auch endlich wieder was. Nichts bösartiges, sondern etwas rührendes. Anscheint ließ er doch etwas an sich heran, was schön war und zu 100% ein gutes Zeichen. Nur lächelte er sie nicht mehr an. Vielleicht war er wieder böse mit ihr, dass sie wieder am Weinen war. Würde sie die ganzen Schockmomente zusammenzählen, dann wäre sie etliche Male am Herzinfakt gestorben oder etliche Male von Sai Wiederbelebt worden. Kaito fragte wirklich nach ihrer Hilfe?! Erst saß wieder ein Schock in ihrem Gesicht, doch dann nickte sie ganz heftig und drückte Saito nochmal vorsichtig an sich. Und nun kam ein umwerfendes Lächeln von Kaito was ihr Herz geradezu zum Rasen bringt.
Ich werde euch beiden helfen so gut ich kann. Und ich werde euch von sämtlichen Dummheiten abhalten! Notfalls kette ich euch an mich! Nun musste Misa Sai doch noch mal tätscheln. Es war schon fast einen Zwang dies auch mal bei Sai zu tun. Du bist wie ein Bruder den ich nie haben werde obwohl ich schon immer einen gerne gehabt hätte… Ein kleiner Bruder wäre vielleicht noch drin, aber das ist ja ganz anders als einen älteren zu haben. Nun kam sie zu Kaito, beugte sich zu ihm runter um ihn zum zweiten Mal einen Kuss auf die Lippen zu hauchen. Irgendwie ist auch dies zu einem neuen Hobby geworden von ihr. Keine Angst nur du bekommst solche Küsse von mir. Und soweit du nach Hause darfst, pflege ich dich Gesund und helfe dir bis du wieder alleine zurechtkommst. Ich hab sogar ein tolles Cosplay dafür. Das wird sooo spaßig werden. Vor lauter Freude drehte sie sich blitzschnell zu Saito um, um den armen dann kräftig zu Umarmen. Da Kaito so was nicht vertragen kann, musste nun Sai herhalten. Wir müssen die Übernachtung nachholen. Jinnai-kun wird sich bestimmt wieder freuen. Außerdem muss ich ihm ganz vieles Erzählen. Er ist nämlich mein Berater geworden. Und er ist sooo niedlich…. Schon wenn sie an den kleinen Fratz dachte, kam ein „Awww“ über die Lippen. Dies kam eigentlich nur bei süßen Outfits, Babys aller Art und bei vielen anderen Niedlichen Dingen. Nur kochen kann ich nicht… Ein kleines Hindernis aber Kaito wird ihr da sicherlich etwas helfen können.
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Yuki Saitô
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Mo Jun 18, 2012 9:27 am

"Saitô...Es...gehört nun dir...Du...bist nun der Schwert-Shinobi...der...der es führt...Mein Erbe...Mein...ganzer Stolz...Versprich mir...das du...leben wirst...und kämpfst...für das was zählt...Das du nie...aufgibst...Und das du...auf ewig...mein...geliebter Neffe...sein wirst...Bitte...versprich's..." Während der junge Kriegsveteran zitterte wie Espenlaub, sich die noch immer die Stirn hielt und sämtlichste Tränen zurückdrängte, sie gewissermaßen schluckte, drangen ihm die letzten Worte seines Onkels ins Ohr...Beziehungsweise das Letzte, was auf er auf dem Schlachtfeld vernommen hatte. "Ich hab dich sehr lieb...Sai-kun...Lebe...und bereue am Ende...nichts...so wie ich..." Himmel ja! Er hatte es ihm versprochen und verdammt, er lebte! Aber wie sollte er bitte nichts bereuen? Wo er doch tagtäglich stumm bereute, der Einzige zu sein. Der, der letztlich lebte, wo alle anderen bereits seit mehr als drei Jahren tot waren. Oft wünschte er sich, statt ihnen gestorben zu sein und hasste es, dass er nun mit seinem Leben die ihren würdigte, aber auf der Stelle trat. Das er tun konnte was er wollte, aber das winzige Licht auf seinem Weg sich nicht vergrößerte. Für wenige stille Sekunden, in denen er weiterhin mit sich kämpfte, glaubte er sogar seinem Onkel etwas Unmögliches versprochen zu haben. Sich auf die Unterlippe beißend hoffte er auf ein Zeichen, welches ihm Enttäuschung senden sollte. Nur kam es nicht. Nein, man schickte ihm keine Botschaften aus einer besseren Welt...jedoch vernahm er welche der hiesigen. Ein leises Schluchzen vernahm er und ohne aufzusehen wusste er, dass es von Misaki rührte. Schon alleine dieser höhere Klang zeigte ihm dies an, obgleich er Kaito sowieso kategorisch ausgeschlossen hätte. Sicher, er hatte beobachten können, dass der Junge wirklich alles andere als das war, was er sich selbst und anderen vorgab zu sein und das er auch nachgedacht hatte, möglicherweise sogar sein Verhalten in gewisser Weise bereute. Allerdings wusste Saitô, dass sich der Mensch nicht von jetzt auf gleich ändern konnte und auch keine Gefühle ausdrückte, die er jahrelang verschlossen hatte. So wenig wie Kaito jetzt und hier weinen würde, würde es auch der Ältere tun, selbst wenn etwas in ihm das gerne würde. Doch konnte er es einfach nicht. Und diesmal lag es nicht nur primär daran, anderen keine Last sein zu wollen. Es ging einfach nicht. An sich war er ohnehin gerade viel zu weit gegangen für seine Verhältnisse, hatte von dem erzählt, worüber er nie reden konnte und was ihn doch am meisten geprägt hatte. Nun noch zu weinen, zusammen zu brechen, wäre zu viel und leisten konnte er es sich auch nicht, wollte es nicht. Was brächte es ihm schon, nun nach über drei Jahren, abzustürzen? Eben, überhaupt nichts. Es wäre nur eine Fallgrube auf seinem Weg, welcher mit Steinen, Engpässen und allerhand anderen Hindernissen gesäumt war. Dafür hatte er am wenigsten Zeit. Zu seiner Einstellung passte es auch nicht. //Wir sind nicht auf der Welt, um glücklich zu werden, sondern um unsere Pflicht zu tun.// Dies rief er sich zurück ins Bewusstsein, atmete noch einige Male tief durch und nahm langsam die Hand von der Stirn, als er plötzlich die zittrige und schwere Stimme seines Kameraden vor ihm vernahm, den Blick hob um schmerzlich mit ansehen zu müssen, wie dieser sich die Lippen fast blutig biss, die verletzten Hände zu Fäusten ballte und seine doch so tiefen, beinahe dunkelroten Augen, zukniff. Zunächst schallt sich der Yuki noch in Gedanken, wie er es nur hatte wagen können, dies alles gerade jetzt zu erzählen, immerhin hatte er damit seinem ohnehin leidenden Kameraden Schmerz bereitet, so sah es jedenfalls aus und dank ihm weinte auch die Braunhaarige bitterlich. Doch waren die kommenden Worte anklagend? Bitter? Ihn strafend? Gewiss nicht. Eher alles anderes, als das. "Ich verstehe... dich nicht...aber ich respektiere... deine Entscheidung... auch, wenn es... unwahrscheinlich ist... dass ich sie jemals verstehen werde." Rein rationell gesehen hatte Sai doch sein Ziel erreicht. Der Schwarzhaarige, der versessen auf seine Rache war respektierte den Weg, der ihm selbst ebenfalls offen stünde. Er sah praktisch ein, dass diese andere Option existierte und sogar Sinn machen könnte. Zudem war er so ehrlich zu zu geben, dass er diese Wahl nicht verstand und sogar in Frage stellte, sie jemals verstehen zu können. Eine reife Leistung für den Reiter, welcher sich soeben von seinem Ross begab, wo er vor Minuten noch auf seinen Sattel beharrt hatte. Der Iryônin erkannte dies an, sehr sogar, denn das hieß doch, dass nicht nur das Team in seiner entstehenden Gemeinschaft etwas bewirkt hatte, sondern auch jeder Einzelne von ihnen an der Wirkung feilte. Alle drei, wie sie hier saßen, sprangen über ihre Schatten, wollten sich verstehen und schafften dies sogar halbwegs. Sie wollten auf irgendeine Weise alle, dass diese Zusammenstellung funktionierte. Ob das nun Saitô war, welcher zu Anfang noch sehr geargwöhnt hatte, Kaito der am liebsten niemanden um sich wollte oder Misaki, der wohl wollte, aber von beiden nicht die beste Begrüßung erhalten hatte. Trotz dieser eigentlich zufriedenstellenden Gedanken, konnte er nicht anders als sein Gegenüber mit Erstaunen zu bedenken, leicht sogar die Lippen zu öffen, um ein hauchzartes "Kaito-kun..." zu flüstern. Im gleichen Zug hätte er ihn auch am Liebsten mit sanfter Gewalt daran gehindert, seine Hände weiterhin so zu belasten. Wie er bemerkte, tat er das aber von allein, schien sich wieder zu lockern und statt dieser Anspannung, zierte nun ein warmes und zugleich sanftes Lächeln seine Lippen, als er den Schwert-Shinobi mit einem Seitenblick bedachte. "Und doch bin ich... mir sicher... dass sie alle lächelnd auf dich hinunterblicken... und stolz auf dich sind.", hängte er noch an, selbst seine Stimmlage klang liebevoller, als sie es die ganze Zeit über getan hatte. Das er sich an Misaki wand und mit ihr sprach, nahm der Yuki gar nicht wirklich auf, registrierte ausschließlich die sanfte Umarmung der Jüngsten, wie er selbst versuchte, diese zaghaft zu erwidern und dabei ihre Tränen spürte, welche auf seine schneeweiße Haut glitten. Soviel zu seiner Wahrnehmung, denn seine Psyche war anderweitig beschäftigt. Damit, diesen plötzlichen Wandel Kaito's zu begreifen und damit, seine Worte lieben Worte auch aufzunehmen. Was hatte er da gesagt? Er wäre sich sicher, dass all jene die er hatte verlieren und sterben sehen müssen, lächelnd auf ihn hinabblickten und stolz auf ihn waren? Gerade auf ihn? Der ein neues Leben hatte beginnen müssen, um überhaupt alles Geschehene verkraften zu können? Der nicht einmal mehr sicher war, wer er eigentlich war? Der bereute? Auf der einen Seite wollte er soweit nicht denken, wollte das nicht glauben und auf der anderen Seite sah er diese lächelnden Gesichter vor sich, empfand es als schön, was der Jüngere da gesprochen hatte und dankte es ihm auch. Sagen konnte er dies aber nicht, denn manchmal gab es keine Worte für das, was das Herz zu sagen vermochte. Was war es, dass er gegenüber diesem jungen Mann empfand, der nun allen Anschein nach sehr viel umsichtiger mit der Braunhaarigen umging? Warum hatte er in Kaminari no Kuni dieses absolut dringende und beinahe krankhafte Verlangen verspürt, ihn retten zu müssen? Bei jedem anderen, dem er helfen wollte, fühlte es sich anders an. Und ihm hier hatte er sogar innerlich geschworen niemals zu zu lassen, dass er vor ihm, Saitô, sterben würde. Danach hatte er sich aus seinem Krankenbett verdünnisiert und trotz dem Wissen, dass dies nicht allzu gesund war, saß er hier, verarztete ihn und versuchte ihm wieder zu helfen. Zuvor hatte er schon eine Art Verbundenheit gespürt... War dem aber auch so? War es dieses Gefühl einer seelischen Verbindung, dass ihm brüderliche und beschützerische Züge gegenüber Kaito empfand? Ging es ihm ähnlich, weil er so gelächelt und diese ehrlichen Worte gesprochen hatte? Für diesen Moment fühlte sich Sai wirklich beschränkt, als ob er vergessen hätte, was freundschaftlicher und sozialer Umgang eigentlich waren. Es war seltsam, nun wieder so zu fühlen, wo er doch dieses Leben hier in Yukigakure so sauber von dem in Kirigakure getrennt hatte und es als besser empfunden hatte, sein altes Selbst tief in der Heimat und in seinem Herzen zu vergraben. Gerade konnte er nicht einmal definieren, ob er sich gegenüber Sôji-kun beispielsweise ebenso gefühlt hatte. Ja, sie hatten durchaus alle hier noch einiges zu lernen, zu entdecken oder wieder zu finden. Mit dieser Erkenntnis nahm er die erneute Umarmung aktiver wahr, legte seine noch leicht zittrigen Arme ebenfalls um die Taille des schlanken Mädchens und bedankte sich stumm mit einem sanften Lächeln bei ihr, welches ihr sagen sollte das er froh war, sie bei sich zu wissen. "Ich werde euch beiden helfen so gut ich kann. Und ich werde euch von sämtlichen Dummheiten abhalten! Notfalls kette ich euch an mich!", sprach die Gute anschließend stark aus, nahm sie beide dabei entschlossen ins Visier und konnte es wohl nicht lassen, den wieder ruhiger gestimmten Saitô zu tätscheln. Krumm nehmen tat er's nicht, allgemein war er solche Einheiten von Haus aus gewohnt und empfand es sogar als schön, verbunden mit ihrer Aussage, bei der sein Lächeln nicht schwinden wollte. Bei ihren folgenden Worten schon gar nicht. "Du bist wie ein Bruder den ich nie haben werde obwohl ich schon immer einen gerne gehabt hätte…" Irgendwie rührte ihn das. Er selbst liebte seinen Job als älteren Bruder, wenngleich er mit ansehen musste, wie sein Jüngerer von Tag zu Tag schwächer wurde. Von jemanden anderen so gesehen zu werden, wenn es nicht einmal das eigene Fleisch und Blut war...Ja, das war etwas ganz Besonderes, ließ seine vorher noch matten Saphiren etwas aufstrahlen und bewegte ihn dazu, wie zuvor schon einmal über diesen weichen, braunen Haarschopf zu streichen. "Dann werde ich mir die beste Mühe geben, dir ein guter Bruder zu sein...Nee-chan.", erwiderte er liebevoll und musste leise lachen, als wieder zu Kaito sprach und meinte, sie würde nur ihn so küssen, ihn pflegen und hätte sogar ein Kostüm für diesen Anlass. Das könnte sie auch durch ihn billig beziehen, immerhin kam ein Iryônin redlich einfach an eine Schwestern-Uniform. Kaum hatte sie dem Lieben das also eröffnet, stürmte sie wieder ihren neu ernannten Nii-san und schmuste ihn kräftigst durch, scheinbar weil ihr Schwarm dies noch nicht vertragen würde. Sai nahms hin und sah's gelassen, immerhin war es nicht übel eine Schwester zu haben, die einen umarmte, anstatt zum Gefecht heraus zu fordern und ihn als 'Scheißkerl' zu titulieren. "Wir müssen die Übernachtung nachholen. Jinnai-kun wird sich bestimmt wieder freuen. Außerdem muss ich ihm ganz vieles Erzählen. Er ist nämlich mein Berater geworden. Und er ist sooo niedlich...Nur kochen kann ich nicht…" "Ja, das würde ihm sicher sehr viel Freude berei-" Klatsch! Ohne bemerkt zu haben, dass sich die Türe geöffnet und jemand dazu gekommen war, klebte in dem noch lächelndem Gesicht schließlich eine Akte... Eine mit Schwung gezielte Akte. Akisa war hier, das hatte ihm alleine diese Geste der Freundlichkeit verraten. Allerdings gab es nun mehrere Optionen, warum sie dies getan hatte: Entweder weil sie niemand beachtet hatte, oder weil sie eifersüchtig darauf war, dass Misaki offenbar einen Darf-Schein besaß was Umarmungen und Küsse betraf und sie selbst nicht. Obwohl ihr Sensei sie ja lassen würde, wenn sie es täte. Wie dem auch sei, seine Schülerin war wohl alles andere als die blühende, gute Laune in Person, besaß jedoch den Anstand, ihren Ausbilder von der Mappe in seinem Gesicht zu befreien und knallte diese in seinen Schoß. Ihr Blick dabei war der eines Oni und wenn man etwas Fantasie besaß, konnte man auch die Flammenbrunst der Hölle um sie auflodern sehen. "Wenn Sie sich schon selbst entlassen können, dann können Sie auch selbst Ihre Akte dementsprechend eintragen.", kam's nur kaltschnäuzig von ihr, sehr nachtragend die Dame. "Wenn ich dich nicht hätte...~", gab der werte Sensei nur schmunzelnd zurück, fing sich erneut einen Oni-Blick und ein "Ts!", verbunden mit dem bockigen Verschränken der Arme. Nun, besser er tat wie ihm geheißen, eine Eskalation im Krankenhaus wollte er ganz sicher nicht verschulden, hob die Akte an und zückte erneut den Stift aus seiner Kitteltasche. Wahrscheinlich konnte man in dieser Haltung einen guten Blick auf die Beschriftung der Mappe haben, wobei diese auch nur Folgendes Aussagte: Yuki Saitô Tetsuya, 14. Januar, Kirigakure no Sato, AB. Geübt trug er seine Selbstentlassung ein, setzte sein Signum und packte den Stift weg, reichte seiner Schülerin wieder das gute Stück. "Vielen lieben Dank, Sensei., knurrte sie leise, bedachte alle Anwesenden mit einem weiteren Anblick der personifizierten Zicken-Hölle und stampfte dann von dannen, ihr weiteres Fluchen war natürlich weiterhin gut im Flur zu hören. "Gomenasai, meine Schülerin ist wohl etwas überarbeitet.~", entschuldigte sich der Iryônin leicht scherzhaft und mit seinem gelassenen Engelslächeln bei seinen Kameraden, blieb sogar noch ruhig, als er es kurz auf dem Gang scheppern hörte und wie sein 'Lieblingspfleger' von Akisa, von wem auch sonst, zusammengefaltet wurde für seine Unfähigkeit. //Jawohl, das ist meine Schülerin...//, dachte er sich nur, rollte kurz seufzend mit den Augen und sah nicht ein, jetzt hochzufahren und sie zu belehren. Wie er kurz darauf vernahm, übernahm das schon seine Mutter auf ihre ruhige, aber recht gefährliche Art und Weise. "Hach ja, ich liebe meinen Arbeitsplatz. Es wird nie langweilig.~", säuselte er hinzufügend, bevor er sich erhob, sich ebenso ein Glas Wasser einschenkte und er draußen ein quietschendes "Gomenasai, Yuki-sama!!!" vernahm. Innerlich reckte er seine Mutter gegenüber den Daumen nach oben, äußerlich hob er ein weiteres, leeres Glas hoch, deutete es in Kaito's Richtung. "Durst, Kaito-kun?" Tja, irgendwie versprach dieser Tag doch noch gute Formen anzunehmen und irgendwie war auch alles lockerer, nachdem man sich ausgesprochen hatte.
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Mo Jun 18, 2012 10:44 pm

"Kaito-kun..." Nein. Das wollte er gar nicht hören. Wollte ihn auch gar nicht ansehen. Nicht, dass es ihm egal gewesen wäre, aber Kaito wusste oft nicht, wie er mit dem zurechtkommen sollte, was man ihm dann "schenkte". Sei es nun eine Umarmung, ein freundliches Lächeln oder sonst etwas. Nein, darin war er noch immer unerfahren in gewisser Hinsicht, war diesen Kontakt doch nicht wirklich gewohnt. Oder nicht mehr. Die letzten Jahre hatte er in Einsamkeit verbracht und sich aus den meisten Teamangelegenheiten herausgehalten. Gut, hier und da war Taichi in Freudentränen ausgebrochen und hatte ihn hier nicht mehr frei gegeben aus seinen Armen... aber dafür hatte er dann auch einen Hieb in den Magen bekommen oder wurde in den Schwitzkasten gesteckt, mit einer Kopfnuss als Folge. Oh ja, Kama-sensei konnte davon wahrscheinlich wirklich ein Lied singen. Nicht, dass es Taichi weh getan hätte - so stark war Kaito körperlich ja nicht wirklich. Ja, der Blonde hätte sich jederzeit aus jenen Schwitzkästen befreien können, wenn er es denn wirklich gewollt hätte... Kami, wahrscheinlich hatte es ihm auch noch Spaß gemacht. Aber nun back to topic: Sai sollte nicht so gerührt klingen oder wie auch immer man das auffassen sollte.... Und vor allem wollte er ihn erst recht nicht anschauen, nachdem er das mit dem Himmel gesagt hatte. Deshalb blickte er einfach, die Mundwinkel leicht verziehend zur Seite. Misaki, die Sai ja in diesem Moment knuddelte, hatte er ja auch seinen Teil gesagt. Einfach zur Seite schauen, die Nase leicht rümpfen. Genervt sein wie immer. Er war nett genug an einem Tag gewesen, oder? Moment... war es überhaupt ein Tag gewesen? Oder wie lange hatte er im Koma gelegen? Um ehrlich zu sein wollte er das vielleicht lieber gar nicht wissen, doch waren die Wunden nicht sehr gut verheilt, sondern noch in eben diesem Prozess. Daher hatte er vielleicht ein zwei Tage, wenn es hoch kam, geschlafen. Vielleicht auch nur die Nacht durch. Ihm war es ja auch egal, so lange er bei klarem Verstand war.
Und doch... "Ich werde euch beiden helfen so gut ich kann. Und ich werde euch von sämtlichen Dummheiten abhalten! Notfalls kette ich euch an mich!" Bei dieser Aussage musste er irgendwie in sich hineinlächeln, was die beiden "kuschelnden" wohl nur ansatzweise aus ihrem Blickwinkel sehen konnten. Kami... wieso war diese Vorstellung gerade in seinem Kopf, als ob sie das wirklich tun würde? Oder vielmehr... war sie deshalb in seinem Kopf, weil er es der Braunhaarigen auch noch wortwörtlich zutrauen würde? Dass sie nun kurz verschwand und mit einer Kette zurückkam ins Krankenzimmer? Das war verrückt oder? Es war verrückt bei dieser kranken Vorstellung in sich hinein zu lächeln und doch konnte er nicht anders, realisierte in dem Moment vielleicht gar nicht, dass er beide schon als Kameraden akzeptiert hatte. "Dann werde ich mir die beste Mühe geben, dir ein guter Bruder zu sein...Nee-chan." Aber nein. Das musste doch nun wirklich nicht sein, oder? Wirklich nicht. Ja, er wollte wirklich nicht in jene Richtung schauen und bei der Vorstellung, wie die beiden so treudoof neben dem Bett standen, hörte sogar das Lächeln wieder auf und wechselte seinen Platz mit einem... ja, was war das eigentlich? Wieder verzogenem Gesicht? Das traf es wohl nicht ganz, doch mit Sicherheit sah es sehr lustig aus, wenn man ihn nun von der anderen Seite aus anblicken würde.... allerdings schien jene Braunhaarige namens Hinasaki Misaki wohl in diesem Moment alles daran zu setzen a) seine Aufmerksamkeit zu erhaschen oder b) ihm eine andere Mimik zu verpassen. Egal, was sie wollte von beidem, doch sie schaffte es wirklich. Als er sich dann nämlich doch leicht zu den beiden hatte drehen wollen, sah er sie nämlich in diesem Moment zu nah bei sich, als dass sie etwas anderes vorhaben könnte als das. Ja, sie lehnte sich nämlich zu ihm hinunter und was tat sie? Na, da durfte man wirklich dreimal raten. Im nächsten Moment hatte Kaito nämlich alles andere als etwas "Unschönes" auf den Lippen, ergo die ihren - und was geschah? Er, der vorher noch total genervt war, riss die Augen weit auf und wurde rot um die Nase. Bestimmt kam er nun sehr überzeugend in seiner Rolle als Miesepeter herüber, wenn er so sah, bis sie sich wieder zu Sai drehte und blitzschnell neue Pläne zu schmieden begann. Er selbst hingegen war immer noch leicht rot im Bett und blinzelte ein paarmal, bis er überhaupt realisierte, was sie da gerade gemacht hatte. Konnte sie Menschen denn wirklich nur einfach mal so küssen?! Das war doch unlogisch! Nein, das ging doch gar nicht! Moment--- wieso sagte er sich das in Gedanken? Ihr sollte er das sagen! Wieso tat er es also nicht? Lag es daran, dass er nun auch über ihre Lebensumstände wusste? Daran, dass er zu schwach war? Oder aber vielmehr - und das war sehr wahrscheinlich - daran, dass in seinem Kopf gerade wieder das alte Kopfkino von den Straßen abgespult wurde, wo sie es auch gebracht hat. Nur war es dieses Mal vielmehr ein Hauch gewesen und irgendwie... fürsorglicher? "Keine Angst nur du bekommst solche Küsse von mir. Und soweit du nach Hause darfst, pflege ich dich Gesund und helfe dir bis du wieder alleine zurechtkommst. Ich hab sogar ein tolles Cosplay dafür. Das wird sooo spaßig werden. " W-Was sollte hier Angst heißen?! Angst vor einem Nebenbuhler? Moment, er war nicht einmal ein Buhler! Tolles Cosplay? Pflegen? Zu Hause? THE HELL! "Ja, das würde ihm sicher sehr viel Freude berei-""Du kannst doch nicht einfa--"
Eine Akte segelte an ihm vorbei und kam in Sais Gesicht auf, ließ ihn erneut die Augen aufreißen, dieses Mal jedoch viel verblüffter. Okay... eine Akte... im Krankenhaus... Eine Akte, auf der Sais Name stand. Aber vielmehr sah er robotterartig in jene Richtung, in die die Person stehen würde, die es gerade vermocht hatte einen arbeitswütigen Iryônin und einem rachsüchtigen genervten und wütenden Schwarzhaarigen die Worte regelrecht abzusägen. Wobei... eher abzuhaken, mit einem Schlag - das ging ja bekanntlich schneller. Und wen sah er da? Natürlich niemand anderen als Akisa, die alles andere als "nett" aussah. Da stand nicht mehr die Unschuld, sondern das personifizierte Böse. Jedenfalls sagte ihr Blick das aus, mit dem sie vor allem ihren Sensei bedachte, ihn anherrschte, dass er sich doch bitteschön selbst entlassen könnte. Verdutzt sah Kaito zwischen Sai und Akisa hin und her, während ersterer ungeachtet der Wut der Iryô-Azubi ruhig blieb. Unglaublich. Dass er so etwas mal sehen durfte: Akisa war wütend und kein Taichi flog durch die Gegend. Aber vielleicht kam das ja noch. Ohweh... moment... was sollte er machen, wenn der Blonde hier wirklich antanzte, da er das mit der Mission gehört hatte?! Dann würden hier wirklich die fetzen fliegen. "Gomenasai, meine Schülerin ist wohl etwas überarbeitet.~" Bevor die andere Braunhaarige gegangen war, hatte sie Kaito noch einmal angesehen und dann Misaki, womit es für den Schwarzhaarigen klar war, weshalb sie so ausgerastet war. Erschöpft und stöhnend legte er die Hand an seine Stirn und vergrub die Finger dabei in seinen Haaren. "Kami bewahre uns davor... dass--" Eine zurechtweisende Stimme und ein darauffolgendes Piepsen war zu hören. Oh weh... da bekam sie aber eine Tirade - nicht, dass ihm das Leid tat, aber alle Achtung. Es war schwer sie wieder auf den Boden zu bekommen, wenn weder Kama-sensei noch er da waren (jedenfalls wenn sie nicht "direkt" da waren) und diese Frau schaffte es anscheinend sehr ... Yuki-sama? Arbeitete denn der ganze Yuki - Clan hier im Krankenhaus?!
Im nächsten Moment bekam der Schwarzhaarige dann allerdings auch schon ein Glas von Sai gereicht mit der Frage, ob er Durst hätte. ".... füll es... und schütte es ihr ins Gesicht... Man küsst nicht einfach so andere.... Das sollte sie wissen. Mittlerweile...", murmelte er daraufhin nur als Antwort und ja, es war unglaublich. Er hatte tatsächlich mal einen Satz zu Ende beingen können - ohne Unterbrechung. Bei dem Gedanken an den sanften Hauch, biss er sich auf die Lippen und sah wieder genervt aus, die Errötung um seine Nase unterdrückend und sie schließlich wieder verdrängend. Was war hier denn nur los? Die eine frühere Teamkameradin sagte es ihm nie direkt und nervte ihn mit ihrem Verhalten udn die andere war dann unglaublich direkt und nervte ihn damit nur noch mehr! Hey, wieso hatte er das denn nur verdient?! Und nein, er würde im Unterbewusstsein nicht beide gegeneinander abwägen. Das konnte sie sowas von vergessen. Nun aber wieder beruhigen. Er hatte sich genug angestrengt. Einfach... ausruhen. Das war ein Krankenhaus, oder nicht? //In was ist der arme Jinnai-Chan bitteschön dein Berater geworden... ich kann mir bei ihm wahrlich nichts Böses vorstellen, aber genau das beunruhigt mich irgendwie...//
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Di Jun 19, 2012 7:50 am

Was erst gut anfing, dann schlecht wurde und dann wieder Perfekt endete. Ein komischer Start den Kaito heute da gelegt hatte. Das er auch zickig werden konnte war ja klar aber dann auch noch dermaßen schlimm wird...Da würde man ja lieber einen ganz bestimmten Hausdrachen um sich haben als eine Zicke namens Kaito.
Sofort lächelte Misa als Sai über ihren Kopf streichelte. Dies könnte er ruhig öfters tun. Da wo er nun ihr Bruder war, fühlte es sich tausendmal anders an als wenn es ein Elternteil tut oder die Freunde. Saito zu knuddeln war nun auch ganz anders. Beim ersten mal fühlte es sich stink Normal an, jetzt machte es sogar Spaß!
Bald könnte Kaito auch mal in den Genus kommen doch fürs erste hat er seinen Welpeschutz aka Behindertenschutz. Würde sie das sagen, wie er wohl abgehen wird?
Zicke Kaito würde sicherlich wieder auf 180 sein.
Fürs erste war Misa ja wieder mit Kaito beschäftigt worauf sie auch den Gast nicht bemerkte und erschrocken zusammenfuhr als das laute Klatschen zu hören war.
Irretiert sah sie Sai an, der die Akte ins Gesicht bekommen hat. Wozu dies wohl diente? Jedenfalls müsste Sai keine Angst haben sowas auch von Misaki zu bekommen. Kommentare flogen in Misas Kopf doch Kaito zu liebe behielt sie diese fürs erste für sich. Erst als Akisa wieder ging, atmete Misaki erleichtert durch, hätte fast das gerötete Gesicht von Kaito verpasst. Ihr brannte es regelrecht was dazu zu sagen. Mit viel Mühe konnte sie es zurückhalten. Irgendwann käme mal der Moment wo Kaito es locker verkraften könnte wenn man es ihm Offenbarte.
Komisches Mädel. Was die wohl hatte..., fragend sah Misa zur Tür, überlegte kurz und bäm, schon kam ihr wieder eine Idee.
Ein "Gomenasai, Yuki-sama!!!" war zu hören und das war wohl der Abschluss vom Lärm auf dem Gang. Kaito schien sich nicht ganz über den Kuss zu freuen. Ein leises murmeln war zu hören was sie aber noch verstand. Ach kaito-kun. Jetzt sei doch nicht immer so bockig. Umihn noch etwas zu necken, gab sie ihm einen leichten Kuss auf die Wange und kicherte um dann hüpfend zur Tür zu gelangen. Ich hole mal Kaitos Essen. Er soll ja schnell wieder Fit werden. Ein Geräusch war zu hören als Misa erstmal gegen die Tür lief. Die Braunhaarige vergaß mal gerne, dass einige Türen im Krankenhaus Schiebetüren waren. Im TV konnte man die Türen aufdrücken.
Nichts passiert!, sagte sie und verließ das Zimmer ohne weitere Vorfälle. Im Gang war es ruhig doch konnte man deutlich das Essen riechen. Mit der Zeit wusste Misa nämlich wann das Essen kommt und da die Leute hier viel um die Ohren hatten, würde sie schon mal Kaitos Essen abholen.
Sie kam an dieser Akisa vorbei, die noch mit der besagten Yuki-sama sprach.
Eine wirklich schöne Frau. Da die beiden grade ein Gespräch führten, verbeugte sich Misa kurz und lief dann weiter zum Pfleger der sein umgefallenes zusammen sammelte. Damit Misa gleich schneller ans Essen kam, beugte sie sich runter und half beim aufsammeln. Ich möchte das Essen für das Zimmer 204 abholen., sagte sie. Arigato. Für den Jungen Kono? Das müsste dies hier sein? Ich wünschte ich hätte mal so eine Fürsorgliche Freundin. Während er das sagte, zog er vorsichtig das Tablett aus seinen wagen und überreichte es Misa. Freundin? Ich bin noch nicht seine Freundin. Er muss mich das erstmal fragen. Noch schöner wäre es ja, wenn er sagen würde, dass er mich heiraten möchte. Dann wäre ich seine Freundin., gab Misa zurück. Wirklich schön wäre dies ja echt wenn Kaito sie sowas fragen würde.
Ob Kaito dann wohl traditionell heiraten würde oder lieber Modern?...Egal jedenfalls werde ich es schaffen das er mich heiratet. Ich kann es mir schon vorstellen. Saito-nii wird der Trauzeuge sein und Kanade-chan das Blumenmädchen oder noch besser Brautjungfer. In Misas Kopf spielte sich grad alles ab was sie vorhin von sich gegeben hat. Nur das die Kinder plötzlich dazu kamen. Die sollten doch erst später hinzukommen! Die erste Zeit will Misa Kaito nur für sich haben und kochen lernen müsste sie auch noch.
Ich sollte wohl wieder zurück. Sonst wird das Essen noch kalt.
Sich noch vom Pfleger verabschiedet, machte Misa auch schon kehrt und starrte auf das Tablett damit es ihr nicht aus den Händen fiel. Nur kam das nächste Problem. Die Tür! Hilflos stand Misa nun vor der Tür und starrte diese an in der Hoffnung, diese würde von alleine aufgehen. Viellecht würden die Kerle es spüren das wer vor der Tür steht und diese öffnen. Rufen wollte Misaki sehr ungerne. Dies tat man überall außer in Krankenhäusern, Friedhöfen und in Bibliotheken.
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Yuki Saitô
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Mi Jun 20, 2012 8:43 am

Das Blatt hatte sich gewendet, dass konnte wohl nun jeder Blinde mit Krückstock erkennen. Aus dieser vorher so wackeligen Konstellation entwickelte sich nach und nach eine harmonische Gemeinschaft und wenn der Yuki seinem Gefühl trauen sollte, so war er der Annahme, dass sie bald ein vorbildliches Team abgeben würden. Was diesem Eindruck in ihm erweckte war zum Beispiel die Tatsache, dass sie allesamt sehr viel lockerer miteinander umgingen. Man teilte liebevolle Gesten miteinander, spendete einander Trost und Geborgenheit, versuchte füreinander da zu sein. Es wurde mehr gelächelt, mehr gescherzt und weniger gegrübelt. Natürlich war man noch lange kein Herz und eine Seele, hier und da versuchte man noch die wahren Emotionen zu vertuschen, zu überspielen. Letztlich aber fand sich jeder der Drei wahrscheinlich innerlich damit ab, dass sie sich bereites akzeptiert hatten.
Jedenfalls war es doch gut zu wissen, dass Saitô nicht der Einzige gewesen war, den Akisa mit ihrem Vergeltungsakt unterbrochen hatte. Selbst Kaito war sie ins Wort gefahren und statt voller Ruhe zu bleiben wie der Iryônin, sah er verblüfft drein und malte sich womöglich irgendwelche Horrorszenarien aus, immerhin wusste er wohl am Besten um die Ausraster der Braunhaarigen. "Kami bewahre uns davor... dass--", vernahm man, als der Schwarzhaarige erschöpft aufstöhnte und sich die Hand vor die Stirn schlug und "Komisches Mädel. Was die wohl hatte..." bevor eben das alltägliche Treiben auf den Fluren seinen Anfang nahm. Dennoch rührte nichts an der Ruhe Sai's, eher müsste er sich sorgen, wenn es einen Tag lang einmal komplett ruhig in diesen Gemäuern zuging. Schon allein wenn die Obersten umherzogen und die Belegschaft Maß genommen wurde, glich dies einem Ding der Unmöglichkeit. Es reichte schon wenn der junge Mediziner selbst den Schwestern und Pflegern Anweisungen gab und diese dann umhereilten wie aufgeschreckte Hühnchen. Wie gesagt, über was andere wohl stutzten, brachte ihn nicht aus dem Konzept und deshalb musste er so hell und zart wie stets auflachen bei dem Kommentar des Jüngeren, welchem er ein Glas Wasser eingoss. ".... füll es... und schütte es ihr ins Gesicht... Man küsst nicht einfach so andere.... Das sollte sie wissen. Mittlerweile..." Dieses Gemurmel und diese leichte Rotton um die Nasenspitze... Irgendwie ließ das den Kôno noch eine Spur sympatischer wirken, menschlicher. Ja, ein wenig Verlegenheit zu dieser permanent schlechten Laune stand ihm gut. Da konnte man ihm seine Worte auch gar nicht Übel nehmen. "Ach kaito-kun. Jetzt sei doch nicht immer so bockig.", nutzte Misaki auch sogleich die Gunst der Stunde, setzte einen neckischen Kuss auf die zart geröteten Wangen des Miesepeters und hüpfte gut gelaunt und kichernd zur Tür. Sie konnte ihm sichtlich auch nicht böse sein, wie der Älteste mit einem amüsierten Schmunzeln feststellen musste. "Ich hole mal Kaitos Essen. Er soll ja schnell wieder Fit werden.", kam's noch als kleine Abmeldung von der jungen Dame, bevor sie gegen die geschlossene Tür prallte, es dabei ein charakteristisches, dumpfes Geräusch gab, weswegen der Violetthaarige auch ursprünglich zur Hilfe eilen wollte. Mit einem "Nichts passiert!" entschwand sie aber, bevor überhaupt jemand etwas hätte unternehmen können und tat daran sich um die Stärkung ihres Schwarmes zu kümmern. Es war schon irgendwie niedlich mit anzusehen, wie viel Mühe sie trotz allem auf sich nahm, um den Racheengel bald wieder fit auf den Beinen stehen zu sehen. Im Grunde tat er selbst ja nichts anderes und das ganz ohne romantische Gefühle für den Jüngeren gehegt zu haben. Zusammenhalt konnte schon etwas Schönes sein.
"Ich denke es wäre besser, wenn du das Wasser selbst trinkst. Es ihr ins Gesicht zu schütten wäre pure Verschwendung. Nicht nur der Ressourcen wegen, sondern weil ich nicht glaube, dass sie sich von solch einer Aktion aufhalten ließe." Untermalt mit seinem beständigen, sanften Lächeln auf den Lippen ließ er sich erneut auf dem Stuhl nieder und reichte Kaito ein gefülltes Glas, während er selbst einen Schluck zu sich nahm und dabei kurz die Augen schloss. Sicher, diese Kühle, welche durch seinen Rachen floss war angenehm und wohltuend, gegen die anhaltende Erschöpfung half sie aber herzlich wenig. Doch sei es drum, er ahnte sowieso bald zur Entspannung gezwungen zu werden, denn ohne Grund drehte seine Mutter sicher nicht ihre Runde auf dieser Station. Lange würde er schlussfolgernd nicht mehr hier sitzen können und seine Lider langsam aufschlagend empfand er, dass es auch besser so war. Kaum war der Gedanke zu Ende gedacht, erhaschte das geschärfte Gehör des ehemaligen Kiri-Nin eine ihm vertraute Stimme, rauchig und doch ausgesprochen weiblich. "Vorsicht, ich helfe dir, Kleines.", hauchte diese Stimme gelassen und im nächsten Moment schob sich die Zimmertür zurück und gab den Blick auf Misaki frei, welche konzentriert ein Tablett auf den Armen balancierte und die vorher erwähnte Yuki-sama, sprich Saitô's Mutter, deren dunkle Augen prüfend die beiden jungen Männer ins Visier nahmen. Langsam trat sie hinter der Kameradin ihres Sohnes ein, schloss ohne sich umzukehren die Türe folgte weiterhin dem Mädchen um einschreiten zu können, falls sie dank aufkommender Tollpatschigkeit das Tablett fallen lassen sollte. Richtig, die Ober-Iryônin hatte das Mädchen seit der Einweisung der beiden Teamkollegen ab und an beobachtet und festgestellt, dass sie zu gelegentlicher Schusselkeit neigte. Es war also nicht verwerflich, der Guten ein wenig entgegen zu kommen. Sobald das Tablett sich im sicheren Gewahrsam des Patienten befand, sah sie sich genauer um. Auf dem leeren Bett fand sie eine blutige Bettdecke vor, der Rest wirkte ordnungsgemäß, ihrem lieben Herrn Sohn hätte sie am Liebsten einmal mehr dieses Engelslächeln abgewöhnt und der Patient lag sicher in seinem Bett und obgleich er noch immer sehr blass war, machte er einen stabilen Eindruck. Da hatte ihr Zögling wohl trotz des eigenen, mehr als bescheidenen Zustands nochmals gute Arbeit geleistet. Etwas anderes hatte sie auch gar nicht erwartet, verzog deshalb keine Miene. Saitô hingegen erhob sich schmunzelnd, stellte das Wasserglas ab und verneigte sich angemessen vor seiner Mutter und Vorgesetzten. Nachdem er sich aufgerichtet hatte, deutete er mit einer schwunghaft eleganten Handbewegung auf die schwarzhaarige und bildhübsche Frau, nahm dabei seine Kameraden ins Visier. "Darf ich vorstellen? Yuki Chikako, eine der obersten Iryônin dieser Einrichtung und meine Mutter." "Und ihr beiden seid dann wohl die neuen Kameraden meines Sohnes, nicht wahr? Freut mich, eure Bekanntschaft zu machen.", meldete die mehr als gut gebaute Frau sich schließlich selbst zu Wort, ein leichtes Lächeln legte sich auf ihre vollen und schön geschwungenen Lippen und nachdem sie ihrem eigen Fleisch und Blut mit den langen Fingern durchs Haar gestrichen hatte wie sie es gerne tat, strich sie Misaki mit einem tiefen Blick in die Seelenspiegel begrüßend über die Wange und trat schließlich an das Krankenbett heran, um es bei dem ebenso Schwarzhaarigen gleich zu tun. Da sie noch immer keine wirklich auffällige Regung zeigte deutete der Schwert-Shinobi, dass sie in den Iriden der beiden nichts Verwerfliches hatte entdecken können. Durchaus schien diese mysteriöse Schönheit die Begabung zu besitzen, in den Augen anderer lesen zu können, ähnlich wie Saitô es vermochte. Und zeigte sie keine verspannten Regungen oder dergleichen, konnte man dies als einen guten Start werten. "Kôno-kun? Wie steht es um dein Wohlbefinden?", fragte sie an jenen gerichtet, welchem sie gerade noch über die elfenbeinfarbene Haut gestrichen hatte, wobei ihre Finger der lieben Ordnung wegen noch eine wirre Strähne aus dem Gesicht fischten und sich anschließend an den Hals legten, um dort routinemäßig den Puls zu erfühlen. "Dein Puls jedenfalls liegt unverändert im Normalbereich und das du bereits wach bist und gerade sitzen kannst, werte ich als erfreulichen Fortschritt. Aber gut...Lass dir deine Mahlzeit schmecken und übernimm dich nicht, nur weil die beiden so zuversichtlich auf eine schnelle Gesundung deine Ruhe stören." Als sie die letzten Worte aussprach, konnte sie sich ein annähernd scherzhaftes und doch warmes Lächeln nicht verkneifen und strich ihm über die Schulter. "Auf jeden Fall wünsche ich dir eine Gute Besserung." Ein aufmunterndes Zwinkern später hatte sich Chikako auch schon ihrem Sohn zugewandt, welcher das Spektakel stumm und lächelnd beobachtet hatte. Ihrem Blick nach zu urteilen würde er jetzt eine Sonderbehandlung von ihr bekommen. "Nun zu dir, Yuki Saitô Tetsuya." Oh weh, sie nannte ihn bei seinem vollständigem Namen und man konnte deutlich nachvollziehen, wie sich sein strahlendes Lächeln wieder zu dieser konzentrierten Miene formte. Vorerst noch schweigend zog die Iryônin die zusammengerollte Akte ihres Sohnes aus ihrem Kittel hervor, schlug diese mit einer geschickten Bewegung auf und zückte ihren Stift. "Da ich noch immer deine Vorgesetzte bin, kann ich deine Selbstentlassung negieren wann immer ich möchte. Daher..." Sie schrieb etwas unter Sai's letzten Eintrag und nickte mit ihrem Kopf in die Richtung des zweiten Bettes. "...Werde ich dich nun wieder als meinen Patienten einweisen und dir Bettruhe verordnen. Ich bin mir sicherlich bewusst, dass du ein Feind der Untätigkeit bist, aber du wirst mir durchaus zustimmen, dass du heute schon genug getan hast und dein Körper sich eine Auszeit verdient. Außerdem wirst du hier in diesem Zimmer weiterhin mit Argusaugen über deinen Patienten wachen können und wenn du es schon nicht für dich selbst oder deine eigene Mutter tun willst, dann tu es wenigstens für Jinnai-kun. Der Kleine sorgt sich nämlich um seinen geliebten Nii-san." Ohne das sie Einwände zuließ, verwieß sie ihren Sohn abermals auf sein neues Bett, entfernte die blutige Decke und hatte verbal jedem Argument den Gar aus gemacht. Zufrieden beobachtete sie, wie er sich mit einem gelassenen "Hai, Ka-san." auf der Matratze niederließ und richtete ihr Augenmerk nochmals zu den andren beiden. "Ich soll euch beiden übrigens liebe Grüße von Jinnai-kun bestellen. Er scheint euch sehr ins Herz geschlossen und den Abend genossen zu haben." Erneut zeigte sie ein warmes und diesmal auch dankbares Lächeln, schlenderte schließlich zur Tür, um sie aufzuziehen und sich gegen den Rahmen zu lehnen. Ein auffordernder Pfiff verließ ihre Lippen, diesem folgte ein mehr als deutliches "Polly. Antreten." Das Beste war wohl, dass sie dies nicht einmal gerufen hatte. Sofort sprintete Gemeinter auf sie zu und nahm sogleich die blutige Decke entgegen. Natürlich handelte es sich um keinen anderen als den 'Lieblingspfleger', dem größten Taugenichts und Narzisst der Belegschaft der nur hier arbeitete, weil seine Eltern trotz des Wohlstandes keinen anderen Beruf für diesen Trottel hatten finden können. Allerdings schien bei ihm die Erziehung der Yuki's zu fruchten, tatsächlich hatte er trotz Unwissenheit Gehorsam gelernt. "Eine frische Decke und zwei weitere Essen, bitte.", orderte sie ohne großes Primborium und sah den Genossen eiligst von dannen jagend, nachdem er ein "Hai, Yuki-sama!" gestammelt hatte. Gleich darauf pfiff sie nochmals und rief Akisa zu sich, damit sie einen Infusionstropf und die nötigen Flüssigkeiten besorgte. Sie wusste ganz genau, dass ihr Sohnemann noch immer an Nährstoffmangel litt und da er ohnehin so ein Leichtgewicht war, war mit solchen Mängeln keinesfalls zu spaßen. Nur wenig später nahm sie die beorderten Gegenstände entgegen, überreichte zuerst Misaki ein Tablett damit auch sie etwas zu sich nahm, danach Sai, welchen sie mit der frischen Decke zudeckte und sich daran machte, das Heftpflaster an seiner Armbeuge abzuziehen und ihm eine neue Infusionsnadel zu legen. An diese schloss sie den Schlauch und den Beutel, welchen sie an den Ständer hing. Bei dieser ganzen Prozedur zuckte der Violetthaarige kein einziges mal zusammen, verzog keine Miene. Er war schon so oft selbst Patient gewesen, dass er all dies gewohnt war. Bei allem was er anderen antat, konnte er dementsprechend mitfühlen. "Schön, der weitere Ablauf ist dir ja bekannt, Sai-kun. Ich werde später noch einmal vorbeischauen. Und Kleines? Wenn es dir mit diesen beiden Kerlen zu fiel wird, dann leg dich selbst ein wenig zu Hause hin oder ruf irgendeinen Mädchennamen in den Flur, warte auf ein unfähiges Milchgesicht und lass dir ein Zimmerchen geben...Was auch immer. Befiehl ihm was du willst, die Ausführung von Befehlen ist sein Job.", hatte sie sich zuletzte an Misaki gewandt, schlenderte schließlich zur Tür und wank noch einmal, bevor sie die Tür hinter sich zuzog und ihrer weiteren Arbeit nachging. Sai hatte ihr Winken natürlich erwidert und sich selbst im Bett anständig und höflich verneigt, bevor er den Behälter auf dem Tablett in Augenschein genommen und vorsichtig geöffnet hatte. Den heißen Dampf seicht wegwedelnd und den guten Duft einatmend, unterließ er es, sich zu der Aktion seiner Mutter zu äußern und nahm lieber die Stäbchen zwischen die Finger. "Mhh...Katsudon.~", säuselte er zufrieden und nahm das erste Stückchen des panierten Schweinefleischs auf seine Stäbchen, sah hinüber zu den beiden Kameraden. "Lasst es euch schmecken.~" Wenn er schon ans Bett gefesselt war und man nichts anderes von ihm sehen wollte, dann hielt er sich auch an die Konditionen und umging damit zudem, sein Brüderchen sorgsam zu stimmen. Genüsslich und wirklich arg langsam begann er sich die feine Speise einzuverleiben und tat gar nicht so, als ob ihm seine Niederlage oder die Nadel in seiner Armbeuge störten.

Out: Das ist übrigens gemeintes Katsudon.^^
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Mi Jun 20, 2012 11:43 pm

Komisches Mädel? //Wenn hier jemand komisch ist, dann bist höchstens du das.// Ja, das dachte er sich, als Misaki diesen Kommentar über seine ehemalige Teamkollegin von sich gab. Akisa und komisch? Nicht wirklich. Sie war eine aufrichtige und rücksichtsvolle Person, die immer versuchte das Beste in einem Menschen zu sehen - so wahrscheinlich auch in ihm, wobei er bei ihr sowieso eine Sonderstellung hatte, wie er wusste. Aber sollte er Misaki das nun sagen? Wenn er ihre Hintergründe nicht gekannt hätte, dann hätte er es vielleicht getan. Vielleicht hätte er ihr dann gesagt, dass sie nichts über Leute sagen sollte, die sie nicht einmal wirklich kannte. Ja, dann hätte er unter Umständen Akisa in Schutz genommen, sie verteidigt. Letzteres hätte dann allerdings dazu geführt, dass er wieder "gemein" zu der lieben Misaki gewesen wäre und heute hatte sie sich wohl schon genug von ihm anhören müssen. Ihn wunderte es, dass sie überhaupt wieder so schnel glücklich geworden war. Fast schon so, als ob sie krankhafte Stimmungsschwankungen hatte... Erst traurig und heulend... und dann wieder hochauf. Andererseits, wenn sie wirklich mit ihrer Mutter so klar kommen musste, vielleicht hatte sie sich dann eine Maske antrainiert. Eine Maske, unter der sie ihr wahres Ich versteckte? So wie er auch, in gewisser Hinsicht. Wenn er sich so verhalten würde, wie er sich fühlte, dann wäre es manchmal alles andere als schön mitanzusehen. Aber darüber wollte er nicht weiter nachdenken... wer weiß, vielleicht waren sie an sich gar nicht so verschieden. Sie alle drei. Vielleicht hätten sie irgendwann ein klasse Team abgegeben. Irgendwann? Ja, er glaubte nicht wirklich daran, dass man ihn von seinem inneren Durst nach Vergeltung abbringen konnte. Daran dachte er aber in diesem Moment nicht.
Eher war er noch immer damit beschäftigt, genervt Misaki anzuschauen, als sie meinte, dass er nicht so bockig sein-- Hey! Wer hatte ihr diese Angewohnheit verschafft, ihn dauernd zu küssen? Wann es ihr beliebte? Einfach so? Auf die Wange! Ging es ihr denn nicht mehr gut? Okay, das war eine rhetorische Frage. Ihr ging es nie gut. Das war nun auch nicht auf ihre Vergangenheit, beziehungsweise ihre heimischen sozialen Umstände bezogen, sondern wohl eher auf ihre Art, die sie immer an den Tag legte. Kami, diese Errötung sollte aus seinem Gesicht weg, als sie sich dann zum Gehen wandte. Eigentlich wollte er etwas sagen, aber das lies er dann doch lieber... einzig und alleine sein Blick fixierte sie genervt. Die Mundwinkel und die Zornesfalte auf der Stirn waren sonst wohl das einzige, was leicht zuckte. Keine Faust wurde geballt. Dann endlich hatte sie sich verzogen und vielmehr endlich bekam er eine Antwort auf seine Frage, dass es doch Wasserverschwendung wäre. Und aufhalten? Verdutzt sah er den Lilahaarigen an, blinzelte ein paarmal. Wo er Recht hatte, hatte er Recht... aber nichts desto trotz fuhr er sich in die Haare. Kami, dieses Mädchen trieb ihn in den Wahnsinn! "H-Hast du das gesehen??! Was geht in ihr vor, dass sie so etwas macht?! Das ist--" Ein kleiner Hustenanfall unterbrach ihn, bei dem er seine Hand vor den Mund nahm, wobei dieser nicht so schlimm war wie die vorigen. Trotzdem tat es weh. Aber da musste er wohl durch. "....das ist doch völlig krank! Und wenn du ihr das Wasser nicht ins Gesicht schüttest, dann tu ich es! Und das ist noch das Harmloseste, was sie erwarten wird!" Einen genervten Seitenblick zu jener Tür später, verschränkte er notdürftig die Arme. Es war zum Haare raufen!
Im nächsten Moment wurde allerdings auch schon die Türe aufgeschoben und Misaki kam ein Tablett balancierend wieder zurück in den Raum. Hatte sie vorher etwas gesagt? Ihm war es so vorgekommen, aber wahrscheinlich hatte er sich es einfach nur eingebildet. Und ja... noch viel wahrscheinlicher war, dass sie das Tablett nun über seinem Bett verlieren würde und er voller Speisen - was auch immer darunter war - sein würde. Wieso konnte er sich das so gut vorstellen? Allerdings galt sein Augenmerk dann nicht mehr Misaki, sondern eher der gut gebauten Frau, die Sai wenig später als eine der obersten Iryônin und seine Mutter vorstellte. Eigentlich hätte Kaito das fast geraten, denn ihre Augen erinnerten ihn in gewisser Hinsicht an Sai. Sie hatten etwas sanftes in sich, was man mit dem Lächeln seines zuvor behandelnden Arztes vergleichen konnte. Ja, man konnte diese Verbindung zwischen den beiden auch ohne Erklärung durchaus nachvollziehen. Zumal auch beide Iryônin waren. "Und ihr beiden seid dann wohl die neuen Kameraden meines Sohnes, nicht wahr? Freut mich, eure Bekanntschaft zu machen." Ein Nicken seinerseits folgte, doch sagte er nichts. Sein Inneres war immer noch leicht aufgewühlt auf Grund von dem, was er zuvor hatte durchmachen müssen, das war nämlich alles andere als beruhigend und schön gewesen - jedenfalls versuchte er sich letzteres einzureden. Woher sollte Kaito auch wissen, was das Schicksal für ihn bereithielt? "Kôno-kun? Wie steht es um dein Wohlbefinden?" Nachdem sie kurz bei ihrem Zögling gewesen war, befand sie sich nun an seinem Krankenbett, strich ihm nach der Frage schon fast zärtlich über seine Wange, strich eine Strähne aus seinem Gesicht. Komischerweise musste er sogleich daran denken, wie es wäre eine Mutter zu haben.... Hätte seine Mutter auch so gehandelt? Hätte sie ihm auch über die Wange gefahren, ihn gar umarmt, weil sie froh war, dass er noch lebte? Wie es wohl war eine Mutter zu haben... er würde es nie nachempfinden könnte. Denn sie waren alle tot. Er hatte keine Familie mehr. "Danke.", war alles was er heraus brachte - und es klang nicht wirklich fröhlich, sondern eher leise, während er vor sich auf die Bettdecke schaute. Sie hatte gesagt, dass seine Genesung gut voranschritt, sollte er da nicht glücklich sein? Dass er bald wieder trainieren konnte? Irgendwie war ihm nicht danach zu Mute. Was würde er dafür geben, wenn er eine Mutter hätte? Ob sie als obere Iryô über seinen Clan Bescheid wusste? Okay, alle wussten darüber Bescheid, aber ob sie auch Einzelheiten kannte? Die die normalen Bewohner nicht wussten? Oder vielmehr... hatte sie vielleicht seine Mutter gar gekannt? War sie mit ihr befreundet gewesen? All diese Gedanken, die ihm durch den Kopf huschten, ließen ihn ganz vergessen, dass er ja Essen bekommen hatte. Von Misaki. Selbst ihre vorigen "Taten" waren aus seinen Gedanken vorerst verschwunden, hatten sich verflüchtigt. Eher sah er nun ein wenig traurig aus, als er seinen Blick wieder hob, auf die beiden Yuki richtete, von denen der jüngere nun eine kleine Mahnung erhielt, da er sich selbst entlassen hatte. Die Worte Chikakos waren bestimmt, doch auch so, wusste Kaito, dass sie sich um ihren Sohn sorgte. Sie war eine gute Mutter. Bestimmt, aber gutmütig. Artig befolgte Sai schließlich die Anordnung und verfrachtete sich selbst in ein Bett, sodass sie nun alle hier lagen, sich ausruhten.... Das einzige Mal, dass er mit anderen ein Krankenzimmer geteilt hatte? Es war nach den Chûnin-Examen gewesen. Damals, mit Taichi. Irgendwie war die Erinnerung daran lustig, wie sie sich über die Entfernung hinweg bekriegt hatten und Akisa unwissend, was sie nun tun sollte, in der Mitte stand. Die Hände über dem Kopf zusammenschlug. Es war komisch, dass jemand wie er so gute Erinnerungen mit anderen Menschen hatte. Sai hatte gesagt, dass er die Rache aufgegeben hatte, damit er Menschen helfen konnte. Hatte so viel durchgemacht wie er - wenn nicht noch mehr. Nur auf eine andere Art und Weise. Vielleicht eine, die viel schlimmer war, da er dabei zuschauen musste. Kam ihm sein Gedanke gerade falsch vor? Nein, das nicht... doch hegte er indirekt zum ersten Mal daran Zweifel. Trotzde,: Die Tatsache, dass Chikako sich gerade so um ihren Sohn kümmerte, vermittelte ihm wieder die klare Sicherheit, dass er so etwas wie eine Mutter nie haben würde. Dass Yuki - Gakure sie ihm genommen hatte. Die Erfahrung, dass man umsorgt wurde, angelächelt wurde, wenn man genesen nach Hause kam. "Richten sie ihm diese ebenfalls aus." Das warme Lächeln der Iryônin wurde seitens Kaito erwidert, doch sprach daraus auch eine gewisse Traurigkeit, die er an den Tag legte. Vielleicht war es auch das, was ihre Augen gesehen hatten... als ob dieses Lächeln der Beweis wäre, dass tief in ihm noch etwa Gutes war, das keine Rache wollte, sondern einfach Akzeptanz und Freunde... keine Einsamkeit... vielleicht sogar Liebe.
"Ich glaube, die bringen Sie nicht so schnell hier weg." Auf Misaki deutend hob er eine Augenbraue - und sah erneut "Polly". Demjenigen, dem man offenbar Frauennamen aufband. Oh ja, diesen Kerl kannte er. Ein Nichtsnutz, ein Idiot. Man konnte wohl alle unprofessionellen Begriffe zu einem vereinen und hatte noch nicht die Unprofessionalität eingefangen, die Kaito gegenüber diesem Pfleger hegte. Kami sei Dank verschwand er dann wieder. "Lasst es euch schmecken.~" Langsam machte sich schließlich auch Kaito daran, sein Essen zu "würdigen", welches sogar richtig gut aussah. "Ein Wunder, dass ich es nicht auf meiner Brust habe..." Diesen kleinen Kommentar bezüglich der tollpatschigen Misaki hatte er sich nun aber wirklich nicht verkneifen können. "Du kannst froh über deine Familie sein, Sai. Lass es dir auch schmecken."
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Do Jun 21, 2012 1:18 am

Angestrengt starrte Misa die noch immer an. Würde sie doch nur Telepathie beherrschen, dann könnte sie die Tür leicht und locker zur Seite schieben.
Das Tablett mit einer Hand zu tragen wollte Misa ganz einfach nicht. Immerhin wollte sie Kaito zeigen, dass auch mehr als nur eine Heulsuse in ihr steckt und vor allem wollte sie sich gerne weiter um ihn kümmern. Lange bleibt er ja eh nicht hier im Krankenhaus, könnte die Tage sicherlich gehen und da könnte sie sich nicht mehr um ihn kümmern...Als wenn. Sie wird ihn so lange pflegen, bis er nicht mehr mitkriegt, dass sie sich um ihn kümmert.
Plötzlich vernahm sie eine Stimme, kurz ihren Kopf zu der Frau gedreht erkannte sie auch gleich wer das war. Arigato., kam es von der Braunhaarigen, konzentrierte sich wieder aufs Tablett und lief vorsichtig zu Kaito.
Auf dem kleinen Tisch stellte, sie das Tablett ab und schwang es langsam übers Bett bis es Kaito erreicht hat und er es locker essen konnte.
Saito stellte die nette Dame als seine Mutter vor. Ähnlichkeiten waren wirklich vorhanden. Beide hatten ein schönes Aussehen, wirkten sehr souverän und beide besaßen einen sehr starken Ausdruck in den Augen. Ihr Blick blieb an der Frau haften, zuckte kaum merklich zusammen als sie über ihre Wange strich und ihr in die Augen sah. Dasselbe tat die Liebe auch bei Kaito. Ganz Begeistert von der Frau, schaute sie immer wieder zwischen ihr und Kaito her. Wusste nicht so Recht wen sie ihre Aufmerksamkeit wirklich widmen sollte. Anscheint machte sie grade ihre Visite, schaute nach den Vitalwerten von den Konojungen.
Saito hatte wirklich eine sehr liebe Mutter, kaum zu glauben so wie Sai manchmal so wirkte. Er kam selbst schon wie ein Vater aber bei seiner Vergangenheit...
Kaito's Gesichtszüge konnte man nur Übersehen wenn man Blind ist aber so. Sai sah dies sicherlich auch.
Wieder zu der Mutter gewendet die sich nun Sai zur Brust nahm. Die Frau war sowas von Cool. Einfach nur genial. Könnte sie Blut sehen, würde sie glatt bei ihr in die Lehre gehen aber so..so könnte Misa sich mal den ein und anderen Tipp einholen.
Jetzt kam wieder ihr Liebling ins Spiel. Der kleine Schatz Jinnai. Grüße zurück. Und sagen sie Jinnai bitte, dass alles super läuft. Jinnai wird sicherlich wissen wovon Misa redet.
Jinnai war soo süß, am liebsten würde sie ihn packen und mitnehmen und ihn verhätscheln wie sie es bei Kaito vorhat. Man rief nach einer Polly und Polly kam auch schon Recht bald. Der Pfleger bekam dann auch schon die Anordnungen und verschwand auch schnell wieder. Jetzt fiel ihr auch auf, dass Sai im Bett lag.
Jetzt hatte Misa 2 Patienten zum verhätscheln und beide mussten auf sie hören es sei den, die beiden wollten das die Dr. Yuki zurückkommt und die beiden zurecht wies. So lief Misa auch schnell an Sais Bett um zuzusehen wie er eine neue Nadel bekam. Der Pfleger kam mit dem Auftrag wieder und Dankend nahm Misa ihr Tablett an. Sie setzte sich an den Tisch und stellte darauf ihr Tablett ab und sah nochmal zu der Ärztin. Hai. Werde ich tun. Einen schönen Tag noch. Der Pfleger tat ihr ja eigentlich leid und von daher wird sie ihm schöne Mädchennamen geben. Vielleicht wird er sich ja darüber freuen.
"Ich glaube, die bringen Sie nicht so schnell hier weg." Wo Kaito Recht hat, da hatte er Recht. Egal nun hatte Misa das Zepter in der Hand.
Misa stand wieder auf, nahm den Deckel vom Teller wo auch schon der heiße Dampf hinauf schoss. Den Teller in die Hand genommen, lief Misa zuerst zu Saito, packte ihre Hälfte vom Essen auf sein Teller und huschte rüber zu Kaito und er bekam den Rest. Ich hatte schon was und ihr braucht es sehr viel dringender. War zwar gelogen aber sie hat öfters kaum Hunger und aß mal eine kleine Mahlzeit am Tag. Und diese war dann, wenn sie Abends mit ihrer Tante und Onkel zusammen saß und da wirklich was essen musste.
Manchmal saß auch ihre Mutter dabei und lächelte zwischendurch. Und dann schimpft sie sogar wieso ihre Tochter nie richtig isst. Das es ihre Schuld ist konnte Misa ja wohl schlecht sagen und schob es daher aufs Training.
Deine Mutter ist total cool. Hoffentlich werde ich auch mal so schön Und wehe du sagst was gemeines dazu Kaito-kun. Ich hab das Zepter in der Hand und du bist zugesehen Körperlich beeinträchtigt. Da kann ich alles mögliche mit dir anstellen und ich werde nicht zögern es wirklich zu tun. Sicher wieder auf ihren Stuhl gesetzt blieb sie ruhig und wartete darauf, dass die beiden fertig gegessen haben.
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Yuki Saitô
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Do Jun 28, 2012 7:44 am

Wenn Sai so darüber nachdachte, wirkte die momentane Atmosphäre wie ein gedeihender Heilprozess. Oder eher wie eine Immunisierung? Ja, das traf es wohl besser, denn die drei Chûnin waren zu Beginn wie verschiedene Viren gewesen, wie Teilchen die einander nicht vertragen oder abgestoßen hatten. Nun aber schienen sich in ihrem Körper, dem Team, Antikörper zu bilden, man vertrug sich nun. Es war interessant, wie rasch sich Situationen und Beziehungen ändern konnten, wenn man nur etwas dafür tat und Gewisses nicht auf sich beruhen ließ. Plötzlich begann man Eigenschaften zu bemerken, die vorher nur auf Mutmaßungen basiert hatten. Man sah, erkannte. Kaito zum Beispiel war wirklich alles andere als ein emotionsloser, unsozialer Steinbrocken. Im Grunde war er einfach ein junger Mann, dem sehr viel Böses widerfahren war und der aufgrund dessen mit vielerlei Gesten nicht umzugehen wusste. Tief in seinem Inneren schlummerte sicherlich mehr als diese tiefschwarzen Rachegedanken. Ein gutes Herz wohl eher, dass man wieder zum strahlen bringen musste. Warum sonst hatte er sich wohl so schüchtern und aufgebracht verhalten, als Misaki ihn geneckt hatte? Oder Saitô's Mutter angesehen, als sähe er praktisch seine eigene in ihr, sich daraufhin einfach bedankend? Wieso sollte er sonst so warmherzig lächeln, sich um einen kleinen, kranken Jungen sorgen und ihm alles Beste wünschen, wenn er diesem nur ein einziges Mal begegnet war? Aus welchem Grunde erfüllte seine Stimme oftmals eine gewisse Trauer? Wäre er tatsächlich nichts weiter als ein von Rachsucht zerfressener Mensch, der anderen mutwillig nach dem Leben trachtete, würden sich all diese Facetten nicht bei ihm bemerkbar machen. Zudem hätte der Jüngste der Sieben nicht so dermaßen aufgebracht sein Leben für ihn aufs Spiel gesetzt und dessen Mutter hätte ebenso völlig anders auf den Kôno reagiert. Im Großen und Ganzen hätte Saitô wohl nicht einmal damit begonnen, mit dem Schwarzhaarigen zu sympathisieren, doch tat er es und glaubte fast, seit Ewigkeiten nicht mehr so ausgiebig, auf grundehrliche Weise, gelächelt zu haben. Misaki allerdings trug ebenso zu dieser Gemütswandlung des Iryônin bei, ihre frische Ausstrahlung, Gutmütigkeit und gute Laune schien dieses beinahe triste Krankenzimmer zu erhellen. Es wirkte niedlich, wie sie sich um die beiden Älteren sorgte, seine Mutter bestaunte und hier und dort neugierig zusah. Genauso wie Kaito ließ auch sie schöne Grüße für den kleinen Jinnai ausrichten, im Anhang eine kleine Botschaft, die wohl nur sie beide verstanden. Selbst mit dem Wissen, nun ein Weilchen ans Bett gebunden zu sein, konnte der Violetthaarige nicht anders, als in seine Kissen gelehnt warm zu strahlen. Trotz allem hatte er doch wunderbare Kameraden erwischt, welche vor allem auch seinem Brüderchen gut taten. Möglicherweise waren diese beiden Jüngeren eine Zutat, welche er schon lange für seine Heilformel gesucht hatte, ebenso Kana-chan. Wie es ihr wohl erging? Nun, wenn seine Mutter das nächste Mal vorbei sah, würde er sich nach der Jinchûriki erkundigen.
Das Mahl war angerichtet, die drei waren wieder alleine und gerade als Sai von seinem Stückchen Schweinefilet abbiss, huschte die Braunhaarige an sein Bett heran, nur um eine Hälfte ihrer Mahlzeit in seine Schüssel zu schaufeln. Rasch zu Kaito gewuselt, bekam dieser die andere Hälfte mit der Ansage: "Ich hatte schon was und ihr braucht es sehr viel dringender." Zunächst sah der Ältere sie nur erstaunt an, danach den beinahe unmenschlichen Haufen in seiner Schüssel und schließlich zog er skeptisch eine Braue nach oben und sah wieder in Richtung seiner Kameraden. Fast kam es ihm so vor, als würde sie flunkern, doch da er keine Beweise aufzubringen wusste, schwieg er seine Skepsis aus, ließ lieber der liebenswerten Geste und der Freude darüber den Vortritt, lächelte ihr entgegen. "Arigatô, Nee-chan.", waren die Worte, die er an sie richtete, als sie sich wieder auf dem Stuhl niederließ und die Nahrungseinnahme der beiden Kranken überwachte. "Ein Wunder, dass ich es nicht auf meiner Brust habe..." Irgendwie schien sie Kaito's schnippisches Kommentar überhört oder übergangen zu haben, Saitô allerdings hatte es wahrgenommen und konnte nicht anders als schmal zu schmunzeln. Dazu äußern tat er sich aber zuliebe seiner neuen, jüngeren Schwester nicht, zumal die Mimik manchmal so viel mehr sagen konnte, als Worte es vermochten. Aber auch die waren manchmal nicht Fehl am Platze, ganz und gar nicht. Denn das Nächste, was er von dem Kôno empfing, rührte ihn auf irgendeine Weise. "Du kannst froh über deine Familie sein, Sai. Lass es dir auch schmecken." Mit einem warmen, gerührten Lächeln beugte sich der Yuki über seine Schüssel, im Begriff sich wieder eine Kleinigkeit auf seine Stäbchen zu laden, doch tat er es nicht. "Arigatô, Kaito-kun. Und ja, dass bin ich auch...Sehr sogar." Dies eher hauchend, sah er langsam wieder zu dem Schwarzhaarigen, musste jedoch leise seufzen. Für ihn glich es geradezu einer Ungerechtigkeit, dass der Jüngere niemals seine wahre Familie gekannt hatte, wohl nicht einmal annähernd zu deuten wusste, was eine Familie eigentlich war. Der Kôno Ichizoku war vor fünfzehn Jahren einem Attentat zum Opfer gefallen, laut der Rechnung dürfte Kaito ein Säugling gewesen sein, als dies geschehen war. Folglich würde er sich an Nichts erinnern können. Und wie stand es um Misaki und ihn selbst? Sie beide hatten ihre Familien um sich, auch wenn diese zerklüftet waren. Die Chûnin hatte ihren Vater verloren, da dieser verschollen war, ähnlich wie einer von Sai's Onkeln und ihre Mutter war ein psychisches Wrack. Der Yuki hingegen hatte die Hälfte des Clan's im Krieg verloren, sein gleichnamiger Cousin hatte Selbstmord begangen, wenn nicht ein Wunder geschah, würde es seinen Bruder auch bald treffen... Man konnte das wirklich nicht vergleichen, keine Bilanz ziehen. Es war schrecklich, seine Familie nie kennen gelernt zu haben und ebenso schrecklich war es, sie bewusst zu verlieren. Trotzdem ging das Leben weiter, es verbat einem ein ewiger, trauernder Lethargie zu versinken, wenn man sich für den Dienst eines Shinobi entschieden hatte. Und wenn man sich nur ein wenig öffnete, dass war Saitô nun klar geworden, so war es durchaus möglich, seiner Familie neue Gesichter hinzu zu fügen. Immerhin hatte sich Misaki freiwillig zu seiner Schwester bekannt und es schien ihr gut getan zu haben. Würde das eventuell bei Kaito ähnlich sein, wenn man ihm eine Bruderschaft anbot? Es wäre gelogen, wenn man verschwiege, dass Sai nicht kurz diesen Gedanken gehegt und seine Lippen bereits leicht geöffnet hätte, allerdings befand er, dass es zu früh war, derlei Fragen an ihn zu richten. Nein, er wollte ihn weiß Gott nicht drängen, lieber sollte der Junge wieder auf die Beine kommen. Das war vorerst das A und O. Zumal sich der Sechzehnjährige irgendwie sicher war, dass sein neuer Kamerad so etwas von alleine erkennen musste. Da war es am Besten, ihm einfach das Gefühl einer Familie zu vermitteln, ohne vorerst ein Wort darüber zu verlieren.
Für's Weitere schweigend fuhr der Schwert-Shinobi mit dem Essen fort, nach und nach führte er die beladenen Stäbchen langsam zu seinen Lippen, wobei er sich fragte, ob er diese übertriebene Menge überhaupt schaffen konnte. Eigentlich war er jemand, der nur so viel und genau das zu sich nahm, was er brauchte. Solche Berge war er daher nicht gewohnt, blieb aber tapfer, um niemanden zu enttäuschen. Vielleicht trieb es ja die Gesundung wirklich voran, wenngleich er daran, Iryônin wie er war, zweifelte. Wobei...Diese Kanone an Nährstoffen würde schon hilfreich sein. "Deine Mutter ist total cool. Hoffentlich werde ich auch mal so schön Und wehe du sagst was gemeines dazu Kaito-kun. Ich hab das Zepter in der Hand und du bist zugesehen Körperlich beeinträchtigt. Da kann ich alles mögliche mit dir anstellen und ich werde nicht zögern es wirklich zu tun.", durchbrach Misaki zeitig die Stille und wieder war er gezwungen zu schmunzeln und gleichfalls ein wenig in sein Essen zu prusten. Es war schon göttlich, wie sie ihrem Schwarm Kontra gab, ohne das dieser etwas von sich gegeben hatte. Ein wenig erinnerte ihn das auch an seine Mutter, die sie eben ja als 'cool' befunden hatte. Hatte sie sich das in dieser kurzen Zeit abgeschaut? Nun, wundern würde ihn das nach allem nicht mehr sonderlich. "Hai, Ka-san ist wahrhaft eine Besonderheit. Aber berufe dich bitte nicht auf dieses 'hoffentlich'. Du bist ein hübsches, junges Fräulein. Folglich kannst du nur zu einer Schönheit reifen, es sei denn, ein Unheil geschieht und du wirst über Nacht zu einer Vettel, was ich aber bezweifle. Bevor es jemand wagt dich zu entstellen, befindet er sich längst an einem besseren Ort.~", erwiderte er mit seinem Engelsgesicht und wer ihn kannte, wusste diese Aussage auch zu übersetzen, nämlich folgend: 'Du bist hübsch und wer es auch nur andeutungsweise wagt dir ein Haar zu krümmen, wird von mir höchstselbst ins Jenseits befördert.' Selbst wenn er es auf seine Weise ausgedrückt hatte, meinte er dies verdammt ernst. Jetzt wo er sich an die beiden gewöhnte, ließ er nicht mehr zu, das ihnen etwas zustieß. "Glaub ich dir auf's Wort, Großer.", drang plötzlich eine gelassene Stimme durch das Zimmer, genau an der Stelle an der vorher das charakteristische Geräusch eines aufgezogenen Fensters zu hören gewesen war. Sofort zog der unfreiwillige Patient seine Brauen nach oben, kannte diese Stimme zu gut und wand den Blick zum Fenster. Natürlich kauerte, genau auf dem Rahmen, sein werter Herr Vater, sich süffisant grinsend die Shiruma-Maske vom Gesicht ziehend und danach das Zopfband richtend, mit dem er seine dunkelblauen Lockenpracht stets streng nach hinten band. "Hi allerseits.~", begrüßte er anschließend mit einem lockeren Salut die beiden anderen und glitt gänzlich ins Zimmer, das Fenster hinter sich schließend. Da hatte Sai vorher noch über das Thema 'Familie' nachgedacht und was geschah? Nach seiner Mutter platzte auch noch sein Vater hier herein. Naja schön, immerhin hatte er nicht noch den Rest des Clan's im Schlepptau. Bevor er ihn aber so höflich begrüßte, wie er es bei seiner Mutter zuvor getan hatte, besah er sich den Guten in seiner anliegenden, schwarzen Uniform mit dem geschmackvollen Hüfttuch skeptisch und deutete mit den saphirblauen Iriden auf dessen Maske, welche nunmehr an seinem Gürtel hing. "Ich will ja nicht anmaßend sein, aber irgendwie hältst du trotz deiner Selbstdisziplin wenig von Geheimhaltung, oder?" Es war schon richtig, dies mal zu bemängeln, immerhin war es als Squadleader einer Spezialeinheit regelrecht dazu verpflichtet, die ganze Sache möglichst bedeckt zu halten. Die Ausrede, dass beinahe der gesamte Clan in dieser Sondereinheit diente, zählte nun einmal nicht. Der Blauhaarige aber nahm's gelassen. "Anstatt so auf Ordnung zu plädieren, solltest du lieber zusehen, dass du was in den Magen bekommst. Weißt du, ich musste mich heute schon darum fürchten, meinen Stammhalter zu verlieren, ein Desaster." Auch wenn es erfreulich war, dass sein Erzeuger Sorge um ihn trug, rollte Sai dennoch mit den Augen, da wieder diese leidigen Themen angesprochen wurden waren, wie üblich. Derweilen schritt der gestandene Yuki auf ihn zu und beäugte seine prallgefüllte Schüssel. "Sag mal, will man dich mästen?", wunderte sich der Shiruma, eine Braue hochziehend, grinste schließlich aber wieder und wuschelte seinem Sohn durchs violette, ebenso wellige Haar. Wegen dem Kommentar ebenso grinsend, war Sai nun versöhnlicher gestimmt und vollzog endlich seine begrüßende, höfliche Sitzverbeugung, machte seinem Vater ein wenig Platz, damit er sich auf den Rand des Bettes niederlassen konnte und sah zu den anderen. "Darf ich vorstellen: Yuki Katsuro, mein Vater, welchen ich im Anschluss frage, wie er es veranlassen konnte, seine Einheit alleine zu lassen." Ja, auch das war eine berechtigte Frage. "Ach komm schon, ich frag mich gerade, wer von uns beiden der Vater ist... Ich hab Beni-chan vorübergehend den Befehl übertragen. So ein wenig Streife schafft sie gut alleine. Kennst sie doch." "Hai, da tun einen deine Männer richtig leid." "Ach was, heute scheint deine Schwester ihren guten Tag zu haben. Immerhin ist noch keine Mauer unter ihrem zarten Stimmchen zu Bruch gegangen.~ Und falls sich nicht noch etwas zusammenbraut, wird dies auch nicht geschehn." "Dein Wort in Kami's Ohr. Wobei wir mittlerweile davon ausgehen müssen, dass sich etwas zusammenbraut. Ob nun vor Ort oder um uns. Das Attentat auf einen Feudalherren bleibt meist nicht unbemerkt...Schon gar nicht wenn es einem abgekarteten Spiel gleichkommt." "Wie wahr.~" Nach diesem knappen Kurzschluss der beiden Yuki's, machte sich der jüngere der beiden wieder daran die Aufgabe zu bewältigen, seine Schüssel vollständig zu leeren, während Katsuro die Beine gemütlich übereinander schlug, sich bequemer setzte und dann forschend die Kameraden seines Sohnes ins Visier nahm. "Ihr seid also Kôno Kaito und Hinasaki Misaki, ja? Und ihr wart auch an dem netten Attentat beteiligt... Respekt, was ihr so geleistet habt. Allerdings gehört schon viel Risikobereitschaft dazu, gerade euch so kurzfristig damit zu beauftragen. Bei der Verschwörungsquote wäre das eher was für meine Jungs gewesen. Aber naja, die Wege eines Kagen sind unergründlich.~", säuselte er gegen Ende, setzte aber ein nachdenklicheres Gesicht auf und schüttelte dann den Kopf, musste lachen weil er seinem Sohn direkt seine finsteren Gedanken an der Nasenspitze ablesen konnte. "Jaja, kleiner Vertretungskage, behalt's für dich." Zwinkernd stipitzte er ihm ein wenig Gemüse aus der Schüssel, erntete statt einem Rüffel aber diese konzentriert nachdenkliche und ernste Miene Saitô's. "Gab es schon irgendwelche nennenswerte Vorkommnisse?" Die Mahlzeit nun völlig außer Acht lassend, fixierten diese durchdringenden Augen die immer etwas gefährlich glitzernden des Vaters, welcher den Ernst erkannte, aber nur Seufzen konnte. "Nichts, was ich jetzt schon preis geben dürfte. Gomen, Großer." "Schon gut, aber... Ist Bereitschaft bereits erforderlich?" "Ist sie das deiner Meinung nach nicht immer, Toshizô-junior? ... Nah, sei so gut und halt die Füße still. Unruhig ist es bereits seit Monaten. Der Fall eines Daimyô muss nicht zwingend der Auslöser einer Katastrophe sein. Und wenn, dann bist du wie ich dich kenne bis dahin sowieso kampfbereit. Und deine Truppe sicher auch.~" Mit einem wissenden Grinsen sah der athletisch gebaute Mann erneut durch die Runde, blieb an den rötlichen Iriden Kaito's hängen mit einem Blick wie: 'Ich kann dir deine Stellung wirklich nicht verdenken, Kleiner.' Sai hingegen war bei diesem 'Toshizô-junior' kurz ein wenig zusammengezuckt, aß nun noch langsamer als zuvor, den Blick in die Schüssel gerichtet. Es war nicht nur dieser Vergleich, der ihn beschäftigte, sondern auch die Tatsache, dass er den aufkommenden Ärger immer stärker wahrnahm. Bereits in Kaminari no Kuni war ihm unwohl geworden, doch nun wo diese Andeutungen gefallen waren und sich die Ereignisse überschlugen... Da verging einem regelrecht das Essen.
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   So Jul 01, 2012 7:43 am

Skeptik. Die pure Skeptik war in seinem Gesicht zu erkennen, als Misaki dachte sie täte gut daran, ihnen ihre Hälfte des Essens abzugeben. Beziehungsweise jedem jeweils eine Hälfte ihres ganzen Essens. Ja, es war gut gemeint, doch Kaito fand es gar nicht gut, wenn man ihm Essen gab... vor allem nicht das eigene. Dies lag einerseits daran, dass es ihm das Gefühl gab, schwach zu sein und Schützerinstinkte zu wecken. Wie bei einer Frau, wenn sie ein kleines Kind mit große Bubuaugen sah, über die sie seufzend knuffig reagierte. Hier fühlte er sich nämlich gerade wie ein solch kleines Kind, wobei dieses dadurch eher genervt war, mit einer Geste literarisch zu Boden geknuddelt zu werden. Andererseits lag es aber auch daran, dass in ihm ein schlechtes Gewissen hoch kroch. “Sagtest du vorhin nicht, dass du die ganze Zeit an meinem Bett gesessen hast?“ Ja, er legte ihre Wortwahl mal sehr detailliert aus – und ebenfalls ja, er hatte ihr zugehört und sich ihre Worte gemerkt. Ob man das erwartete? Naja. Gewisse Leute bestimmt nicht, doch er prägte sich immer ein, was Leute zu ihm sagten – selbst, wenn es nicht den Anschein hatte. “Wann hast du dir also die Zeit genommen, etwas zu essen? Da du ein wenig erschöpft wirkst und ich dich wenig überzeugend finde, folgere ich einmal daraus, dass das eine Lüge war. Zumal ich nicht bemuttert werden möchte wie ein kleines Baby. Ich brauche deine Extraration nicht...“ Aber Wasser brauchte er noch etwas, denn sein Hals fühlte sich dummerweise mit jedem Wort trockener und kratzender an. Wie ätzend das alles war – man, welch ein Wortspiel. Sarkasmus? Keine Frage. “...nimm das lieber wieder von meinem Teller, weil sonst bleibt es übrig und Essen verschwendet man nicht.“ Ganz klar eine Anspielung auf die leider noch beständige Tatsache der Unterernährung in den Slumvierteln. Hier aß er ein solch gutes Essen und dort verhungerten sie teilweise? “Kami, mach schon, sonst stopf ich es dir am Ende noch in den Mund und glaub mir... dafür reicht meine Kraft aus.“ Nicht. Er konnte sich ja kaum bewegen, doch war es doch sehr überzeugend, wenn er sie mürrisch und ernst zugleich anblickte, dass man nicht mit ihm spaßen sollte. Außerdem... sich um sie zu „sorgen“ war eben diesbezüglich seine Art, ihr zu danken. Natürlich gestand er sich nicht, dass er sich um sie sorgte – nein, wo käme er da hin - , aber hatte sie so viel durch gemacht in den letzten Stunden und zeigte trotzdem noch eine Herzenswärme, dass er einfach nicht anders konnte, als zu verlangen, dass sie etwas zu sich nahm.
Und nein: ihm entging Sais warmes Lächeln nicht. Wie könnte es das auch, wenn er noch einen Moment wartete, bevor er sich dann selbst seinem (eigenen) Essen widmete? Eben, so etwas war nicht möglich – nicht bei ihm, denn seine Augen waren geschult. Geschult durch diverse Erfahrungen. Durch Erfahrungen, mit welchen die Blicke anderer Leute gemeint waren, welche er schon früh zu spüren bekommen hatte. Wie sie ihn alle angesehen hatten mit ihren düsteren und gehässigen Gesichtern, deren Seelenspiegel ihm den puren Hass entgegenbrachten, danach ächzten, dass er doch endlich dorthin verschwinden sollte, wo er hingehörte... in das nichts. Immerhin hatte er ja keinen Clan mehr. Keine Familie. Rein gar nichts. Für sie hatte er einfach nur verschwinden sollen und da er nicht dumm war, hatte er es schon früh gewusst... sie hatten es ja auch nicht versteckt. Jemanden wie ihn würde niemand schützen. Jedenfalls dachte er das... bis vor ein paar Jahren, als er mit Taichi und Akisa zu Kama in das Team eingeteilt wurde... oder auch bis jetzt, als er in Sais Blick eine freundschaftliche Wärme wahrnahm. Letzten Endes verdrehte er allerdings die Augen und führte dann das erste Essen an seinen Mund, nachdem er während des Denkens Misakis Menge auf dem Teller leicht von der Seinen abgespalten hatte, auf dass sie auch zugriff. Sie waren alle nicht mehr ganz dicht. Oder aber er wollte einfach nicht wahr haben, dass sie ihm hier gerade ans Herz wuchsen. Ätzend.
„Arigatô, Kaito-kun. Und ja, dass bin ich auch...Sehr sogar.“ Während sie so „Komplimente“ austauschten bezüglich seiner Mutter, fragte der Schwarzhaarige sich inständig, ob sie ihm denn dauernd zeigen wollte, dass er alleine war. Dass er keine Familie hatte... sie aber für ihn da waren. Allein, dass sie darüber redeten... über diese Selbstverständlichkeit, die für ihn nie selbstverständlich sein würde – eher das größte Glück. Allein, dass Misaki ihm sein Essen gegeben hatte. Allein, dass Sai sein Leben für ihn riskiert hatte... seine Gesundheit... hatte er irgendwie etwas Ansteckendes an sich, dass die Leute ihn nicht in Ruhe ließen? Insgeheim regte ihn das schon wieder auf, doch befand er es für besser, nun einfach seine Klappe zu halten und weiter zu essen. Sonst würden beide noch meckern und was weiß er noch alles anstellen. Zumal gerade sowieso der nächste Gast ins Zimmer kam. Wobei man natürlich sagen musste, dass dieser Gast alles andere als die Person war, die er gerade sehen wollte. Vielmehr hielt er in seiner Essbewegung inne und sorgte fast dafür, dass die Stäbchen in seiner Hand fasst entzwei brachen. Eine Shiruma Maske. "Hi allerseits.~" Nur langsam wurde sie abgenommen, der Mann hinter ihr von Sai kritisiert. Aber das bekam Kaito gerade gar nicht mal mehr mit, da er sich gerade beherrschen musste, nun wirklich weiterhin ruhig und „lieb“ zu bleiben. Ein Shiruma war nämlich ein Mitglied jener des Ranges benannten Spezialeinheit des Dorfes, die seinen Clan ausgerottet hatte... vielleicht den alten Mann getötet hatte: Kurzum einer jenen, die ihm alles genommen hatten, was er jemals hatte. Oder was er hatte haben können. Da konnten sie so viel Sarkasmus zeigen, so viele Witze und Anspielungen über ihre Familienmitglieder machen, die anscheinend auch bei den Shiruma waren, lachen, heulen, lächeln, unschuldig tun oder sonst was... es kotzte ihn an. Ja, es kotzt ihn einfach an. Ihr Verhalten... alles an ihm. Wie konnten sie so etwas denn nur so einfach sagen? So leicht? Vor ihm? Wenn dieser Kerl ein Shiruma war, dann wusste er doch Bescheid, oder?! Dann hatte er eine Ahnung von dem, was er durchmachen musste! Als er jeden Tag darum kämpfen musste, weiterhin auf dieser Welt verweilen zu können... als er mitansehen musste, wie man dem einzigen Menschen, der ihn damals angenommen hatte, das Blut aus dem Körper spritzen lies... Vielleicht war es ja sogar Sais Vater gewesen!
Nein, Kaito zeigte seine Abneigung immer mehr unverhohlen, verspannte sich. Jeder im Raum merkte das wohl, was auch an dem Blick lag, dem er Katsuro schenkte, als sich dieser an ihn wandt. An ihn und Misaki, die wahrscheinlich wieder damit rechnete, dass Kaito gleich wieder seine Abneigungen preis gab, herumschrie, ausrastete. “Respekt? Ich wüsste nicht, was man hieran als Respekt bezeichnen könnte.“ Eine kalte Stimme war zu hören, als er die Stäbchen an den Rand seines halbleeren Essens gelegt hatte. „Aber naja, die Wege eines Kagen sind unergründlich.~“ Dieses Lachen danach... Es reichte! Verdammt nochmal, wollte ihn herausfordern?! Wie sollte er bei diesem …. Mann weiterhin ruhig sein?! Das einzige, was ihn gerade aufhielt war die Kenntnis davon, dass Sai schon so viel verloren hatte, sein Leben für ihn riskiert hatte und es sich hierbei um seinen Vater handelte. Ohne diese Kenntnis... Nein, daran durfte er nicht denken. Man sah ihm an, dass er sich kaum noch zusammenreisen konnte. Dass er Katsuro am liebsten in sein Shiruma-Gesicht schlagen würde. Weil er es verdient hatte. Mit Auszeichnung sogar. “... risikobereit sind wir doch alle, oder nicht?“ Als er Katsuro nun wieder musterte, funkelte sogar sein Bluterbe kurze Zeit bei seiner Emotion wieder auf, vermittelte zusätzliche Kälte und Hass. Als ob seine Stimme es nicht schon genug vermitteln würde... Und ja, er spielte damit nicht nur auf die gewagten Äußerungen des Shiruma an, sondern auch auf die Ausrottung seines Clans, die man ebenfalls vorgenommen hatte.
Den Rest des Gesprächs wollte er gar nicht mehr hören, weshalb er sich leicht zurücklehnte, kurze Zeit wieder seine Verletzungen spürte. Als er sich dann an Misaki wandte, versuchte er weniger kalt zu sein, was man auch merkte – doch ob es ihm gelang? Nicht wirklich. Aber es war schon anerkennenswert, dass er es überhaupt versuchte, nicht wahr?“Misaki, du kannst den ganzen Rest haben.“ Genau wie Sai hatte er keinen Hunger mehr... “Und hören sie auf mich so anzusehen, kapiert? Ich bin niemand, den sie bemittleiden sollen oder sonst was. Stattdessen sollten sie sich lieber einmal um ihre Umgangsweise bezüglich ihres Sohnes Gedanken machen und ihm nicht mit der Nennung von diversen Namen seine wunden Punkte vor Augen führen, für die er nichts kann und die ihn nur menschlich machen. Kami, ihr Shiruma kotzt mich alle an.“

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Hirotomo Horusuto
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   So Jul 01, 2012 8:11 am

Die Türen des großen Krankenhauskomplexes öffneten sich wie die Flügel eines Engels beim Hinaufsteigen in die Lüfte vor ihm, als er dort angekommen war. Es war Schicksal, dass sie es taten, denn er war hier: Der große Sekretär der Yukikage. Hier, um eine wundervolle Nachricht mit seiner wundervollen Stimme zu überbringen. Nein, es lag nicht an „Hugo“ dem Iryô-Azubi, dass sich die Türen öffneten. Was hatte das Entsorgen des Mülls als Strafe für eine Leiche auf dem OP-Tisch statt dem tatsächlichen Patienten denn damit zu tun, dass sich die Türen öffneten? Nein, das war doch nicht wirklich der Auslöser und ebenfalls nein, das war nicht makaber. “Amazing Graaaace... comes to embraaaace~“, sang es seine doch so engelsgleiche Stimme, als er sich auf die Auskunft zubewegte und sich dabei durch sein glorreiches wollüstiges Haar strich, bevor er seinen Aggro-Blick aufwarf, da er bemerkte, wie ein kleiner Junge, der gerade seine operierte Mutter besuchen wollte, an seinen Rücken gesprungen war. An sich nichts schlechtes, doch hielt der Junge sich an seine Prachthaaren fest... er fasste sie an. Folglich folgte ein Folgen befolgter Folgen-Mädchen-Schrei, der wohl ein paar Gläser zum zerbersten brachte. Schlichtweg? Amazing Grace war nun wirklich nicht bei diesem Typen vorhanden. Es war eher Amazing Face. Oder Amazing Hair. “Kami noch eins, nimmt mir doch jemand dieses Dings runter und sagt mir wo Dings Nummer 2 ist! Ja, ich hab den Namen vor Schreck vergessen!“ Mit einer Stimme die dabei immer höher wurde gegen Ende, wandte er sich schließlich an die Info-Frau, von der er glaubte, dass sie Dorothea hieß, wobei das wohl nicht stimmte.. aber irgendwie musste er sich ja an ihr rächen, da sie ihn mal in Frauenkleidern gesehen und ihn ausgelacht hatte. Ihn in seiner ganzen Graziösität! Aber gut... er konnte auch ernst sein, wenn es um entsprechende Dinge ging. Aus diesem Grund wandte er sich dann dem Denken zu, in dem er seine Pose einnahm. Eine Pose, um über den Namen von Dings Nummer Zwei nachzudenken. Jedenfalls war der vorherige Azubi, der die Tür öffnete, auch dazu in der Lage den Jungen zu „entfernen“, wobei ihm dieser auf den Boden fiel und er ihn sogleich wieder zum Arzt schaffen musste... wollte der Kerl Menschen retten oder töten? Man wusste es nicht. “Ah genau! Der Yuki-Junge! Wo liegt er?“ Natürlich gab man ihm, dem tollsten Sekretär aller Zeiten – Super Secretarius – gleich die Auskunft und so machte er sich auf den Weg in jenes Zimmer, trat vor die Tür. “Sesam öffne dich~“ Die Türe mit diesen Worten aufschiebend blickte er in das Zimmer – nur war der Junge nicht alleine... “Ich habe etwas mit Yuki Saitô zu besprechen... etwas freudiges und nein, ich dulde nicht, dass ich störe.“
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Mi Jul 04, 2012 1:25 am

Glücklich betrachtete sie ihr Werk. Die Jungs hatten zwar sehr viel zum Essen doch werden sie es viel dringender gebrauchen als sie. Sai bedankte sich doch Kaito gab Dinge von sich, die wirklich Verdächtig waren. Einmal, weil er Interesse an ihrem Leben zeigte und zum anderen, dass er sie wohl durchschauen könnte. Ich hab genug gefrühstückt. Außerdem hatte ich noch Takoyakis unterwegs hierher gegessen. Der Stand liegt an der Straßenecke direkt auf dem Weg hierher. Wir können ja mal gerne hingehen und nachfragen. Gekauft hatte sie wirklich was aber dies war für eine Freundin gewesen. Heute Morgen hatte sie ein wenig Reis gegessen um ihre Tante zufrieden zu stellen. Kami sei Dank konnte Kaito keine Gedanken lesen oder hatte Kontakte zu irgendwelchen Spionage Shinobis. Iss oder ICH stopfe es in dir hinein. Und droh mir nicht ständig. Denk daran, ich bin Gesund und du hast ein starkes Handicap und somit bist du schutzlos wie ein süßes kleines Kätzchen. Es fühlte sich wunderbar an, die Macht in der Hand zu haben und Kaito in seine Schranken zu weisen. Doch nun stellt sich die Frage, wann sie Kaito am besten ihre Liebe gestehen soll… Jetzt wäre es unpassend weil er noch etwas schlecht drauf ist und sicherlich so wie sie ihn geärgert hat, wird er sich nur Verarscht vor kommen.
Wieder zurück zum Thema von Sais Mutter, lief sie schnell zu Sai um ihn zu umarmen. Danke Nii-san. Es fühlte sich wirklich super an, ihn als Nii-san zu bezeichnen. Jetzt meldete sich eine Neue Stimme hinzu. Schnell wandte sich Misa zu der Person um und siehe da, den kannte sie doch. Ihr Onkel sprach ja oft mit dem, worüber genau wusste sie zwar nicht aber er hatte auch so eine Angewohnheit nicht die Tür zu benutzen. Zumindest schien er gut drauf zu sein und nach ihrer Verbeugung sah sie den Mann weiter an. Die Haarfarbe könnte Sai von ihm haben. Doch ist er viel cooler drauf als ihr Vater. Dieser meckerte viel rum aber hätte er dies nicht getan, wäre sie oft im Krankenhaus gelandet. Zumal ihre Idee, eine Kerze zum Grillen zu benutzen eh eine Schnappsidee war…Es hätte sicherlich klappen können wäre ihr Vater nur nicht dazugekommen. Egal, Sais Vater ist cool und irgendwie spannender als ihre bekloppten Ideen. Kaito hingehen wollte den neuen Gast nicht da haben. [color]Ich fand es verantwortungslos uns los zuschicken. Es hätte schlimm enden können. Reicht schon das meine Kameraden hier liegen müssen.[/color] Klasse war die Mission nicht. Kein normaler Ausflug wo jeder Spaß haben konnte sondern wo es um Leben und Tod ging. Besonders das Bild wo Kaito im Blut lag würde wohl immer im Gedächtnis bleiben. Das Essen stellte sie auf dem Tisch ab, legte den Deckel darauf und schrieb auf einem Zettel etwas drauf. Wenn du wieder Hunger hast, kann ich es aus der Küche holen. Irgendwie war die Luft hier wieder so stickig. Das Fenster war zwar auf aber dennoch herrschte wieder Dicke Luft.
Das Fenster Schloss sie etwas, damit die Jungs keinen Zugluft bekamen und noch einer kam ins Zimmer. War Heute Tag der offenen Tür? Das geht nicht! Saito-kun muss sich ausruhen und solange die zuständige Ärztin nicht die Erlaubnis gibt, wird er nirgendswohin gehen! Er könnte zusammenbrechen oder so…, sagte sie und beäugte den Typen der schräg aussah. Wieder zu Sais Vater gedreht, starrte sie ihn eine Weile an, schritt näher zu ihm und zupfte nervös an ihren Haaren. Ich wollte fragen ob ich mir einen aus ihrer Einheit ausleihen darf. Ich darf ja nicht alleine losgehen und ich würde gerne selbst nach meinen Vater suchen. Ich könnte auch einfach gehen aber dann würde man mich schnell finden oder ich werde als Nuke eingestuft., sagte sie und sah kurz rüber zu Kaito, rückte noch näher an den Shiruma und flüsterte:[color]Ich darf kein Nuke werden. Dann kann ich Kaito nicht heiraten und ich liebe ihn doch. [/color] Wieder Abstand genommen, faltete sie ihre Hände und sah den Mann flehentlich an. Bitte sagen sie ja. Ich tus ja nicht mal für mich selbst.
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Yuki Saitô
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Do Jul 05, 2012 6:19 am

Einfacher, unkomplizierter Krankenhausaufenthalt? Mitnichten. Nein, egal in welchem festen Team Sai bisher eingeteilt gewesen war, es war niemals normal zugegangen, schon gar nicht im Hospital. Fast lebhaft musste er sich daran erinnern, wie Sôji sich einmal in eine Narkosespritze gesetzt hatte und sein Allerwertester für mindestens zwei Stunden betäubt gewesen war. Natürlich hatte der Violetthaarige ihm damals nicht damit gedroht, ihm einen zweiten Darmausgang zu verpassen. Sowas würde ihm ja überhaupt nicht in den Sinn kommen, also wirklich. So anormal wie im damaligen Team 7 Kirigakure's ging es auch im jetzigen Team 13 Yukigakure's zu. Das begann allein damit, dass Kaito und Misaki es einfach nicht lassen konnte, sich zu kabbeln, was ihn übrigens ebenfalls an sein altes Team erinnerte, beziehungsweise an Sôji und Hitomi. Die beiden hatten es auch nie lassen können zu diskutieren, selbst wenn Hitomi nicht ganz so dominant veranlagt war wie Misaki eben in diesen Momenten. Sôji hatte ebenso nicht diesselbe Ausdrucksweise wie Kaito an den Tag gelegt, es bestanden also Unterschiede. Grundlegend war es dennoch dasselbe und wenn Saitô während der Einnahme seiner Mahlzeit den stillen Zuschauer spielte, wusste er nicht ob er sich über diese Gemeinsamkeiten freuen sollte oder nicht. In einem beschlich ihm das Gefühl, all diese Verhaltensweise schrecklich vermisst zu haben, im anderen machte es ihm klar, was er verloren hatte. //Wie die beiden sich wohl entwickelt hätten...? Was für Shinobi wären sie jetzt...?//, dachte er leise seufzend bei sich, brach jedoch die Gedanken ab, als Misaki ihn plötzlich erneut umarmte, ihm ein gerührtes "Danke Nii-san." entgegenbrachte. Im Gegenzug schenkte er ihr ein sanftes Lächeln, tätschelte ihr sachte den Rücken. Hatte er Hitomi damals eben solche Gesten geschenkt? Ab und an, ja. Nur hatte er sie damals wie eine Kameradin und Freundin gesehen und nicht wie ein Schwesterchen. Sie waren ja allesamt im Team 7 gleichaltrig gewesen. Das war nun anders, obwohl der Yuki schon immer der Älteste und gleichsam der Kleinste gewesen war. Manches änderte sich eben nie.
Die Anwesenheit von seinem Vater allerdings schien die Geister zu scheiden. Wo die Braunhaarige ihn zunächst beinahe bewundernd beobachtete, verkrampfte Kaito sich zusehends und durchbohrte den Yuki mit Blicken. Warum er gerade so einen Groll hegte, musste man nicht fragen, immerhin hatten die Shiruma ja angeblich mit dem Attentat auf den Kôno Ichizoku zu tun. In seiner Rachsucht war dem Schwarzhaarigen wohl nicht bewusst, dass Katsuro nicht zu eben jenen gehören konnte, welche vor fünfzehn Jahren diese Untat begangen hatten. Die Psyche war manchmal kein guter Freund und blendete die Logik oft aus. Saitô konnte dem Jüngeren diese Reaktion nicht einmal übel nehmen, ihm selbst war es unangenehm, dass sein Vater in Dienstkleidung hier erschienen war. Das einzig Gute war der kleine Kurzschluss der beiden gewesen. Genau nach diesem fing es nämlich wirklich zu kriseln an. “Respekt? Ich wüsste nicht, was man hieran als Respekt bezeichnen könnte.“, kam es zuerst kalt von Kaito, anschließend meldete sich auch Misaki mit "Ich fand es verantwortungslos uns los zuschicken. Es hätte schlimm enden können. Reicht schon das meine Kameraden hier liegen müssen." zu Wort. “... risikobereit sind wir doch alle, oder nicht?“, fügte der Kôno schließlich noch bissig hinzu, was den Ältesten der Chûnin dazu veranlasste, seinen werten Erzeuger tadelnd anzufunkeln. So tat es auch Kaito, dessen Iriden sich merklich veränderten, wenn auch nur für Sekundenbruchteile. Doch sollte sich der langjährige Squadleader davon beeindrucken lassen? Niemals. Eher saß er unverändert locker und schmunzelnd auf dem Rand des Bettes und hörte sich an, was da noch auf ihn zukommen würde. “Und hören sie auf mich so anzusehen, kapiert? Ich bin niemand, den sie bemittleiden sollen oder sonst was. Stattdessen sollten sie sich lieber einmal um ihre Umgangsweise bezüglich ihres Sohnes Gedanken machen und ihm nicht mit der Nennung von diversen Namen seine wunden Punkte vor Augen führen, für die er nichts kann und die ihn nur menschlich machen. Kami, ihr Shiruma kotzt mich alle an.“ Nach dieser Aussage konnte Sai nicht anders, als seine Schale, welche noch zur Hälfte gefüllt war, auf dem Beistelltisch abzustellen. Ihm war der Appetit nun wirklich vergangen. Wieso? Weil seinem neuen Kameraden der Besuch des Vaters absolut nicht gut tat, dass zunichte machte, was Misaki und er versucht hatten irgendwie, wenigstens ein bisschen, zu kitten. Dazu gesellte sich noch die Sorge um die nächsten politischen Begebenheiten, die aufkommende Trauer, aber auch eine...ja, Rührung. Trotz dessen, dass sich das Team langsam eingerenkt hatte nach diesem mehr als bescheidenem Start, hätte der Iryônin zu diesem Zeitpunkt noch nicht damit gerechnet, dass gerade Kaito ihn verteidigen würde. Schon gar nicht mittels einer solchen Wortwahl... //Für die er nichts kann und die ihn nur menschlich machen...Naja...Wäre ich damals besser gewesen, wäre es doch gar nicht so gekommen...// Irgendwie war es ihm gerade unmöglich, weder den Kameraden, noch seinen Vater anzusehen. Etwas verloren sah er daher auf die Bettdecke hinab, schwieg. Was hätte er nun auch sagen sollen? Da er nichts erwiderte, tat es der Blauhaarige, dessen Haltung sich noch immer nicht verändert hatte. "Ersteinmal zu der Aussage der jungen Dame, die gar nicht einmal so unrecht hat, jedenfalls im Ansatz. Durchaus war es wenig verantwortungsbewusst, eine Gruppe Chûnin so kurzfristig auf eine A-Rang Mission dieses Kalibers zu schicken, ungeachtet dessen, dass zwei der Sieben daran teilnahmen, die derlei Aufträge gewohnt sind. Aber gleichzeitig ist es eine Tatsache, dass ein Shinobi sich unmöglich weiterentwickelt, wenn er solche Erfahrungen auslässt. Ihr seid allesamt zu mehr bestimmt, als zeitlebens Chûnin zu bleiben und selbst wenn euch diese Gegebenheiten zu schaffen machen, haben sie euch dennoch viel gelehrt. Und das wohl Wichtigste: Ihr werdet langsam erwachsen und der Kampf ums Überleben gehört zum Dienst eines Shinobi. Wir sind nun einmal diejenigen, welche die Drecksarbeit machen müssen. Ob wir es nun als kleine Arschkriecher für die liebe Regierung tun oder von uns selbst aus irgendetwas damit erreichen wollen. Ihr seid keine Kinder mehr und man wird dahingehend auch keine Rücksicht mehr auf euch nehmen. Ich würde euch auch lieber etwas anderes, heiteres sagen, aber ich lüge nur ungern." Selbst wenn Saitô zunehmends unwohler wurde, er noch immer nicht aufsehen konnte, musste er seinem Vater stumm recht geben. Es war genau, wie er sagte und er als Leiter einer Elite-Einheit, wusste das wohl am Besten. Für nichts anderes als ein wenig mehr Harmonie auf dieser Welt und das Wohl seines Clan's, seiner Familie und anderer Menschen, welche selbst nicht kämpfen konnte, riskierte er tagtäglich seine Haut. Ehrlich gesagt tat sein Sohn ja nichts anderes und gehörte nicht einmal zur Spezialeinheit.
Nachdem Katsuro die Jüngste noch einmal entschuldigend angesehen hatte, wand er sich an Kaito und von dem Grinsen war nichts mehr zu sehen. Eine ernste Miene zierte nun sein Antlitz und am Liebsten wäre Saitô nun dazwischengefahren, doch musste er seinem Vater die Chance geben, sich zu rechtfertigen, auch wenn er das faktisch gesehen nicht einmal nötig hatte. "Ich muss dich leider korrigieren, Kôno-kun. In meinem Falle heißt es nicht 'Ihr Shiruma kotzt mich alle an' sondern: 'Ihr Oinin kotzt mich alle an'. Mit Verlaub diente ich nämlich als solcher, bevor der Clan vor etwas mehr als drei Jahren in dieses Dorf hier umsiedelte und ich dank meiner Referenzen sogleich in die hiesige Sondereinheit eingeteilt wurde. Ich habe dich auch keineswegs bemitleidet, sondern lediglich zum Ausdruck bringen wollen, dass ich verstehen kann, weshalb du einen Groll gegen die Regierung und deren Werkzeuge hegst und das dieser auch mich trifft, obwohl ich vor fünfzehn Jahren mit den Angelegenheiten dieses Dorfes nichts zu schaffen hatte. Ich weiß noch nicht einmal, aus welchen Gründen dieses Attentat ausgeführt wurde, denn als ich mich danach erkundigen wollte, resignierte man, mir eine schlüssige Antwort zu geben. Naja, sie wären ja auch blöd, dass gerade einem Yuki zu erzählen... Was aber meinen Sohn betrifft, liegt es mir fern ihn in Watte zu packen. Er ist erfahren und reif genug, um mit Schmerz umgehen zu können. Es wäre falsch, irgendetwas auszuschweigen oder ihm eine falsche Welt vorzuheucheln. Er schweigt selbst schon lange genug darüber, weil er auf diese Weise wohl am Besten damit umgehen kann. Das ist aber noch lange kein Grund so zu tun, als wären gewisse Dinge niemals geschehen oder als hätten gewisse Personen, zum Beispiel mein jüngerer Bruder, nie existiert. Egal wie grausam es zugeht, das Leben geht weiter und wir müssen uns dem fügen, wenn wir etwas erreichen wollen. Saitô weiß das und lässt sich von seinen Erfahrungen nicht besiegen. Er nutzt sie und das ist gut so. Gerade deswegen gebührt ihm mein Stolz." Ein Lächeln legte sich auf die Lippen des Vollblut-Oinin, nochmals fuhr er seinem Mittleren durchs ebenso wellige Haar und erhob sich, als er Schritte auf dem Gang vernahm, welche er zu deuten wusste. "Wird ja mal Zeit, dass er hier aufkreuzt...", murmelte er mit einem geschärften Blick zur Tür, sah dann aber auf seinem Weg zum Fenster zu Sai, welcher verabschiedend aufsah und dessen Miene unlesbar schien, da sie keinerlei Ausdruck beinhaltete. "Das vorhin war ernst gemeint. Ich bin wirklich sehr stolz auf dich, Großer. Und er wäre das sicher auch." Ein geheimnisvolles Grinsen und ein Augenzwinkern später, hatte sich der Mann bereits seine Maske wieder aufgesetzt, war auf die Fensterbank gestiegen und hatte das Fenster wieder geöffnet. Bevor er aber entschwinden konnte, trat Misaki auf ihn zu, zupfte nervös an ihren Haaren. "Ich wollte fragen ob ich mir einen aus ihrer Einheit ausleihen darf. Ich darf ja nicht alleine losgehen und ich würde gerne selbst nach meinen Vater suchen. Ich könnte auch einfach gehen aber dann würde man mich schnell finden oder ich werde als Nuke eingestuft. Ich darf kein Nuke werden. Dann kann ich Kaito nicht heiraten und ich liebe ihn doch. Bitte sagen sie ja. Ich tus ja nicht mal für mich selbst." Erwartungsvoll und unnachgiebig unterstrich Sai's Blick die Worte seiner neuen, jüngeren Schwester und wenn der Lockenschopf nun mit einem 'Nein' antworten würde, fände er schon etwas, um ihn umzustimmen. Notfalls würde er selbst sein Erspartes zusammenkratzen und die Suche nach Misakis Vater in Auftrag geben. Die Sache wurde aber zuversichtlicher, als Katsuro sich nochmals leicht umwand und seine Maske ein wenig nach oben zog, um zu schmunzeln. "Den Schwager von Asou-san? Ich werde nachher gleich mal mit dem Captain sprechen, Kleines. Da lässt sich sicher etwas einrichten. Wenn eine hübsche junge Lady schon so lieb fragt, kann ich ja gar nicht anders als mich für ihr Anliegen einzusetzen." Der Blick seines Sohnes war daraufhin deutbar wie: 'Nicht nur, wenn eine hübsche junge Lady dich fragt...' Aber schön, der Gute hatte sich selbst sozusagen den Hals gerettet und wand sich wieder zum Fenster. "Tschau ihr Lieben!~" Und zack, war er auch schon verschwunden. Misaki, welche eben noch Kaitos Schale mit einem Zettel präpariert hatte, schloss die Scheiben fürsorglich und sie sich umwandte bat Sai sie in einem leisen Tonfall, dass doch bitte auch bei seinem Essen zu tun, er bekäme nichts mehr herunter. Anschließend lehnte er sich etwas tiefer in sein Kissen, schloss kurz die Augen, da er wieder diese Erschöpfung und diesen Mangel in sich spürte und versuchte, all sein aufkeimendes und unstetes Gedankengut zu verdrängen, da dies nun gar nicht gut täte. Dennoch fragte er sich, was sein lieber Herr Vater angedeutet hatte. Er zeigte seinen Stolz meist auf anderem Wege, als exzessiv darüber zu schwadronieren. Genauso wenig erwähnte er Toshizô so oft nacheinander, immerhin hatte ihn dessen Tod auch schwer getroffen, als dessen älterer Bruder, der er ja war. Wen hatte er wohl außerdem auf den Fluren näher kommen hören? Sicher ein höheres Tier, sonst hätte er nicht so flink seine Zelte abgebrochen. Das Rätsel sollte sich bald lösen, da sich die Tür erneut öffnete und eine pompöse, wirklich enorm behaarte Gestalt, dass Zimmer betrat. Kein Wunder das Katsuro schleunigst verschwunden war, immerhin handelte es sich bei diesem Besucher um den Obersekretär der Yukikage. Es wäre daher unklug, sich als Squadleader während des Dienstes bei einem Krankenbesuch erwischen zu lassen. Der Mann war nämlich nicht nur sonderbar (behaart), sondern auch verdammt streng. Und eine Petze. War es nicht etwas unhygienisch, mit solch einer wüsten Haarpracht in einem sterilen Krankenhaus herumzulaufen? Nun, sei's drum. Wenn der Gute hier aufkreuzte, dann sicherlich nicht umsonst, zumal er sicherlich das Geheimnis der Worte Katsuro's lüften konnte. “Ich habe etwas mit Yuki Saitô zu besprechen... etwas freudiges und nein, ich dulde nicht, dass ich störe.“, tönte er umher, hatte den Gesuchten auch sogleich gesichtet, jedoch fuhr ihm Misaki in die Parade. "Das geht nicht! Saito-kun muss sich ausruhen und solange die zuständige Ärztin nicht die Erlaubnis gibt, wird er nirgendswohin gehen! Er könnte zusammenbrechen oder so…" Es war ja süß, wie sie sich so sorgte und das sie so stark an seinem Zustand interessiert war, jedoch würde er kaum um diese Besprechung herumkommen. Allerdings...kam ihm eine Idee und so setzte er sein perfektes Lächeln auf und vollzog nochmals seine Sitzverbeugung. "Konnichiwa Hirotomo-sama. Ich hoffe es macht Ihnen keine Umstände, dass Gespräch in diesen Räumlichkeiten hier zu führen. Leider wurde ich zur Bettruhe beordert und da Sie ja von etwas Erfreulichem sprachen, wird es sicher nicht das Schlimmste sein, wenn meine beiden Kameraden anwesend sind." Um die Sache noch perfekt abzurunden und zu verhindern, dass sich Misaki nur mehr sorgte oder noch seine Mutter dazukam, kam die Unschuldsmiene ebenso zum Einsatz und er wusste aufgrund allerlei Experimenten, dass diese so gut wie immer funktionierte. Allerdings fragte er sich noch immer, was man ihm eigentlich mitteilen wollte.
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Fr Jul 06, 2012 12:19 am

" Ich hab genug gefrühstückt. Außerdem hatte ich noch Takoyakis unterwegs hierher gegessen. Der Stand liegt an der Straßenecke direkt auf dem Weg hierher. Wir können ja mal gerne hingehen und nachfragen." Die Worte hatte er eigentlich kaum noch wahr genommen, da er sich nur auf das konzentrierte, was dieser Shiruma hier machte. Er nahm sie zwar irgendwo im Hinterkopf war, wusste, dass sie etwas mit einem Takoyaki-Stand gesagt hatte und auch immer noch, dass eben diese zu ihrem Lieblingsessen zählten, aber wirklich etwas darauf antworten tat er nicht. Dass sie ihm das Essen in den Mund stopfen würde, konnte er sich zudem nicht wirklich vorstellen. Sie würde nicht wissen wollen, wie er sich dann wehren würde - vor allem, da er, nachdem sie Sai umarmt hatte und dieser Shiruma aufgetaucht war, nun wirklich in keiner schönen Stimmung war. Eher im Gegenteil: Die Stimmung war auf dem Tiefpunkt des heutigen Tages und das sollte schon etwas heißen - immerhin hatte er vor nicht allzu langer Zeit seine beiden Teamkollegen hier angeschrien, dass sie ihn nicht verstanden. Es war allein die Rücksicht, die ihn dazu trieb, diesem Shiruma nicht eins auszuwischen. Rücksicht auf Sai, weil er genug durchgemacht hatte und weil es sich hierbei um seinen Vater handelte. Rücksicht auf Misaki, weil sie davor schon so gut wie am Weinen war und er es eigentlich auch geschafft hatte, sie zum Weinen zu bringen... und sei da gewesen war, als er dachte, er würde nur elendig alleine aufwachen.
Aber mit seinen Aussagen hatte er sich nicht zurückhalten können... obgleich er sich nun langsam vorbeugte und sein Gesicht verzog, weil er die Schmerzen in seiner Lunge spürte. Nein, sie waren nicht stark, aber alles andere als gewohnt und angenehm. Vielleicht sollte er nicht mehr so viel reden? Nein, das konnte er kaum verantworten... jedenfalls nicht vor sich selbst. Er konnte nicht einfach seine Klappe halten, wenn einer aus dieser Einheit vor ihm stand... aus dieser Einheit, die er so verhasste, weil sie seinen Clan ausgerottet hatte... vielleicht gar freiwillige zusammengetrieben hatte - und doch wusste er insgeheim, dass einer aus dieser Einheit ihn gerettet hatte. Wie hätte er sonst überlebt? Aber nein, das machte das Ganze wirklich nicht besser. Eher interpretierte er es - racheblind wie er war - gerade als Überheblichkeit, dass ein kleines Baby sowieso nichts daran hindern konnte. Da hatten sie es sich falsch gedacht. Seine Augen verengten sich zu schlitzen, während man leichte Unebenheiten unter ihnen sah, Falten... er war nicht bei hundertprozent und regte sich viel zu sehr auf... redete zu viel und bewegte sich zu viel. Das machte seinen Zustand wirklich nicht besser, doch konnte er nicht umhin, dem Shiruma, als er abermals das Wort erhob, einen weiteren finsteren Blick zu zuwerfen. "Ich fand es verantwortungslos uns los zuschicken. Es hätte schlimm enden können. Reicht schon das meine Kameraden hier liegen müssen." Ein wenig angestrengt atmend, blickte er nochmals zu Misaki, da sie das gerade gesagt hatte, wobei sein Blick nicht mehr ganz so finster war, sondern vielmehr leicht überrascht, dass sie erneut so ein Rückgrad zeigte, welches er ihr nicht zugetraut hatte. Dann allerdings wandte er sich wieder unverwandt der Regierungspersonifikation zu, welche sich aber ganz anders zu verstehen schien. Dabei entging ihm auch nicht Sais Ausdruck, der verloren wirkend auf die Decke blickte. Hatte er etwas Falsches gesagt? Nein, das hatte er nicht. Ganz und gar nicht. Was war falsch daran gewesen? Er wusste ja selbst nicht, warum genau er sich so darauf befasst hatte, aber es war einfach aus seinem Mund gekommen. Aus seinem Innersten, wo er nicht wollte, dass man seinen "Teamkameraden" und vielleicht sogar mehr, Leid zufügte - vor allem, wenn sie schon genug gesehen hatten. Es war nicht seine Pflicht gewesen, das zu sagen und trotzdem hatte er das getan. Vielleicht ein Schritt hin in eine zukünftige für ihn verständliche Menschlichkeit seinerseits? Nein, daran dachte er gerade gar nicht... und auch nicht daran, dass es womöglich der erste Schlüssel zum Geheimnis war, welches hinter den Worten dieser komischen Stimme in seinem "Traum" gewesen war.
Ja, zwei der Sieben Schwertshinobi hatten daran teil genommen. Einer hatte ihm das Leben gerettet und der andere hatte nicht einmal eine kleine Ausrüstung bereitstellen können... hatte taktisch falsch gehandelt, in dem er einen Iryônin mitnahm von den drei schwächeren des Teams, die zwei offenkundig stärkeren gegenüberstanden. Jedenfalls konnte man das erwarten. Jedenfalls befand Kaito dies so. Aber darüber wollte er nicht weiter denken, lauschte weiter den Worten seines neuen "Gesprächspartners". "Ihr seid allesamt zu mehr bestimmt, als zeitlebens Chûnin zu bleiben und selbst wenn euch diese Gegebenheiten zu schaffen machen, haben sie euch dennoch viel gelehrt." Oh ja. Er war zu mehr bestimmt, als sein ganzes Leben über hinweg Chûnin zu bleiben - selbst, wenn es ihn zum Nukenin machen würde. Da hatte dieser Kerl ausnahmsweise Recht. Aber er war noch nicht fertig, weshalb sich Kaito die Lippen zusammenkniff, um ihn ausreden zu lassen - selbst, wenn er es seiner Ansicht nicht verdient hatte... und ja, es überraschte ihn, wie Sais Vater über die Regierung sprach... sie mit "Arschkriechern" verglich. Ein paar Pluspunkte verschaffte er sich dadurch und auch damit, dass er unverhohlen die Wahrheit aussprach - kein Lackaffe war, der sich nur darum kümmerte, was die liebe Yukikage sagte und das ohne zu Fragen ausführte. Immerhin etwas, oder nicht? Kein bis aufs Gedeih und Verderb an der Regierung klebender Shinobi. "Wir sind keine Kinder mehr... ich war noch nie eines, aber das wissen Sie ja wahrscheinlich am besten." Sein Blick vor sich auf die Decke, damit er diese Visage aus dem Kopf bekam... und sich auch daran erinnerte, dass dieser Shiruma, Sais Vater, gar nicht daran beteiligt sein konnte - wobei er ihm dies wenig später auch mitteilte. Trotzdem waren die Shiruma für ihn immer noch der Inbegriff der Abscheu. Er war ihnen beigetreten.... er war doch einer von ihnen... und doch war er unschuldig. Nein, er konnte keine Unterscheidung darin machen - oder doch? Wollte er es vielmehr? Es war viel zu verwirrend. "Ich weiß noch nicht einmal, aus welchen Gründen dieses Attentat ausgeführt wurde, denn als ich mich danach erkundigen wollte, resignierte man, mir eine schlüssige Antwort zu geben. Naja, sie wären ja auch blöd, dass gerade einem Yuki zu erzählen..." //Er hat sich danach erkundigt und es nicht hingenommen...?// Die Überraschung stand ihm ins Gesicht geschrieben, als er kurz zusammenzuckte und bei der harschen Bewegung gleich wieder ein leichtes Ziehen spürte. Allerdings blickte er dann ganz langsam wieder in Richtung Katsuro, der weiter fortfuhr. Der erzählte, wie er über seinen Sohn dachte und dass er wüsste, wie man mit ihm umzugehen habe. Trotzdem schien er nicht wirklich der feinfühlige Mensch zu sein, verpackte nichts in Watte - wie er es bei seine Sohn selbst beschrieb. "Das ist aber noch lange kein Grund so zu tun, als wären gewisse Dinge niemals geschehen oder als hätten gewisse Personen, zum Beispiel mein jüngerer Bruder, nie existiert. Egal wie grausam es zugeht, das Leben geht weiter und wir müssen uns dem fügen, wenn wir etwas erreichen wollen. Saitô weiß das und lässt sich von seinen Erfahrungen nicht besiegen. Er nutzt sie und das ist gut so. Gerade deswegen gebührt ihm mein Stolz." Und wieder führte man ihm vor Augen, dass nie jemand auf ihn stolz sein würde in dieser Welt. Dass niemand auf ihn stolz war. Weil es niemanden gab, der noch am Leben war. "Rechtfertigen Sie sich so viel sie wollen... Sie können mich nicht ändern... und verstehen genauso wenig... sie wissen nicht, wie es ist, nie etwas gehabt zu haben, an dass sie sich klammern hätten können... sie wissen nicht wie es ist, sich als Vierjähriger alleine in einem kalten, notdürftig selbst gebauten Haus aus Blech des Slumviertels selbst zu trösten. Nachts... weil man es da konnte und die Leute einen ab und an einmal nicht ansehen, als ob man die Pest höchstpersönlich wäre, auf dass man verschwindet. Ja... sie haben Recht... das Leben geht weiter... doch ist es nicht für alle so einfach, wie für sie selbst." Wieder hatte er ihnen einen Einblick gewährt. Ob sie das Bild im Kopf hatten, welches er selbst nun vor sich sah? Er als kleiner Junge, der sich an sein Bleck klammerte, während draußen der Schnee tobte? Die Kälte? Er, der sich einfach daran klammerte und sich jedes Mal in den Schlaf heulte, weil er niemanden verstand... obwohl er den Leuten dabei noch helfen wollte? Obwohl sie ihn wiederum nicht verstanden? Und neben ihm ein Kater... Kitoe... der kleine. Wahrscheinlich wunderte er sich schon, wo er blieb, doch wusste Kaito, dass sein Haustier sich sehr gerne selbst versorgte und das auch konnte. Er würde ihn nie verlassen, denn die beiden gingen durch dick und dünn.
Dann allerdings wurde er selbst aus den Gedanken gerissen, als er ebenfalls Schritte vernahm, Katsuro sogleich eine Andeutung auf etwas Freudiges machte, Misaki noch schnell zu ihm ging, bevor er verschwand, nachdem sie nochmal Kaitos Essen weggeräumt hatte, was er gar nicht realisiert hatte. Was sie ihm da genau sagte, wusste er nicht... doch wer klug war, brachte damit sogleich ihren verschwundenen Vater in Verbindung. Wie es wohl war? Wie würde er sich fühlen, wenn er wüsste, dass eines seiner Clanmitglieder noch am Leben war... da draußen war... verschwunden, verschollen...? Warum er trotzdem angeschaut wurde, wusste er nicht. Er hatte auch gerade genug zu verarbeiten und seine Vermutung von vor diesem Anschauen bestätigte Misaki auch damit, dass sie ihn darum bat, ihren Vater zu suchen. Irgendetwas zu tun. "Wenn du gefragt hättest... hätten wir uns auch dazu bereit erklärt...", kommentierte er es ohne besondere Betonung im Hinblick auf die Vorstellung, wie er sich an Stelle von Misaki fühlen würde. Dann allerdings verschwand der Shiruma und die Tür öffnete sich - ein wollüstiges wolliges, haariges und großes Problem; sowie auch Ungetüm; schritt durch die Tür. Natürlich wusste Kaito sofort wer das war, da er ihn des Öfteren gesehen hatte. Genauso natürlich hörte er Misakis Protest auf die Aussage des Mannes hin und genauso natürlich auch Saitôs Bereiterklärung, dass sie alle es hören konnten. Nur wollte er das nicht. Er wollte nichts mit diesem bescheuerten Kerl zu tun haben. Wahrscheinlich hatte er eine Villa und all das... und wo verhungerten sie? Dem Kerl konnte doch alles egal sein, so lange er nur das hatte, was er wollte! Nein, Kaito hasste ihn. Genauso wie die Regierung selbst... und wieder sah man, wie er seine Finger in die Bettdecke krallte. Nun sollte er allerdings einmal warten, was der Kerl zu sagen hatte.
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Hirotomo Horusuto
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Fr Jul 06, 2012 12:46 am

"Das geht nicht! Saito-kun muss sich ausruhen und solange die zuständige Ärztin nicht die Erlaubnis gibt, wird er nirgendswohin gehen! Er könnte zusammenbrechen oder so…" Schnaubend und scharf einatmend, blickte er die Braunhaarige an, die das soeben gesagt hatte. Eine kleine Zornesfalte legte sich auf sein Gesicht, da sie es doch tatsächlich wagte, ihm so zu widersprechen. In einem Krankenhaus. Wie konnte sie es wagren?! Er war der Sekretär der Yukikage! Also wirklich! Nein, dieses Mädchen hatte keinerlei Anstand - und genauso so, sah er sie nun auch hochmütig und kalt an. "Ich verbiete mir eine solche Wortwahl. Damit das klar ist: Ich kann dafür Sorgen, dass dein Vater nicht wieder kommt, ihn zum Nukenin erklären und ja, ich habe all eure Akten gelesen." Er hatte die Macht in solchen Dingen... hier und da ein paar Akten - die prüfte keiner so genau wie er. Da hatte er einen gewissen Freiraum. Natürlich würde er so etwas nicht machen, doch half es, diverse Leute in die Schranken zu weisen, ihnen Grenzen aufzuzeigen. Wie würden sie sonst so etwas wie Respekt lernen? Gut, charakterlich eine harte Entscheidung, aber irgendwann musste man so hart durchgreifen. Er wollte hier Respekt haben. Immerhin war er schon kein Shinobi, da durfte er so etwas doch auch einmal los werden. Das war sein gutes Recht. Im Hinblick auf diverse Personen, ließ er seinen Blick sowieso kurz rechts von sich blicken, wo er kurzzeitig auch hasserfüllte Augenpaare traf. "Konnichiwa Hirotomo-sama. Ich hoffe es macht Ihnen keine Umstände, dass Gespräch in diesen Räumlichkeiten hier zu führen. Leider wurde ich zur Bettruhe beordert und da Sie ja von etwas Erfreulichem sprachen, wird es sicher nicht das Schlimmste sein, wenn meine beiden Kameraden anwesend sind." Ja...seine beiden Kameraden... die eine hatte ein vorlautes Mundwerk und der andere... über den musste man nicht reden.
So schritt er also auf Sai zu und setzte ein liebes Lächeln auf, tat es dem Yuki also gleich, auf dass er sich in ihm vielleicht sogleich einen Verbündeten erhaschen konnte. Es war immer gut, sich mit so talentierten Shinobi anzufreunden. "Da hast du wohl Recht. Ich habe den Auftrag, dich offiziell davon in Kenntnis zu setzen, dass du mit sofortiger Wirkung auf Grund deiner Taten zum Jônin beförderst wird, da du dieses Niveau schon längst erreicht hast. Meinen herzlichen Glückwunsch." Aber bilde dir nicht zu viel darauf ein - das war es, was er sich in Gedanken noch zurechtgelegt hatte. Es aber nun in der Anwesenheit der beiden Teamkollegen zu sagen, wäre alles andere als gut gekommen - zumal er sowieso gegen beide bereits jetzt eine Abneigung verspürte. "Ich bin sicher, deine Familie ist sehr stolz auf dich. Vor allem dein Vater, ich kenne ihn ja sehr gut. Schade, dass nicht alle so etwas haben können." Schulterzuckend blickte er kurz zu der Braunhaarigen und dann zu dem Schwarzhaarigen. Offene Provokation gegenüber den beiden? Auf jeden Fall. Naja... einer von beiden müsste es ja schon gewohnt sein. Wie dem auch sei. Er hatte noch viel zu tun, vielleicht sollte er sich wieder auf den Weg machen. "Wie gesagt, ich habe sehr viel zu tun, also entschuldige mich, Sai-kun. Man sieht sich im Büro." Mit diesen Worten verschwand er auch schon Richtung Tür. Es hatte keinen Sinn, weiter hier zu bleiben.


tbc: Büro der Yukikage
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Fr Jul 06, 2012 6:06 am

Was die beiden da besprachen machte Misa nachdenklich. Ihr Onkel gehörte ja zu den Shiruma und würde dies bedeuten, dass Kaito sie auch zum kotzen findet?
Sie konnte ja nichts dafür und ob ihr Onkel bei dem Vorfall beteiligt war konnte sie ja auch nicht sagen. Der war ja eh viel im Außendienst tätig aber vielleicht hatte man alle Shiruma dazu beauftragt diese Tat zu
begehen. So hörte sie nicht grade sehr viel von den Worten des Shirumas, nur Bruchstücke aber doch klangen sie sehr aufrichtig.
Wirklich aufmerksamer wurde Misa allerdings wieder als sie Kaito reden hörte.
"Rechtfertigen Sie sich so viel sie wollen... Sie können mich nicht ändern... und verstehen genauso wenig... sie wissen nicht, wie es ist, nie etwas gehabt zu haben, an dass sie sich klammern hätten können... sie wissen nicht wie es ist, sich als Vierjähriger alleine in einem kalten, notdürftig selbst gebauten Haus aus Blech des Slumviertels selbst zu trösten. Nachts... weil man es da konnte und die Leute einen ab und an einmal nicht ansehen, als ob man die Pest höchstpersönlich wäre, auf dass man verschwindet. Ja... sie haben Recht... das Leben geht weiter... doch ist es nicht für alle so einfach, wie für sie selbst." Diese Sätze, sein Blick all das weckte ziemlich viele Gefühle. Zu einem den Drang, in die Zeit zurück zureisen um Kaito als kleinen Jungen in den Arm zu nehmen und für ihn Mutter zu sein. Am liebsten würde Misaki es wirklich tun, sich um ihn kümmern doch leider ist dies Unmöglich. Dafür könnte Misa sich nun jetzt um ihn kümmern, für ihn sorgen und für ihn da sein auch wenn es ihn nerven könnte. Dafür sollte sie schnell Kochen lernen damit Kaito auch immer was leckeres zum Essen hatte. Nähen, stricken und häkeln kann sie ja alles. Sie sollte ihm und Sai mal schöne Sachen stricken. Und viel später, wenn sie Kaito geheiratet hat und ein Kind da ist, könnte sie viele süße Sachen fürs Baby stricken. Ihr Gemüt hellte wieder auf als Sais Vater seine Hilfe zusagte. Er wollte tatsächlich nachfragen und so stieg wieder die Chance das ihr Vater doch bald wieder zu Hause war. Tausend Dank.
Kaito sagte auch etwas was die Braunhaarige doch sehr überraschte.
Ihr beiden seid aber Verletzt...
Doch leider hielt ihre gute Laune nicht an. Dieser Affenmann oder was auch immer es war, kam herein, spielte den Großen, war mehr als Rücksichtslos und drohte ihr sogar.
Wäre Misa stärker, skrupelloser und vor allem in derselben Stufe wie ein Shiruma, würde sie den Kerl aufsuchen um ihn auszuschalten. Niemand wagt es, ihre Mutter ins Unglück zu stürzten. Um den Kerl nicht weiter anzusehen, wandte sie sich einfach von ihm ab und betrachtete viel lieber den Park vom Krankenhaus den man von hier aus sehen konnte.
Sie ging wieder an Kaitos Bett und sah dem Kerl nach, der noch etwas rum nörgelte und dann endlich ging. Herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg Sai-kun. Ich bin Stolz auf dich. Jetzt kannst du unser Sensei sein. Sai war doch noch so jung aber jetzt schon Jonin. Unglaublich für diesen Jungen doch hatte er Voraussetzungen die weder sie noch Kaito erforderten. Da gehörte mehr als nur Stärke hinzu.
Misa nahm vorsichtig Kaitos Hand, wo sich seine Finger in die Bettdecke krallte.
Hätte ich dich damals schon gekannt, dann hätte ich mich schon da um dich gekümmert. Dann wärst du sicherlich nicht so wie heute. Seine Hand wieder los gelassen, damit er nicht rum meckert, pflanzte sie sich mit ihrem Hintern wieder auf einen Stuhl. Um sich von dem Gesagten vom Affenmann abzulenken, stellte sie auch gleich eine Frage: Kaito-kun? Willst du später Kinder haben? Wenn sie ihn später heiratet, möchte sie schon gerne Kinder mit ihm haben. Du wärst sicherlich ein toller Vater. Sai-kun wäre ein toller Patenonkel... Jetzt darf sie nur nicht zu viel sagen. Nachher findet der Herr Kono noch raus, dass er eine Verehrerin hat und Misa wollte es ihm selbst sagen ohne das er es schon weiß. Nur ist er nicht Dumm...
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Yuki Saitô
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Mi Jul 11, 2012 8:33 am

Eine Berg- und Talfahrt. Anders vermochte der Violetthaarige diesen Tag nicht zu beschrieben und dies traf es wohl auch am Besten. Um die Teamkameraden, welche sich eigentlich zu erholen hatten, herrschte ein stetes Auf und Ab. Erst hatte man sich mehr oder minder angegiftet, dann beinahe schon angefreundet und nun traten wieder Übel auf, eins nach dem anderen. Das größte Übel schien für Saitô aber Kaito's Zustand zu sein. Dank der Aufregung, welche sein werter Herr Vater ins Zimmer gebracht hatte, schien sich Letzterer eher zu verschlechtern, als wie erhofft zu bessern. Man sah dem Schwarzhaarigen regelrecht seine Wut, sein Unbehagen und seine Rachegelüste an und was diese mit seinem geschwächten und verletzten Körper anstellten. Immer wieder verkrampfte er sich, verzog sein Gesicht, krallte die Finger in seine Decke hinein und ganz offen gestanden vermutete Sai, dass er in diesem Moment sehr stark an sich hielt. Seinetwegen hätte er alles frei heraus sagen können, was ihn belastete, da er wusste, dass sein Vater dies nicht für übel nehmen würde. Einzig die Anstrengung durch diese Aufregung war es eben, welche momentan fehl am Platze war. Dennoch gab es Einiges, was der Kôno los werden wollte, vielleicht sogar musste. "Wir sind keine Kinder mehr... ich war noch nie eines, aber das wissen Sie ja wahrscheinlich am besten." Dieser Aussage hätte der Iryônin allzu gern verbal zugestimmt, doch war es unnötig, da sein Erzeuger sich dessen ja bewusst war. Eher fühlte es sich für ihn schrecklich an, dass es weiß Gott genug Kinder gab, welche nie eine Kindheit hatten genießen können, ohne sich bewusst gegen diese entschieden zu haben, so wie er es ja selbst getan hatte. Wobei...ganz so drastisch konnte man dies nun auch nicht betrachten. Er hatte den Begriff einfach anders ausgelegt, nicht wissend, das allein diese Auslegung ein zerstörender Fakt gewesen war. Dennoch konnte er es auch irgendwie nicht bereuen, er vermisste es nicht und verschwendete keine Gedanken daran, was er als Kind hätte tun können, außer seinem Training und seiner Bildung nachzugehen. Für ihn erschien es richtig, was er getan hatte. Bei anderen jedoch, wie in Kaito's Fall, wünschte er sich, das Schicksal hätte es besser gemeint. Da nahm man ihm schon, aus welchen Gründen auch immer, den gesamten Clan...Alles, um genau zu sein und verwehrte ihm anschließend, seine Kindheit ausleben zu dürfen. Wie diese nämlich ausgefallen war, erfuhr er postwendend. "Rechtfertigen Sie sich so viel sie wollen... Sie können mich nicht ändern... und verstehen genauso wenig... sie wissen nicht, wie es ist, nie etwas gehabt zu haben, an dass sie sich klammern hätten können... sie wissen nicht wie es ist, sich als Vierjähriger alleine in einem kalten, notdürftig selbst gebauten Haus aus Blech des Slumviertels selbst zu trösten. Nachts... weil man es da konnte und die Leute einen ab und an einmal nicht ansehen, als ob man die Pest höchstpersönlich wäre, auf dass man verschwindet. Ja... sie haben Recht... das Leben geht weiter... doch ist es nicht für alle so einfach, wie für sie selbst." Antworten konnte Katsuro nicht mehr darauf, war er doch bereits der aufkommenden Schritte wegen verschwunden und es in seinem Namen zu tun...dazu fehlte Saitô gerade die Kraft. Vor seinem inneren Auge kamen ihm Bilder auf, welche ihm jegliche Worte verschlossen, Vorstellungen, die ihn nur wieder hinab auf die blütenweiße Decke schauen ließen. In Gedanken sah er einen kleinen, schwarzhaarigen Jungen, abgemagert, blass und vor klirrender Kälte beben. Sein einziges Hab und Gut bestand aus einer wackligen Blechhütte und den verschlissenen Kleidern, die er am Leibe trug. Anstatt das man ihm eine helfende Hand reichte, bedachte man ihn nur mit Abscheu, verurteilte ihn für etwas, an das er wohl kaum die Schuld tragen konnte. Und allein für sich musste er sich selbst durchs harte Leben kämpfen, sich selbst trösten, Hoffnung machen. Zu diesem grausamen Bild, welches nun ebenso den Yuki die schlanken Finger in den Stoff des Bettbezuges krallen ließ, gesellten sich jene, welche er aus der eigenen Heimat kannte und zugleich jene, die er hier aufgenommen hatte. Nicht nur eine Horde Kinder sah er, welche sich selbst überlassen wurden und jede Minute um ihr Leben bangen mussten, sondern auch genügend Erwachsene. Diese wiederum zerbrachen sich verzweifelt die Köpfe, wie sie nur ihre Familien ernähren und erhalten sollten, immer wieder hörte der junge Mann Säuglinge schrill in seinem Kopf schreien, biss sich auf die Unterlippe. Das, wovon Kaito eben berichtet hatte, dass gab es nicht nur hier, sondern mittlerweile in vielen Nationen. Egal wo man auch hinkam, man würde nicht den Heimweg antreten, ohne dieses Elend gesehen zu haben. Es machte ihm ein ums andere mal bewusst, wie viel es zu tun gab und wie wenig Zeit blieb. Wenn die Shinobi nicht die ersten Schritte taten, wer dann? Die Regierung? Die wand doch seit Urzeiten den Blick von solchen Zuständen ab und einzig Konohagakure war weitreichend dafür bekannt, eine Ausnahme zu bilden. Ansonsten waren sie doch alle gleich. Eher ums eigene Wohl und die Herrschaftsbereiche bedacht, als um das Volk. Und der mittlere Stand würde auch nicht viel ausrichten können. Schön, Ehrenämter und wohl dienende Zwecke konnten durchaus hilfreich sein, aber im Großen und Ganzen war keinem geholfen, wenn sich nicht allgemein etwas tat. Und dieses Allgemeine beinhaltete eben auch die kämpferischen Auseinandersetzungen, die Uneinigkeit. Import und Export funktionierte nur halbwegs zwischen Reichen, welche Bündnisse geschlossen hatten. Yukigakure no Sato hielt sich aus allem heraus, diente nur sich selbst, woraus man schlussfolgern konnte, dass es nicht sehr viele Bündnisse gab, auf welche man sich da berufen könnte. Hier, in diesem verschneiten Reich, gab es trotz des Status als Großreich zu wenig. Viele Güter waren überteuert, weil man eben so schwer an sie kam. Ein Knackpunkt der herrschenden Armut. Aber selbst wenn Saitô sich gedanklich noch mehr über diese Zustände den Kopf zerbrach, Kaito's Umstände waren nun doch etwas anders gewesen. Man hatte ihn nicht nur auf die Straße gesetzt, sondern ihm auch noch alle Abneigung dieser Welt zuteil werden lassen, mit dem Höhepunkt, dass keiner genau zu wissen schien, warum diese Abneigung gegen den Kôno Ichizoku eigentlich existierte. Und warum zur Hölle war die Menschheit so denkfaul, allen Hass auf diesen Jungen zu projizieren? Für Sekundenbruchteile stieg in Sai eine Wut auf, ein Hass und der Wunsch, all jene zu strafen, die es wagten, solch ein Unglück zu sähen und diese Ungerechtigkeiten als etwas essentielles ansahen. Wahrscheinlich glitzerte dies auch in seinen Augen auf und könnte er es selbst spüren, hätte er sicherlich die Kälte bemerkt, welche er des wilder zirkulierenden Hyôton-Chakra's wegen an die Zimmerluft abgestoßen hatte. Wohl eher nahm er die weiter anschreitende Schwäche war, welche seinen Körper deshalb befiel. Die Aufregung schien also nicht nur an seinem neuen Kameraden zu zehren. Der weiteren Konversation wegen, welche da aufkam, versuchte der Yuki sich wieder zu beruhigen ohne noch etwas einzufrieren, atmete tief durch und lauschte den beiden anderen. "Wenn du gefragt hättest... hätten wir uns auch dazu bereit erklärt..." Offenbar wurde nun die Suche nach Misaki's Vater thematisiert, zu welcher sein eigener Vater Hilfe zugesichert hatte. Wohl wahr, was der Kôno da sprach, wenngleich der Älteste erneut überrascht von ihm war...oder eher stolz auf ihn? Das er trotz des schlechten Starts und der Kabbeleien so etwas anbat? Frei heraus? Ja, wahrscheinlich konnte man wirklich mehr von einem gewissen Stolz sprechen, von einer Freude, welche den Zorn fürs Erste beiseite schob und einem sanften Lächeln platz machte, untermalt mit einem zustimmenden Nicken. Misaki indes überraschte dies Angebot wohl mehr, dass konnte man gar nicht übersehen, jedoch erwiderte sie keine spitzen Worte, sondern bewies, dass sie wirklich mehr war, als ein kleines, ungeeignetes Mädchen. Das sie sich um das Wohl des Teams sorgte. "Ihr beiden seid aber verletzt...", säuselte sie da, sah aus großen, beinahe traurigen und besorgten Augen drein und ihr frischgebackener Nii-san vermochte ein leises Lachen wirklich nicht zu unterdrücken. Sie war eben wirklich ein Goldstück. "Ich denke, weder Kaito-kun noch ich verspüren sonderliches Verlangen danach, auf ewig verletzt zu bleiben. Sollte Tô-san also auf Granit stoßen, finden wir eben zusammen einen anderen Weg, deinen Vater zu finden. Zur Not stelle ich die Suche nach ihm offiziell in Auftrag. Das wird man nicht verwehren." Der letzte Satz floss recht säuerlich und eine Spur unterkühlt über seine Lippen, wieder kam ihm diese Machtgier in den Sinn und das man die Einnahmen für gestellte Missionen sicherlich besser nutzen könnte, als sich zu einem Teil ein weiteres Polster in der Staatskasse zu schaffen. Eigentlich hatte er gerade genug, wirklich. Der Neuankömmling im Raum, Hirotomo-sama, seines Zeichens Yukikage's oberster Sekretär, setzte gewaltig einen drauf. Nicht nur, dass er die Braunhaarige kühl anging und ihr großkotzig drohte, nein. Er bedachte auch Kaito mit einem mehr als herablassenden Blick, warum musste man sicher nicht fragen. Trotz des aufgesetzten Engelslächelns rissen einige Fasern seines Geduldsfadens drastisch, vor allem als dieser wandelnde Wald auf ihn zuschritt und ihn herzallerliebst anlächelte. Käme nun das, was sein Vater angedeutet hatte? Und würde dieses ausgemachte Stück Anti-Hygiene noch immer so strahlen, wenn er Sai's Gedanken lesen könnte? Wohl kaum. Doch was nützte dies denken, wo er doch nun wissen wollte, was den Guten hierher geführt hatte? Nichts, daher sah er, noch immer lächelnd, etwas fragend drein und lauschte dem, was da dem Munde dieses Ungetümes von einem Sekretär entwich. "Da hast du wohl Recht. Ich habe den Auftrag, dich offiziell davon in Kenntnis zu setzen, dass du mit sofortiger Wirkung auf Grund deiner Taten zum Jônin beförderst wird, da du dieses Niveau schon längst erreicht hast. Meinen herzlichen Glückwunsch." Schön, damit hatte Saitô wohl nun am Wenigsten gerechnet. All seine Ärgernisse verflüchtigten sich der Erstaunis wegen ins Nichts, das Lächeln wandelte sich zu einer mehr als nur überraschten Miene, inklusive weit geöffneten, saphirblauen Augen und einem ebenso leicht geöffneten Mund. Normalerweise erwiderte man ja sogleich diese typischen Floskeln wie 'Es ist mir eine Ehre' und dergleichen, nur blieben ihm diese gerade wortwörtlich im Halse stecken. Jônin...Man hatte ihn soeben dazu befördert. Als kleiner Junge hatte er diesen Tag oft erträumt, da er seinem Onkel so unglaublich nachgeeifert hatte. Jônin hatte er werden wollen, einer der Sieben, etwas später noch Iryônin. Mit dieser Mitteilung nun hatte er dies alles erreicht. Es blieben ausschließlich seine Ideale übrig, die er zu erfüllen hatte. Und doch... Sein früheres, verstorbenes Selbst hätte nun vor Freude nur so gestrahlt. Sein jetziges konnte das nicht, selbst wenn es ihn schon irgendwie rühmte, dass man seine Fähigkeiten in solchem Maße anerkannte, obwohl er ein Zugezogener war. Irgendwie fiel es ihm schwer, überhaupt einen schlüssigen Gedanken zu fassen, ob er sich nun freute, oder nicht. Nachdem der erste Schreck ein wenig abgeklungen war, versuchte er, eine Antwort zu formulieren, Hirotomo ließ ihm aber keine Chance, sondern fiel erneut mit einer Aussage ein. "Ich bin sicher, deine Familie ist sehr stolz auf dich. Vor allem dein Vater, ich kenne ihn ja sehr gut. Schade, dass nicht alle so etwas haben können." "Dann ist es wohl nun an mir, mittels meines neuen Amtes dafür einzustehen, dass alle so etwas besitzen können." Natürlich hatte er diese Worte betont höflich ausgesprochen, für geschulte Ohren war sein Unterton aber nicht zu überhören gewesen und trotz seines Lächelns sah man wohl etwas herausforderndes in seinen Iriden aufglitzern. Sich die Provokation gegenüber seinen Teammitgliedern gefallen lassen? Mitnichten. Auf dieses dumme Geschwätz etwas geben, dass er seinen Vater angeblich ja so gut kannte? Noch weniger. Wäre dies an dem, so wüsste der Gute, dass Katsuro sich gerne einige Freiräume im Regelreportoire schaffte und eben hier gewesen war, während seiner Dienstzeit. Außerdem: Wenn man ihn schon zu einem der obersten Ninja des Dorfes erklärte, dann war es seine heilige Pflicht, gegen solche Spitzen zu arbeiten und vor allem Rückrad zu zeigen. "Wie gesagt, ich habe sehr viel zu tun, also entschuldige mich, Sai-kun. Man sieht sich im Büro.", verabschiedete sich der streng Behaarte schließlich und auch Kami zum Dank und der frischgebackene Jônin bevorzugte, seinen aufkommenden Satz in zwei Teile zu brechen. Noch hörbar für Hirotomo meinte er nämlich freundlichst: "Mit Sicherheit, Hirotomo-sama. Es war mir eine Ehre.~" Nachdem er das Zimmer verlassen hatte und dank seiner nicht trainierten Sinne außer Hörweite war fügte er hinzu, diesmal kühler und mit einem eher abwertendem Blick: "Wenngleich ich mich nicht daran erinnern kann, Ihr Freund geworden zu sein." Normalerweise würde diesem Mann nun noch ein schöner Packen Senbon im Nacken gut zu Gesicht stehen, aber das konnte man sich sicherlich für einen späteren Zeitpunkt aufsparen. Spätestens, wenn er ihn einmal behandeln musste. Bei diesem Gedanken schlich sich kurzzeitig ein leichtes Grinsen auf seine Lippen, bis er Misakis Glückwünsche vernahm und versuchte halbwegs ehrlich zu schmunzeln, selbst wenn ihm dies, dank der verblassenden Abneigung gegenüber diesem Kerl, wieder schwer fiel. "Arigatô gozaimasu, aber das mit dem Sensei, nun ja. Wir wollen dem armen Hôzuki-sensei ja nicht gleich seinen Job stehlen." Man hörte wohl schon an seiner Stimmlage, dass er nicht recht mit der Situation umzugehen wusste und schon gar nicht, was er selbst darüber denken sollte. Daher beließ er es auch erstmal dabei und beobachtete, wie Misa-chan Kaito's Hand in ihre nahm, damit er sich nicht mehr verkrallte und liebe, aber auch verräterische und etwas kindische Worte sprach. "Hätte ich dich damals schon gekannt, dann hätte ich mich schon da um dich gekümmert. Dann wärst du sicherlich nicht so wie heute." Hier konnte er tatsächlich nur stumm zustimmen, wahrscheinlich hätte er dies auch getan, hätten sie sich früher gekannt, oder jedenfalls versucht. Gut, der letzte Teil klang ein wenig anklagend, immerhin war ja jeder Mensch, wie er eben war. Aber die Gesinnung dahinter war gut und das achtete er hoch. Als sie ihn nach einem Kinderwunsch fragte und anmerkte, dass er ein toller Vater wäre und Saitô ein ebenso toller Patenonkel, da konnte Letzterer nur amüsiert seufzen und leicht mit dem Kopf schütteln. Glaubte sie, er würde diese Anspielungen nicht durchschauen können? Und was brachte sie zu der Annahme, der Violetthaarige sei ein guter Patenonkel? Egal was da käme, er würde niemals auch nur halbwegs ein so guter wie sein eigener sein. Selbst wenn er doch einiges von ihm hatte und man sich im Clan wünschte, Sai gäbe einen Ersatz für Toshizô ab, so waren doch beide sehr verschieden und: Man konnte einen Menschen nicht ersetzen, schon gar nicht einen wie das vorige Oberhaupt es gewesen war. Von all dem sprach er aber nichts aus, sondern beobachtete sich lieber die Szenerie, bis ihm doch etwas in den Sinn kam, was er Kaito noch hatte sagen wollen. Sogleich wand er sich also an jenen, die Miene nun wieder eine Spur ernster. "Tô-san hat dir vorhin nicht mehr antworten können. Daher werde ich es in seinem Namen tun.", setzte er an und versuchte sich kurz zu fassen. "Erfahrungen wie deine hat er sicherlich nicht durchgemacht, das ist wahr. Jedoch sieht er tagtäglich Menschen, welche sie machen müssen und genug anderes, worüber man hier nicht reden muss. Er weiß auch, dass es für andere weniger einfach zu ertragen ist. Ein Grund, warum er jeden Tag mit seiner Einheit seine Haut riskiert. Das ist sein Beitrag für eine Welt, in der niemand so leiden muss, wie du. Auf welche Weise auch immer... Und das tut er, selbst wenn er Einiges nicht am eigenen Leib erfahren hat. Es mag nicht so aussehen, aber ihm ist das Volk wichtig. Nicht jene, die ihm seinen Unterhalt zahlen. Spezialaufträge zu bewältigen liegt ihm eben am Besten...Darauf stützt sich sein Nindô." Geendet, schloss er kurz die Augen und rieb sich über die Stirn. Schon lange hatte er sich nicht mehr so ratlos gefühlt.
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Kôno Kaito
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Fr Jul 13, 2012 7:02 am

"Ihr beiden seid aber Verletzt..." Nachdem sie sich bei Katsuro bedankt hatte, blickte sie wieder zu den beiden, hatte offenbar ein schlechtes Gewissen, sprach eine Tatsache aus. Ja, sie waren verletzt. Aber würde sie es daran hindern, einer Teamkameradin - obgleich er sich immer noch einredete, lieber noch Taichi für Misaki im Team zu haben - zu helfen, oder? Noch ehe bevor er aber etwas sagen konnte, schritt Sai bereits zu Wort, meinte, dass sie einen offziellen Auftrag eingehen lassen würden, da die Regierung ihnen dann helfen musste. Sollte das ein Witz sein? Wenn die Regierung eines tat, dann nur das was sie wollte. Sie musste gar nichts, hatte die Macht in der Hand. Es wurden willkürliche Entscheidungen getroffen oder aber man schmierte sie. Wenn man Geld hatte. So sah das hier doch alles aus oder nicht? Allein die Tatsache, dass nun erwogen wurde, einen Auftrag zu stellen... "Ich war schon vor der Mission verletzt und ich hab trotzdem gekämpft.", kommentierte er ihre Aussage also nun ebenfalls und schnaubte verächtlich die Nase, als er an seine tolle Ausrüstung während der Mission dachte. Oh ja, das würde er seinem Sensei noch eine Zeit lang Übel nehmen. Sehr übel sogar. "Also mach dir mal über uns keine Gedanken... Ruh du dich lieber aus. Das tue ich jetzt nämlich auch." Mit einem verzogenem Gesicht lehnte er sich nun zurück auf die Bettdecke, saß nun nicht mehr halb auf oder stützte sich irgendwie, nein... er lag endlich und hatte seinen Kopf auf das weiße Kissen des Krankenhauses gebettet. Er wollte nichts mehr wissen und sich einfach nur noch ausruhen. Man musste bedenken, dass er nicht vor allzu langer Zeit gerade einmal aus seinem "kleinen Koma" erwacht war, also war es wohl nicht wunderlich, dass sein Körper danach lechzte, sich endlich ausruhen zu können. Genau genommen fühlte er sich auch müde und die Tatsache, dass Sais Vater so geredet hatte, hatte es nur noch schlimmer gemacht.
Allerdings sollte er wenig später merken, dass es durchaus schlimmer kommen konnte: Zwar war Katsuro verschwunden, doch der Grund für jenes Verschwinden kam soeben durch die Tür, weshalb Kaito schließlich doch sein linkes Auge wieder leicht öffnete, es kurz darauf aufriss, als er diese haarige Visage wahrnahm, die wie immer selbstgefällig durch das Zimmer stolzierte. Ja, er kannte diesen Mann und er hatte alles andere als gute Erinnerungen an ihn. Warum? Ganz einfach: Es war der Obersekretär der Yukikage, welcher ihr Büro hütete, wenn sie einmal nicht da war. Beziehungsweise nicht da sein wollte bei dem ganzen Papierkram, den ein Kage ja hatte. Und warum diese Erinnerungen alles andere als gut waren? Man stelle sich vor, man kommt als Genin mit seinem Team in ein Büro, wo man einfach nur einen Missionsbericht abgeben möchte... und dann die gehässigste Rede des Jahrhunderts bekommt, unbegründet. Obwohl man nichts getan hatte. Nein, dieser Kerl schaute nur auf seine Untergebenen herab, das wusste Kaito. Er hielt sich für etwas besseres. Das wusste Kaito auch. Aber er hätte nie in seinem Leben gedacht, dass er sich auf so einem niederen Niveau befand, eine offensichtliche Teamkameradin so zurecht zu stutzen, nur, wenn sie ihrem Freund und ebigen Teamkameraden helfen wollte. "Ich verbiete mir eine solche Wortwahl. Damit das klar ist: Ich kann dafür Sorgen, dass dein Vater nicht wieder kommt, ihn zum Nukenin erklären und ja, ich habe all eure Akten gelesen." Zähneknirschend musste er sich beherrschen diesem Verräter nicht den Triumpf zu gönnen, dass er wieder aus seinem Bett hochschnellte. Stattdessen funkelte er ihn einfach nur an, als er so etwas sagte. Wie konnte man die Akten kennen und einen dann doch noch so anfahren?! Sicherlich konnte er sich doch vorstellen, wie es in einem aussah, wenn.... was dachte er sich selbst eigentlich gerade dabei? Hatte er gerade wirklich den Drang diesen Kerl für Misaki, beziehungsweise für seine allgemeine verdammte dunkle Ader anzufahren und ihm am liebsten das Gesicht zu verätzen? Ja, den hatte er wirklich, aber auch hier galt es ihm nicht den Triumph zu gönnen, dass er noch mehr Ärger bereitete. Lieber sollte er ruhig bleiben, unbelangt von allem, was dieser Mistkerl sagte... dieses wuslige Monster von einem Gnom, wo nur noch sein Geldbeutel fehlte, damit er sich ihn anklammerte und so etwas sagte wie "Mein Schaaaaatz!". Ja, diese Echse hier machte doch alles für sein Geld, oder nicht? "Ich gebe ihnen x-beliebig viele Goldbarren, wenn sie den und den Clan auslöschen." - "Aber natürlich. Her mit dem Geld." Ja, so dachte dieser Kerl doch, oder nicht? So und nicht anders! Nur auf sich achtete dieser Egoist und nicht auf seine Mitmenschen! Würde man ihm ein Waisenkind vor die Füße stellen, würde er es wahrscheinlich noch angeekelt auf den Boden treten! Ja genau, so und nicht anders schätzte Kaito Hirotomo Horusuto ein.
Kami, er musste sich zusammenreisen. Schon jetzt zogen sich seine Bauchmuskeln unter dem weißen Kimono zusammen. Schon jetzt krallten sich seine Hände in die Decke... und dass Sai vor seinen Augen zum Jônin befördert wurde... wie schlimm kam es noch? Nicht, dass er es Sai nicht gönnte, aber man musste sich noch einmal vor Augen führen, dass Kaito bisher immer einer der Besten war und die Tatsache, dass ein anderer nun früher als er zum Jônin befördert wurde... wegen besonderer Verdienste bei einer Mission, die er selbst vielleicht auch hätte bringen können ohne seine gottverdammte Wunde... Ja, er wusste, dass Sai es verdient hatte und trotzdem war er gerade wütend. Wütend auf die ganze Regierung und die Tatsache, dass so ein Etwas wie Horusuto Obersekretär war! Nein! Sai hatte sein Amt verdient! Aber dieses Monster nicht! Richtig. Er war hier das Monster und nicht Kaito. Letzterer würde nur dazu mutieren, um diesen Kerl zu verschlingen und ihn in Einzelteilen wieder auszuspucken. Wenn hier einer sein Amt nicht verdiente, dann war es der Obersekretär! Und dann noch die Bemerkung zu einer Familie, die ja nicht alle haben können. Zwar gab Sai sogleich Konter, doch in dem Moment sah etwas in Kaito rot und er ballte die Faust, bis sich fast schon die Lippe blutig, um nichts zu sagen. Nichts zu tun. War er schwach, wenn er das nicht machte? War er das? Oder zeigte er damit Stärke, weil er darüber stand? Was war es? Ihm war es egal, wenn er nun schwach war! Ja, verdammt! Wenn schwach zu sein hieße, dass er sich und andere gegen eine korrupte Regierung verteidigen konnte und durfte, dann wollte er ausnahmsweise einmal schwach sein und sich auf dieses abgeschrottete Niveau herunterlassen! "Ich bin sicher, dass es bald wegen Ihnen weniger Familien im Yuki - no Kuni geben wird. Glücklich sind sie sowieso schon lange nicht mehr." Eine versteckte Drohung? Vielleicht. Spielte er damit auf seinen Hass an? Seinen Rachegedanken? Allemal. Allerdings hatte der Obersekretär das wohl kaum gehört, sondern nur Misaki, welche jenem Haarwuchswunder den Rücken zugewendet und an sein Bett gekommen war. Am liebsten hätte er sich nun ein Katana genommen und es diesem Heini in den Rücken gerammt. Während Horusuto schließlich verschwand und Sai ihn mit einem falschen Engelslächeln zu beglücken schien; während Misaki Sai aufrichtig gratulierte, blickte Kaito zu ihrer Hand, welche nun auf der seinen lag und welche er am liebsten weggeschlagen hätte. Einzig und alleine der Gedanke, dass es ihr gerade genauso ungerecht widerfahren war, wie ihm selbst, hielt ihn davon ab. In Anbetracht der Umstände zog er also nun seine Hand unter ihrer hervor und legte sie auf die Ihre, blickte nun, da der Obersekretär weg war, mit einem leeren Blick vor, beziehungsweise über sich, in die Luft. "Ja... vielleicht wäre ich nicht so besessen geworden... aber immerhin: Ich habe ja Menschen, die akzeptieren wie ich bin... auch, wenn ich nicht möchte, dass sie es tun... Manche sind so dickköpfig... nicht wahr?" Dann nahm er auch bereits seine Hand von der Ihren, musste merkwürdigerweise nun im Nachhinein weider an Yura denken. Ob der Obersekretär den Befehl für den Mord gegeben hatte? Das würde er bestimmt noch genug erfahren. Nun sollte er sich erst einmal wieder beruhigen, wobei er dazu wohl kaum Zeit hatte, denn Misaki stellte gleich ins Blaue hinein die nächste Frage, ob er denn Kinder haben wollte.
Okay... das traf ihn nun unerwartet, aber das wäre es wohl jeder Zeit gewesen? "Ja, vor allem träume ich davon sie mit dir zu zeugen, weißt du." Eine Pause folgte, in der man unmerklich den Sarkasmus in seiner Stimme hatte wahrnehmen können und in der sich sein entnervtes und gleichzeitig ein an den Mundwinkeln und Augenbrauen wütend zuckendes Gesicht zu Misaki gewandt hatte. "Kami, Misaki! Werd erwachsen und stell nicht solche bescheuerten Fragen. Ich und Kinder? Ich werde nicht einmal zwanzig Jahre alt werden, wenn ich mir meine Lage so anschaue - genauso wenig wie diverse Regierungsmitglieder die nächsten drei oder vier Jahre überleben werden. Wieso sollte ich an Kinder denken? Wieso daran, Vater zu sein? Das interessiert mich nicht das Geringste, kapiert? Also bitte ich dich höflichst dir diese dummen Gedanken auszutreiben. Ach ja.... von mir aus können wir gerne einen neuen Sensei haben." Eine Antwort, wie man sie wohl nicht erwartet hatte, aber was war schon das Normalste, was man von ihm erwarten konnte? Nein, er musste sich neu ordnen, einfach ausruhen... obgleich wieder die Erinnerung an jene Stimme in ihm hochkam. Für was lebte er? Wieso würde er sterben? Ja, er würde sicherlich bei seinen jetzigen Plänen nicht älter als 20 Jahre werden, aber... was war damit gemeint gewesen? Vielleicht sollte er wirklich bei Zeit einmal im Clanviertel vorbeischauen. "Das Volk ist ihm wichtig, ja?" Er klang schon fast verächtlich, als er Sais Worte meinte und wahrscheinlich sagte seine Stimme alles, was er davon hielt: Wenn jemandem das Volk wichtig war... dann war ihm der Kôno-Clan kurz gesagt einfach egal. Er war ihm egal, weil er dem Volk egal war... weil er die breite Masse vertrat und keinen einzelnen. Wenn er letzteres tat, wäre er gegen das Volk und diesen Gedankengang würde Sai wohl nachvollziehen können. Für so intelligent hielt er den Iryônin allemal... aber nun... nun sollte er sich einfach ausruhen und aus diesem Grund schloss er die Augen. "Übrigens... herzlichen Glückwunsch zur Beförderung... nun darfst du dich mit ihnen anlegen und dir die neusten Lach- und Sachgeschichten über den Kôno-Clan anhören und wie böse sie doch waren." The master of sarcasm. Nichts anderes war er wohl gerade. "Und Misaki... nimm mir das Gesagte nicht übel... aber es ist besser, wenn man nicht mehr in der Fantasie lebt und die Realität sieht. Wenn man sich dauernd in seine Fantasiewelt verflüchtigt... verpasst man... das Wesentliche im Leben..." Zum Ende hin klang er immer müder und leiser... wahrscheinlich war er dann auch schon bald eingeschlafen - wobei sich hierbei seine Gesichtszüge entspannten, dass er fast schon aussah wie ein kleines Kind. Allerdings sah man auch ein wenig Schweiß auf der Stirn auf Grund der Anstrengung, welche er in der Zeit nach dem Aufwachen bis jetzt hatte durchmachen müssen. So viele Personen, so viele Aussagen, so viel Hass... alles hatte dieser Junge verarbeiten müssen - und dabei nicht einmal erkannt, wie sehr ihm diese beiden Menschen hier in seinem Zimmer bereits ans Herz gewachsen waren.
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BeitragThema: Re: Station S1 - Allgemeinmedizin und Notaufnahme   Di Jul 17, 2012 11:01 am

Ich bin überrascht mit welchen Tricks du doch immer arbeiten kannst~ Weißt du, das habe ich von dir. Ist man mit dir eine Zeit lang zusammen, lernt man richtig gut wie man Leute verarscht. Wie du die Krankenschwester weggescheucht hast~ Das war besser als der Diss gegen diesen Spannerjungen. Ja, mit der Hilfe von Gobi hatte es Kanade doch tatsächlich geschafft eine dieser inbrünstigen Krankenschwestern von sich zu lenken um auszubüchsen. Die Gute hatte das Jammern angefangen, welche Schmerzen sie doch hätte. Und wie die meisten in diesem Hause voller Ärzte bereits wussten, war es keinesfalls gut wenn gerade sie mit dieser ominösen Krankheit zu leiden hatte. Die vollschlanke Schwester rannte daraufhin (wohl zum ersten mal ihres Lebens, wie Gobi angemerkt hatte) sofort aus dem Zimmer und die verbliebene Jinchûriki hatte somit genug Zeit, sich aus dem Staub zu machen. Sie war wieder einigermaßen fit, ihre Krankheit hatte aufgehört eine Bitch zu sein und Gobi war fröhlich gestimmt, auch wenn es sehr nervte, dass das Vieh wieder seine tollen Liedchen singen musste. Bis Miss Piggy wieder da ist, kannst du dich auch umziehen. Diese Krankenhauskittel entsprechen nicht unserem Stil! Du meinst meinem- unserem! ...Okay unserem Stil, nämlich den, bei dem du deine feminine Seite ausleben kannst, was dir bei Han nicht möglich war. Ihre Ka-chan war so lieb (sie hatte nebenbei sogar einen netten, kleinen Dämpfer für Gobi in Petto) sie zu besuchen und mit frischer Kleidung zu versorgen, verschwand dann aber wieder mit den Worten "Benutz bitte die Türen als Tür. Und nicht das Fenster...Ich hab dich lieb~". Wohl gemerkt war die Chûnin also vollends beruhigt, da es ihrer Mutter gut zu gehen schien. Über ihren Zustand machte sie sich tagtäglich Gedanken, über ihren möglichen Tod wollte sie erst gar nicht nachdenken. Es bleib zu hoffen übrig, dass der Jinchû wenigstens ihre Mutter blieb, wo sie doch sonst nichts hatte. Jammer hier, jammer da, kannst du auch mal was anderes? Zieh dich um und sieh nach Bazinga-chan und dem Rest! Das hatte ich auch vor, ich mache mir nämlich auch Sorgen. W-Wer hat gesagt das ich mir Sorgen mache? Ich bin nur neugierig. Ah, jetzt sind wir also tsundere. Als ob du diesen Charakterzug nicht auch hättest! Frisch eingekleidet und somit nun endlich nicht mehr in der elendigen Krankenhauskluft, legte Kanade die Bettwäsche feinsäuberlich zusammen und verließ das Zimmer, um dann in den Gängen herum zu schleichen. Mhh, wo könnten sie sein? Da wo du nicht bist. Ach nein, echt jetzt? Echt jetzt. Ein genervtes Grummeln, verwunderte Blicke und Kana wanderte weiter durch die Krankenhausprärie. So wie sie von manchen Schwestern beäugt wurde, hätte man meinen können im Hintergrund wäre der Soundtrack zu The Good, the Bad and The Ugly gelaufen. Was war denn so schlimm an der Erdbeerblonden? Etwa ihre Haarfarbe? Kami, heute rannte doch fast jeder Teenager mit irgendeiner verwunderlichen Haarfarbe herum! Die starren dich nicht an wie Han Knappe Kleidung weil du Erdbeerblond bist, die starren dich an weil du etwas hast, für das sie einen Haufen Knete an ihren besten Freund, die plastische Chirurgie, zahlen müssen. Meinst du? Na klar, ich kenn mich mit sowas aus. Wenn ich mir Han so anschaue glaube ich das eher weniger. Hey! Han hatte viel Sexappeal, davon wusste nur keiner! Jaja. Es ist so! Hätte er es gezeigt, wäre es zur Massenhysterie gekommen! Wenn du mich auch einmal irgendwann mal so verteidigst, dann weine ich Freudentränen im Himmel. ... Glaub ja nicht das ich das jemals tun werde! Pff! Schlussendlich hatte das Mädchen keine Lust mehr zu suchen, weil sie ihre Freunde ja doch nicht finden würde. Also fragte sie nach, bei der überaus freundlichen Rezeption NICHT und schritt wieder davon, jetzt sogar ein wenig eiliger. Das es Misaki gut ging, wusste sie. Aber was war mit Saitô und Kaito? Kanade konnte erst wieder über anderes nachdenken, wenn sie sich sicher sein konnte, dass den beiden nichts fehlte... oder sie zumindest wohl auf waren. Wenn ich nicht gleich Gewissheit habe dann.... Dann was? Räumst du dann endlich mal auf? Woher willst du bitte wissen, wie es bei mir aussiehst? Du warst schon lange nicht mehr vor der Käfigtür! Ich weiß das, weil ich ständig ein poltern höre, wenn du dich bewegst. Und sag jetzt nicht wieder, dass das deine alten Knochen sind, sonst schießt du wieder ein Eigentor. Die kurzzeitige Stille hielt nur wenige Minuten an, übertönt wurde sie von Gobis lieblichen Gesang. Ich kletter hoch, es rollen Steine und sie fallen auf Dich drauf~ Du siehst sie kommen, gehst nicht zur Seite, Du dachtest Du fängst sie auf~ Schon wieder ein Steinelied? Hat Iwa nicht mal was anderes? Hat Kiri nicht mal andere Lieder in denen nicht die Worte "Wasser" oder "Fisch" vor kommen? Okay, sing weiter. Also wieder von Gobis lieblichem Gesang begleitet, ging Kanade weiter ihres Weges der ihr so wunderbar beschrieben wurde und erreichte nach kurzer Zeit auch schon ihr Ziel. Zum ersten mal nicht durch das Fenster kommend, klopfte sie schließlich vor der Tür an und trat ein. Misaki war hier, allerdings mit keinem fröhlich aussehendem Gesicht, Kaito schien zu schlafen und Saitô sah auch nicht gerade wie die Ausgeburt der Euphorie aus, hätte er das getan hätte sich Kanade aber auch schwer gewundert. Dômo, fing sie an und schloss die Tür, sichtlich darüber erleichtert, dass den beiden Jungs nichts gravierendes zu fehlen schien - sie waren zumindest am leben. Ich wollte mich vergewissern, dass es euch gut geht. QAQ Was ist denn nun schon wieder? Der Kôno-Junge... Ja, Kaito machte ihr auch Sorgen. Das er schlief hieß nicht unbedingt, dass sein Zustand gut war. Wie ist Kaito-sans Zustand? Und geht es dir auch wieder besser? Jetzt überhäuf den armen Mr. Icy-hands doch nicht mit so vielen Fragen, du gehst allen nur wieder auf den Geist! Kana hatte vorhin schon das "Ich hoffe ich stör euch nicht"-Lächeln aufgesetzt, da die Stimmung im Raum mehr oder weniger sehr gedämpft zu sein schien. Na, hoffentlich trat sie gerade nicht in irgendein Fettnäpfchen.
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