Naruto ~ The Eternity of Sage

Ein auf dem Naruto - Manga basierendes RPG
 
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 Rokuhenkei no Sono

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Kyôga Ren
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BeitragThema: Rokuhenkei no Sono   Mo Mai 07, 2012 6:05 am

Der Rokuhenkei no Sono (jap. Garten des Hexagons) trägt seinen Namen völlig zu Recht. Er wurde im Zuge der Kumo-Gartenschau angelegt und ist völlig dem Thema 'Bienchen und Blümchen' gewidmet. Das darf man ruhig zweideutig verstehen, da nach Sonnenuntergang häufig Paare durch den Garten streifen und in dem einen, oder obligatorischen anderen, Gebüsch verschwinden. Tagsüber ist dies der perfekte Ort um zu entspannen, denn dieser Park hat insgesamt sechs große Grünflächen, die jeweils durch einen Streifen aus Bäumen und Sträuchern getrennt werden. Gepflasterte Wege führen an den Rändern der Grünflächen, entlang der Bäume, hin zur Mitte des Parks. Dort, in mitten eines sechseckigen Flanierplatzes kann man einen, recht einfach gehaltenen, Springbrunnen bestaunen und sich auf mehreren Parkbänken entspannen, die man auch entlang der Wege durch den Park immer wieder vorfindet. Ebenso allgegenwärtig wie die Parkbänke sind natürlich auch Mülleimer, in denen die Besucher gefälligst ihren Müll zu entsorgen haben. Wer dies nicht tut, läuft in der Gefahr von den eifrigen Bienen, die in diesem Park wohnen, gestochen zu werden. Ob die Bienen unbewusst nur Umweltverschmutzer pieksen, oder von jemandem angeleitet werden, ist nicht bekannt. Die Bienenstichstatistik jedoch gibt an, dass im Durchschnitt Umweltverschmutzer 100% häufiger gestochen werden als einfache Parkbesucher. Rechtsanwälte folgen den Umweltverschmutzern mit 87%, Raucher mit 70% und die allzu auffälligen Pärchen in den Büschen mit 69%. Abends wird der Garten nurnoch vom Licht einiger Laternen erhellt, was ihn zu einem guten Treffpunkt für zwielichtige Gestalten macht. Diese trüben Typen müssen sich jedoch immer vor einem Mann in Acht nehmen: Dem rüstigen Parkwächter, Herrn F (der heißt wirklich so). F ist nicht nur für seinen gewaltigen Schnurrbart bekannt, sondern auch für seinen legendären, paranoid zu nennenden, Umgang mit Leuten die nach Einbruch der Dunkelheit noch im Park verweilen.
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Kyôga Ren
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BeitragThema: Re: Rokuhenkei no Sono   Mo Mai 07, 2012 6:05 am

Einstiegs-Post

°oO(Ich schätze, es gibt im Leben geschätzte fünfundachtzig Millionen Möglichkeiten, seinen Tag rumzubringen. Nach dem Tod natürlich nurnoch eine, nämlich nichts tun. Da mir Gott, wahlweise auch die Verwaltung Kumo-Gakures, immernoch kein Team zur Seite gestellt hat, ist meine Auswahl an Tagverbringungsmöglichkeiten ein wenig begrenzt. Wie jeden Morgen habe ich mich relativ früh aus dem Haus geschlichen, meinem Vater stillschweigend, in Gedanken und völlig ohne optische Andeutungen und Zeichen einen halbwegs schönen Tag gewünscht und meine gemütlichen Morgenrunden durch die Stadt gedreht. Morgensport muss eben sein. Anschließend noch ein paar Dehnübgen etc. im Park und dann der allmorgendliche Gang zur Ramenbude um die Ecke. Meine Morgenroutine hat sich mittlerweile so perfekt eingependelt, dass ich genau in dem Moment vor der Ramenbude stehe, wenn jene auch geöffnet wird und der Verkäufer mich scherzhaft fragt, wie lang ich schon da stünde. Mit gut genug gefülltem Bauch, zu viel ist ja auch nicht gut, gings dann schon wieder zum eigentlichen Morgentraining, da das davor ja eher das vormorgendliche Aufwärmtraining war. Und irgendwann war es auch heute wieder soweit und ich konnte mir auf einem zufällig ausgewählten Dach Kumo-Gakures mal wieder den Sonnenaufgang reinziehen. In solchen Momenten fällt mir immer erst auf, wie früh ich doch aufstehe und wie spät die Bagage des Dorfes im Vergleich zu mir aufsteht. Erst heute hatte ich das .. uhm ... Vergnügen VÖLLIG ZUFÄLLIG vor dem Fenster eines recht hübschen Mädchens meines Alters zu Hocken. Von dort hat man eben den besten Ausblick ... auf den Sonnenaufgang! Normalerweise kümmert mich das Weibsvolk ja nicht. Irgendwie tendieren die meisten Weiber doch dazu, ihre Euter viel zu sehr zu betonen. Naja, aber dieses Mädel ... nun, hatte auch ohne große Euter recht schone schlanke Kurven. Kurven die nurnoch besser Geltung kamen, als ich sie nackt sah, während sie aus der Dusche kam. Ich spanne normalerweise nicht, aber in dem Moment konnte ich meine Augen einfach nicht abwenden. Und sie ihre auch nicht von mir. Es dauerte wohl eine kleine Ewigkeit, bis die feinen Zahnrädchen im Kopf dieses zierlichen Geschöpfs das Standart-Kreischprogramm gewählt hatten und das schöne Geschöpf nach ihren Eltern rief. Das riss mich dann doch ein wenig aus meiner staunenden Haltung und ich verließ das Dach, auf dem ich bis eben noch hockte, schleunigst. Der Sonnenaufgang war sowieso overrated. Keine zwei Sekunden später, ich sprang geschickt von Dach zu Dach, hörte ich auch schon wie eine stämmige Vaterfigur mir, etwas weiter unten auf der Straße, nachrannte und lautstark was von 'Spann meine Tochter nicht aus, Indianer-Bengel!' brüllte. Unverschämtheit! Alsob ich aus Indien kommen würde, wo auch immer das liegt! Natürlich riet mir mein schlaues Tigergehirn sofort, diesem laufenden Muskelberg eine Lektion zu erteilen, aber meine göttlichen Ninjafähigkeiten wären an dem natürlich völlig verschwendet gewesen. Nein, ich entschied mir für einen gekonnten Abgang, indem ich dem Brüllhans Rauchkügelchen vor die Füße warf und mich im Schutze des Qualms davon machte. Erneut ein siegreicher Morgen für den Wolkentiger! HUA!)

Seit seinem Akademieabschluss waren nun einige Wochen vergangen. Noch immer hatte Ren Kyôga, der Kerl mit dem Tierschädel auf der Rübe, kein Team. Die Ausreden seiner Vorgesetzten waren jedoch immernoch die selben. 'Bla-bla, du bist den meisten zu gewalttätig!', 'Bla-bla, du könntest dich eh in kein Team eingliedern!', 'Bla-bla, nicht bevor du aufhörst meine Tochter auszuspannen, Indianer-Bengel!'. Ren hatte langsam die Nase voll von dem ganzen Mist. Er wollte Aufregung, Abenteuer und Action. Die drei großen A's! Was bekamm er? Lächerliche Vertröstungen auf ein baldiges Team, die Anweisung brav weiter zu trainieren (extrem lächerliche Anweisung, tat er eh die ganze Zeit) und die Aufforderung den Bewohnern der Stadt doch ausnahmsweise mal ein wenig unter die Arme zu greifen, statt die in einer Tour zu verarschen. Besonders letzteres hatte für Ren so seine Tücken. Seine Arbeitsmoral unterschied sich deutlich von dem, was andere Leute so unter 'Moral' verstanden. Der lebende Beweis dafür tanzte gerade stinksauer um den Baum, auf den sich Ren vor circa einer Stunde gerettet hatte. Die Vorgeschichte dazu war denkbar einfach. Seiner spektakulären Flucht (ich meine natürlich: taktischem Rückzug) vor einem, völlig zu Unrecht wildgewordenen, muskelbepackten Vater, hatte Ren seinen Vormittag damit verbracht ein wenig zu trainieren und bei ein paar Leuten nachzufragen, ob er denn möglicherweise irgendwo helfen könnte. Beschäftigungsmäßig nahm Ren mittlerweile so gut wie alles an, so langweilig war ihm mittlerweile.

Ein älterer Herr, ein heißblütiger Büchersammler der die Achtzig bald hinter sich lassen würde, hatte offensichtlich noch nicht gut genug von Rens legendärem Arbeitsvermasselungsfluch gehört und dem Tierschädelliebhaber angeboten, ihn für das Säubern seiner Büchersammlung zu bezahlen. Der Begriff Büchersammlung war für den alten Knaben, namens Shiroichi Otawagama, jedoch eine völlige Beleidigung. Seine, mühsam zusammengetragenen, jahrzehntealten Bücher waren für ihn wahre Schätze. Und der gute Herr Otawagama hatte sogar die gesammten Werke eines gewissen Jiroya, oder so ähnlich, von seinem Großvater vererbt bekommen. Alle signiert, versteht sich. Für Herrn Otawagama eine unbezahlbare Sammlung. Und die sollte Ren nun, so fachmännisch wie möglich, säubern. Dass in den vakuumdichten, hermetisch verschlossenen Vitrinen kaum ein Schmutzpartikel an die Bücher herankam schien Herrn Otawagama nicht zu interessieren. Gepflegt werden mussten die Bücher trotzdem. So hatte Ren, mit einer Reihe chemischer Putzmittel ausgestattet, versucht die Bücher, deren Titel 'Flirt-Paradies' seine Aufmerksamkeit schon bedenklich schrumpfen liesen, schnell und schmerzlos zu 'reinigen'. War ihm dies gelungen? Nun, der wütende Herr Otawagama, der nun um den Baum rannte, auf den sich Ren wie eine eingekesselte Katze gerettet hatte, schien da nicht der selben Meinung zu sein wie Ren selbst. Ein kleiner Interessenkonflikt. Heil waren die Bücher ja noch. Nur hatte den Ren generalverblödet zu nennenden Fehler begangen, einen Knick, einen KNICK in den Einband der ersten, handsignierten Ausgabe des Flirt-Paradieses, Volume One, zu machen. Nun hatte er die Bescherung. Herr Otawagama rannte, völlig seinem hohen Alter zu Trotz und fit wie eine Atomrakete, um Rens Fluchtbaum, hielt das angeknickte Buch in der Hand und wedelt mit seinem Gehstock in der anderen, während er Zeter und Mordio schrie: “Du hast ihm den Einband geknickt! DU HAST IHM DEN EINBAND GEKNICKT!“ Völlig losgelöst rannte der Rentner um den Baum und lies ein Ende der Belagerung noch lange nicht in Sicht kommen. Innerlich hoffte Ren, nein er flehte zum Himmel, das dieser Terror bald ein Ende haben würde. Er betete dafür, dass dem Herzschrittmacher Herrn Otawagamas bald der Saft ausging, gestand sich dann aber ein, dass einem so gesundlebenden Asiaten vermutlich ein starkes Herz geschenkt worden war, dem, im krassen Gegensatz zu einem Herzschrittmacher, nicht einfach mal eben so der Saft ausgehen konnte, es sei den man half nach. Und eines Mordes wollte sich Ren im Moment nicht so strafbar machen. Also blieb ihm nichts weiter übrig als auf dem Baum herumzuhocken. In gewisser Weise war dies ja schon eine Art Ausdauertraining für ihn. Sicher hilfreich wenn er irgendwann mal, auf einer S-Rang Mission, von einer Schar wütender Jou-Nin-Rentner eingekesselt werden würde und er dann wieder auf einem Baum ausharren müsste. DANN, ja dann hätte Ren zumindest schon Erfahrung.

°oO(Hrmpf, ich könnte ihm Toraya auf den Hals hetzten. Das würde den alten Sack vielleicht abkühlen. Boa, langsam geht der mir echt auf den Sack. Warum musste ich gerade auf den einen Baum flüchten, der zu weit von den anderen entfernt steht, um unauffällig wegzuspringen? Irgendein Schicksalsgott da oben muss doch was gegen mich haben. HE, Schicksalsgott. Wenn du schon Leute nerven willst, dann lass wenigstens einen Vulkan ausbrechen oder so. Aber hetz mir keine Rentner auf den Hals!)
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Kensaku Genda

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BeitragThema: Re: Rokuhenkei no Sono   Di Mai 08, 2012 8:04 am

Leise summen die Bienen ihre geschäftige Melodie, gleichmäßig monoton ihr Ton, beizeiten durchbrochen von dem Ruf eines Vogels, meist einer Blaumeise. Die warme Luft flimmert leicht über den trockenen gleichmäßig mit grünen Grass bedeckten Boden des Parkes, eine friedliche fast schon idyllische Szenerie in der sich auch der derzeitige Raikage sichtbar da kaum sichtbar , wohl fühlte, und mit ausgestreckten Beinen an einen großen alten Baum,vermutlich eine Eiche, gelehnt dalag und einfach einmal nichts tat. Wie er fand war das eine sehr schöne Besprechung mit dem sogenannten Vertreter des Daimyous, nun gut ein wenig verwundert war Kensaku schon das es noch keine Meldung von der Atarashi Sekai bzgl. des Erfolges ihrer Mission gekommen war bzw das auch kein Falkenbote ihn einen Brief übermittelt hat in dem voller entsetzen vom Tod des großen Herrschers erzählt wurde . Sollte etwas schief gegangen sein ? Er verzog kurz seine Mundwinkel, sollte sie sich im Bezug auf den Widerstand verkalkuliert haben ? Er schüttelt sein Haupt und zog seinen Hut noch ein wenig tiefer womit nun ein noch größerer Schatten auf seinen sowieso schon fast gänzlich verdeckten Gesicht lag, nein das war soweit ausgeschlossen, er selbst hatte den Plan noch einmal überflogen , weswegen er eines genau wusste: Die Mission musste ein Erfolg werden wenn nicht gerade einer der beiden anderen Kagen auf die Idee gekommen war bei einem fremden Daimyou nämlich den mittlerweile wohl Toten zu dinieren.
Missbilligend zog er seine Lippen zusammen, ein Leben ausgelöscht weil es im Weg war, welch Schande aber Seijin war nun derjenige der die Atarshi Sekai führte und somit oblag es ihm zu bestimmen wie die Ziele erreicht wurden und der Tod des Daimyou war in dem strategischen Kontext einfach zu wichtig.
genau genommen wurde damals auch verkündet das lebenslange Gefangenschaft schlimmer sei als ein schneller Tod, aber ich bezweifle diese Monokausalität immer mehr. Entmachten ohne Tod wäre Ideal gewesen, aber daraus würde Krieg resultieren
Dann ändere sie doch, entmachte Seijin und führe wieder selbst. Deine Passivität ,mein Guter, ist langweilig für mich. Die Zwei Jahre die du an der Macht warst hast du nur mit Konsolidierung verschwendet, hier die Register überprüft, dort Test eingeführt an einige Punkten Dorf und Organisation weiter verzahnt
Nicht mit der selben Wucht aber vermutlich mit dem selben Genuss wie ein Bär rieb Kensaku seine Schultern an dem knorrigen Baumstamm ehe er seinen werten und einzigen Freund eine rein gedankliche Antwort gab.
Wu Wei mein Guter, wir warten ab was passiert und reagieren dann, aber das Prinzip kennst du ja schon zu Genüge . Und nun ruhe dich ein wenig aus, du weißt wie selten ich es schaffe mich hier zu entspannen.
Ja es war heute wirklich ein selten und fast schon seltsam angenehmer Tag, heute war einer dieser Tage wo man seine Augen verschloss und seine Ohren weiter spitze um einfach nur ohne Sorgen den mannigfaltigen Gesang der Vögel lauschte. Eine Lerche, Blaumeisen und war da auch noch ein Sperling ? Wo blieb nur die Nachtigall , ja es fehlte wirklich nihct mehr viel und Kensaku würde noch sein Buch heraus holen und anfangen ein paar ungelenke Reime zu Papier zu bringen. Oder nur ein Nickerchen ? Sollte er Shigemasu bitten für ihn ein wenig auf die Umgebung zu achten ?
“Du hast ihm den Einband geknickt! DU HAST IHM DEN EINBAND GEKNICKT!“
Du hast ihm den Einband geknickt ? Kensaku kannte spontan keinen Vogel der in dieser Melodie sang, bzw in der Lage war in dieser Länge unbeholfen zu krächzen. Ein Insekt ? Ein Eichhörnchen von ihm aus auch ruhig Kröte die besonders seltsam ihre Bedürfnisse der Welt mitteilte aber bitte kein Mensch. Ein Mensch würde bedeuten das etwas in dem Dorf nicht stimmte, das war soweit ja auch noch normal, aber in diesem Fall würde es bedeuten das etwas nicht stimmte und sich in seiner Wahrnehmung befand, somit musste er sich nun erheben und zumindest nachsehen und helfen das verlangte seine persönliche Disziplin gegenüber dem Beruf und nun gut er wollte auch nicht posthum seinen Vater enttäuschen zumindest noch nicht.
Mit einem langgezogenen Gähnen zog er seinen Hut wieder zurück auf seinen Hinterkopf und richtete sich langsam wieder auf. Noch einmal Arme ausstrecken , Beine dehnen ein wenig räckeln.
Noch immer etwas zu hören ?
“Du hast ihm den Einband geknickt! DU HAST IHM DEN EINBAND GEKNICKT!“
Kensaku klopfte seine Kleidung von unten nach oben ab, wobei er besonders lange mit seinen beiden Händen seinen beiden Händen sein Gesäß von restlichen Grashalmen und Erddreck befreite.
Ok soweit wie er es mitbekommen hatte, konnte er sich zumindest schon einmal sicher sein das die Person die Unzufrieden war über Ausdauer in ihren Anliegen verfügte. Mal überraschen lassen.
Er setzte ein Lächeln auf und setzte mit einem vergnügt erscheinenden Schwung seinen Stock wieder auf den Erdboden auf und ließ ihn gleichmäßig aufsetzen während seine beiden Augen langsam die Szene erkannten.
Ein alter Mann rannte mit einer Geschwindigkeit und Ausdauer um einen Baum herum das man glauben könnte er hätte den Leibhaftigen Tod hinter sich. Einband geknickt und Tod ? Nein das ergab wirklich noch keinen Zusammenhang, Schade wäre auch zu schön gewesen wenn es so schnell ging. Er kam noch ein wenig näher und war so langsam überrascht das sich noch nicht mehr Leute hier versammelt hatten, der alte Mann war wirklich verdammt Laut.
Shiroichi Otawagama ? Wenn ich mich gerade nicht ganz falsch an den Namen erinnere war der gute Mann doch schon 88 Jahre alt, nicht mehr im Dienst , unverheiratet, liberphil …
ah gut nun ergibt das alles vermutlich einen Sinn. Nun gut ich sollte nicht ausschließen das der gute Herr im Moment einfach nur einen Anflug von Wahnsinn hatte, aber nein er ist rüstig und erstaunlich Fit

er lief noch ein wenig näher an das Schauspiel heran und hob seine beiden Hände in die Höhe während er in Richtung des Marathonläufers rief.
Herr Shiroichi Otawagama sama ich bitte sie ein wenig ruhiger, sie wissen doch wie empfindlich manche unsere werten Mitmenschen auf Lärm im Park reagieren . Achja und noch einen frohen Gruß
„ Raikage sama, wie soll man ruhig blieben bei so einen entsetzlichen Unglück ? Ich meine das ist eine Katastrophe eine wahre Schande. Unter ihrem Vater hätte es das nicht gegeben, nein ganz gewiss nicht dddas hätte selbst unter den wechselnden Kagen noch nicht gegeben, Nein nie und nimmer. So eine Katastrophe. So ein Unglück. Ddie Jugend ist verdorben jawohl alle verdorben.“
mit geduldigen Nicken lauschte Kensaku die Schmährede des alten Mannes und untersuchte mit schnell zwischen Baum und alten Mann alternierenden Blick die Szene. Wenn er sich nicht irrte saß da oben Kyoga Ren, vor kurzem zum Genin ernannt noch ohne ein zugewiesenes Team ein eher schwieriges Soziales Profil, recht energiegeladen ein wenig lüstern für sein Alter und dazu eher Aggressiv. In den letzten paar Wochen über fünf Beschwerden im Zusammenhang mit ihm bekommen, seine Überraschung hielt sich somit doch eher in Grenzen.
Ich bitte sie Herr Shiroichi Otawagama sama schildern sie mir doch einmal genau welch Leid ihnen durch den Genin Kyoga Ren widerfahren ist. Ich verspreche ihnen dann mein möglichstes zur Wiedergutmachung zu leisten
Der grün gekleidete hatte bewusst langsam und versöhnlich gesprochen, seine Mimik hatte nun eine unverkrampfe Ernste in sich.
„ Da will man einmal der Jugend eine Chance geben und dann so etwas, ich habe ihn erlaubt meine wertvolle Sammlung seltener Bücher zu säubern, geradezu eine Ehre wie sie vermutlich wissen , und was macht der Punk da oben ? Er knickt den Einband von einer Erstausgabe des ersten Teil der Flirtparadies Serie. Können sie sich das vorstellen ? So ein Sakrileg. Und der Feige Hund hat sich auf den Baum versteckt, hätte ich nicht so Probleme mit meinen Armen, würde ich ihn hinter herkommen und die Schnauze polieren “
mit geheuchelten Verständnis nickte Kensaku jede Satz des Mannes vor ihm ab, unterdrückte dabei ein Lächeln wegen dem vermutlich unfreiwillig komisch konstruierten Bild bei dem sich der Junge Kage einen auf einem Baum sitzenden Hund vorstellte.
OK im Moment denke ich mir Drei Sachen, 1. soll ich ihn darauf hinweisen das er das Wort Sakrileg falsch verwendet hat ? 2. Ich muss daran denken das sein nächster Gesundheitstest eine Untersuchung auf eine schwache Form des Aspergersyndroms zu veranlassen. 3. Das denke ich sollte sich noch einfach klären lassen.
Kensaku kam noch ein paar Schritte näher und nahm dann seinen Hut ab, ehe er sich mitteltief verbeugte und noch in der Verbeugung sagte
Ich bitte um Verzeihung und entschuldige mich in aller Form für das Verhalten von Kyoga Ren. Als Kage trage ich die Verantwortung für die Entwicklung unsere Zukunft
Der alte Mann war nun erstmalig ein wenig verwirrt und starte einen kurzen Augenblick mit schrägen leicht offenen Mund den Kagen an, das hatte er in seinen Leben auch noch nicht erlebt.
‚ Raikage sama ich bitte sie, sie können nichts dafür so einen missratenes Kind kann nihct geholfen werden. Ich meine er knickt die Einbände von Büchern daran erkennt man doch wie tief verdorben sein innerstes ist und ..‘
Ab dem Punkt hörte Kensaku nicht mehr bewusst zu, er beendete seine Verbeugung und und blickte nun mit dem Anschein von Gedankenversunkenheit auf die Baumkrone ohne einen bestimmten Punkt zu fixieren. Er musste die Prüfung auf das Aspergersyndrom definitiv anordnen lassen.
Ich weiß das es kein Angebot ist das ihr entstandenes Leid adäquat kompensiert, aber die besten Restauratoren des Dorfes könnten sich ihres Buchen annehmen und versuchen diesen entsetzlichen Makel zu revidieren.
Er machte eine kurze Pause, in der er seinen Stock ein wenig anhob und wie ein Pendel minimal hin und her schwingen ließ.
Und wenn sie gestatten würde ich sie gerne noch im Verlauf des Tages besuchen um ihre Sammlung zu betrachten, ich meine schon mein Vater hat sie öfter mit einem lobenden Wort in seinen Tagebuch vermerkt. Wer weiß vielleicht verdient sie es zu einem Kulturgut unseres Dorfes erklärt zu werden
Gut war gelogen. Sein Vater hatte zwar wirklich einmal die Sammlung vermerkt, dass aber eher unter der Rubrik skurriles aus dem Dorf oder Dinge die er nicht vermissen wird sollte er mal in Rente gehen können.
Die Augen des Greisen weiteten sich vor Freude , hastig nickte, formte lautlos Worte ehe er mit leichten Quieksen eine Antwort vortrug.
„ sie haben recht Raikage sama die Sammlung ist ein Kulturgut, ja aber dann muss ich noch unbedingt die Seiten glätten und entstauben und sowieso .. “
Der Alte war schon auf den Sprung, ehe Kensaku ihn mit der flachen gehobenen rechten Hand bat anzuhalten.
Ich bitte sie warten sie doch noch kurz auf Ren und dessen Entschuldigung
Jetzt erst blickte er ihn mit einem breiten freundschaftlichen Lächeln direkt in die Augen, wohl wissend das der alte Mann das nicht sehen konnte.
Immerhin hängt davon auch das Maß meiner Strafe für sein Vergehen ab, und ich bitte dich von alleine da herunter zu kommen zu entschuldigen und mir später auch noch deine Sicht der Dinge zu erzählen. Sie müssen sich das Selbstverständlich nicht noch einmal anhören Herr Shiroichi Otawagama. Ich meine ich wirke zwar noch recht jung, aber den Stock trage ich nicht ohne Grund, deswegen aber Anbu zu rufen erscheint mir doch ein wenig gelinde gesagt Albern, oder nicht ?
schlendern bewegte sich Kensaku nun auf den Baum zu und ließ sich schwunghaft vor diesen niedersinken, seine beiden Beine im Rechten Winkel parallel zueinander auf den Boden gestellt, den Stock nun sanft auf seinen Unterkörper gelegt. Dieser Moment des Schweigens war nett, er konnte endlich wieder die Vögel hören. Er atmete noch einmal kurz zur Beruhigung wieder aus, nun war noch die Frage was er mit Ren machen sollte, er konnte ihn nicht weiter so herum wüten lassen, aber er hatte auch kein Geninteam das noch einen Jungen aufnehmen konnte, für die Atarashi Sekai war er zu jung und auch so ungeeignet. Er würde ihn testen, und je nachdem konnte er ihn dann weiter Aufgaben geben.
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BeitragThema: Re: Rokuhenkei no Sono   Sa Mai 12, 2012 8:16 am

°oO(Wie soll man bei diesem Lärm bitte mal ein Auge zu machen? Schlimm genug, dass ich auf diesem Baum festsitze, dieser Dösbaddel hat auch noch die Kraft, hier stundenlang herumzurennen und mir die Ohren vollzuschreien. Wi-der-lich! Dieser überhöfliche Kage-Verschnitt macht das auch nicht besser. Otawagama-baka mag sich vor dem ja in den Staub werfen, aber ich bleibe hier mal schön auf meinem Baum sitzen. Zu mehr als liebem Bitten scheint dieser Quotenblondie ja eh nicht in der Lage zu sein. Warum geht dieser Versuch eines Dorfoberhauptes so übertrieben vorsichtig mit diesem alten Sack um? Wenn er ihn stört, soll er ihm doch einfach sagen, er solls Maul halten, immerhin ist er der Raikage und nicht diese Büchermumie. Aber ne, natürlich ist Kumo mit dem König der Rückradlosen gesegnet.. bah, am liebsten würde ich mich zurück in die Wildnis verkrümmeln, aber da gibts eben bedeutend weniger Shinobi-Missionen. Apropos: Wenn dieser Kage für Arme schonmal hier herumlungert, kann ich ihn ebenso mal direkt auf mein neues Lieblingsthema anfallen: Wann ich endlich Missionen kriege! Und bitte gescheite. Wenn ich jetzt von diesem Baum kraxel und der mit nur eine dämmliche Ge-Nin-Anfänger-kannstes-nur-richtig-machen-Mission gibt dann ... dann ... dann reiß ich diesem Tutanchbucheunuch alle Seiten aus seinen Knatterheftchen für Arme und wisch mir damit den Po ab!)

Auch der Raikage, den Ren nie zuvor richtig zu Gesicht bekommen hatte, schien Ren von dem Baum runterhaben zu wollen. Und auch wenn Ren nicht glaubte, dass diese Schnarchnase so schnell etwas unternehmen würde, um ihn wirklich da runter zu kriegen, rutschte er langsam auf seinem Ast in eine etwas bequemere Haltung und gähnte kurz, ehe er sich auf den Abstieg vom Baum vorbereitete. Er würde hier oben nicht länger versauern wollen und dass diesem Bücherfanatiker nicht sofort, wie eingangs von Ren angenommen, die Luft ausging und er nach hause gehen würde, hatte sich mittlerweile ja eindeutig herausgestellt.Blieb ihm eben nichts anderes übrig, als die Flucht nach vorne anzutreten. Nein, er würde nicht wegrennen, aber wieder in die Offensive gehen. Geld würde er von dem beleidigten Bücherwürstchen eh nicht mehr für seine Arbeit erhalten, also was solls.

Mit einem leisen Murren rieb sich Ren den Nacken und stand langsam auf, sprang kurz auf dem stabilen Ast, wie auf einem Sprungbrett im Schwimmbad, und sprang im nächsten Moment wie eine Rakete zurück auf den Boden der Tatsachen, wo er bewusst knapp vor dem Alt-Achtundachztiger landete und ihm von nahem mit seinen gelben Augen direkt ins Gesicht starrte. Der alte Herr wich kurz zurück und knurrte Ren an, wollte schon zur nächsten Schimpftirade ausholen, aber Ren unterbrach ihn eiskalt.

”Ich wills nicht hören! Im Ernst, halt die Fresse, Opi, und hör mir mal für drei Sekunden zu! Ich hab deine verdammte Büchersammlung feinsäuberlich bearbeitet, wie vereinbart. Und du machst hier den Übel-Aufstand nur wegen eines Knicks im Einband? Wegen eines Knicks im Einband?!? Ein wenig Frust lag in Rens Stimme. Natürlich war er frustriert, wenn er wochenlang kein Team und eine Missionen zugeteilt bekamm, er sich seine Freizeit mit so spießigen Nebenjobs und Einzeltraining vertreiben musste und immer wieder vor den Fenstern armer Mädchen saß und dafür wirklich nichtmal etwas konnte. Daher konnte es sich Ren wohl erlauben, ein wenig aus der Fassung zu fallen. War ohnehin gesünder, als den ganzen Dreck in sich reinzufressen und vermutlich war es besser für Herrn Otawagama, dass er schon so alt war, sonst hätte Ren ihm noch vor den Augen des Raikage eine gelangt, etwas was ihm auch so schon schwer fiel zurückzuhalten. ”Ich hab meine Arbeit verdammt noch mal gemacht und ein Knick im Einband ist doch nicht das Weltenende! Einbände kann man erneuern und ich habe nichts, ich wiederhole nichts, getan um deine Bücher mutwillig zu beschädigen. Außerdem kann man sie noch problemlos lesen. Darauf kommts doch an, hm?”

Diese infame Dreistigkeit brachte den, zuvor vom Raikage etwas beruhigten, Herrn Otawagama wieder auf 180. Die Zornesader an seiner rechten Schläfe begann sofort wieder übel anzuschwellen und der, sonst so bibliothekstypisch stille, Büchersammler schoss zurück. Du unverschämter Rotzlöffel! Wenn jeder so denken würde wie du, wären bald alle Schätze der Historie unseres Dorfes und der ganzen Welt zerstört. Wenn jeder mal eben so einen Knick in ein Buch macht und sich nur denkt 'macht ja nichs', dann haben bald alle Bücher tausende von Knicken, Eselsohren und abgerissenen Ecken. Und was sind sie dann? Nur noch Müll! Steter Tropfen höhlt den Stein! Daher darf man nichtmal einen Tropfen zu lassen. Besonders dir werde ich das nicht durchgehenlassen! Ich hoffe du wirst an den kleinen Zehen irgendwo in einem staubigen Keller aufgehängt!” Der Alte wollte sich offenbar nicht noch weitere Dreistigkeiten des jungen Ren anhören, daher drehte er sich um und verschwand wie eine wütende Sturmwolke aus dem Park, das Buch mit dem angeknickten Einband immernoch wütend schwingend und dabei den einen oder anderen neugierigen Passanten aus dem Weg drängend. ”Diese Unverschämtheit ... hrrmm hrrrm... taugt zu nichts mehr, diese Jugend...hrrrmm hrrm... früher war alles besser!” hörte man den Greis noch fluchen, ehe er außer Reichweite war.

°oO(Da geht er hin. Vieleicht rammt er das achso treue Buch zu hause ja etwas zu fest in die Vitrine, löst dadurch ein kleines Beben aus, wodurch eines seiner schweren Bücherregale umkippt und wird anschließend von einer Bücherlawine überschwemmt, aus der er sich nicht mehr retten kann. Hach ja, das wäre schön. Am liebsten würde ich das ganze auf einem Bild festhalten. Titel 'Der Schrei'... nein halt. Das Bild gibt es glaub ich schon. Mist! Immer sind die besten Buchtitel schon vergeben. Naja egal. Wird wohl Zeit mir meine Strafe vom Kuschelkage abzuholen. ... Mal ehrlich, was soll ich von dem halten? Die Leute sagen ja immer, man soll ein Buch nicht nach ihrem Einband beurteilen, aber nachdem sich selbst einen Knick in einen Einband gemacht habe weiß ich, dass die Einbände durchaus genauso wenig wert sind, der Inhalt den sie schützen, hihi. Dieser Faulkage hat hoffentlich wenigstens ein paar gute Eigenschaften, sonst wird es am Ende noch peinlich einfach, ihn zu überholen. Hm... Ren der Raikage. Hört sich rrrrichtig gut an!)

Mit einem zufriedenen Grinsen drehte sich der Ge-Nin nun langsam zu dem Raikage um, der sich faulerweise einfach vor den Baum gesetzt hatte, auf dem Ren zuvor noch gefangen gewesen war. Mal ehrlich, hat der Typ am helllichten Tag nichts besseres zu tun, als hier herumzulungern? Wenn Ren das macht, geht das ja noch. Aber ein Kage soll doch angeblich soo viel zu tun haben. Entweder der Kerl hat verdammt gute Sekretäre oder seine einzige herausragende Fähigkeit ist das Papierkrieg-Jutsu. Wie auch immer die Antwort auf diese elementare Frage auch sein mochte, Ren interessierte im Moment nur, was jetzt mit ihm passieren würde. Was anderes hatte keine Bedeutung für ihn. Ob der Raikage nun durch erschütternde Zaubermacht, oder durch cleveres Management, seinen Zeitplan und seine Arbeit organisierte, war ihm egal, solange bei dieser Arbeit auch Rens zukünftige Missionen mit einflossen. Er wollte verdammt nochmal die Arbeit eines Shinobis erledigen. Irgendwelche Brückenbauer in ein anderes Land eskortieren, drittklassige Räuber einfangen und anspucken, oder zumindest einen offiziellen Grund haben, anderer Leute Garten zu verwüsten. Mit vor der Brust verschränkten Armen stand Ren vor dem Raikage und musterte ihn ein wenig. Wie der Anführer etlicher Ninjas sah der Typ ja nicht aus und Ren ging oftmals sehr nach dem Äußeren einer Person. Vieleicht zu oft und zu sehr. ”Da ihre Gehilfen mir schon garnicht mehr auf meine Fragen antworten wollen, kann ich ihnen jetzt ja die eine Frage stellen. Wann-bekomme-ich-endlich-was-zu-tun? Stellt ihr nur Ge-Nin ein um sie anschließend im Nichts versauern zu lassen. Wenn ja, netter Trick. Klappt super, aber jetzt ist Schluss!” Ungehalten griff Ren an den Schädel des Tieres, den er wie immer auf dem Kopf trug, und rückte ihn zurecht. Dieses Ding war seine liebste Trophäe, auch wenn sie nicht immer genau saß. Aber dass konnte man ja mit den richtigen Tricksereien ausgleichen. Ein wenig das Innere des Schädels präparieren und schon saß er wieder passgenau auf der Birne.


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Kensaku Genda

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BeitragThema: Re: Rokuhenkei no Sono   Mi Mai 16, 2012 8:22 am

Jeps alles ganz einfach, war klar das er es mit dem Satz geradezu weitere Probleme hinauf beschworen hatte. Er hätte zumindest einmal gut Holz klopfen können oder Geister weg pusten oder ach es war ihm nun auch egal geschehen ist geschehen. Kensaku blickte daher noch immer mit betonter Langeweile in Richtung des Himmels , zwischen den ganzen Ästen des großen Baumes konnte er nur vereinzelt blaue Striche erblicken, oft wurde er dann noch von Sonnenstrahlen geblendet die sich geschickt ihren Weg gebahnt hatten, dieser Baum war kein guter Ort zum rasten, Schade drum.
Zu den Dingen die er sich angewöhnt hatte, gehörte auch die positive Eigenschaft Menschen immer genau zu beobachten und jede ihre Bewegungen zu analysieren. Ren war, wie er für sich selbst aufgrund dessen Art zu landen beurteilte, ein nicht gerade ungeschickten angehender Shinobi, im athletischen Bereich lag definitiv noch Potential, immerhin achtete der Junge schon instinktiv darauf die Knie nicht primär oder gar einzig zu belasten, sondern Erschütterung auch an den Oberkörper abzugeben. Selbiges machte zwar eine Ersparnis an Energie von kaum einen Prozent aus und nun gut auch die Abnutzung der Knie ist weniger ein Problem von Shinobi, aber dennoch man sollte Symptome eben nie separat betrachten sondern immer im Kontext deuten. Und dann anhand des Gesamtauflistung an Material zu einen Urteil kommen. Diesbezüglich durfte der Kage auch nicht vergessen was für ein Geist in Verbindung mit dem bisher nur angerissenen Körper stand.
Sollte er sich aufregen über Rens unverschämte Art ? Nein so wichtig war ihm der Junge nun wirklich nicht, im Gegenteil er war ihn eigentlich recht egal, aber es war seine Pflicht sich nun seiner anzunehmen und von nun an zu überlegen wie er einige Dinge korrigieren konnte die eigentlich nicht mehr sein durften.
Ungeduld, war eine der Sachen die Kensaku bei einem Shinobi unter keinen Umständen sehen wollte,dazu auch noch fehlende Demut. Nein Demut war nicht ganz das richtige Wort, aber trotzdem Ren konnte kein vollwertiger Shinobi werden solange er nicht lernte das Stärke vor allem bedeutet schwach sein zu können.
Nach Rens Ansprache oder nennen wir es pöbeln gegen Kensakus Verwaltung blickte er langsam wieder zu dem Tierschädeljungen hinab, sein Gesicht bewusst unwissend gestellt mit einer einzelnen klassisch hochgezogenen Augenbraue genau genommen die Linke. Er öffnete seinen Mund ein wenig, so als ob er etwas sagen wollte und schloss ihn dann aber wieder sofort. So ein wenig sprachlos spielen hatte ja auch was an sich, nicht wahr ? Der Kage kratzte sich mit seiner dem Ringfinger seiner rechten Hand die Nasenwurzel , ja noch ein Zwei Sekunden verzögern und abwarten wie sich die Mimik des Genins noch so entwickelt.
Setzt dich doch bitte erst einmal zu mir mein Junge, ich meine es ist doch schon ein wenig befremdlich wenn ein Kage zu einem Genin aufschaut, oder nicht ?
Er schloss seinen Satz mit einem durch und durch freundlichen Lachen ab, seine Beine sackten nun auf dem Boden nieder, fast schon liegend sah der Grüngekleidete nun offensichtlich den alten Mann beim Verschwinden zu.
Weißt du begann er langsam, ehe er wieder eine kurze Pause machte in der er seinen treuen Spazierstock von seinen Oberschenkel nahm und und nun links neben sich legte ganz so als müsste er damit unterstreichen das er noch nach Worten sucht.
Was der Mann früher gemacht hat ? Wenn nicht ist es auch nicht so wichtig aber du solltest zumindest nicht vergessen das er auch mal als Shinobi gearbeitet hat, er hat für dieses Dorf viele Jahre sein Leben riskiert und verdient dafür nun unser beider Respekt
Er machte wieder einmal eine kurze Pause, in der er seine rechte Hand auf seinen Oberschenkel klatschen ließ bevor er nun spitzbübisch grinsend weiter redete.
Einen Knick im Einband, ich freue mich schon auf den Tag wenn mein Leben so leer ist das mich derartiges bekümmert. Und nun darf ich mir gleich noch einen Vortrag über seine gesamte Sammlung anhören, welch Vergnügen und dabei habe ich noch soviel Papiere die gelesen werden wollen. Warte mal dir war doch langweilig oder nicht ? Na wie wäre es damit ?
Und wieder lachte Kensaku, man musste so langsam wirklich glauben das der Mann eine echte Frohnatur sein muss. Ein hoch auf die Rolle die er sich hier erschaffen hatte und ein zweifaches Prosit darauf das sie sogar noch zusätzlich Ren reizen und damit weiter testen dürfte. Nun mit beiden Händen auf dem Bauch setzte die Labertasche von einem Kagen wieder an.
Nein besser nicht, gemäß deines Berichtes und der Profile die mir von dir vorliegen werden mich die Sekretärinnen dafür hassen, nicht wahr ero neko ? Nein ich sollte dich nicht auch noch so nennen aber um es mal so zu sagen lass im Zukunft am besten das Fenster von den Tanakas und vor allem von deren Tochter in Ruhe. Die hat persönlich dafür gesorgt das du nicht mit der Tochter in ein Team kommst
er wischte sich noch ein kleines Tränchen aus seinen Augen, dann wurde sein Gesicht plötzlich hart und kalt, die zuvor Kindergeburstagstimme alterte im Zeitraffer um Jahrzehnte und war plötzlich auf ihrer eigenen Beerdigung zu Gast.
Ich werde nun nicht mehr vermeiden können dich zu bestrafen nicht wahr ? Mir fehlt leider das wissen um die Ausbildung von Genin bzw welchen Standard die Akademie sicherstellen soll aber ich will ehrlich sein, du erfüllst zumindest den meinen nicht. Bis ich nicht anders darüber denke wirst du keinen Team zugewiesen werden. Zwar kein Kellergefängnis wie vorher gewünscht aber dürfte gemäß Auge um Auge und Zahn um Zahn recht passend sein oder nicht ?
er blickte nun das erste mal Ren direkt an, unpassenderweise hatte er dafür ein perfektes ich habe nichts ungewöhnliches oder bedeutendes gesagt Lächeln aufgesetzt, und wartete mit dem Augenkontakt nicht einmal bis Ren antworten konnte sondern widmete lieber wieder den grünen Blättern des Baumes seine ungeteilte Aufmerksamkeit.
Lust auf einen ersten Schritt zu einem Team ? Meditiere 15min aber mit dem Rücken zu mir damit ich sehen kann ob du konzentriert sitzen bleibst
Das hatte er verschlafen mit Augenliedern auf halb Acht gemurmelt, mal sehen was der Junge nun machte. Explodieren ? Taktisch recht Unklug, aber nicht auszuschließen. Sollte es dazu kommen wären wohl erst einmal Vorträge und wirklich Aufgaben in seinen Sichtbereich anzusetzen. Wenn er sich kooperativ zeigt könnte man zum nächsten Schritt übergehen. Das dieses ganze Genin chunin etc System ehe antiquiert war dabei im Moment noch nebensächlich.
Die Reformen sollte wirklich nicht mehr von mir aufgeschoben werden, aber wenn ich diesen Schritt gehe muss ich definitiv noch ein paar Jahre hier bleiben. Gefällt mir nicht
du weißt wie ich zu deiner Bildungsreform stehe,langweilig und unnötig da sie sich darum bemüht etwas zu ändern das keiner Änderung bedarf. Keine Progression und wieder nur Leere, genau wie mit diesem Jungen. Er ist nicht der den du suchst, wieso also Zeit mit ihm verschwenden ?
mittlerweile denke ich sogar immer öfter über diese Einwände nach, ,,,, hoko hoshi Yuhiko ?
Shigemasu war überrascht er hatte mit vielen gerechnet aber nicht damit das ‘hoshi‘ angesprochen wurde.
hoko hoshi Yuhiko..... ich bin überrascht mein Freund …
Äußerlich noch immer ungerührt war für keinen sichtbar welch bedeutende Gedanken sich in Kensakus Inneren abspielten. Es saß dort noch immer der selbe Mann im besten alter der scheinbar aus Mangel an Belastbarkeit andere Gesichtsmuskeln noch immer lächelte,
hoko ,,,,Hoshi ,,, Yuhiko ,,,

""""""""""""""""""""""

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Kyôga Ren
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BeitragThema: Re: Rokuhenkei no Sono   Sa Mai 19, 2012 5:56 am

°oO(Es ist befremdlich, wenn ein Kage zu einem Ge-Nin aufschaut? Meine Fresse, saaag mir doch einfach, ich soll dir gegenüber Haltung annehmen, oder so. Ist mir doch schnuppe wenn dieser Bücherwurm irgendwann mal Shinobi war, heute ist er jedenfalls zu nichts mehr in der Lage und daher zum Abschuss freigegeben, aber du .. du Kage, du bist noch im Amt und solltest dir sowas von einem wie mir doch eigentlich nicht gefallen lassen. Tz... vieleicht hält er mich einfach nicht für wichtig genug um mal gescheit mit mir umzuspringen.. hmpf... Ritora-sensei hat das nie gekratzt. Der musste sich ja auch keine Gedanken um so nen Dreck wie 'die gesellschaftliche Wirkung sozialer Interaktionen' sorgen machen oder wie man das nennt. 'Befremdlich', ja klar. Wenn ich eins nicht leiden kann, dann dieses unterschwellige Getue. Er kann mir auch gleich seine Strafpredigt reinknallen, warum das ganze Brimborium drum herum? Knall mit eine und gut is. Dieses ganze höfliche Getune langweilt nur, wenn man den Ausgang eh schon kennt.)

Da Ren zumindest ein absolutes Mindestmaß an Anstand hatte, begab sich der Junge schließlich, wenn auch ein wenig widerwillig, von der einfachen vertikalen Standposition, in die etwas entspanntere, aber nicht völlig aufdringlich lässige, sieben-auf-einen-Streich-Schneidersitzposition. Vermutlich wurde erwartet, dass er zumindest noch einen Kommentar zu dem Ex-Shinobi Otawagama abgab, aber darauf konnte sich der werte Kage lange und ergebnislos freuen, den Ren ging dieser pingelige Alte mittlerweile sonstwo vorbei. Es spielte für Ren keine Rolle, ob jemand früher als Shinobi gedient hat oder nicht. Die Person selbst nicht zu leiden ist für Ren schon Grund genug, die unhöfliche Keule auszupacken und einfach frech zu sein. Und der olle Büchereibesitzer hatte bei Ren den Vogel abgeschossen, als er begann wegen eines einfachen Knicks im Einband so einen Aufstand zu machen, dass es eine Art hatte, die nicht einmal Jacques Cousteau sie hätte entdecken wollen.

Natürlich, Ren könnte Mitleid vortäuschen, dass der arme, sicher unglaublich viel beschäftigte und gefragte, Raikage nun, an seiner statt, von dem 'lieben' Bücherfanatiker belästigt werden würde, aber irgendwann hatte seine Mami, die Ren im Grunde egal war, ja mal beigebracht, dass man nicht lügen soll. Und ab und zu hält sich auch Ren an solche Gebote. Um dem Kagen aber nicht ganz so respektlos sein Denken ins Gesicht zu reiben und den, immer wieder in solchen Situationen erwähnten, Bogen zu überspannen, begnügte sich Ren mit einem einfachen schmalen Lächeln, dass von den Augen nicht ganz wiedergegeben wurde, da die nur sachtes Desinteresse, sowie die Frage, was er heute zu Mittag essen soll, wiederspiegelten.

Die darauffolgenden Worte, schafften es jedoch, dass sich Mund, Augen und sämtliche anderen ausdrucksstarken Gesichtsmuskeln synchronisierten und Rens Antwort, ohne das Worte flossen, wortgetreu wiedergaben. Alleinschon der Spitzname 'Ero Neko' stieß bei Ren auf allertiefeste Ablehnung und lies seine Augen bedächtig weit aufressen, gefolgt von einem so schwungvoll und weit nach unten stürzenden Kiefer, dass eine Schlange glatt neidisch auf die Futterluke gewesen wäre, die sich hier offenbarte. Ganz anime-like könnte man sogar bildlich davon sprechen, dass sein Kiefer auf dem Boden aufschlug. Als der Kage wenig später auch die Beschwerde der Tanakas und deren Tochter, die eben einen verdammt bequemen Vorbau hatte ... DACHMÄSSIG, verfärbte sich Rens Gesicht langsam scharlachrot, seine Augen begannen sich wie kleine Strudel zu drehen und, wiederum anime-like gesprochen, Dampf schoss aus seinen Ohren. Vermutlich gab dieser Dampfausstoß auch noch ein Geräusch von sich, dass an eine Teekanne erinnerte, aber diesen letzte Teil kann man, wie auch den weitausklappbaren Kiefer, getrost ignorieren.

Die folgenden Konversationsanläufe meisterte Ren nicht mehr ganz so lässig, wie er es noch zuvor gegenüber dem Kagen angebracht hatte. Stattdessen verstrickte sich der Kerl mit dem Schädel auf der Rübe in wildes Gestammel und kuriose Handbewegungen gen der Sonne, wobei sein Gestammel nicht völlig willkürlich war. Wiederkehrende Elemente gab es durchaus und daher war anzunehmen, dass Ren durchaus eine Richtung hatte, die er hier wortgewand ansprechen wollte, es aber einfach nicht fertig brachte. Besonders die Worte 'Sonnenaufgang', 'Dach' und 'bequem' konnte man immer mal wieder zwischen seinem Gestammel hervorhören. Der Rest machte wenig Sinn und war einzig aus der Unbequemlichkeit und Peinlichkeit dieses Moments entstanden.
Es war für ihn einfach undenkbar, dass man ihm, 'IHM!', hier unterschwellig unterstellte, ein perverses Kätzchen zu sein. Erstmal waren das alles wirklich nur Zufälle gewesen und zweitens war die Tochter der Tanakas doch garnicht sein Typ. Typ natürlich schon garnicht, aber auch charaktermäßig trennte die beiden doch einfach viel zu viel. Er könnte sich nie irgendwie für die interessieren, aber er war ja nunmal in einer Phase seines Lebens angelangt, in der das weibliche Geschlecht bei vielen seiner Altersgenoßen interessant wurde. Unterstellte man ihm deswegen, er wäre pervers? Nein, war er nicht. Zumindest nicht so, wie man es ihm hier unterstellen wollte. Das alles war nur ein großes Missverständnis, immerhin wäre Ren selbst garnicht in der Lage bewusst ein Mädchen zu bespannen, ohne zum Eiszapfen zu erstarren. Leider konnte der junge Ge-Nin seine Version des Geschehens nicht richtig erläutern, weshalb sich der etwas zusammengeschrumpfte Schädelbube darauf beschränkte, einfach nur zu nicken und die Situation damit zu beenden.

Glücklicherweise bestand der Raikage auch garnicht darauf, das Geschehene weiter auszuwalzen und sprach endlich seine Bestrafung an. Für Rens Körper war das das Signal zum herunterfahren sämtlicher Peinlichkeitsreaktoren, was mit dem klassischen Fenster98-Jingle von statten ging. Natürlich lies es sich das Dorfoberhaupt Kumo-Gakures nicht nehmen, Ren noch ein wenig zu drohen. Von wegen 'in seinen Augen erfüllt er den Standart nicht blablabla'. Der junge Ge-Nin hatte sich schon schlimmeres anhören müssen, auch wenn er wusste, dass da irgendwo was wahres dran war. Er hatte die Akademie nicht so lange besucht, wie viele andere Ge-Nin. Aber Ren war ja auch in der Wildnis ausgebildet worden und war daher bei seinem Eintritt in die Akademie, in seinen Augen, schon besser gewesen als die Absolventen eben jener. Ein paar Brocken fehlten Ren vieleicht noch hier und da, aber im Großen und Ganzen hatte Ritora-sensei Ren alles nötige beigebracht. Den Rest hatte er sich in der Akademie reingezogen, weshalb Ren keinen Grund hatte, sein Selbstvertrauen um auch nur einen Yoktometer, also ein Quadrillionstel eines Meters, zurückzufahren. Mit funkelnden gelben Augen starrte der betätigungsgeile Ge-Nin den Kage an, in Erwartung einer körperlichen Bestrafung. Tausend Runden um den Block rennen? Auf den Händen? Mit zwei Wasserkrügen um den Bauch geschnallt? Während ein hungriger Hund hinter ihm herläuft? Gefolgt von einem Rudel wütender Rechtsanwälte? Rens Erwartungen wurden jäh zu nichte gemacht, als der Raikage ihn mit einem Lächeln anwies, eine Viertel Stunde lang zu meditieren. Hier und jetzt, auf der Stelle, beobachtet vom Kagen höchstpersönlich. Es verstand sich wohl von selbst, dass Rens Mine sofort wieder in sich zusammenbrach. ”Ernsthaft? Das ist alles? Ich dachte sie lassen mich wenigstens bis zum Umfallen rennen, oder sowas. Aber nur meditieren.. pff, wenns weiter nichts ist.” Große Worte. Diesmal sogar mit was dahinter, immerhin hatte ihn sein alter Sensei auch regelmäßig trainieren lassen. Leider war das auch schon ein paar Jahre her.

Der junge Ge-Nin drehte sich langsam mit dem Rücken zum Kagen und begab sich in eine etwas entspanntere Meditationsposition, schloss die Augen und begann alle Geräusche aus seiner Umgebung auszublenden. Danach waren die Gerüche dran. Frische Blumendüfte gingen ihm sowieso sonstwo vorbei. Danach folgten die Berührungssinne. Doch gerade als er dabei war, jene berührungsempfindlichen Teile seines Körpers abzuschalten und sich völlig auf sein Inneres zu konzentrieren, begab es sich, dass ein kleiner Hund an ihm vorbeidackelte und neugierig an ihm schnupperte. Das Frauchen oder Herrchen des Hundes war nirgendwo zu sehen, saß vermutlich auf einer Bank und pennte, während der Hund seinen Auslauf genoß. Und jener kleine Hund hatte gerade den Fehler gemacht, seine Pfoten über Rens private Schmerzgrenze zu recken. Mit einem zornigen Knurren schlugen die Augen des Jungen wieder auf und er rappelte sich im Nu auf, schneller als der Hund gucken konnte. Auch Zurückweichen half dem Vierbeiner jetzt nicht mehr den schon wenige Femtosekunden später handelte sich der Hund einen gepfefferten Tritt ein, der das Vieh jaulend durch den Park segeln lies. Der Hund landete schließlich irgendwo in einem Gebüsch, relativ unversehrt, aber ziemlich erschrocken. Ren hingegen drehte sich nur kurz zum Raikagen um und grinste ”Ähm, das zählt noch nicht.”

Der nächste Versuch würde die Wende bringen! Wieder begab sich Ren in Mediationspose und schloss die Augen. Und obwohl seine Haltung aufrecht blieb, glitt sein Geist langsam davon. Davon in eine Zeit, als Ren noch in der Wildnis bei seinem alten Lehrer lebte. Damals hatte Ren keine Ahnung mehr von der Welt, hatte so viel vergessen, aber auch vieles gelernt. Eine friedliche Zeit, wie Ren sich heute erinnert. Er war ... glücklich gewesen. Der junge Kyôga erinnerte sich an einen Tag, an dem Ritora-sensei ihn mit zu einem Wasserfall genommen hatte. Unter diesem hatte er, ganz traditions- und klischeegewohnt meditieren sollen. Und als sich Ren so meditierend im Park befand, blendete sein Unterbewusstsein plötzlich alles Geschehen um ihn herum aus und versetzte ihn zurück an jenen Tag vor, kosmisch gesehen, garnicht all zu langer Zeit. Statt Blumendüften roch er nun die H2O-geschwängerte Luft nahe das brausenden Wasserfalls. Statt dem Rauschen der Bäume hörte er das Rauschen des herabstürzenden Wassers und statt Gras fühlte er nun kalten, vom nassen Element geschliffenen Stein unter sich. Ohne die Augen zu öffnen wusste Ren sofort wieder, wie seine Umgebung damals ausgesehen hatte. Von oben herab stürzte das Wasser auf seinen Körper herab und er musste sich vollends dagegen stemmen, um nicht von den brausenden Massen heruntergedrückt zu werden. Seine Kleidung, sein, damals frisch erbeuteter, Tierschädel, sowie die Sachen von Ritora-sensei, lagen ganz in der Nähe, im Trockenen zwischen einigen Felsen. Der etwas in die Jahre gekommene Ritora saß ganz in seiner Nähe. Es war fast, als könne Ren ihn auch heute, hier in diesem Garten bei sich fühlen.Um ihn herum fühlte er die vielen, im Wasser liegenden Steine, über Ren früher, für Geschicklichkeitsübungen, hatte springen sollen, ohne abzurutschen. Noch heute erinnerten sich seine Füße an die Beschaffenheit jedes einzelnen Steins, auf den er damals gesprungen war. Von dem Wasserfall aus spürte Ren zudem einen großen Bach, einen kleinen Fluss, der sich gemächlich ins Landes Innere ergoss und dabei zunehmend von mehr Fischen bevölkert wurde. Um den Meditationsplatz herum erinnerte sich Ren an einen dichten Wald voller Tannen. Nun stieg ihm auch der leicht harzige Geruch wieder in die Nase. All dies nahm Ren auf, während er sich in seiner tiefen Meditation in seine Vergangenheit versetzte. Und er erinnerte sich auch wieder, warum er diese Übung hatte machen sollen. Er hatte lernen sollen, seinen eigenen Körper deutlicher zu spüren und sich seiner Umgebung besser gewahr zu werden. Als Taijutsu-Anwender war es immer von Vorteil, sowohl seinen eigenen Körper, als auch seine Umgebung, zu kennen. Langsam kroch sein Bewusstsein in die Gegenwart zurück. Der harzige Geruch von Tannenbäumen wurde durch das Rauschen der Blätter von Laubbäumen ersetzt. Das Gefühl kalter nasser Steine unter ihm, durch weiches Gras. Der H2O-Geruch in der Luft wich dem etwas realistischerem Blumengeruch des Parks und die Geräusche des brausenden Wasserfalls, wichen dem hysterischen Geschrei einer Hundebesitzerin, die irgendwo am anderen Ende des Parks ihren völlig verstörten Hund aus einem Gebüsch zog und dabei ”Mein Gott, Percy, wo bist du den wieder herumgekrochen? Bist du wieder mit dem Rottweiler der Nagashimakis aneinander geraten? Wir gehen sofort nach hause und baden dich erstmal!” rief.

Wie viel Zeit war wohl vergangen? Ren hatte ein wenig das Zeitgefühl verloren und rieb sich erstmal den Nacken, auch um wieder richtig wach zu werden. Anschließend drehte er sich zu dem Raikagen um, nur um mal zu sehen, ob sich dieser superhöfliche Bürgermeister von Wolkenhausen nicht einfach aus dem Staub gemacht hatte. Wäre ja möglich, immerhin hatte auch ein Kage noch Arbeit zu erledigen, oder einfach keine Lust einem Ge-Nin eine Viertel Stunde lang beim Meditieren zuzusehen.

Optionale Quest: Fülle mit der Meditation 350 Wörter → Abgeschlossen!
Erfolg freigeschaltet: Imba-Mediation → 5 Gummipunkte!
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BeitragThema: Re: Rokuhenkei no Sono   Fr Mai 25, 2012 9:49 pm

Die schwer gewordenen Lieder hatte Kensaku nur noch aus Gründen des Anstandes normal weit hochgezogen, sie und eigentlich auch er selbst wollten sie lieber zum sanften Schlummer inmitten einer friedfertigen Sommeridylle schließen, einfach schlafen und Ruhe genießen. Aber nein dazu hat es ja nicht kommen sollen und wird es auch nicht mehr kommen. Er atmete noch einmal ein, legte seinen Fokus auf die einströmende Luft um sich zu vergewissern das seine Aufmerksamkeit wieder ganz im hier und jetzt und nicht schon in einer anderen Wirklichkeit war. Je mehr er darüber sinnierte um so weniger war ihm gerade danach das Rauflustige Kätzchen zu zähmen, er hatte eigentlich noch andere Pläne . Hoko Hoshi Yukihiko es war beschlossen und nun galt es diesen Entschluss auch Worte, Taten Gesten Weisungen und Wirklichkeit folgen zu lassen. Doch erst noch der kleine Junge das war er ihn nun in gewisser Weise auch Schuldig und dann auch noch der alte Mann. Bei diesem Gedanken verzog er für eine Nanosekunde seine Unterlippe er hatte wirklich keine Lust darauf, was war nur los mit ihm ?
Noch ein bewusster Atemzug durch die Nase, es musste genug sein mit der beginnenden Melancholie, zurück zu Ren,
Immerhin hielt sich der Junge sich noch an Anweisungen ohne zu widersprechen, auch wenn seine Pupillen nicht so gewandert waren wie er es sich erhofft hatte. Kurz links oben, kein Denken über die Worte die ihm gesagt wurden nur tumbes Hören, egal er saß nun und das war was zählte.
Immerhin krümmt er nicht den Rücken, hält den Kopf leicht geneigt., scheinbar weiß er was er macht.
Er wanderte mit seinen Blick wie auf einer Treppe Rens Wirbelsäule hinauf zum Himmel. So hatte er es nicht beabsichtigt, aber was ließ sich schon wirklich planen ? Er konnte ja nicht einmal mit Sicherheit sagen ob man morgen einen Regenschirm braucht oder nicht. Grübchen zierten nun sein Lächeln weder weiß man was man weiß noch was man nicht weiß, er hatte noch einiges zu lernen.
Er musste dabei wieder kurz an Hoko Hoshi Yuhiko denken, kein kleiner Plan, im Vergleich zu seinen vorherigen Gedanken war die Zuversicht die er dafür empfand schon ein ziemlicher
Kontrast .
Ist da gerade wirklich ein Hund in einer Flugbahn verschwunden die manch einen Sportbegeisterten Jubeln lassen würde ? Ungläubig kratzte sich Kensaku an seinem linken Nasenflügel, er hat doch nicht wirklich sauste ihn noch durch seinen Kopf ehe Ren seine Vermutung unbewusst indirekt bestätigte. Gut es war ein Tritt an eine besonders verwundbare Stelle, eine Stelle die im dem Alter von dem Genin vor allem dem Klischee nach von den Männlichen Part durchaus in vielerlei Hinsicht speziell und scheinbar heilig war,zumindest hielten einige regelrechte Rituale ab, aber deswegen den kleinen Hund mit einem tritt wegschleudern ? Nun gut Ren musste nun nicht begeistert sein, Kensaku forderte auch weder einen maso noch einen Zoophilen Fetisch, nicht einmal deren Entwickelung aber doch bitte ein wenig mehr Selbstbeherrschung und achja Demut.
Er muss sich ja nicht gleich meinem Ahimsa anschließen, aber die Aktion gerade und das ausgerechnet vor den Augen eines Kagen. Er hat vermutlich nicht einmal nachgedacht bevor er gehandelt hat, Trotz Bewährung er muss wirklich noch viel lernen
Ahimsa für einen Genin ? Nicht das mir ein einzelnes Menschenleben soviel bedeuten würde, im Gegenteil es ist mir sogar im Gänze egal nur in Interaktion erwecken sie mein Interesse, aber sei bitte etwas Pragmatischer ihm Gegenüber. Er hätte den Hund auch umbringen können, hat er aber nicht, und nicht nur das er hat sogar seinen Tritt so ausbalanciert das das werte Tier zwar weit geflogen ist, sich dabei aber nichts gebrochen hat. Reduziere es somit nicht auf des was dich stört sondern auf das was wichtig ist für einen Shinobi, er hat tatsächlich Talent.
Ren saß noch immer Ruhig und meditierte, wie angenehm er schaffte es scheinbar wirklich. Kensaku schloss nun seinerseits die Augen und legte seinen Kopf zurück in seinen Nacken was zur Folge hatte , dass sich sein Hut dank des Baumes weiter nach vorne schob und nun kurz vorm fallen war.
Ich weiß es keine Sorge, aber dennoch sollen die Shinobi dieses Dorfes lernen einen Kampf zu gewinnen ohne das Schwert aus der Scheide zu ziehen, dazu gehört es auch seinen Ärger vollständig kontrollieren zu können.
Mein Freund, jeder Shinobi der nicht brandschatzen über die Länder zieht, jeder Shinobi der in der Lage ist einen Befehl korrekt auszuführen ist bereist ein Gewinn. Erwarte nicht immer zu viel von den Menschen. Vor allem muss er stark genug werden um sich erlauben zu können schwach zu sein, diesen Punkt erreichen nur die Wenigsten
Wir lassen ihn einfach noch einen Test durchlaufen, so halten wir ihn wenigstens beschäftigt, ein Umstand der zumindest in einigen Büros der Verwaltung die Effizienz steigern dürfte, es ist ehe noch einiges zu erledigen.
Beim Gedanken an die Papiere hinsichtlich der Ermordung oder eher den Tod des Daimyous , die Organisation der Trauerfeier, Festsetzung des Nachfolgers und der Amtsfeier strich er sich genervt mit seiner linken Hand über das geschlossene linke Augenlid. Seijin zog hinaus in die Welt und agierte wie die Axt im Walde, das ein gefällter Baum alleine noch kein Baumaterial für ein Gebäude ist, war ihn vermutlich bewusst aber dennoch egal. So blieb es an Kensaku zu zerkleinern , zu transportieren und zu verwalten. Er griff mit seiner rechten Hand in seine linke Jackentasche und kramte ohne großes kramen ein kleines schwarzes Büchlein hervor, er sollte wirklich wieder zu seinen Papieren zurück gehen derzeit wollte er noch einen Überblick über die Sekai behalten, und ob Ren nun noch 6 Minuten durchhält oder vorher abbricht war auch Trivial, da es darum ehe nicht wirklich ging. Er zog den Stift aus der im Notizbuch vorhandenen Halterung und schrieb auf eine leere Seite in hart geschwungenen Kanji.

„ Bring mir bitte eine kumo hana aus dem Gebirge“

Er setzte kurz den Stift ab und schaute sich den Jungen noch einmal an, er blätterte um und schrieb auf die Rückseite.

„ Achja und noch ein paar Udon Bohnen vom Markt, danke sehr “

Ganz am Ende der Seite fügte er noch in klein in Romanji hinzu

„ Scherz, aber reiche die Blumen mit den Wort Hoshi an mich weiter“

so das musste für den Moment reichen, Ren bekam Zeit zum Denken warum er nun genau Meditieren sollte und wenn er darauf keine Antwort fand oder sie nicht suchte musste er eben so lange weiter scheinbar unsinnigen Aufgaben nachgehen bis die Erkenntnis von selbst kam.
Er riss die Seite aus dem Buch und legte sie mit leisen Schritt vor Ren ab, seinen Spazierstock setzte er während dieser Zeit nicht auf, kein Geräusch war ihm entglitten.
Beim Weitergehen schaute er noch einmal über die Schulter zum Genin zurück, ob er von selbst erkennt wie die Aufgabe mit der Blume gemeint ist ? Oder wird er nur genervt Tod zu mir bringen ? Er zog seinen Hut wieder ein wenig tiefer in Gesicht, wodurch selbiger wieder ordentlich saß.
Sollte er nun noch zu dem alten Mann gehen und sich seine Sammlung ansehen ? Nein dazu hatte er nun wirklich keine Muße mehr, er könnte das noch immer morgen in seiner eigentlichen Essenspause nachholen.

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BeitragThema: Re: Rokuhenkei no Sono   So Jun 03, 2012 11:31 pm

°oO(Man mag es ja kaum glauben, aber in mir brodelt gerade eine ganz schlimme Mischung aus Verständnis und Verachtung. Die zwei, eigentlich völlig gegensätzlichen, V's vollziehen in meinem Bauch gerade eine sepktakuläre DNA-Digitation zu einem schnittigen W (das kurioser Weise vom Englischsprachigen nicht Double-V, sondern Double-U gesprochen wird) und diese W steht für Wut! Verdammt noch mal, der Kerl könnte wenigstens den Anstand aufbringen mir ne Nachricht.. uh was ist den das? )

Ren, der erstmal hinter sich gesehen hatte, wo der Raikage bis vor kurzem noch gesessen hatte, blickte nun wieder nach vorne und bemerkte den Zettel, den der Verpisserkage ihm hingelegt hatte. Hatte wohl doch ein wenig Anstand, der gute Mann. Vieleicht aber auch nicht, den als Ren las, was auf dem Zettel stand, fiel ihm sein Unterkiefer geräuschvoll zu Boden. Hat er sich, in seinem Eifer endlich eine Mission bzw ein Team zu kriegen, irgendwie zum Blumenjungen machen lassen? Kumo hana klang für ihn stark nach dem Namen einer Blume. Und so eine sollte er jetzt für den Raikage besorgen? Frisch, wen möglich, aus dem Gebirge? Hm, wenn mans schon so nimmt, wäre ein Ausflug ins Gebirge mal eine ganz interessante Angelegenheit. Zuerst müsste er sich aber erstmal schlau machen, was eine Kumo hana überhaupt ist, wo man sie findet und (sicher nicht ganz unpraktisch) wie sie aussieht. Mit den Infos würde er sie dann schon finden. In der Wildnis kam Ren ja ganz gut zurecht, sicher besser als viele andere seines Ranges, immerhin hatte Ren Jahre lang ein fabelhaftes Überlebenstraining genoßen. Mit einem selbstzufriedenen Grinsen tippte sich der Ge-Nin gegen den Tierschädel auf seinem Kopf und lachte sich ins Fäustchen.

”Wird ja wohl keine große Kunst sein, so ein kleines Pflänzchen zu finden.” Das auf der Rückseite des Zettels noch etwas geschrieben stand, hatte der gute Ren einfach nicht bemerkt. Gemütlich erhob sich der Jüngling von seinem Sitzplatz und klopfte sich die Hose ab. Wie ungemein praktisch, dass die weißen Ninjahosen Kumos niemals grün wurden, egal wie lange man auf dem Rasen saß, hihi. Aber braun würden sie unter gewissen Umständen schon werden. Ebenso konnten sie gelb anlaufen und beiden Fällen wollte Ren vor seinem Trip ins Gebirge auf jeden Fall vorbeugen. Da gerade kein Toilettenhäuschen eingeflogen werden konnte, in der Nähe auch keine befestigte Klostellung in Sicht war und das professionelle Ausheben einer Latrine zu lange dauern würde, verzog sich der Ge-Nin eiligst ins Buschwerk, folgte also quasi dem Ruf der Natur. Natürlich gab es verschiedene Rufarten der Natur. Ren folgte einem menschlichen Urinstinkt, der es ihm unmöglich machte, wie ein Hund einfach hinzukoten, wo er gerade stand. Andere Menschen folgten dem Ruf der Natur eher gerne in Grüppchen, vorzugsweise im Zweierpack. Beide Rufe der Natur zogen den Menschen wundersamerweise an uneinsehbare Orte, wie ein gutes altmodisches Gebüsch. Der eine ging, sich zu erleichtern. Der andere ... für erwachsenere 'Geschäfte'. Das das Gebüsch, in das Ren stürzte, quasi schon besetzt war, interessierte den Jungen garnicht weiter. Er merkte ja nichtmal, wo er gerade reingeplatzt war, da er seine Hose schon unten hatte und quasi im Kotmodus war, ein Zustand in der ein männliches Gehirn nurnoch für Radiowellen und Zeitungsartikel über Fussball empfänglich war. Die Unbeschwertheit des Jungen, der sich im Gebüsch nur erleichtern wollte, sorgte aber nicht dafür, dass die Erstbesetzer dieses grünen Schutzwalls ebenso unbeschwert mit dem fortfahren konnten, was sie bis eben noch taten. Im Gegenteil. Mit einem spitzen Aufschrei floh zunächst der weibliche Teil der Buschbesatzung, ehe der männlichere Teil folgte und versuchte im gestreckten Galopp seine heruntergelassene Hose hochzuziehen. Ren hatte von alle dem garnichts mitgekriegt, zeckentfremdete ein paar größere Blätter zum Saubermachen und hopste schließlich selbst erleichtert aus dem Busch, freilich mit bereits hochgezogener Hose. Ohne seiner Umgebung groß weiter Beachtung zu zollen, zog Ren erstmal von dannen. Er würde in der Stadt eine Gärtnerei aufsuchen, sich das mit der Kumo hana erklären lassen und dann ins Gebirge eilen um seinen 'Auftrag' anzugehen. Wenigstens hatte er heute mal etwas zu tun. Auch wenn es nur ... Blumenholen war.

[tbc: Bülo des Laikagen]
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Katzuko Maruyama
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BeitragThema: Re: Rokuhenkei no Sono   Fr Jun 22, 2012 7:14 am

Das rechte Bein war angewinkelt während das Linke vom Ast hing und ruhig hin und her schwankte. Den Kopf hatte er gegen den dicken Baumstamm gelehnt der sich etwas von ihm fort neigte. So saß er in einem der Bäume im Rokuhenkei no Sono zwischen zwei der Parkflächen und tat das was er als zweitbestes konnte - nichts tun und herumgrübeln. Zwischendurch hatte er sogar angefangen die Blätter im Laubdach über ihm zu zählen. Ja, heute war ein langweiliger Tag. Außer den üblichen Gästen war auch niemand im Park bei dem es sich gelohnt hätte, ihn zu beobachten. Und an den jungen Pärchen die im Gebüsch unter ihm verschwanden hatte er genau so wenig Interesse wie daran,direkt in die Sonne zu blicken. Zumindest diesen Vorteil hatte das dichte Blätterdach: Die Sonne wurde größtenteils ausgeblendet. Heute war es sowieso viel zu hell.
Leise seufzte er während er unbewusst das dreiundzwanzigste Blatt zwischen seinen linkem Daumen, Zeige und Mittelfinger zerrieb und zu Boden fallen lies.
Manchmal fragte er sich wirklich, ob es an ihm lag, oder ob es an den Sommertagen in Kumo immer so öde war?
Schließlich warf er einen Blick auf seine linke Hand und schüttelte den Kopf. Eigentlich hätte er sich denken müssen, dass die ganzen Blätter ihm einen neuen Anstrich verpassen würden. Nun gut, was solls. Vermutlich war es sowieso Zeit, den Park zu verlassen und den Tag doch noch für etwas Sinnvolles zu nutzen. Gemütlich stand er auf und blickte noch einmal auf den Park herab während er seinen Übermantel zurecht rückte und sich den Dreck vom Rücken und Hinterteil schüttelte.
Schließlich steckte er die Hände in die Hosentaschen, konzentrierte Chakra in seinen Füßen und setzte sie auf den Baumstamm. Gemütlich lief er den Stamm herab während ihm die Haare ins Gesicht fielen. Schlussendlich setzte er den Fuß auf den Boden und begab sich wieder in die Waagerechte.

Einige Schritte später erreichte der Shinobi den Weg der am Rand des kleinen Waldrands lag und sein übliches Grinsen platzierte sich wie automatisch auf seinem Gesicht. Er konnte sich ja nicht so sehen lassen wie er gerade auf dem Baum gesessen war. Gemütlichen Schritts ging er auf die Mitte des Parks zu um sich an der kleinen Fontäne die Hände zu waschen. Die eine oder andere Person drehte sich nach Katzuko um - was nicht weiter verwunderlich war, da er schließlich gerade alleine aus dem Waldstück gekommen war. Ein Ort, der eigentlich nur von jungen Pärchen frequentiert wurde. Einige weitere grüßten den Jou-nin und er grüßte sie freundliche zurück, nicht zu selten mit den üblichen Sprüchen auf den Lippen. Ja, unbeliebt war der Jou-nin nicht, deswegen musste er sich auch keine Sorgen um seltsame Gerüchte über ihn und seinen Waldspaziergang machen.
Schließlich erreichte er die kleine aus Stein gemauerte Fontäne ind er Mitte des Parks. Er beugte sich herüber und wusch sich beide Hände in dem klaren Wasser und rieb eifrig an der grünen Farbe auf seiner linken Handfläche. Das Zeug war derartig hartnäckig, dass es nicht weiter verwunderlich war, dass man Kleidung früher mit pflanzlichen Mitteln färbte. Schließlich ließ er es bleiben und verschob den Rest auf später. Seife würde das Problem schon lösen. Er nahm noch einen Schluck des Wassers und drehte sich zu einer leeren Parkbank um. Während er zu dieser herüber ging wischte er sich mit der linken Hand den Mund ab und zog mit der rechten sein Schwert aus der Scheide. Instinktiv drehten sich einige andere Shinobi nach dem Geräusch um und der Jou-nin lächelte etwas dümmlich während er zusätzlich noch entschuldigend die linke Hand hob. Spätestens nachdem er sich auf die Parkbank gesetzt hatte und aus einer seiner unzähligen Taschen seiner Kleidung einen Poliertuch herausgezaubert hatte war die Aufmerksamkeit der anderen Ninja wieder auf andere Dinge fixiert.
Das die Anderen doch immer so unglaublich angespannt sein müssen.
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BeitragThema: Re: Rokuhenkei no Sono   Sa Jun 23, 2012 12:54 am

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Eigentlich war dieses Aussehen untypisch für Madoka, auch wenn die Dame schwarze Haare hatte, die sie im Genjutsu spielte. Eine Shinobi-Uniform für den gut trainierten Körper, etwas knapp unten herum, um entsprechende Mittel zur Verfügung zu haben und ein charmantes, leicht tollpatschiges Lächeln, um auch die letzten Menschen in ihren Bann zu ziehen. Sie brauchte das nicht wirklich bei jedem zu versuchen, aber besser gänzlich unauffällig, als die Gefahr einzugehen, dass sie jemand unsympathisch fand und auf sie aufmerksam werden würde. Jedenfalls hatte sich die junge Frau in einen Park verirrt, der nicht gerade voll an diesem schönen Tag war, aber auch nicht so einsam wie ein Wald in Konohagakure. Gedankenverloren schlenderte die falsche Madoka über die zivilisierten Wege des Parks, schaute in die Bäume hinein, ob sich dort jemand verbarg und lächelte ihr falsches Lächeln. Ein wenig machte es doch Spaß, die Menschen mit diesen Genjutsus für Stimme und Aussehen zu täuschen, aber andererseits war es einfach nur traurig, nicht man selbst sein zu können. Wobei es in diesem Fall auch kein Selbst mehr gab. Es war nur eine Hülle, die noch durch sinnlose Gegenden wandelte.
Kurz ging Madoka vom Weg ab, lehnte sich verträumt lächelnd gegen einen dicken Baumstamm und drückte ihr Ohr gegen das Holz. Die meisten würden sagen, sie sähe friedlich und glücklich aus, aber das war nur Masche. Eine Facette, damit anderen dieses Glück interpretierten. Eigentlich wartete sie. Bis sie ein hohes Summen an ihrem anderen Ohr hörte, das ihr verriet, dass eine ihrer Mücken zurückkehrte. Wie sie diese Kuchiyose dort verehrte – niemand vermutete hinter diesen Tieren einen vertrauten Geist. Es war eine der sinnvollsten Entscheidungen, diesen Vertrag einzugehen, die Madoka jemals nach dem Tod ihrer Familie getroffen hatte. Nachdem der Informationenaustausch zwischen dem Tier und Madoka stattfand, öffnete sie wieder die Augen und bestritt weiter den vorherigen Weg. Die Mücke hatte ihr mitgeteilt, dass in Kumo nichts Auffälliges vor sich ging. Überall nur normale Bewohner, Shinobi mit freien Tagen und einige Idioten, die Unfrieden stifteten, aber das war egal. Eventuell war es mehr zu beachten, dass es zu ruhig war. Oder aber, dass die Missing-Nin etwas paranoid war. Sobald nichts los war, dachte sie schnell, sie wäre der Grund und überall lauerten schon die Feinde. Eine dumme Angewohnheit.
Schnell kam nun auch ein Brunnen näher, den die junge Dame vorher noch nicht gesehen hatte. Nebenbei holte sie ein Zopfband aus einer ihrer Taschen und band sich ihr Haar zu einem lockeren Pferdeschwanz. Ihr Gesicht wurde daraufhin von ein paar restlichen Strähnen freundlich umrahmt. Etwas orientierungslos trat sie an die Wasserquelle heran, als sie sie erreicht hatte, und steckte zwei Finger ins Wasser. Es war angenehm kühl, aber nichts, was wirklich beachtenswert war. In anderen Orten gab es genauso Wasser, wo man vielleicht gern drin baden würde. Seufzend zog Madoka ihre Hand wieder zurück und entschied sich für eine kleine Auffälligkeit, die als Charaktereigenschaft ihres neuen Seins dienen sollte. Sie setzte sich penetrant im Lotussitz vor den Brunnen und blockierte einigen Leuten auf einmal den Weg. Als gäbe es diese böse blickenden Menschen gar nicht, schaute sie sich ihre Fingernägel an und holte eine Feile vor, die sie vor einigen Wochen jemandem abgenommen hatte. Nun ging’s an die Maniküre auf offener Straße. Unterdessen überlegte die Schwarzhaarige sich auch einen Namen für ihr falsches Aussehen.
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BeitragThema: Re: Rokuhenkei no Sono   Mo Jun 25, 2012 10:23 pm

In das polieren seines Schwertes vertieft bemerkte Katzuko die Ankunft der Schwarzhaarigen erst gar nicht. Schließlich war der zentrale Platz des Parks auch gleichzeitig der am meisten Bevölkertste und der, durch den die meisten Leute liefen um andere Teile des Parks oder den Weg nach Hause zu erreichen. Zumal der Shinobi oft genug überall hin blickte und sich nahe an sein Schwert beugte um zu überprüfen, dass die Klinge auch wirklich gleichmäßig poliert war und überall ordentlich glänzte und das Sonnenlicht widerspiegelte. Erst als die junge Frau sich mitten auf den Weg setzte und so einige Empörungsrufe hervorrief - zugegebenermaßen nicht so viele wie Katzuko noch gerade eben als er ohne Vorwarnung seine Waffe gezogen hatte - war ihm die Frau aufgefallen. Gesehen hatte er sie noch nie, aber das hatte in einem Ninja-Dorf in dem Auftraggeber und Familienbesuche ein und aus gingen reichlich wenig zu bedeuten. Er konnte sich bei ihr zwar weder das Eine noch das Andere vorstellen, da sie aber keine Zeichen der Zugehörigkeit zu einem der Dörfer trug, waren es die wahrscheinlichsten Möglichkeiten.

Kurz blickte er der jungen Dame ins das ansehnliche Gesicht und blieb dann an dem einladenden Ausschnitt hängen. Nicht, dass der Shinobi etwas gegen nackte Haut gehabt hätte, aber manchmal fragte er sich doch, was manche Frauen mit einem derart großen Ausschnitt bewirken wollten. Auch die restliche Kleidung der Frau ließ der Fantasie nicht viele Lücken, die gefüllt werden müssten. Besonders auffällig war die kürze der Kleidung, die sie an den Beinen trug. Falls man das überhaupt als Kleidung bezeichnen konnte. Schließlich widmete der Shinobi sich wieder seinem Schwert. Es gab noch immer einiges zu tun, bevor das gute Stück ordentlich glänzte. Eines jedoch gab es, dass er sagen musste. Wer wäre er denn schon, wenn er sich zurück halten musste? Also sprach er die jugne Frau an, während er wieder mit dem Poliertuch an seiner Waffe herumarbeitete.

Weisst du, wenn du dich hinsetzen willst...dafür hat sich jemand mit viel Grips im Hirn einmal diese seltsamen Erfindungen wie die, auf der ich gerade sitze ausgedacht. Wir hier nennen das "Bank". Keine Ahnung, ob es das dort, wo du herkommen magst auch gibt. Zumindest werden diese "Bänke" dann dort platziert wo man sich hinsetzen kann, ohne das die Leute über einen drüber stolpern. Außerdem wird die eigene Kleidung nicht dreckig. Achja, wenn du deine Beine noch etwas weiter spreizt kannst du den Anwesenden hier gleich verraten, welche Farbe deine Unterwäsche hat. Nicht, dass es da nicht einige gäbe, die das brennend interessieren würde.
Dabei nickte er, ohne Aufzublicken, zu einer kleinen Gruppe junger Shinobi die die Frau anstarrten, als hätten sie noch nie eine Frau gesehen. Er hatte die Jungs bereits vor einiger Zeit bemerkt, wie sie die Frau nicht aus den Augen lassen konnten. Aber das hatte sie ja mit ihrer Kleidung provoziert und war sich wohl ziemlich bewusst, dass sie von einigen Leuten wegen ihres Äußeren und ihrer Freizügigkeit angestarrt wurde. Falls das nicht sogar der einzige Grund war, warum sie das tat: Vielleicht genoss Sie es ja, aufzufallen und im Mittelpunkt zu stehen? Es war schwierig diese Frau einzuschätzen. Der erste Gedanke, den Katzuko hatte war, dass sie sich reichlich wenig darum scherte, was Andere dachten. Sonst hätte sie sich nicht mitten auf den Weg gesetzt. Das wäre eigentlich auch eine andere Brauchbare Erklärung, warum sie sich so provokant anzog.
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BeitragThema: Re: Rokuhenkei no Sono   Di Jun 26, 2012 4:22 am

„Chikako, Izanami, Kameko, Jun, Etsuko, Kiyomi … Welchen Name sollte ich nehmen?“ Konzentriert auf diese Frage feilte Madoka ihre Nägel und holte die kleinen Mengen Schmutz hervor, um hübsche Finger zu haben, die ihr eigentlich vollends egal waren. Sie war für dieses Mal in eine selbstbewusste, kokette Rolle geschlüpft. Also musste der Name vom Klang ähnlich sein. Sie entschied sich letztlich für den Namen Michiko. Michi bedeutete immerhin schon „Schönheit“ und dieser Name wunderschönes, weises Kind. Was konnte man mehr wollen? Also vorstellen konnte sie sich immerhin schon mal. Das Problem lag jetzt nur bei ihrer Herkunft. Sie war hier weder bekannt, noch trug sie ein Stirnband. Sollte sie sich als Tochter von irgendwem ausgeben? Als Kurtisane? Als Geschäftsfrau? Okay, Letzteres käme wohl eher mies rüber in diesem knappen Aufzug. Kurz pustete Madoka über die Nägel ihrer rechten Hand, dann begann sie mit der linken Hand, um weiter zu überlegen. Rein gekommen war sie in das Dorf simpel wie dumm. Einem willensschwachen Shinobi war sie nachts an der Mauer zu Kumo begegnet. Logischerweise hatte er sie erst ermahnt, sich hier nicht herumzutreiben und gedroht, sie festzunehmen und auszuliefern. Doch dank des Genjutsus verstellte Madoka ihre Stimme so, dass sie unschuldig und hilflos klang. Außerdem wirkte sie jünger als 29 Jahre und mit dem richtigen Auftreten unerfahren. Der Mann wusste, dass er einen Fehler beging, aber sein Mitleid war Madokas Eintrittskarte und mit einem falschen Namen ließ sie sich registrieren. Taktischerweise hatte sie vorher eine Frau aus Kumo umgebracht, um sich in ihrem Namen ins Dorf einzuschmuggeln. Die Leiche schwamm irgendwo in den Weiten Richtung Kirigakure. Bei dieser Erinnerung fiel der 29-Jährigen auch wieder ein, dass es schlauer war, sich Izanami zu nennen, da die Tote genauso hieß und sie sich so hatte registrieren lassen. Glücklicherweise war sie eine Zivilistin gewesen und keine Kunoichi. So besaß sie auch kein Stirnband. Wahrscheinlich würde es nicht lange auf sich warten lassen, dass einige Bekannte der Toten Fragen stellten. Wenn dann herauskam, dass jemand unter völlig anderem Aussehen in der Stadt war, war es an der Zeit, das Weite zu suchen. Aber diese Zeit ließ noch auf sich warten. Madoka war erst seit zwei Tagen hier und bisher hatte sie nur die Erfahrung gemacht, dass es mindestens eine Woche dauerte, ihrem fehlerhaften Aufenthalt auf die Schliche zu kommen.
Beruhigt und sicher pustete sie nun auch die linke Hand ab und packte die Feile in eine kleine Tasche an ihrem kurzen Rock. Die Pfiffe einiger Jungen, komische Blicke neidischer Frauen und Sprüche anderer waren ihr entgangen. So etwas hatte sie gelernt, perfekt auszublenden, wenn sie scharf überlegte. Als die junge Missing-Nin jedoch direkt von einem jungen Mann mit Schwert angesprochen wurde, der auf einer Bank saß sowie ihr erklärte, wofür diese hergestellt wurden, grinste sie ihn einfach überselbstbewusst an. „Ach, wissen Sie …“, fing sie an, setzte sich auf und gestatte es sich selbst, sich neben ihn auf die Bank zu setzen. Ihr breites Lächeln behielt sie bei, was wohl auch ein wenig andeutete, dass sie gewisse Vorzüge hegte, sich zu unterhalten. „Ich weiß schon, was eine Bank ist und wozu sie dient. Auch kenne ich Stühle, Schaukeln, Wippen, Sitzecken, Sofas, Drehstühle, Ohrensessel, Liegestühle und so weiter.“ Kurz räusperte sie sich unauffällig, dann beugte Madoka sich vor. Sie stützte ihre Ellenbogen auf ihren Knien ab und ihr Kinn mit ihren Handflächen. Dabei hatte sie das Gesicht zu dem Mann gedreht und sah ihn seitlich an. Unverblümt fügte sie hinzu: „Und wenn Sie wissen möchten, welche Farbe meine Unterwäsche hat, fragen Sie doch gleich und schieben es nicht so anderen zu, um es doch auf indirektem Weg erfahren zu können, hm?“ Das Hm sprach sie mit einem süßliche Unterton und etwas Ironie. Es war für die echte Frau hinter dieser falschen Fassade mal wieder ein Lächeln wert, dem Mann mit einem Schauspiel zu begegnen.
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BeitragThema: Re: Rokuhenkei no Sono   Mi Jun 27, 2012 10:47 am

Die Unbekannte hatte mit ihren Erklärungen aufgehört, doch da saß Katzuko noch immer wie gebannt über seinem Schwert und polierte es praktisch Millimeter für Millimeter ab. Er war sich gar nicht sicher, ob er alles genau verstanden hatte, was die Frau gesagt hatte, aber er ging nicht davon aus, dass das unbedingt notwendig war. Er beugte sich tief über die Klinge und ließ sie sich mehrmals im Sonnenlicht widerspiegeln. Er runzelte die Stirn und blickte plötzlich sehr unzufrieden drei. Mit seinem Fingernagel begann er dann an einer Stelle nahe der Spitze der Waffe herumzukratzen und schnaubte schließlich verärgert.
Schon wieder ein Kratzer. Wo kommt der denn schon wieder her?!
Er nahm das Poliertuch zur Hand und begann wie ein Wahnsinniger an der Stelle herumzuwischen. Erfolglos. Das würde man nur mit dem richtigen Werkzeug halbwegs behandeln können. Wo hatte er sich den Kratzer denn diesmal wieder eingefangen? Beim Training? Wohl kaum, da hatte er mit der Waffe nirgends dagegen geschlagen. Dann wohl bei der letzten Mission. Ja, da hatten sie gegen einige bewaffnete Gegner gekämpft. Vielleicht von der Axt des Fetten, der bei der Bande dabei war? Ja, das war möglich.
Wenn er nicht schon tot wäre, würde er ihm jetzt die Pest an den Hals wünschen. Einfach so die Waffen seienr Gegner zu beschädigen, wenn man dann doch keine Chance hatte die Auseinandersetzung zu überleben - nicht unbedingt gute Manieren.

Ach, weißt du, wenn ich die Farbe deiner Unterwäsche herausfinden wollte, gäbe es da sicherlich bessere Mittel wie zu versuchen es auf andere zu schieben.
Erneut widmete er sich seiner Waffe und begann mit dem Poliertuch darüber zu streifen. Er wusste genau, er würde jetzt keine Ruhe finden, bevor das Stück tödliche Metall nicht in der Sonne glänzte wie der schönste Schmuck einer Frau eines Daimyo. Nicht nur sah das gut aus, sondern es verhinderte auch Rost und bot einem zusätzliche Verwendungsmöglichkeiten im Kampf: Man konnte den Gegner blenden oder die Waffe als rudimentären Spiegel verwenden. Außerdem ist es dann doch irgendwie furchterregender mit einer heilen Waffe zu kämpfen wie mit einem verrosteten Stück Dreck.
Ich dachte mir nur, ich mache dich darauf Aufmerksam, dass deine Körperhaltung und dein gewählter Sitzbereich sozusagen Suboptimal waren. Fremden gegenüber sollte man schließlich immer freundlich sein.
Schließlich drehte er die Waffe auf dem Schoss herum und begann die andere Seite mit dem Tuch zu bearbeiten. Für ungeübte Augen musste es so aussehen als wäre es ein absolut sinnloses Unterfangen: Die Waffe glänzte bereits im Schein der Sonne. Trotz allem schien der Shinobi immer wieder Stellen zu finden, die ihm nicht gefielen und von denen er zu glauben schien, sie seien angelaufen und müssten poliert werden.
ich gehe zumindest davon aus, dass du eine Fremde bist, gesehen habe ich dich hier jedoch noch nie. Eine Shinobi scheinst du auch nicht zu sein, zumindest trägst du kein entsprechendes Zeichen. dabei tippte er mit dem Daumen rechten Hand gegen das aufgenähte Eisenzeichen von Kumo Gakure auf seinem rechten Oberarm, wobei er sich regelrecht verrenkte.
Nicht, dass ich etwas gegen Fremde einzuwenden hätte.
Abermals beugte er sich über die Waffe und begann darüber zu wischen während er noch eingie Dinge vor sich hin murmelte die wohl den Zustand der Waffe betrafen. Scheinbar war er ganz und gar nicht damit zufrieden, obwohl sie glänzte und spiegelte und kein Fleckchen Rost zu sehen war.
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BeitragThema: Re: Rokuhenkei no Sono   Do Jun 28, 2012 4:01 am

Als der Mann erwähnte, dass es auch noch andere Wege gäbe, lehnte Madoka sich zurück, verschränkte die Arme unter der Brust und legte ihre rechtes Bein über das andere. Mit hochgezogener Augenbraue beobachtete sie zweifelnd das Unterfangen, ein Schwert zu säubern, das schon vollkommen sauber war. So fanatisch kümmerte sie sich ja nicht mal um ihr Daichi no Ken. Wenn das irgendwo gegenschlug, blieb es dank ihres Kampfstils eh heil, aber wenn es schmutzig wurde, tauchte sie es einmal kurz irgendwo ins Wasser und ließ es vor sich hin trocknen. Ein Schwert und dessen Klinge waren doch kein Kätzchen, das man beherbergen und füttern musste. Oder sah der Kerl hier das anders? Was brachte es ihm, wie ein Besessener auf der Klinge herum zu rubbeln? Nun hob die 29-Jährige auch die zweite Augenbraue an, was ihre Verwunderung am deutlichsten zeigte. Als der Typ seine Klinge kurz gegen die Sonne drehte, zuckte Madoka zusammen, weil die Strahlen zu ihr gebrochen wurden, sodass sie für einen Bruchteil vollends geblendet war. Ja ja, sie wusste doch, dass schönes Wetter war, das musste man ihr nicht in die Augen sagen. Dann blickte sie wieder zu ihm und sprach: „Hey, ich bin immer freundlich, ja? Ich habe mich lediglich auf den Boden gesetzt und das ist weder verboten, noch moralisch verwerflich. Jetzt können ja auch alle zufrieden sein, ich hab‘ mich ja auf die Bank gepflanzt.“ Skeptisch beäugte sie die Personen, die um sie herum liefen. Einige Paare musterten sie aus den Augenwinkeln. Manche Jungs hatten durchaus einen positiven Blick übrig, ihre Partnerinnen zeigten aber nur Verachtung. Gedankenverloren senkte die Schwarzhaarige den Kopf und sah auf ihren Ausschnitt. War er wirklich etwas zu tief geraten? Aber sonst starrten doch eh alle immer irgendwohin. Was war an ihr jetzt so besonders? Ahnungslos murmelte sie: „So viel sieht man doch gar nicht.“ Danach hob sie wieder ihren Kopf und schaute zu ihrem Sitznachbar, der weiterhin wie ein Hexer nach seinem Zauberstab nach Flecken oder sonstigem auf dem Schwert suchte. „Na ja, nicht wirklich fremd. Sie haben mich vielleicht noch nie gesehen, aber ich komme aus Kumo. Ich bin eine Zivilistin, deshalb habe ich kein Stirnband. Ich hätte schon gern eins, Kumo ist ein tolles Dorf, aber mit meinen miesen Talenten kann ich niemanden überzeugen. Vor zwei Jahren habe ich bei einer Übung das Kunai fallen lassen. Hab mich vor was erschrocken. Das Ding ist mit der Spitze in meinem Zeh gelandet und ich konnte mehrere Tage nicht laufen.“ Gekonnt erzählt, gut gelogen. So lobte Madoka sich ihre falschen Identitäten. Und dass diese hier etwas naiv und tollpatschig wirkte, war nur der Fassade gegenüber unterstützend. Nun lächelte sie den Mann an und stellte sich vor: „Ich heiße übrigens Izanami.“
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BeitragThema: Re: Rokuhenkei no Sono   So Jul 01, 2012 9:57 pm

Seufzend steckte Katzuko das Poliertuch zurück in eine seiner unzähligen Hosen und Jackentasche und betrachtete noch einmal sein Werk. So richtig zufrieden war er damit noch nicht. Stellenweise wurde es einfach nicht so wie er es wollte, und die Kratzer und Macken würde er wohl oder übel mal wieder vom Schmied ausbessern lassen müssen. Der würde den Shinobi wieder blöd anschauen, wenn er schon wieder auftauchte. Er war ja erst vor fünf Tagen, vor seiner letzten Mission dort gewesen. Aber es ließ sich nicht ändern: Ein Shinobi musste sich immer um seine Ausrüstung kümmern.
Schließlich stand er auf und liess das Schwert wieder geräuschvoll in die Schwertscheide gleiten. Dann deutete er eine Verbeugung.
Katzuko. Maruyama Katzuko nennt man mich. Jou-Nin von Kumo Gakure. Aber das sieht man ja.
Dann setzte er sich wieder hin und betrachtete sein Gegenüber noch einmal genauer. Nein, gesehen hatte er sie definitiv nicht, daran würde er sich erinnern. Aber er kannte auch keine Izanami, von daher lies es sich auch nur schlecht beurteilen, ob sie log. Naja, vielleicht sollte er sich lieber Gedanken darum machen, ob diese Izanami denn Gründe dafür hätte, zu lügen. Zumindest auf Anhieb würde ihm keiner Einfallen der nicht absolut übertrieben oder unrealistisch wäre. Während er mit der linken an einem seiner zahlreichen Ohrringe herumspielte blickte er zum Himmel und legte die Stirn in Falten. Warum musste es denn heute so hell sein?
Weisst du Izanami, es gibt so viele Luschen unter den Shinobi in Kumo Gakure, da kommt es auf eine mehr oder weniger auch nicht an. Es bekommt schließlich jeder die Missionen, die er schaffen kann, aber das solltest du ja wissen. Und wenn ich mir anschaue wie schief die ersten Versuche mancher Gen-Nin mit richtigen Nin-Jutsu schiefgehen ist ein fallen gelassenes Kunai wirklich noch lächerlich im Vergleich.
Dann senkte er den Kopf und blickte auf den Kiesboden vor sich.
Und nein, es ist nicht verboten sich auf den Boden zu setzen. Manche Leute würden aber sagen, es in derartiger Kleidung die nicht viel zum Vorstellen lässt zu tun ist verwerflich. Schließlich erleichtert es es den vorbeilaufenden ungemein dir in den Ausschnitt zu starren, wenn du auf dem Boden sitzt.
Dann zog er mit der rechten Hand eines seiner chakraleitenden Kunai aus der Hosentasche und gleichzeitig mit der linken abermals das Poliertuch. Es gab schließlich noch viel Arbeit zu tun, so das der Shinobi schon wieder damit anfing eine Waffe zu polieren, die eigentlich schon völlig sauber war.
Aber ist ja auch egal. Was tust du denn sonst so hier in Kumo, wenn du deine Ausbildung zum Shinobi aufgegeben hast? Wie eine Bäuerin oder Handwerkerin siehst du ja nicht aus. Bedienung in einem Teehaus oder einer Bar vielleicht? Oder sogar Kurtisane? Beim letzten Wort blickte Katzuko Izanami noch einmal an und ließ einen Blick über ihre Kleidung gleiten der "Würde zumindest die Aufmachung erklären." zu sagen schien
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BeitragThema: Re: Rokuhenkei no Sono   Mo Jul 02, 2012 1:14 am

Er war also nicht der Typ für höfliche Umgangsformen und blieb bei seinem Du für Madoka. Dann sollte es ihr recht sein und sie duzte ihn ebenso, denn es war eigenartig das nicht zu tun, wenn es aber bei einem selbst gemacht wurde. Zudem schien er generell nicht viel von Zurückhaltung zu verstehen und sprach sie gleich wieder auf ihren Ausschnitt an. Nun mal ehrlich, er war tief, aber er war hübsch. Das ganze Outfit war trotz Knappheit eigentlich stilistisch einwandfrei sowie farblich aufeinander abgestimmt. Es gab keinen Grund, zu meckern, es sei denn, dass manche einfach zu unfähig waren, ihre Augen bei sich zu behalten. Dafür konnte Madoka ja nichts. Aber immerhin hatte er sich von Ruhe umarmen lassen und sein verdammtes Schwert weggepackt. So ruhig die Schwarzhaarige auch war, es war wie das Kratzen von Nägeln auf einer Tafel, wenn er andauernd ein sauberes Schwert polierte. Oder auch wie wenn man zwei Glasplatten aufeinander bewegt und sich zwischen ihnen Sandkörner befinden. Das quietschte grässlich. Interessant wurde es dann wieder, als der Herr sich als Jonin vorstellte. Sicherlich war er talentmäßig mehr in Richtung Kenjutsu gegangen, aber trotzdem folgerte die letzte Nachfahrin der Shionoya-Familie, dass sie ihn locker übertraf. Es wäre sinnlos, wenn sie jemanden finden würde, der stärker wie sie im Kenjutsu war. Immerhin war sie laut ihrer Kenntnis die allererste Doton-Schwertkämpferin. „Aber man darf auch nicht vergessen, Katzuko, dass Genin junge Kinder sind. Man kann von einem schüchternen Mädchen nicht erwarten, dass sie vor allem bei einer Prüfung über sich hinauswächst, so sehr man sie auch als sympathischer Lehrer ermutigen konnte. Ich selbst habe eine Nichte, die momentan Akademieschülerin ist und sie entspricht diesem Klischee. Es wäre dumm, zu glauben, dass sie mit ihrem ersten Ninjutsu vor drei Prüfern Erfolg haben wird. Jeder ist individuell, genau wie unsere Kinder.“ Das musste sie einfach loswerden, als er gesagt hatte, es wäre lächerlich, ein Kunai fallen zu lassen. Glücklicherweise hatte sie genug Informationen über die Familie von der Frau, die sie getötet hatte, und konnte sich dort auch einschleichen, als wäre sie das Original. So entsprach es eigentlich der Wahrheit, dass sie eine Nichte hatte. Doch dann fragte Katzuko nach ihrer Berufung oder allgemein eher danach, was sie tat, wenn sie sich so kleidete. Hatte sie etwas richtig gehört? Er glaubte, sie wäre eine Kurtisane? Nun ja, das Wort war schmeichelhaft, aber wenn man es modern aussprach, käme es der allbekannten Prostituierten gleich und das war weitaus weniger schön. Als sie dann noch seinen Blick bemerkte, zog sie etwas beschämt lächelnd eine Augenbraue nach oben. Er hielt wirklich nichts von Zurückhaltung genau wie die Tote, die auf den Wegen nach Kirigakure im Ozean verfaulte. „Als wäre ich eine, die für Geld ihre Beine spreizt, also bitte. Auch wenn du glaubst, ich ziehe mich absichtlich so freizügig an, hat das keinen Grund. Ich bin weder so eine spezielle Bedienung noch irgendeine Kumo-Dorfmatratze. Hobbymäßig bin ich Sängerin, wenn es dich interessiert, aber davon wissen nur Freunde und Familie. Ich versuche mich ab und an irgendwo, aber mit einer schönen Stimme kommt man eben nicht weit, wenn die Leute andere sehen wollen, die mit Fäusten und Chakra argumentieren. Was eigentlich recht schade ist, da Shinobi eh nur sinnlos für ihre Städte sterben, da die Politiker zu feige sind, ihren Arsch zu rühren.“ Vielleicht hätte sie das nicht so ausdrücken sollen. Nun bestand Gefahr, sich verdächtig zu machen, denn die richtige Izanami war ein Mädchen mit weniger Kraftausdruck gewesen. Na ja, man kannte einen Menschen nie wirklich. Ihre Familie würde nicht allzu überrascht sein.
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BeitragThema: Re: Rokuhenkei no Sono   Di Jul 03, 2012 10:33 pm

War er mal wieder zu weit gegangen, oder warum reagierte die Fremde derartig aggressiv auf seine Frage? Es wurde wirklich Zeit, dass er mal lernte, seine Zunge zu hüten. Zumindest Fremden gegenüber, bei denen er nicht wusste, wie viel Spaß sie verstanden und wie weit er gehen konnte.
Ich bin damals auch oft genug durch die Ge-Nin Prüfung gefallen. Das hat nichts mit dem Können des angehenden Shinobi zu tun oder mit seinem Alter. Es ist alles eine Frage danach, ob man seine eigene Stärken und Schwächen kennt. Wer diese nicht verinnerlicht hat und Weiß, wie er sie einsetzen muss, wird scheitern. So wie du, als du das Kunai hast fallen lassen. Du wusstest, dass du schlecht im Umgang mit Wurfwaffen und noch dazu sehr nervös bist. Aber du hast es nicht verinnerlicht und bist deswegen gescheitert. Wenn du es verinnerlicht hättest, hättest du deine Schwäche zwar nicht negieren können, aber du hättest anders während der Prüfung reagiert und gearbeitet.
Das ist das Einzige, dass manche der jungen Akademieschüler nicht verstehen. Aber es wird in der Akademie auch nicht gelehrt und das ist das wahre Problem. Ein Shinobi der seine eigenen Stärken und Schwächen nicht kennt, ist zum Scheitern verurteilt.

Schließlich lehnte er sich auf der Bank zurück und ließ den linken Arm über die Lehne hinter sich baumeln. Ja, er erinnerte sich noch gut daran, wie seine Eltern damals Stolz waren als Takeshi seien Ge-Nin Prüfung bestanden hatte und wie er ihn beneidet hatte. Aber es hatte nichts an seiner eigenene Beziehung zu ihm geändert. Ja, statt sich in seinen Schatten drücken zu lassen hatte er sich voll auf ihre gute Beziehung zueinander gestützt und hatte zusammen mit Takeshi nur noch härter daran gearbeitet, dass er seine Ge-Nin Prüfung bestehen würde. Schließlich war es ihr gemeinsamer Traum gewesen, zusammen Shinobi zu werden.
Takeshi....
Für kurze Zeit musste der Jou-Nin einen etwas kränklichen Ausdruck auf dem Gesicht gehabt haben wie er da so saß und in den Himmel stierte. Schnell fing er sich wieder, setzte das übliche lächeln auf und blickte wieder zu Izanami herüber.
Aber wie dem auch sei. Ich würde dir raten, nicht so über die Shinobi zu reden. Nicht nur, dass du da mit mir schlechte Karten hast, sondern du beleidigst damit auch noch alles wofür deine Vorfahren gekämpft haben, ja wofür deine Nicht in der Zukunft einstehen wird.
Dann machte er eine ausschweifende Handbewegung um sozusagen den gesamten Park und sogar das Dorf in seine Belehrung einzuschließen.
Es sind Shinobi verletzt worden und gestorben um all das hier zu erschaffen. Ohne unsere Kämpfer wäre Kumo schon längst von einer der anderen Nationen erobert worden. Das wäre sicherlich für die Zivilisten hier nicht sehr erstrebenswert. Vor allem für eine Frau sollte der Gedanke an eine feindliche Übernahme sehr negative Gedanken aufrufen. Also passe auf was du sagst.
Nein, er würde es nicht zulassen, dass diese Sängerin das gesamte Dorf, ja sogar die Insitution der Shinobi schlechthin derartig leichtgläubig beleidigte. Dafür war er viel zu oft verletzt worden. Und dafür war Takeshi gestorben.
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BeitragThema: Re: Rokuhenkei no Sono   Mi Jul 04, 2012 4:43 am

„Ich sagte ja auch extra, dass jeder individuell ist, Katzuko“, betonte Madoka auf die Erzählung seinerseits. Er ist oft durch die Genin-Prüfung gefallen? Mitunter fragte sie sich, wie so etwas überhaupt passieren konnte. Diese Prüfungen hatten schon einiges an sich, was man wissen musste, jedoch gab es genug Personen, die einem das nötige Wissen vermittelten, um es locker zu schaffen. Als Madoka selbst damals zu den Genin-Prüfungen gereist war und mit einem fremden Team arbeiten musste, hatte sie von ihrem Vater auch genug erzählt bekommen, um es zu schaffen. Sie war weitergekommen, aber ihre Mitstreiter hatten kläglich versagt, weil sie einfach nur Angst hatten. Das junge Mädchen hatte damals den meisten Mut von allen besessen und hat sich um einen verletzten Mann gekümmert, der nur ein Genjutsu war. Die Sensei aus anderen Teilen Tsuchi no Kunis hatten den zwei Jungen wohl oft gesagt, man dürfe auf keine Täuschung hineinfallen, aber als die junge Madoka noch ihre Gutherzigkeit besaß, blieb sie bei dem Genjutsu, was die Prüfer beeindruckt hat. Und die einen sahen es als Schwäche, ein Genjutsu nicht zu erkennen, andere als Stärke trotz Gefahr einem Menschen zu helfen. Ruhig nickte die Missing-Nin für sich und schloss erinnernd die Augen. Wie es damals gewesen war, das konnte sie sich heute nicht einmal mehr perfekt ausmalen. Nachfühlen schon gar nicht mehr, denn meistens erfüllte sie nur schlimme Nostalgie. Nebenbei hörte sie Katzuko weiterhin zu und sah ihn dann wieder an, als er offensichtlich gekränkt war und sie warnte, nicht schlecht über Shinobi zu sprechen. Doch gerade diese waren es – so glaubte Madoka –, die ihre gesamte Familie getötet hatten. Ein Nuke-Nin war zuvor nämlich auch stets ein Shinobi mit Ehre gewesen und es waren sicherlich welche, da sonst wenigstens die Ninjas aus Madokas Familie sich hätten wehren können. Bei den durchschnittlichen Menschen war es leichter gewesen. Mit leicht verbitterten Gedanken presste sie die Zähne aufeinander, während ihr die Haare ins Gesicht fielen, sodass man dies nicht von Katzukos Seite aus sah. Sollte sie diese Mörder ehren? Sollte sie Shinobi lieben und wahren, die ihre Tante wie ein hilfloses Tier ertrinken ließen? „Und was sind für dich die Feinde, Katzuko? Wer sind die, die du tötest, um deinem Volk zu helfen?“, zischte Madoka beinahe und krallte ihre Nägel in ihre Oberschenkel. Schnell ermahnte sie sich jedoch. Sie musste sich entspannen, bevor sie ihre Fassade verlor. Ruhig atmend lehnte sie sich gegen die Lehne der Bank, legte den Kopf in den Nacken und lächelte sanft mit den geschlossenen Augen, während der Weißhaarige ihr ins Gesicht blicken konnte. „Jeder Feind, den du tötest, wird dir neue Feinde bringen. Wenn du einen Konoha-Nin tötest, der Kumogakure ausspioniert, dann wird er Angehörige haben, die dich töten würden. Ich bezweifle, dass die meisten es könnten, aber so entsteht doch dieser ganze Kreislauf erst. Der eine sieht den anderen als Feind und so entstehen Hass und Krieg. Die meisten Nuke-Nin haben ihre Ehre aufgegeben, weil sie Rache wollen. Und Rache ist die primitivste Art der Liebe, die es gibt und auch die deutlichste – selbst, wenn man nur sich selbst liebt. Werde ich irgendwann getötet, würde meine Nichte auch denjenigen aufschlitzen, der es getan hat und so geht es immer weiter.“ Kurz seufzte die junge Frau und drehte dann den Kopf mit einem traurigen Lächeln zu Katzuko. „Also ist es wirklich so toll, Shinobi zu sein? Sollte ich dich wirklich dafür ehren, dass du ausgebildet worden bist, um im Namen deines Dorfes andere Shinobi zu töten?“
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BeitragThema: Re: Rokuhenkei no Sono   Fr Jul 06, 2012 1:42 pm

Kurz verengte Katzuko die Augen zu schlitzen. Dafür, dass Izanami kein Shinobi war, hatte sie sich ganz schön viele Gedanken darüber gemacht, was es bedeutete, ein Shinobi zu sein. Was es bedeutete zu leben, zu kämpfen, zu sterben für das eigene Dorf. Katzuko stimmte zwar mit ihr nicht überein, aber dennoch zeugten ihre Aussagen davon, dass das was sie sagt nicht einfach so in Rage dahingeredet ist. Ein verstorbener Verwandter vielleicht? Ehemann? Sohn?
Und woher kommt das plötzliche Gerede über die Nuke-Nin? Was hatte sie als Zivilistin denn mit dieser Thematik zu tun? Ein höchst interessantes Thema, wie der Jou-Nin fand.
Du magst recht haben. Das Leben eiens Shinobi ist nicht so schön und romantisch wie es immer dargestellt wird. Spätestens wenn man zum Chuu-Nin ernannt wird, hört der Spaß auf und der Ernst beginnt. Kampf, Krieg, Tod. jedes gefecht könnte das Letzte sein und wie du sagt, jeder getötete Shinobi bringt neue Feinde mit sich. Doch hast du einmal darüber nachgedacht, was passiert wenn die Shinobi die Verteidigung ihres Dorfes doer Landes vernachlässigen? Wenn die Shinobi anderer Länder ungehidnert durch die Wälder und Auen streifen könnten? Vermutlich wäre niemand mehr sicher und die Verluste unter den Zivilisten wären enorm. Zivilisten unter denen sich genügend Leute befinden, die zur eigenen Familie oder zum Freundeskreis gehören. Ist es nicht Wert, für deren Sicherheit zu leben, zu kämpfen und sogar zu sterben? Ist es nicht das,w as einen Shinobi ausmacht?
Ein gedrungener Mörder ohne Ziel und Zweck außer Rache. Das kann schließlich jeder sein. Doch seinem Leben als Shinobi einen tieferen Sinn zu geben. Das ist etwas, woran viele scheitern.

Katzuko seufzte kurz und spielte in Gedanken an seinen Ohrringen herum. Ja, er kannte genügend Shinobi die ihre Befehle der Befehle wegen ausüben, nicht weil sie einen wirklichen Sinn dahinter sehen.
Theoretisch ist das Shinobi-Dasein nichts anderes wie jeder andere Beruf auch - Bäcker, Zeitungsausträger, Büroangestellter. Nur die Ausbildung und die Ethik die dahitner steckt, macht den Unterschied. Und gleichzeitig ist es auch der Punkt, der es für viele Leute schwer macht, ein Shinobi zu sein. Eien Ausbildung zum töten verlangt ein weitaus vorsichtigeres Auftreten während der "Arbeit" wie andere Berufe. Daher gibt es genügend die Scheitern oder es in ihrer Karriere nicht weit bringen. Und natürlich die Nuke-Nin, die du angesprochen hast. Abschaum, der sein Dorf verrät und nur noch für niedere Motive lebt - Hass, Geldgier, Rachsucht. Sie sind vermutlich diejenigen, die am wenigstens für den beruf des Shinobi geschaffen sind.
Ja, man könnte wirklich sagen, dass die Nuke-Nin den genauen Gegenpol zu dem Darstellen, das Katzuko als Ideal des Shinobi ansieht. Aggressivität gegen Schutz. Selbstsucht gegen Opferbereitschaft. Überlebensinstinkt gegen Pflichterfüllung.
Er hatte die Nuke-Nin nie verstanden. Er würde ihre selbst ernannten Ideale wohl auch nie verstehen. Ja, eigentlich war es ein Wunder, dass Katzuko es sich in seiner Ausbildung zum Shinobi nicht zur Aufgabe gemacht hatte, Nuke-Nin zu jagen. Vermutlich liegt es daran, dass seine eigene "Arbeitsmoral" erst nach dem Tod seines Bruders derart feste Formen angenommen hatte.
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BeitragThema: Re: Rokuhenkei no Sono   Fr Jul 06, 2012 11:10 pm

Als die junge Frau das Gerede über Nuke-Nin hörte, konnte sie kaum verstehen, was Katzuko für ein Bild von diesen Menschen besaß. Mörder mit primitiven Beweggründen und am wenigsten geeignet, Shinobi zu sein? Da war sie aber komplett anderer Meinung. Mitunter besaßen Nuke-Nin sogar mehr Ehrgefühl als irgendwelche Anbu oder Shiruma, die aus Treue zu ihrem Vorgesetzten töteten. Diese gaben vielleicht auch den Befehl, eine Familie mitsamt den Kindern umzubringen und ohne Bewertungsfaktor seitens der Shinobi wurde einfach ein Blutbad angerichtet. Unschuldig mochten auch Kinder nicht immer sein, aber trotz dessen waren sie die Zukunft eines jeden Dorfes und die Zukunft der Menschen töten zu wollen war das Verwerflichste überhaupt. Dann wurden solche Seelen wie Madoka geboren, die nur noch in der Vergangenheit lebten und sich an Fragen klammerten, die ihr komplettes Handeln beeinflussten. Niemand würde sie davon abbringen, herauszufinden, warum man ihre ältere Schwester und ihren kleinen Bruder getötet hatte. Zwei Zukünfte, die Tsuchi no Kunis genommen worden waren. Zwei Leben, die man in die weiten Sphären des Kosmos hatte schwinden lassen. Und zwei Seelen, die nun friedvoll in einem anderen Leben nach Erfüllung suchten, da ihnen die Chance in diesem irdischen Dasein genommen worden war. Es gab für die Letzte der Shionoya’s immer noch keinen Grund, irgendeinen Shinobi restlos zu ehren. Ihnen wurden Jutsus beigebracht, damit sie ihren Vorteil hatten, Chakrakontrolle, damit sie perfekt angreifen konnten, Ränge, damit man einschätzen konnte, wer am fähigsten war, zu töten. Und dieses System beherrschte die Köpfe der Menschheit. „Ich stimme da wirklich nur teils mit dir überein. Du nimmst den Tod anderer immer noch in Kauf, um andere zu retten. Das hat für mich nichts mit Ehre oder Ethik zu tun. Zu töten, um andere zu retten, ist das inhumanste, was ich mir vorstellen kann. Lediglich der Freitod für einen anderen Menschen ist ehrenhaft, wenn du mich fragst. Wenn man selbst stirbt, um jemanden zu retten. Denn nur man selbst kann so anderen die Last ersparen, ob dieser einen getötet oder erlöst hat.“ Madoka verlor ein wenig den Überblick über das, was sie sagte. Sie seufzte und schloss die Augen, bevor sie ihre Beine wieder nebeneinander platzierte, statt sie zu kreuzen. Er hatte davon gesprochen, dass Nuke-Nin keine Ehre besaßen. Eventuell sollte sie dort ansetzen. Die Unterhaltung war wirklich interessant. Vielmehr diese Diskussion um Ehre und das Shinobi-Dasein. Sie war ja selbst einst Jonin gewesen. Sie wusste, um was es ging, aber als getarnte Izanami durfte sie ihn das natürlich nicht wissen lassen. Vielleicht nur die Täuschung, dass sie nie eine Ausbildung zum Ninja machte, aber trotz dessen immer heimlich geübt hat. Dann konnte sie eigentlich alle Fähigkeiten haben, die man sich erdenken konnte. Es verbot einem ja niemand, in der Freizeit Taijutsu oder so zu üben oder? „Ich weiß nicht wie ich dir zeigen könnte, dass Nuke-Nin nicht so etwas wie eine niedere Rasse der Shinobi sind, da ich glaube, dass diese manchmal bessere Shinobi wären, wenn ihnen keine andere Instanz das Leben versaut hätte. Es gibt immer Gründer, jemanden zu verraten, auch wenn ich es höchst verachte, wenn man das tut. Der Mensch kommt mit Ehre zur Welt und von sich selbst aus verliert er sie nie. Dies geschieht immer durch andere, die ihn beeinflussen. Auch wenn die erste Handlung von ihm selbst kommt, liegt der Grund bei der Gesellschaft.“ Dann senkte Madoka ihre Stimme, um in einer Lüge eine halbe Wahrheit zu erzählen. Vielmehr murmelte sie gedankenverloren, aber dennoch konnte Katzuko sie verstehen. „Hätten andere keinen Hass gegen meine Familie gehabt, wären so einige Dramen mit einem Happy End geendet.“
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BeitragThema: Re: Rokuhenkei no Sono   Sa Jul 14, 2012 12:08 pm

Während er die junge Frau weiterhin freundlich anschaute und lächelte brodelte es im Inneren des Jou-Nin. Er wurde aus dieser Izanami einfach nicht schlau. Irgendetwas stimmte hier nicht und es begann extrem fischig zu riechen. „Hätten andere keinen Hass gegen meine Familie gehabt, wären so einige Dramen mit einem Happy End geendet.“. Was sollte das bitte bedeuten? Irgendein Familiendrama hier in Kumo? Wann sollte das gewesen sein? Irgendwann nach ihrer Geburt, das steht fest. Aber Katzuko konnte sich einfach nicht daran erinnern, dass er irgendwann einmal etwas davon gehört hätte. Gedankenverloren spielte er an einem seiner Ohrringe und begann schon beinahe damit, ins Leere zu starren.
Er musste für Izanami wirklich dümmlich aussehen, aber was soll's.
Ich muss dich leider enttäuschen. Das Einzige was man mit einem Selbstopfer bewirkt ist oft, dass es zwei tote gibt. Dich und den oder diejenige den du beschützen wolltest. Das heißt noch lange nicht, dass man es nicht versuchen sollte, jemanden mit dem eigenen Leben zu retten. Aber es unnötig zu opfern bringt niemandem etwas.
Ja, genau. Das solltest du dir vielleicht einmal für die nächste Mission merken, bevor du wieder drei mal kurz davor bist deinen Kopf zu verlieren. Dummkopf.

Aber ich fürchte, wir kommen dabei nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Ebenso wird es uns auch mit dem leidigen Thema Nuke-Nin ergehen. Ich kann dir leider absolut nicht zustimmen. Die Entscheidung, was jemand tut - ob er einen Verrat begeht und seine Ehre verliert oder nicht - liegt immer in der Hand der Person selbst. Natürlich, andere mögen einen in diese Situation zwingen, aber die Entscheidung können sie einem doch nicht aufzwingen. Einen Ausweg gibt es immer. Aber was mich viel mehr interessiert...wieso beschäftigt sich eine Sängerin wie du mit derlei Themen? Vor allem die Nuke-Nin sind eigentlich keine all zu häufigen Gesprächsthemen unter Nicht-Ninjas. Ebenso nicht die Arbeitsethik von uns Shinobi. Und jetzt fange bloß nicht mit deiner eigenen abgebrochenen Akademieausbildung oder deiner Nichte an. Das erscheint mir nun wirklich nichts zu sein, dass eine derart tiefe Beschäftigung mit der Thematik hervorruft. Hat es etwas mit deiner Familiengeschichte zu tun? Diesem nicht eingetretenen Happy End? ich kann mich nicht daran erinnern irgendwelche Dramengeschichten über deine Familie gehört zu haben. So riesig das ich davon noch nie etwas gehört hätte ist Kumo nun auch wieder nicht.

beinahe unbewusst rutschte dabei die linke des Shinobi von seinem Oberschenkel herunter und blieb in der Nähe der Schwertscheide liegen. Irgendetwas gefiel ihm an dem Gespräch nicht. Es war schon beinahe ein körperliches Gefühl, dass irgendetwas nicht in Ordnung war. Aber so recht warum konnte er nicht einordnen. Angespannt beobachtete er Izanami, während er weiterhin nach Außen nur sein freundliches Ich darbot.
Eine Sängerin mit derartigen Privatinteressen? Shinobi-Ethik, Nuke-Nins? Was kommt als nächstes? Eien Diskussion über die verschiedenen Elemente des Nin-Jutsu? Die Abartigkeit von Gen-Jutsu durch die psychischen Schäden die diese Anrichten können?
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BeitragThema: Re: Rokuhenkei no Sono   Sa Jul 14, 2012 11:08 pm

Nun denn, Madoka hatte sich bei diesem Gespräch wohl etwas zu weit aus ihrem Fenster gelehnt. Katzuko spannte sich an, er spürte, dass sie sich mit dem Thema aus kannte, obwohl sie vorgab, keine Kunoichi zu sein. Aber diese Unterhaltung war so spannend gewesen, dass sie einfach nicht aufhören konnte, ihre Meinung hinter einem versteckten Bild preis zugeben. Für sie war es wie eine Unterhaltung mit einem Feind, der ihr erklärte, warum er tötete. Und sie tötete ja ebenfalls, also traf sich das ganz gut. Jedoch hatte sie ja gesagt, Sängerin zu sein, also musste sie sich rechtfertigen, warum sie sich so aus kannte beziehungsweise, warum sie sich so sehr damit beschäftigte. Und wenn sie nicht von ihrer erlogenen Ausbildung oder ihrer scheinheiligen Nichte sprechen sollte, dann würde sie eben auf ihre Karriere zurückgreifen. ”Es gab in einem Lied, das ich selbst geschrieben habe, mal eine ganz gute Strophe, die dir vielleicht zeigt, wieso ich so denke und mich damit beschäftige. Sie lautet:
Die Lider schließen sich
Der Körper zittert
Sie fällt ins Laub
Stirbt ihr Schicksal
Und erwacht aus dem Traum
Mit der Angst
Dem Tag zu begegnen.”

Vielleicht konnte er sich darauf einen Reim machen, vielleicht auch nicht, aber es zeigte eigentlich, dass Madoka sich hatte einfallen lassen, dass ihr selbst etwas Schreckliches widerfahren war. Oder mehr Izanami. Weiterhin dachte sie gerade darüber nach, was sie sich für die Tote überlegen konnte. Sie wusste nichts Genaues über ihre Vergangenheit, also war es schwierig, sich etwas auszudenken, was sie offenkundig preisgeben konnte. Wenn es etwas war, was diese Izanami für sich behalten hat? Eventuell so etwas, was sie in ihrer Würde als Frau erschütterte. Vielleicht eine Belästigung oder Bloßstellung, gar eine Vergewaltigung, aber wollte Madoka so weit gehen? Es sah dieser Frau nicht ähnlich, sofort über ihre Probleme zu sprechen. Ihr vorhin kokettes Verhalten diente mehr einer Fassade, die das zitternde Mädchen verstecken sollte. Eventuell erkannte Katzuko wenigstens das.
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BeitragThema: Re: Rokuhenkei no Sono   Mo Jul 16, 2012 1:45 pm

Katzuko zog die linke Augenbraue hoch und schaute Izanami direkt ins Gesicht.
Eine Liedstrophe wegen der sie sich derartig mit der Ethik eines Shinobi und den Nuke-Nin beschäftigt hatte? Oder versuchte sie damit auch gleichzeitig seine Frage über ihre Familie zu beantworten?
Nun, möglicherweise war irhe Famili in einem Konflikt zwischen zwei Shinobi Gruppen zu Schaden gekommen. Vielleicht war das die eigentliche Erklärung, warum sie ihre Ausbildung abgebrochen hatte und vielleicht war es auch der Grund, warum sie sich schließlich derartig mit der Arbeitsethik der Shinobi befasst hatte. Verdammt, vielleicht war auch jemand aus ihrer Familie ein Nuke-Nin gewesen?
Sofort verfinsterte sich sein Gesichtsausdruck unmerklich und er ging in seinem Kopf durch, ob er sich an einen Nuke-Nin mit ihrem Nachnamen erinnern konnte. Manchmal wäre ein Bingo-Buch doch verdammt nützlich.
Oder zumindest waren Nuke-Nin in ihre Familiengeschichte oder das dazugehörige Drama eingebettet. Alles andere würde keinen Sinn machen.
Nur was entsprach nun der Wahrheit?

Wieder spielte seine linke Hand mit den Ohrringen. Irgendetwas schmeckte ihm nicht so recht. Aber er konnte seinen Finger nicht so recht darauf legen. Gut, er hatte in seinem ganzen Leben noch nie diese Izanami oder ihre Familie gesehen, aber das hatte nichts zu sagen. Er konnte schließlich nicht jeden in Kumo Gakure kennen. Aber wenn ihr und ihrer Familie etwas schlimmes zugestoßen war, dann musste er das doch irgendwo schon einmal gehört haben.

Hört sich für mich so an, als würdest du damit kämpfen den Tod eines Freundes oder Verwandten zu verarbeiten. Hat das etwas mit deinem Familiendrama zu tun? Spielen da auch irgendwie deien Obsessionen mit den Nuke-Nin hinein?
Und was war, wenn dieser getötete Verwandte der Nuke-Nin war? Möglich. Das würde erklären, warum er noch nie etwas von ihm gehört hatte, so etwas wird normalerweise nicht Publik gemacht. Vor allem nicht, wenn es sich dabei um einen gefährlicheren Shinboi gehandelt hatte. Oder eine wichtige Person.
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BeitragThema: Re: Rokuhenkei no Sono   Mo Jul 16, 2012 10:06 pm

~ Letzter Post vor dem TS ~

Leise begann Madoka vor sich hinzusummen. Ein altes Kinderlied aus Mizu no Kuni, das ihr Onkel ihr beigebracht hatte, damit sie dessen Adoptivtochter ab und an in den Schlaf singen konnte. Sie erinnerte sich nur zu gern an diese Flöten und Streicher, es klang wie ein Morgenwind, der durch eine Wiese Hochgras streifte, wobei über den Dünen die Sonne aufging und sie den Regen vom letzten Tag auf den sattgrünen Halmen glitzern ließ. Einmal wollte ihre Cousine dazu ein Bild malen. Es war zwar kein Kunstwerk, aber immerhin die Gedanken eines kleinen Mädchens, die ohne Wissen über ihre Herkunft in Madokas Familie gekommen war. Und sie hatte eine Eislandschaft mit großen weißen Bären gemalt, wo Madoka selbst weiße Flügel besaß und einen der Bären streichelte. Sie wusste nicht, was das für die Kleine bedeutete, aber dieses fast unschuldige Bild über sie selbst war wie ein Spiegel ihrer Vergangenheit. Nun gelangte sie zur letzten Note und öffnete wieder ihre Augen, um in den blauen Himmel zu sehen. Ja, Tsuchi no Kuni war auch so schön, wenn man sich Zeit nahm, die Landschaft zu genießen. Kumo war fremd und eigenartig. „Ich weiß nicht, ob ich es dir erzählen darf“, flüsterte sie gedankenverloren und suchte eher nach einer Antwort als eine versteckt zu halten. Die Mimik ihres Gesichts war so zu verstehen, dass sie unsicher war, ob sie eine Strafe erhalten würde, wenn sie jetzt sprach. Spontan ließ sie dann eine Hand in eine der wenigen Taschen ihres Outfits gleiten und erfühlte dort ein Papierstück, das sie Izanami abgenommen hatte. Es handelte sich um ein Foto und durch einen kurzen Blick nach unten sah Madoka, dass Izanami dort Arm in Arm mit einem jungen Mann stand. Das Bild schien alt zu sein und war zerknittert. Sie holte es heraus und drehte es abwesend in beiden Händen. So schien es zumindest, denn eigentlich sah sie nur auf der Rückseite nach, was für einen Namen der Typ hatte. Shuichi stand dort geschrieben und daneben: „Der Tod trennt uns nicht.“ Das passte ja perfekt, dachte sich Madoka und faltete das Foto auf, um es Katzuko zu zeigen. Dabei wirkte ihre Miene melancholisch und beherrscht. „Das war mein fester Partner, Shuichi. Und wie gesagt: Er … war mein Partner.“ Mehr sagte sie nicht, sondern spielte nur nervös mit ihren Fingern, zumindest tat sie so, aber alles sehr überzeugend. Wie war er gestorben? Wann war er gestorben? War er überhaupt Shinobi gewesen? Die Dinge wusste Madoka nicht, aber da sie Katzuko nun dieses Foto gezeigt hatte, wusste der garantiert etwas über den Mann, denn er kam definitiv aus Kumo und war hier bekannt. Umgekehrte Informationsbeschaffung hatte auch seine Vorzüge.
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